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'Kammergencht, als auch vom Redgerrcht dahin tnrerpro- trert wird, daß die Preisfestsetzung der Z. E. G., bezw. an­derer Kriegsgesellschaften einer richterlichen Nachprüfung nicht unterliege, macht es unmöglich, auf dem Klagewege von der Z. E. G. etwas zu erlangen. Hierzu kommt als weiteres Moment, daß um die Zeit herum, als die & E. G. 222,95 Mark der Hamburger Firma per 100 Kilo bewrl* ligte, ihre Tochtergesellschaft, derEinkauf Schleswig-Hol­stein" an Interessentenkreise mit Offerte herantrat, laut welcher er Halft schfleisch zum Preise von ca. 440 Mark per Kilo anbot. Es gielt nahe auztmehmen, daß es sich hierbei wahrscheinlich um die Partie "-radelt hat, die bei der Hamburger Firma zum Preis? vi 222,95 Mark beschlag­nahmt war; die Z. E. G. hat - einen Nutzen von un­gefähr 100 Prozent bei dem zr eifellos erfolgten Verkauf erzielt. Unter diesen Umständen, und da nicht anzunehmen ist. daß die Z. E. G. in ähnlich gearteten Fällen anders vorgeht, ist es wohl erklärlich, wie diese Kriegsgesellschaft einen buchmäßigen Gewinn von 568 Millionen Mark auf- weisen kann.

Des Reiches ärmlfc aller Imsse Milk.

Es ist schon aufgefallen, daß die Sozialdemokraten eicht zur Kriegsanleihe zeichnen. Sogar die Munitions­arbeiter, die es doch gewiß könnten, halten sich abseits. Die­selbe Wahrnehmung kann man auch bei der Ludendorff- Spende machen, trotzdem das Ergebnis der Spende den Kriegsbeschädigten zugute kommen soll. Nun ha­ben die Berliner Metallarbeiter, also auch Munitions­arbeiter! beschlossen, daß sie mit der Beteiligung an der Ludendorff-Spende, wie auch mit der Unterschrift der Ge­neralkommission für den Aufruf der Ludendorff-Spende nicht einverstanden find. Erklärt^wird dieser Standpunkt damit, daß diese Sammlung mit einem Namen (Luden­dorff!) verbunden wurde, der infolge des Mißbrauchs, den die reaktionären. Kreise mit ihm treiben, durchaus keinen anziehenden Klang in der Arbeiterschaft hat. Auch pro­testiert die Verwaltung dagegen, daß die Generalkommis­sion der Gewerkschaften Deutschlands gemeinsam mit solchen Personen einen Aufruf unterzeichnet, .die gerade jetzt wie­der am Wecke sind, um, ihrer alten Gewohnheit ent­sprechend, die Behörden scharf zu machen gegen die Ar­beiter, und die unablässig darauf aus sind, die wenigen Rechte, die dem Arbeiter während des Krieges noch ge­blieben sind, durch Maßregelung und Denrmziation illu- sorisch zu machen.

Man sieht, es ist eine andere Welt, in der diese Geister leben. Der Name Ludendorff, auf den das deutsche Volk stolz ist, wirkt bei ihnen abstoßend. Ja, wenn es der Schei- demann wäre!

N«m Feld»

der Ehre.

Burg-Graseurode. Schütze Konrad Jökel, z. Zt. in Frankreich, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Herzlichen Glückwunsch!

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Ans der Heimat.

Fahrplanänderungen. Von heute ab verkehren vor Sonn- und Feiertagen neue Personenzüge mit dritter und vierter Klasse: Frankfurt Hptbhf. ab 1.11 nachm.. Friedberg an

2.69, Friedberg ab 3.29 nachm., Hauptbahnhof 4.38 Uhr. Der Zug nach Friedberg hält auf den gleichen Stationen wie der um 1.15 nachm, im Hauptbahnhof abfahrende Personenzug. Der Zug von Friedberg hält außer in Vilbel-Süd und Berkersheim auf allen Stationen.

Neichsbund der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegs­teilnehmer." Auf das heutige Inserat der Ortsgruppe Fried- berg und Umgegend betr. Mitgliederversammlung am Mitt­woch, den 3. Juli bei Herrn L. Haas in Fauerbach wird nochmals besonders hingewiesen. Mitglied kann jeder wer­den, der während des Krieges im Heeresdienst gestanden hat. Zweck des Bundes ist die Wahrung der gemeinsamen Interes­sen der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer durch diese selbst gegenüber der Gesetzgebung wie im Wirtschaftsleben, Pflege der Kameradschaft und der Solidarität. Der Bund ist parteipolitisch und religiös streng neutral. Die Mitglieder- zahl beträgt bereits über 35 009. Diese Zahl erbringt den Be. weis, über die guten Zwecke und Ziele der Vereinigung. Hat doch der Bund auch mitgewirkt, daß zu den Renten über 50 Prozent die Teuerungszulage gezahlt werden und so hat der­selbe noch mehrere Ziele ins Auge gefaßt. Dieserhalb soll man den Bund mit den guten Bestrebungen tatkräftig durch Beitritt als Mitglied unterstützen; dennEiner für Alle und Alle für E r.en." Kameraden, welche die Versammlungen nicht besuchen können, kennen ihre Beitrittserklärung jederzeit mündlich oder schriftlich an oen Schriftführer der Ortsgruppe Herrn Ehe­mann. Große Köhlergasse 5, richten. Von dort sind auch Statuten und Aufnahmescheine kostenlos zu beziehen. Zeit-' schriften werden frei geliefert und erscheinen vorerst alle 14 Tage. Der Bund betrachtet es stets als eine der vornehmstes Pflichten, sich der Kriegstznterbliebenen gefallenen Kameraden nach Kräften zu widmen.

Dortelweil, 27. Juni. Am 21. Juni fand dahier eine einfache, aber schöne Feier statt. Dem Fahnenträger des hiesigen KriegervereWs, Herrn Berg, wurde seitens des Bezirksvorstandes, Herrn Lehrer Will, die vom Großher- zog gestiftete und vom KriegerverbandHassia" verliehene Ehrentafel mit entsprechender schöner Ansprache überreicht. Möge Herrn Kamerad Berg, der schon 25 Jahre die Fahne

dem Verein vorantrug, sie noch weiter tragen zum Wähle des Vereins und des Vaterlandes.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

5. Sonntag nach Trin., 30. Juni 1918.

Gottesdienst in der Stadtkirche.

Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer K l e b e r g e r.

Anschließend Feier des hl. Abendmahls.

Abends S 1 /^ Uhr: Herr Direktor S ch o e l l.

Gottesdien ft in der Burgkirche.

Vorm. 8 Uhr:^ Militärgottesdienst. Herr Koudidat Berger.

Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarrer

Dreht.

Nachm. 2 Uhr: Katechismuslehre für die märruH.l

Jugend. Herr Pfarrer Kleberger.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

An jedem Mittwoch Abend um 9 Uhr: Krieasa "

Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. Anschließend K muslehre für die Jünglinge. Herr Pfarrer Z a tz m .

Katholische Gemeinde.

6. Fasten-Sonntag nach Pfingsten, 30. Juni 1913

Beichtgelegenheit am Ärmstag von 4 Uhr an unk Sonntag früh von 6 Uhr an

%7 Uhr Frühmesse.

8 Uhr: Hl. Messe mit Betstunde. Gemeinsame hl. Kom­munion der Jünglinge und Jungfrauen. (4. Alois.-Sonn­tag), zugleich Sühne-Bittkommunion zur Beendigung des Weltkrieges.

^10 Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Nachm. 34 Uhr: Sakramentalische Betstunde.

Abends Uhr: Alosius-Andacht mit Predigt.

Während der Woche um y<£l und 7 Uhr hl. Messe.

. Mittwochs um 7 Uhr hl. Messe in der St. Georgs­kapelle.

Freitag, abends 8 Uhr: Kriegs-Andacht.

Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Bor- romäus-Bücherei.

Im Interesse der vielen Vruchleidenden sei an dieser Stelle, nochmal ganz besonders auf das Inserat i» heutiger Nummer hingewiesen."

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: N. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung" A- G.. Friedbera i <5

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