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rnteresseK müsse unlner nachteilig auf die Lösung Wirtschaft- 'lickMr Aufgaben einwirken, und der sachverständige und unabhängige Beamte werde sichviel eher von reinen Zweckmäßigkeitserwägungen leiten lassen als der Politiker; Der Beamte ist auch freier vom ^nteressenteneinsluß ol£ die politische Partei und das parlamentarische System".

An dem herrschenden System hat Müller auszusetzen, daß die Auswahl der Beamtenschaft nicht immer nach rich- tigen Grundsätzen erfolge; aber er ist objektiv genug, fest- zu stellen, daß man doch bei uns vom Verwaltungsbeamten wirkliche Kenntnisse verlangt, daß die Auftastung von der Pflicht des Beamten verhindert,daß er zum eindeutigen Jnteressenvertreter wird, wie wir es bei manchen west­europäischen Ministern sehen. Bei uns herrscht nicht der Kapitalismus, sondern bei uns herrscht tatsächlich die Bureaukratie".

Zur Aenderung des bisherigen Systems hält er das parlamentarische Regime jedenfalls nicht für das geeignete Mittel. Wenn er freilich generell den Grundsatz aufttellt, daß ohne weiteres in Großbanken und ähnlichen Organi­sationen bewährte kaufmännisch-organisatorische Kräfte für die Reorganisation der bureaukratischen Arbeitsmechoden Hervorragendes leisten müßten, so wird man demgegenüber daran erinnern dürfen, daß wir einen derartigen Versuch in reinster Form seinerzeit mit Herrn Dernburg gemacht haben der vom Bankdirektor zum Leiter des Kolonialamts ge­macht wurde. Dort ist das Resultat das genaue Gegen­teil d^ von Müller erwarteten gewesen: nämlich eine Ver­stärkung der Bureaukratisierung und eine Vermehrung der Schwerfälligkeit des Dienstbetriebes. Resultierend vielleicht aus dem vom Bankwesen enttehnten Bestteben, eine fort­laufende Kette gegenseitiger Kontrollstellen zu schäften, was im Bankbetriebe nützlich und angebracht, für die Amtsge­schäfte aber völlig ungeeignet ist. Man wird also auch da sagen müssen, daß es weniger auf generelle Methoden als auf die einzelne Persönlichkeit ankommt.

Im übrigen sind die Auffassungen Müllers ein tref­fender Beleg dafür, wie ganz anders die Dinge sich aus allernächster Nähe ausnehmen, als aus der fröhlichen Vogelperspekttve des nichts als kritiklüsiernen Partei- mannes, der sich statt positiver Mitarbeit den Luxus der Verantwortungslosigkeit leisten kann.

Sozialisierung der Wohnraume.

Wir haben gleich die Befürchtung ausgesprochen, als jüngst ein« Bestandsaufnahme der Wohnraume erfolgt ist, daß zu dem vielen Kriegssozialismus, unter dem wir seufzen, auch noch eine Rationierring der Mohnräume eintreten werde und daß wir eines Tages zu gewärtigen haben, daß uns irgend eine Munitionsarbeiterfamilre ins Haus gesetzt wird. In der ..Frankfurter Volksstimrne" erhebt nun der Genoste Laufkötter öffentlich diese Forderung. Nachdem fast alles und jedes ratio­niert worden sei, lasse sich nicht einsehen, weshalb man nicht auch das Wohnbedürfnis rationie­ren sollte. Zunächst schlägt Laufkötter vor, daß ein Ver­bot erlassen würde, neue Luxusbauten zu errichten, solange noch ein Mangel an kleinen Wohnungen besteht. Damit und mit der Begründung, daß den Kriegsgewinnlern und Lebensmittel­wucherern die Möglichkeit genommen werde, sich prachtvolle Wohnräume zu schäften in einer Zeit, wo viele Familien kein Obdach finden, kann man sich einverstanden erklären. Aber Herr Laufkötter geht weiter, er bekennt sich zum Bolschewismus und fordert zur Nachahmung der Volschewikis auf, die, als sie in Rußland ans Ruder kamen, sofort ein Gesetz erlassen hät­ten, tvonach alle über den notwendigen Bedarf hinausgehende Räume der Regierung zur Verfügung gestellt werden müßten. Sehr schön wird gesagt:Komme man nicht mit derHeilig­keit des Eigentums" und der Achtung von dem Besitz? Solche Begriffe werden zu leeren Redensarten in einer Zeit, in der, durch die herbe Notwendigkeit getrieben, der Staat alles Er­reichbare beschlagnahmt zum Wohle der Allgemeinheit. Die Not unserer Zeit läßt sich nicht mit Halbheiten beseitigen, ein festes Zugrerfen ist notwendig. Not bricht Elfen, und auch die dräuende Wohnungsnot wird das Eisen unserer starren Eigen­tumsverhältnisse brechen."

Man unterschätze derartige Aeußerungen nicht. Der Zu. kunftsstaat ist bereits bei uns eingerichtet und sozialdemokra­tische Politiker und Gewerkschaftssekretäre geben bei lins die Richtung an. Jedenfalls sind die obigen Auslassungen deut­lich und man weiß, wohin die Reise gehb

Ka nd «»irisch afis-Wissen I ch oft.

Die Versammlung preußischer Landwirte zur Gründung der Gesellschaft zur Förderung der Landwirtschafts-Wissenschaft fand in Berlin statt. Staatsminister Frhr. v. Schorlemer führte in einer Ansprache aus: Der Weltkrieg hat uns nicht im Un. klaren gelassen, daß auch den unvergleichlich großen Waften- taten unserer kämpfenden Helden ein voller Erfolg versagt bleiben muß. wenn es nicht gelingt, eine ausreichende Ernäh­rung des Heeres und der Marine ebenso, wie der daheim ge­bliebenen Bevölkerung sicherzustellen. Das Ende des Völker- ringens ist nicht abzusehen, aber auch dann werden wir wirt­schaftlich noch auf lange Jahre auf urrs selbst und auf die eigene Kraft und Leistung angewiesen bleiben. Der Landwirtschaft erwachst die Aufgabe, nicht allein die Wunden, die ihr der Krieg geschlagen hat. wieder auszuheilen, und nicht allein die alte Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen, sondern darüber hinaus sich der völlig veränderten Wirtschaftsbedingungen an- zupasten. Eine wettere Steigerung der Etträge in allen, auch den kleinsten Vettieben sobald wie möglich zu erreichen. Die landwirtschaftliche .Erzeugung zu beleben und dem der wissen­schaftlichen Forschung gleichen Ziele zuzustreben, ist Zweck und Aufgabe der Gesellschaft, die mit dem NamenPreußische Fcrschungsgesellsihaft für Landwirtschaft" ins Leben gerufen «>erden soll. Nicht darum handelt es sich, das Einkommen der Landwirte zu bessern, oder ihre angebliche Profilwut zu stei-

fletH, sonder« darum, thtt der wichtigsten vaterländischen 2laf* gaben zu erfüllen. Uns leitet nur der Wunsch, btt Volks«, nührung im Kriege mit im Frieden, soweit möglich, durch die heimische Erzeugung r» sichern.

75 Krone« der DoppelMvtt Wche«.

Budapest, 28. Juni. Nach einer heute rm Magnaten­haus abgegebenen Erklärung Dr. Wekerles wird der Weizen­preis der diesjährigen Ernte mtt 75 Kronen für den Doppel­zentner festgesetzt werden.

Selbst nach dem heutigen Kursstand der Krone be­deutet dieser Preis ettva 48 Mark für den Doppelzentner Weizen. Und dabei schreien unsere Sozialdemokraten als jüngst unser Weizenpreis um eine Kleinigkeit erhöht wurde, über Kornwucher.

Verschiedenes.

Eine wandernde Märchenerzahlerkv.

Berlin, 25. Juni Eine hübsche Belebung der Poesie des Thüringer Waldes unternimmt zur Zeit ehte Schülerin des be­kannten, kürzlich verstorbenen deutschen 'Vortragskünstlers Prof. Milan, ein Fräulein Liefa Tetzner, indem sie in dieser Som­merszeit, von Dorf zu Dorf wandernd, den zeitgemäßen Versuch unternimmt, den Kindern Märchen zu erzählen. Unter der MikV Hilfe von Geistlichen und Gutsbesitzern auf dem Lande, sowie unterstützt von der Thüringer Lehrerschaft, streift die Künstlerin danach, dem Volke seine alten poetischen Güter wieder zum Er­lebnis zu machen, und auch die Erwachsenen werden einen in- neren Gewinn von der Sache haben, die auch anderwärts in die Wege geleitet werden sollte, um dem deutschen Volke seine al­len Kulturgüter wieder näher zu bringen. Schon die bisheri­gen Erfahrungen der Vorttagenden haben ergeben, daß es selbst in dem poesieumwobenen Thüringen viele Dörfer gibt, in de­nen kein einziges Kind ein Märchen kennt, weder Rotkäppchen noch Schneewttchen. Ueberraschend ist es, welchen Hunger die Kinder nach Rätseln haben. Auch hier scheint in der Ueber- liescrung der Volkstradition ein völliger Tiefstand zu herrschen. In jedes Dorf, in das die Vortragende kommt, schickt sie vorher einen gedruckten Brief, der an die Schulhäuser oder an Bäume angenagelt wird, und in dem es heißt:

Liebe Kinder!

In den nächsten Tagen werde ich zu Euch kommen, um Euch Märchen. .Sagen und Geschichten zu erzählen. Einen ganzen Sack voll bringe ich mit, und ihr dürft Euch wählen, was ihr am liebsten hören wollt, ob von Zauberern, bösen Tieren, Teufeln und allerhand Ungeheuern, oder guten Feen. Prinzessinnen und verschwundenen Schlössern. Zwi­schendurch da wollen wir miteinander Rätsel raten.

Ist cs ein schöner Sonntag, so setzen wir uns miteinander der in den Schulgarten, unter die Dorflinde oder einen anderen schönen Platz. Bei schlechtem Wetter gehen wir in einen Saal oder einer großen Stube. Sagt es auch all Euren Schwestern und Brüdern und den Eltern, wenn sie Lust haben, mitzukommen. Liesa Tetzner.

Wenn die Künstlerin dann ins Dorf kommt, fetzt sie sich mtt den Kindern zusammen, bei schönem Wetter um die Dorf­linde, bei schlechtem Wetter in einer alten Bauernstube, und ist bald gut Freund mit ihnen. Wenn die Kinder keinen Groschen mitbringen. bietet der Pfarrer oder Lehrer der Märchenerzäh. lerin Gastfreundschaft und sorgt bei der Gemeinde dafür, daß sie auf ihre Unkosten komckt; denn auch den Alten tut es gut, wieder einmal Märchen zu hören.

Dom Felde

der GH re.

Friedberg. Dem Reservist Will). Geyer, Sohn des Rangiermeisters Fr. Geyer, wurde das Eiserne Kreuz ver­liehen.

Ilbenstadt. Die beiden Söhne des Kaspar Brncker IV. von hier, die beide feit Ansbruch des Krieges unter den Fahnen stehen, Karl Joseph Brücker im Art.-Regt. 25 und Peter Brücker im Reserve-Jnf.-Regt. 116 wurden zu Sergeanten befördert und erhielten das Eiserne Kreuz; die Hessische Tapferkeitsmedaille wurde ihnen bereits früher verliehen.

Aus der Heimat.

So kalt war der Juni noch nie feit L»em Revolutions- jahr 1848. Zeigte doch das Thermometer jetzt wiederholt am Morgen unter 10 Grad und ging sogar auf 7 Grad Celsius. Dazu Regen und Wind, Sturm und in den Ge­birgen Schneefall. Sogar in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, wo es noch nie geschneit hat, fiel Schnee in dichten Flocken. Dem Getreide hat die Kälte allerdings nicht geschadet, im Gegenteil. Für den Graswuchs, die Rüben und Kartoffeln war der Regen sehr erwünscht und vorteil­haft. Auch der Wein hat noch nicht gelitten. Von der Donau wird hoher Wassergang gemeldet. Die Flüsse füü- lich der Alpen verzeichnen Hochwasser. Die Ueberschwnu- mung in der Ebene des Piave ist auch eine der Ursachen, die die Oesterreicher zum Rückzug gezwungen haben, wieder ein Beweis, welchen Einfluß die Witterung auf den Gang der kriegerischen Ereignisse ausüben kann.

Die spanische Krankheit. Wir lesen in derVolks­stimme": Wir haben gestern von den Massenerkrankungen aus der Umgegend von Mainz berichtet, die besonders die Arbeiter der Firma Opel (Rüsselsheim) betroffen hat. Die Krankheit scheint nunmehr das ganze Maingebiet heimzu­suchen. Auch Offenbach leidet sehr darunter, und sett dieser Woche ist sie auch in Frankfurt. Ueber den Verlauf der Epi­demie in Rüsselsheim, wo sie zuerst anfing, geht uns folgen­der Bericht zu, der typisch fein dürfte für alle Orte, di»

davon bettoffen sind:Im Anfang voriger Woche ttat in

Kriegsgefangenenlager der Firma Opel die Grippe aus Die Epidemie nahm einen derartig stürmischen Verlauf, daß schon am Mittwoch den 19. Juni das ganze Gefangener» lager miftamt der Wachmannschaft isoliert werden mußt« Cinwandftei ist festgestellt, daß die Seuche von Darmstad- aus durch Kriegsgefangene nach Rüsselsheim verschlepp worden ist. Die bakteriologischen Untersuchungen de^ Blutes, sowie der Schleimabsonderung des Kehlkopfes, de* Nachens, der Nase und der Bindehäute haben mit Sicherhe^ ergeben, daß es sich um nichts anderes handelt als um Gripz (mit dem medizinischen Namen Influenza). Ebenso rat wie die Fälle gekommen, so rasch war auch die Abheilung Jedoch ließ sich ttotz aller Vorsichtsmaßregeln, die getroffen wurden, nicht verhüten, daß die Epidemie auch in den O^ überging. Da ein Teil der Kriegsgefangenen mit der Krankheitsstoft behaftet in den Opelwerken arbeitete, ohne daß sie ihre Krankheit gemeldet hätten, so war es klar, dab auf dem Werk selbst die Krankheit eingeschleppt wurde. Der Verlauf ist bis jetzt günstig. Unter den zahlreichen Erkrankungen kein Todesfall. Die Uebertragung geschieht von Person zu Person, oft innerhalb eines Tages. Durcb fleißige Nasenspülungen, Gurgeln und Einnehmen von Chinin oder ähnlicher Präparaten läßt sich die Krankhep abkürzen beziehungsweise kann man Vorbeugen. Alles in allem liegt bei der Bürgerschaft nicht der geringste Grün» zur Beunruhigung vor."

Keine Beschlagnahme von Kleidern. Zur Zeit finde»

in verschiedenen Kreisen die militärische Nachschau vor Futter- und Brotgetreide, Kartoffeln u. dergl. statt, die zm Aufrechterhaltung der Ernährung von Heer und Heimar erforderlich ist. Vielfach ist nun bei der ländlichen Be­völkerung der Glaube verbreitet, die militärischen Revisions­kommandos hätten^n Befehl, Kleider, Weißzeug, Wäsche und dergleichen zu beschlagnahmen und wegzunehmen. Diese Annahme entbehrt jedoch jeder tatsächlichen Grund läge und die hierdurch geschaffene Beunruhigung ist völlig gegenstandslos. Vielmehr haben die Kommandos ebenso wie in den Vorjahren lediglich die Aufgabe, diejenigen Nah­rungsmittel zu erfassen, deren Bereitstellung uns dar Durchhalten bis zur neuen Ernte sichern soll und wird Diese Getreide- und Kartoffelrevisionen sind im vaterlän­dischen Interesse notwendig und werden mit größtmö^ licher Schonung durchgeführt.

Nur vier Wochen! Das hessische Ministerium des In­nern hat für sämtliche Landgemeinden den Kur- und Er­holungsaufenthalt Fremder auf vier Wochen beschränkt.

FO. Bad-Nauheitn, 27. Juni. Die Stadtverordneten ge. nehmigten die Erweiterung des Ehrenfriedhofes für Krieger. Der Ehrenfriedhof wird zur gegebenen Zeit würdig hergerichter werden und ein Denkmal erhalten.

FO. Vom Main, 27. Juni. Die Haussuchung bei dem ver» hafteten Stativ:.oagenten von Eschau-Mönchberg förderte er» ganzes Warenlager zulag. Pakete, die aus dem Felde an» kamen, wurden in Masten unterschlagen und ihres Inhalts b» raubt.

Aus Starkenburg.

Darmstadt, 26. Juni. Erwischt wurde beute früh dahier ein Soldat, der in der Kastanienallee eine anscheinend gestohlene Ziege geschlachtet hatte.

Ofscnbach a. 28. Juni. In der chemischen Fabrik für Teerprodukte Gustav Lang u. Eo. brach heute nachmittag ein Brand aus, dessen Entstehungsursache noch unbekannt ist. Zwei Pechhallen brannten nieder. Das Hauptgebäude, die Benzin- lager und Pechvorräte konnten gerettet werden. Der Fabrik, betrieb kann vollständig auftecht erhalten werden. Der Scha­den ist durch Versicherung gedeckt.

Pfungstadt, 27. Juni. Die Bürgermeisterei warnt vor demfalschen Kompagniefeldwebel", der die Angehö- rigen von im Felde stehenden Soldaten auftucht, ihnen ir­gend eine Geschichte anfbindet, u. a. Darlehen herausschwin delt, uni dann spurlos zu verschwinden. Auch in Pfung­stadt hat er eine Familie hereingelegt und um eine größere Summe geprellt.

Aus dem Ried, 27. Juni. Kleiderdieb stähle auf freiem Felde sind neuerdings in hiesiger Gegend zu alltäglichen Erscheinungen geworden. Aus verschiedenen Gemeinden wird berichtet, daß Schuhe und Kleider, die die Landwirte bei ihren Feldarbeiten ihrer Gewohnheit gemäß an Weg­rändern oder mitten auf den Aeckern niederlegen, von Die ben am Hellen Tage gestohlen wurden.

Aus Rheinhkssen.

FO. Mainz» 27. Juni. Mit ihrem drei Monat alten Kind stürzte sich eine geisteskranke Frau aus Nackercheim in den Rhein. Die Frau wurde gerettet, das Kind ertrank. Zn Haust angekommen, versetzte die Frau ihrem 13jährigen Sohn« einige Schläge mit dem Beil. Nun wurde die Frau dem Krankenhaus zugeführt.

Alzey, 27. Juni. Das hiesige Kreisamt verfügte, daß in Zukunft bei allen Neuverpachtungen von Gemeindejag­den in der Regel dem Letzbietenden, der das höchste An­gebot machte, der Zuschlag zu erteilen sei. Diese Verfügung wurde an alle Gemeinden gerichtet. Damit dürfte vielen Streitigkeiten um die Zuerkennung des Jagdrechts in den Genieinden vorgebeugt fein.

Rirrstem, 27. Juni. Ein tödlicher Unglücksfall ereiy. nete sich in der Malzfabrik. Der Arbeiter Karl Reineck machte sich am Schacht des Fahrstuhls zu schaffen. Hier­bei kam er zu Fall und stürzte in die Tiefe. n>o er zerfcbmev tert liegen blieb. Der Tod war auf der Stelle erngetreten.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otts H i r [ d) e l, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen TageL-eitung*, A- G., Friedberg l H.