Mm nie durch Liebe Leid geschah.
Roman vouCourthS-Mahler. - ^ 45) Nachdruck verboten.
Graf Steinau sah mit seinem feinen, fcrrkaftische» Lächeln, das seinem Gesicht ein so charakteristisches, überlegenes Gepräge gab, in ihr Gesicht.
„Liebe, verehrte Freundin — das kann ich Hans Ullrich nachfühlen."
Frau von Frankenau sah ihn fragend an.
„Finden Sie nicht, daß Baroneß Karl« eine sehr Liebenswerte und reizende junge Darne ist, deren sanftes Wesen dafür bürgt. daß sie so einen herrischen Heißsporn, wie meinen Hans Ullrich, glücklich macken kann?"
Graf Steinau zögerte eine Weile. Dann sagte er langsam:
„Soll ich ganz offen und ohne Scheu meine Meinung
Ire: ""
..Wir find doch Freunde, die einander vertrauen können. Ich bitte um Ihre offene Meinung."
„Nun denn — ich finde, daß Hans Ullrich einen schärferen Blick hatte in Bezug auf die Baronesse, als seine sonst so kluge Mutter. Ich halte das sanfte Wesen der Baronesse nicht für echt."
Die alte Dame richtete sich betroffen auf.
„Sie auch ncht? Das ist doch sonderbar. Weder Hans Ullrich noch Ursula wollen an dies sanfte Wesen glauben und halten es für unecht. Und nun Sie auch — Sie, der gewiegte Menschenkenner? Sollte ich allein blind gewesen sein?"
„Es scheint doch so. Ihre Güte und Ihre eigene Ehrlichkeit lasten es nicht zu, andere Menschen scharf zu beurteilen.
Frau von Frankenau lachte.
„Hat sie das behauptet?"
„Ja, erst kürzlich. Also jedenfalls must' ich doch nun mal
die Baronesse schärfer Kh habe fiü tt-chrw immer
§um Vorbild htugestellt, doch tnebt Wildfcmg hat mir rundweg «klärt, diesem Vorbkld möchte ste Wiemals gleichen."
„Daran hat ste, mein« Ueberzeugung nach, auch wirklich recht getan. Aber da wir nun einmal bei Ihrem reizenden Töchterchen sind, verehrte Freundin, so mochte ich dies Thema »och ein Weilchen festhallen."
Die alte Dame lächelte fein.
„Für eine Mutter gibt es kein iitterestcmteves Thema, als ihre Kinder."
„Nun gut. bleiben wir dabei, dann Nn ich sicher. Sie nicht
zu langweilen."
„Desten dürfen Sie immer sicher sein. Doch was wollten Eie mir über Ursula sagen?"
„Daß sie sich zu einer ganz reizenden jungen Dame entwickelt hat. Und ich fürchte, daß Ste Ihr Töchterchen nicht lange mehr bei sich behalten dürfen."
„Aber, lieber Graf, Cie denken doch nicht schon an eine Verheiratung Ursulas?"
„Doch — ich denke sehr heftig daran und andere Menschen auch. Vielleicht sogar Fräulein Urselchen selbst."
Die alle Dame schüttelte energisch den Kopf.
„Ausgeschlosten, lieber Freund. Damit hat es keine Gefahr An alles andere denkt Ursula eher."
„Ich glaube doch, daß Sie da wieder im Irrtum sind. Meines Wistens denkt Fräulein Urselchen doch schon ein wenig da. ran. Und dann kenne ich nock jemand, der sogar sehr stark daran denkt."
Frau von Frankenau sah ihr Gegenüber unruhig forschend
LN.
„Wohinaus wollen Sie eigentlich, lieber Freund? So ohne bestimmte Absicht sagen Sie das nicht, da kenne ick Sie zu gut."
„Also mich scheinen Sie doch recht gut zu kennen. Sie haben recht, ich sage das nicht ohne bestimmten Grund. Und nun ohne weitere Umschweife: Was würden Sie zu meinem Nef
fe» ais Schwiegersohn sagen?"
Frau von Frankenau beugte sich weit vor rn ihrem SesieÄ «ob sah ihn mit großen Augen an.
„Was sagen Cie da?"
„War ich nicht deutlich?"
»»Lieber Graf — ich verstehe Sie nicht."
„Wirklich nicht?"
„Ja — meinen Sie denn das ernsthaft?"
„Sehr ernsthaft. Ich sitze als Freiwerber für meinen Neffen vor Ihnen. Er liebt Ihre Tochter Ursula und hofft aus Gegenliebe und will nicht wieder abreisen, ehe er es ihr gesagt hat. Haben Sie etwas gegen ihn ernzuwenden?"
Die alte Dame atmxte tief auf und stützte den Kops in di« Hand.
„Sie haben mich erschreckt."
„Das tut mir leid."
„Bedenken Sie doch — mein Wildfang — mein Urselche« — sie ist ja noch ein halbes Kindl
Graf Steinau lächelte.
„Lasten Sie das meinen Neffen nicht hören, er fragt Ste sonst, in welchem Alter Sie sich verlobt haben. Ich glaube. Ste waren auch nicht viel alter als Ursula jetzt ist. Und meine Frau war im gleichen Alter, das hat er auch schon ausgerechnet. Er wird Ihnen klipp und klar beweisen, daß Urselchen im heiratsfähigen Alter ist Ich glaube, verehrteste Freundin, Sie müsten sich mit dem Gedanken vertraut machen, bah Urselchen flügge geworden ist"
Sie schüttelte ganz fastungslos den Kopz.
„Ich kann mich mit diesem Gedanken noch nicht vertraut machen. Ist es denn wirklich ernsthaft gewesen?"
„Ja, ja, ganz ernsthaft. Ich glaube wohl, daß Ihnen dar ein wenig überraschend kommt, und deshalb wollte ich Sie vorbereiten, damit Sie Joachim, wenn er mit seiner Werbung vor Sie hin tritt, eine bündige Antwort geben können. Wie wirB sie ausfallen?" <Tscrtfe^nrin tolot.)
Japrdiitt&iingrH der Station friribrrg (jtfn)
f$omvncr 1918)
Ankunft
ans der Richtung von
Abfahrt
ln der Richtung nach
Ankunft
aus der Richtung von
Frankfurt a. Main
MUiü-U.-D.
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W. g06
D. gos
W. j|23
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nur vor Sonn- /: 4 4 ».Feiertag
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kommt nur v. Bad Nauheim
Abfahrt
in der Richtung nach
Gießen 12iz
W. GJ29
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leht nur bis *752 9ad Nauheim ■
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Gießen
Frankfurt a. Main
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W. J19
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W. g04
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D.J 0 i 8
D. 8 43
D.1Q49
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W. ||02
Nidda
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W. C13
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Homburg v. d. H.
W. 6 42 ^34
W. | 2 20
Hungen
W 2 18
w - 5 51
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Hanau
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Nidda
W. gOi
s. 8 n
W. |2^
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Homburg v. d. H.
W. ^58
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W . J 2 4i
w.
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Bekanntmachung
Laut Verfügung des stellv. Generalkommandos vom 15. Nov. 1917 war h\* zum 31. Mai d. 3».' vas Dach- und Blitzableiterkupfer und -Platin abzuliefern.
Bis jetzt ist dieser Verfügung nur teilweise entsprochen worden und fordere ich daher alle rrick- sländigen Hausbesitzer auf, unbedingt spätestens bis zum31. Juli d. Is., alles noch in ihrem Besitze befindliche Dach, und B!itz- avletterkupfer und-Platin bei der NetaUfammelstette,Stadt, barkamt, Haagstraße Nr. 16, werktäglich von 8 bis 10 Uhr vormittags abzuliefern.
Nach diesem Termine wird Strafanzeige erhoben und außerdem die zwangsweise Einziehung aus Kosten der Säumigen herbei- gefühn.
Friedberg, den 28. Juni 1618.
Der Bürgermeister.
2. V.: Dam m.
Bekanntmachung.
Am 29. Juni 1918 ist eine Nachtraqsbekantttmachuna Rr. XV. Hl. 3000/6. 18. K. R. A., betreffend „Beschlagnahme von Fasern aus Kolbenschilf, Besenginster, Weidenbast, Hopsen, Lupinen und Eetreidestroh (Stransa) zu der Bekanntmachung Nr. VV. III. 3000/9. 16. K. R. A. vom 10. November 1916, betreffend Beschlagnahme, Verwendung und Veräußerung von Flachs- und Hanfstroh usw", erlassen worden.
Der Wortlaut der Nachtragsbekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.
Stellv. ßencriUfomniönbo 18. Armcekorfis.
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Beknnntmachuttg.
f Selbständ. Buchhalter
Nächsten Mittwoch, den 3. Juli, vertei en wir in der alten Post
Land-Eier.
| oder Buchhalterin gesucht.
1 Meinaro'iialldlllllg u. Aotel Trapp.
LKräftiges Mädchen
| für Zimmer- u. Hausarbeit
^gef. Hotel Trapp, Friedberg.
3
Bekanntmachung.
Wir bringen erster Tage
frische grüne Erbsen
das Pfund^*" Gemüsehändlern zum verkauf. Preis 88 Pfenuig
Anmeldungen nehmen wir unter Vorlage der Lebensmittelkarte auf unserem Geschäftszimmer, Dienstag Vormittag, von v bis 10 Uhr, nur für den Bezirk L entgegen.
Friedberg, den 2L Juni 191«.
Der stellvertretende Bürgermeister (städt. Lebensmittel-Ausschuß)
3. A.: Langsdorf.
Es werden abgegeben: Auf gelbe Eierkarten, Marke 29, 1 Ei zu 30 Pfennig, auf a ge lempe te roie Eierkarten, starke 30, 1 Ei zu 30 Pfennig, und gegen Vorlage der treisamtlchen Bescheinigungen auf abgestempelte rote Eierkarlen, Marke 33, 1 Ei zu SO
Pfennig.
Die Eierkarten sind vorzulegen. Nicht abgestempelte rote Eier- sind ungültig. Eierkatten ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht zum Bezug: einzeln abgetrennle Marken sind wettlos. Friedberg, den 29. Juni 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister
(stcidt. Lebensmittel-Ausschuß)
__3. A: Langsdorf.
500 Mk. Belohnung
demjenigen, welcher mir die Diebe namhaft macht, welche in der Nacht von Mittwoch zum Donnerstag « Küüe auf meiner Meine gestohlen haben.
t macht, welche in der ühe auf meiner Weide
Fr. Kaz, Okarben.
liefert schnell und billigst
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Verkaufe:
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mit 10 Stück Kücken lrebhuh farbige Italiener), 14 Tage a
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Friedberg, Katserstrahe 117. ,


