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Organisation erfaßt werden sollte. Ans den in der Ukraine aufgekauften Mengen sollte dann Oesterreich-Ungarn eine Min- ldestmenge erhalten, die notwendig wäre, die Versorgung des Heeres und der Bevölkerung von Oesterreich bis zur neuen Ernte aufrecht zu erhalten, und nötigenfalls sollte bet einem Versagen der Ukraine auch auf die Bestände Rumäniens oder Deffarabiens zurückgegriffen werden. Eine Lieferung aus deutschen Beständen ist niemals vorgesehen worden. Die in der Ukraine und in Bessarabien erfaßten Getreidemengen sind Oesterreich zur Verfügung gestellt worden. Deutschland hat bis jetzt aus der Ukraine nur eine ganz geringfügige Menge aus früheren Monaten erhalren. Wenn nun die Lieferungen aus der Ukraine und aus Bessarabien nicht ausreichen, um die österreichische Mehlversorgung sicherzustcllen, so trifft dafür Deutschland keine Schuld, sondern es liegt an den Verhältnis­sen, für die Deutschland nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Bei dem engen Bundesverhältnis und bei den gemein­samen Interessen, die die beiden Reiche miteinander ver­knüpfen, war es selbstverständlich, daß sich die deutschen maß­gebenden Stellen durch die österreichischen Vorwürfe nicht ver­stimmen ließen, sondern sich ernstlich bemühten, Oesterreich bei der Beseitigung der ausgetretenen Schwierigkeiten behilflich zu sein. Es hat sich auch ein Weg finden lasten, dem Bundesge­noffen, der jetzt in schwerem Kampfe gegen Italien steht, über die nächsten kritischen Tage hinwegzuhelfen, und soweit es die deutsche Versorgung nur irgendwie zuläßt, ein Entgegenkom­men zu zeigen. In Oesterreich wird man das sicher anerkennen und daraus den Schluß ziehen, wie wenig gewiste Veröffent­lichungen, die in den letzten Tagen in Wien erfolgt sind, dem bundesgenössischeg Zusammenhalt Rechnung trugen.

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München, 19. Juni. Bürgermeister Meißkirchner in Wien Hai an die bayerische Regierung um Zufuhreil von Altkartos- feln telegraphiert. Bayern ist aber leider nicht in der Lage, Kartoffeln der alten Ernte noch abgeben zu können. Der Frost hat die Frühkartoffelernte hinausgeschoöen. so daß mit den alten Vorräten auf das sparsamste hausgehalten werden muß, wobei noch besonders die Herabsetzung der Brotration zu be­rücksichtigen ist.

Deutscher Zleichstag.

Nach Erledigung einer Negierungssache wird über Petitio­nen verhandelt. Eine Reihe von Berichten des Ausschusses über die Petitionen wird ohne Aussprache erledigt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr, Anfragen, Friedensvertrag mit Rumänien, Etat desPensions- fonds, Kopitalabfindungsgefetz für Osfrziere, Besoldungsgesetz, kleine Vorlagen. Schluß Uhr.

Der Arbeitsplan des Wchstliges.

Berlin, 20. Juni. (WB.) Der Aeltestenrat des Reichs- kags trat gestern vor Beginn der Vollversammlung zur Be­ratung des Arbeitsplanes für die nächsten Tage zusamnien und einigte sich dahin: Heute, Freitag, soll die erste Lesung des Friedensvertrages mit Rinnänien erfolgen. Hierzu wird Staatssekretär von Kühlmann sprechen. Ob der Friedensvertrag mit den Zusatzverträgen ohne weitere Aus­sprache an den Hauptausschuß verwiesen werden wird, steht noch dahin. Außerdem sollen auf die heutige Tagesordnung gesetzt werden der Haushalt des allgenreinen Pensionsfonds, die Ergänzung zum Kapitalabfindungsgesetz und der Ent­wurf betreffend Niederschlagung von Untersuchungen gegen Kriegsteilnehmer. Diese Entwürfe werden den Reichstag auch noch am Samstag besckpstigen. Am Montag soll die zweite Lesung des Haushalts des Auswärtigen Amtes und der Reichskanzlei beginnen.

Im preußischen Laudtog

war gestern eine Rede des.konservativen Avg. H ö s ch von Be­deutung, der sich schon oft als Fachmann hervorgetan hatte. Er führte u. a. aus:

Auf dem Gebiete der Volksernährung haben wir bisher dine absolute Sicherung nicht erhalten können. Wir haben ei­nen stetigen Rückgang der Produktion. So wie bisher kann es deshalb nicht weitergehen. Das Verlaßen des Systems der Rationierung ist in diesem Augenblick eine Unmöglichkeit. Wir haben aber das System überlastet durch ein Uebermaß der Ra­tionierung, wodurch die Bewegungsfreiheit der Erzeuger viel­fach eingeschränkt ist. Die staatssozialistische Organi­sation, in die wir uns haben hineinführen lasten, bedeutet den Untergang jeder Ration. Wir wünschen eine Ein­schränkung der Rationierung in der Werse, wie sie jetzt schon in der Schweiz besteht, daß die notwendigen Lebensmittel an die minderbemittelte Bevölkerung zu einem mäßigen Preise bei einem Staatszuschuß abgegeben wird. Im übrigen könnte dann die freie Wirtschaft eintreten. Hinsichtlich unserer Zufuhr mästen wir unsere Blicke nach dem Getreideexportland Ruß­land, besonders nach der Ukraine richten. Freilich macht uns auf diesem Gebiet Eroß-Rußland große Konkurrenz. Durch die Ordnung, die das deutsche Militär in der Ukraine geschas­sten hat., wird cs diesem Lande ermöglicht, den Verpflichtungen, die es bei Friedensschluß eingegangen ist, nachzukommen. Aus Rumänien ist die Zuschußmöglichkeit für Getreide eine sehr ge­ringe. Die Preisfestsetzung für landwirtschaftliche Produkte Muß den Produktionskosten entsprechen. Es ist erfreulich, daß fcas Kriegscrnährungsamt eine Preiserhöhung für Getreide zu- Eefagt hat. Eine Preissteigerung ist auch für Milch und Butter erforderlich, wenn nicht die Produktion in den nächsten Mo­naten erheblich zurückgehen soll. Di« lanüwirtschastliche Pro­duktion ist infolge der Erhöhung der Löhne, des gesteigerten Preises für landwirtschaftliche Maschinen, sowie der Erhöhung Ler gesamten Wirtschciftskosten ganz außerordentlich verteuert worden. Großes Aerg<rnis erregt es, wenn man die allerletzten Bestände auf dem Lar de an Brot und Futterkorn herausholt.

Es wird für eme Schmach empfunden, wenn der Hof mili­tärisch besetzt und jede Schublade durchsucht wird. Dadurch wird die Arbeits- und Ablieferungsfreudig­keil sehr beeinträchtigt. Gegen die Metallbeschlagnahme ist nichts einzuwenden, sie darf aber erst vorgenommen werden, wenn der Ersatz dafür vorhanden ist. Außerdem mutz ausrei­chende Entschädigung gezahlt werden. Die Reichsstelle für Obst und Gemüse sollte Härten für den Handel vermeiden. In dem ganzen Zwangssystem liegt der Grund für die Erbitterung der Anbauer und die Unzufriedenheit der Konsumenten. (Beifall rechts.)

Uom Felde

der Ehre.

Melbach. Dem Fahrer Theodor Ziegler bei einer Minenwerfer-Kompagnie erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon früher. Der Musketier Otto Ziegler in einem Ersatz- Bataillon erhielt daS Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Wir gratulieren.

Wölfersheim. Der Kanonier Huber von hier, der seit Anbeginn des Krieges im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.

Ans der Heimat.

Sommeranfang. Mit 10 Grad Wäniie und Regen hat heute der Sommer eingesetzt. Wenn uns auch dabei nicht gerade sommerlich zu Mute ist. so wollen wir doch nicht klagen. Ist doch endlich der heißersehnte Regen eingetreten und tränket mit seinem Naß die durstigen Felder. Hoffen wir, daß nach der langen Trockenheit nulst das Gegenteil eintritt und eine lange Regenzeit folgt. Wenn es einmal tücktig geregnet hat, dann brauchen wir Wärme, die uns dann hoffentlich der Sommer bringen wird. ^

Belohnung für Festnahme feindlicher Flieger und für Bergung feindlicher Flugzeuge im Hcimatgebiet. Es ist wiederholt vorgekommen, daß feindliche Flugzeuge diesseits des Karnpfgebietes, teils aus Not, teils in Unkenntnis der Gegend, in der sie sich befanden, gelandet sind. Die Be­satzungen der Flugzeuge versuchen in der Regel die Flug- ? Zeuge zu zerstören, und selbst zu entfliehen. Häufig ist es ! aber schon dem rasch entschlossenen Handeln von Militär- j und Zivilpersonen gelungen sie rechtzeitig daran zu ver- j hindern. Da cs äußerst wichtig ist, der feindlichen Flieger | sofort habhaft zu werden und das Flugzeug möglichst unzer- ' stört zu bergen, wird die Bevölkerung gewiß alles tun, die amtlichen Stellen hierbei in jeder Hinsicht zu unterstützen. Wer sich bei solcher Gelegenheit durch Festnahme des Flie­gers oder Bergung des Flugzeuges um die Kriegsführung verdient gemacht hat, darf neben öffentlicher Belobigung auch auf eine Belohnung in Geld rechnen. Die stellv. Gene­ralkommandos sind ermächtigt, nicht nur etwa entstandene Aufwendungen zu vergüten, sondern auch Finde- und Berge- lohn, sowie bei Festnahme feindlicher Flieger entsprechende Belohnungen auszuzahlen.

Der Hessische Landesverein für Kriegerheimstätten ist von

dem Verein für chemische Industrie in Mainz durch Ueber- weisung einer Spende von 10 000 Mark bereits zum zweiten Male in wertvollster Weise unterstützt worden. Auch der Obst­und Eartenbauverein für den Kreis Büdingen hat dem Verein in freundlichem Gedenken und in Würdigung seiner bedeut­samen Bestrebungen den Betrag von 1073 Mark aus seinem Iahreecrträgnls zugervar.dt.

Gesetzes- etc. Zusammenstellung. Zu der vom Kriegs­amt nach dem Stande vom 1. Januar neubearbeiteten Zu­sammenstellung von Gesetzen, Bekanntmachungen und Ver­fügungen betreffend Kriegsrohstoffe nebst deren Nachträgen, Ausführungsbestimmungen und Erläuterungen ist das II. Ergänzungsblatt nach dein Stande vom 1. Mai 1918 er­schienen. Dieses Ergänzungsblatt wird den Beziehern der Zusammenstellung ohne Anfordern kostenfrei nachgeliefert. Sollte die Nachlieferung nicht erfolgen, so ist dasselbe bei der Stelle anznfordern, durch lvelche die Zusammenstellung bezogen worden ist.

FC. Die Homgcrgcbnisse in diesem Jahr bleiben hinter den vorjährigen weit zurück. Mitte Juni im Vorjahre hatten die Bienen mehr als die'doppelten Erträge. Auch mit Schwärmen steht es gering. Die kalte Witterung trägt die Schuld daran. Durch die Raps- und Obstbaumblüte hatten heuer die Völker einen guten Eintrag, der aber durch die jetzige trockene Sommerkälte hintan gehalten wird.

Gießen. (Akademischer H i l f s b u n d.) Im Früh­jahr 1917 bildete sich nach längeren Verhandlungen ein Ortsausschuß Gießen" des akademischen Hilfsbundes. In seinem ersten Geschäftsjahr ist es diesem Ortsausschuß ge­lungen, 22-1 Mitglieds die über das ganze Großherzogtum Hessen verstreut wohnen, zu gewinnen. Außer den regel­mäßigen Jahresbeiträgen sind ihm einige größere einmalige Beiträge zugeflossen. Dennoch bleiben die Mittel, über die er bisher verfügen kann, recht bescheiden. Der Akademische Hil Hund will krigsbeschädigten Akademikern Rat und Hilfe jeder Art zuteil werden lassen; der Ortsausschuß Gießen erstreckt seine Tätigkeit auf solche kriegsbeschädigte Aka­demiker mit Universitätsbildung, die im Großherzogtum Hessen ihren Wohnsitz haben, besonders auch auf kriegsbe­schädigte Studenten der Universität Gießen. In einigen Fällen konnte er bereits hilfreich eingreifen; doch ist die Zahl dieser Fälle bisher begrenzt. Sollte er künftig stärker in Anspruch genommen werden, fo würde eine Erhöhung der Zahl seiner Mitglieder dringend zu wünschen sein. Die Jahresversammlung des Ortsausschusses, die im Mai ge­halten wurde, ergab die Wiederlvahl des geschäftsführenden Ausschusses; ex besteht z. Zt. aus dem Rektor der Universität

Geh. Hofrat Professor Dr. Gisevius, Landgerichtsdirektor a. D. Bücking, Gh. Medizinalrat Professor Dr. Strahl und Profestor Dr. Scbian. Geschäftsstelle ist das Universitäts- Sekretariat Bismarckstraße 22, Zahlstelle die Filiale Gießen der Mitteldeutschen Kreditbank.

Hanau, 18. Juni. In der gestrigen Sitzung der Not­standskommission wurde beschlossen, denjenigen Hühner­haltern im Stadtkreis Hanau, die ihrer Ablieferungspflicht nicht Nachkommen, die Fettmarken zu entziehen. Für den Landkreis Hanau hat der Landrat angeordnet, daß alle Hühnerhalter von der Zuteilung von Einmachzucker auszu­schließen sind, die ihrer Ablieferungspflicht für die letzten Monate nicht genügt haben.

Au- Starkenburg.

Darmstndt. Pater M u ck e r m a n n, der bekannte Biologieforscher begann am Dienstag einen Cyklus von 5 Vorträgen, mit dem Thema:Die Schicksalsstunde der Familie". In erschreckender Wahrheit und Deutlichkeit wies der Gelehrte an Hand der Feststellungen nach, daß unsere Vevölkernngszifser in Deutschland seit dem Jahre 1869 in stetem Abstiege begriffen ist, da sowohl die Zahl der Ehen, wie die Kinderzahl fortwährend sinkt, was mit der Zeit zu einem raschen Ende führen muß, da auch die Sterblichkeit durch die Kunst der Aerzte und andere Fürsorgebahnen für die Kinder und Mütter zwar ausgehalten, aber in lang« samcn Vorwärtsdrängen nickst am Wachstum verhindert wer» den kann, wenn wir nicht mit allen Mitteln und aller Energie dagegen ankämpfen. Wir haben sonst dasselbt Schicksal, wie Frankreich zu erwarten. Redner führt als Ur- fache heute vor allem die durch Lebensgewohnheiten aller Art, Wohnungsnot etc. absichtlich herbeigeführte Ver­hinderung der Geburten an, die durch eine verwerflich In­dustrie noch sehr unterstützt wird. Weitere bedenkliche Gründe sind die heute in allen Gegenden stark verbreiteten bösen Krankheiten aller Art. Er fordert in herzlicher Weise zur Bekämpfung dieser Unsitten aller Art auf, damit Deutsch- land, in welchem Hessen mit dem Königreich Sachsen an letzter Stelle stehe, bald wieder ausblühe.

Aus Rheinhessen.

FC. Worms, 19. Juni. Auf die Jagd zu gehen ist erst schön, wenn auch in der Oeffentlichkeit die Iagdergebniffe be­kannt gewacht werden, so meinen vor allem die Sonntagsjäger. Deshalb wird das Lokalblatt unterrichtet, wenn der Herr Jagdbesiänder einen Kapital-Bock ufw. erlegt hat. Auch in der nahen Pfalz machte es so ein Nimrod. Auf diese Weise erfuhr das Jagdglück aber auch der zuständige Kommunalver« verband und wunderte sich, daß der Nimrod seine Beute, einen kapitalen Rehbock, bei ihm nicht angemeldet hatte. Der Kom- munalvcrband ging dem Falle nach und die Folgen belehrter den glücklichen Schützen, daß er nunmehr zwei Böcke geschossen hatte.

FC. Gernsheim, 16. Juni. In der hiesigen Zuckerfabrd geriet ein Arbeiter mit dem Arm in eine Maschine und erlist so schwere innere Verletzungen, daß er kurz darauf verstarb.

FC. Udenheim, 16. Juni. Ein Eroßfeuer legte hier die Scheunen und Ställe der Witwe Zeun, des Kaffenrechners Zaun, des Wilhelm Schrauth. des Heinrich Zaun und des M Schütter in Asche. Die Wohnhäuser konnten gerettet werden Man vermutet Brandstiftung.'

Ans Hcsscn-Nassan.

FC. Flörsheim. 19. Juni. Der zum Beigeordneten ge« wählte Schöffe Reimer wurde bei der letzten Gemeindevertre> tersitzung in sein Amt eingefiihrt. Die Gemeindevertretunj bewilligte sodann einstimmig zum Ankauf des Dr. Börnerfchen Anwesens als Rathaus 73 000 Mark.

FC. Schierstein, 19. Juni. Das Kupferdach der Sektkelle­rei Henkell u. Eo. in Biebrich wird soeben von der hiesigen Firma Rau abgedeckt und erhält eine Schieferdecke. Die durch die Entdachung der Gebäude zu entnehmende Kupfermenge beziffert sich auf 30 000 Kg.

Goddelau. Dem Landwirt Iah. Heil wurden des Nachts die gesamten Fleisch- und Wurstvorräte der letzten Hausschlach- tung gestohlen. Die Diebe nahmen ihren Weg durch das Dach, fenster des Wohnhauses.

FC. Aus dem Rhein-Maingebiet, 19. Juni. Die Heuernte, die heuer bei günstigem Wetter rasch geborgen wurde, hat eine gute Mittelernte ergeben. Auch die Kleeerträge sind gute. Ebenso verspricht der Raps, mit desien Schnitt begonnen wird, ein zufriedenstellendes Resultat. Die Hackfrüchte stehen, soweit die Pflanzung erfolgt ist, auch gut Infolge des eingetretenen RegenweUers sind die Landwirte auf den Feldern emsig mit Gemüsepflanzen beschäftigt.

FC. Meilbach 20. Juni. In einer der letzten Nächte wurde dem Nachtpolizeibeamten dahier der Gemeindezuchtziegenbock und zwei Ziegen gestohlen. Die Tiere wurden im nahen Felde abgeschlachtet und die Häute und Eingeweide liegen gelaffen.

Aus Kurhcffen.

Marburg, .18. Ami. Dr Landrat des Kreises Marburg gibt öffentlich bekannt, daß mit Ausnahme der sieben Ort­schaften Amönau, Betziesdorf, Caldern, Damm, Nieder­walgern, Sarnau und Wehrshausen sämtliche Kreisge­meinden trotz der gegenwärtigen günstigen Futterverhält- nisse viel zu wenig, oft sogar nicht einmal zur Hälfte der Pflichtlioferung an Milch und Butter nachgekommen sind. Jetzt droht der Landrat mit Schließung der Centrifugen.

Fulda, 19. Juni. (Großer Schafschmuggel.) Die Gen­darmerie von Bischofshetm beschlagnahmte über 300 Stück Schafe im Werte von 60 000 Mark, die über die Landesgrenze geschmuggelt werden sollten. Die Tiere sind der Heeresver­waltung in Würzburg abgeliefert worden.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. § e y n e r / Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung'', A- G., Friedberg i. H.

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