jalS 150 Kilometer Breite eine gleichmäßig starke Offensive angesetzt worden ist. Schon aus den ersten Telegrammen läßt sich erkennen, daß sich der Druck hauptsächlich gegen einzelne Stellen richtet. Aber aich da kann jetzt noch nicht sestgestellt werden, wo es sich um den Hauptstoß und wo nur um einen Scheinangriff handelt, der die italienischen Reserven anziehen und festhalten soll. Die Lage an der italienischen Fiont war in letzter Zeit so gespannt, daß die österreichisch-ungarische Heeresleitung von vornherein auf eine Neberraschung verzichten mußte Daraus ergab sich die Not- Wendigkeit eines Angriffs aus der ganzen Front. Nach den Erfolgen des ersten Schlachttages scheint es nicht ausgeschlossen, daß die österreichisch-ungarische Heeresleitung ihre 'Hauptkräfte in der italienischen Eben« eingesetzt hat, zumal r fie von vornherein sicher annehmen konnte, daß Diaz vor allem suchen werde, im Grappagebiet und auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden standzuhalten, um die Aufrollung 'der Piavefront zu verhindern."
Uerriiterregimenter.
Lausanne, 20. Juni. Art und Ausdehnung der Verbandhetze gegen Oesterreich beleuchtet eine von der englischen Zensur bezeichnenderweise unterdrückte Nachricht der „Central News" aus Rom, wonach auf der unlängst in Rom abgehaltenen Versammlung der „unterdrückten" Völker Oesterreichs mitgeteilt wurde, daß Frankreich den Schutz über die gegen Oesterreich-Ungarn gerichtete Bewegung übernehme und Amerika, soweit etliche Beteiligte in England sich der finanziellen Seite der Angelegenheit annähme. Ferner wurde beschlossen, alle flavischen Untertanen der Donaumonarchie aus Amerika, England und den anderen Verbandsstaaten möglichst schnell nach Frankreich und Italien zu bringen, um dort slavische Regimenter aufzustellen. Gleichsam rrm ihren Treubruch und Landesverrat sinnfällig zu machen, sollen diese flavischen Truppen ausschließlich gegen Oesterreicher kämpfen und an der französischen Front nur verwendet werden, falls dort auch österreichische Soldaten kämpfen sollten.
Die friflntigm da EjjtllblchvtrnMn.
Das schnelle Vordringen der deutschen Heere in der Ukraine . ist nicht zum mindesten auch auf die außerordentlichen Leistungen der deutschen Eisenbahntruppen zurückzuführen, denn nur dadurch, daß die Bahnlinien schnell wieder- hergestellt wurden, konnten deutsche Truppen in dem gemeldeten Siegeslauf nach Südrußland zu Vordringen. Es ist den deutschen Eisenbahntruppen gelungen, in 79 Tagen über 1200 Kilometer Eisenbahnlinien au bauen und bis Ansang Juni 82 zerstörte Eisenbahnbrücken wiederherzustellen. Bis zum Ende dieses Monats sollen weitere 40 Brücken dem Verkehr übergeben werden.
Der dtlitlch-frllnziißlihe Gchngeneliaustaulch.
Berlin, 20. Juni. (WB.) Nach den deutsch-französischen Vereinbarungen über die Gefangenenfragen sollen die vor dem 15. 4. 1918 in der Schweiz internierten deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat zurückgeführt werden. Ebenso sind sämtliche in der Schweiz internierte Zivilpersonen freizulaffen. Die Ausführung dieser Bestimmungen hat nunmehr begonnen. Heute hat der erste Zug mit deutschen Internierten die schweizerische Grenze überschritten und ist in Konstanz eingetroffen. Leider haben bahntechnische Schwierigkeiten den Beginn dieser Trans. Porte verzögert. Doch sollen sie nun mit regelmäßiger Zugfolge laufen und in etwa vier Wochen beendet sein. So werden etwa 200 deutsche Offiziere. 6000 Kriegsgefangene und 1000 Zivilinternierte der Heimat wiedergegeben. Im Anschluß an die Räumung der Schweiz beginnt voraussichtlich im August die Internierung der mehr als 18 Monate kriegsgefangenen Unteroffiziere. Mannschaften, sowie Zivilinternierten in die Heimat. Voraussetzung ist allerdings, daß die französische Regierung bis dahin eine entsprechende Anzahl Elsaß-Lothringer herausgeben wird, für deren Zurückhaltung seinerzeit 1000 Geiseln aus dem besetzten Frankreich nach Holzminden und Wilna verbracht worden sind. Hierüber schweben zur Zeit noch Verhandlungen.
Australien fordert den dentlihen Mieebeßh.
Haag, 17. Juni. Aus London wird gemeldet: Der australische Premierminister Hughes, der sich momentan in England befindet, um der Kriegskonferenz beizuwohnen, hat sich in einem Interview folgendermaßen ausgelassen: Australien hat bezahlt u. bezahlt noch immer den Preis für die Freiheit. Es wird nicht schwanken. Australien will keinen deutschen Frieden, denn es muß Garantien haben gegen die Unterdrückung in der Zukunft. Dies ist eine australische Monroelehre. Die Sicherheit und die Unverletz. barfeit des australischen Elements fordern, daß Neu-Guinea und 100 andere Inseln in der Nähe von Australien in der Macht von Australien sein sollen od^c von befreundeter Nationen; denn sie stehen zu Australien in derselben Lage wie Amiens zu Paris oder. Calais und andere Kanalhäfen zu England. Wir verlangen nicht noch neue Schwierig- keiten, die eine Folge der Ausbreitung unseres Grundbesitzes fein würden, aber wir sind enffchlossen, zu behalten, was wir haben, und da wir Australien nicht behalten können, falls hie Inseln sich in ferndlrchen Händen besinden, so werden wir, auch mit Anstrengung all unserer Kräfte, an dieser Monroelehre festhalten.
Die böje deutsche Wissenschaft.
' (8c of, 18. Jirm. Laut einer Meldung an die Pariser
Aufgabe d«r JU pfOQ o Tribüne" aus Fort Dodge im Staate
Iowa hat die Medizinffche Gesellschaft des Staates bei einer' solennen Sitzung beschlossen, daß fortan während der nächsten 50 Jahre keine deuffchen Bücher und keine in Deutschland verfertigten wissenschaftlichen Instrumente angeschafft wer- den sollen. Der Besitz solcher deutschen Sachen soll nach dieser Beschließung im Staate Iowa als vaterlandsfeindlich gebrandmarkt werden.
Wieder eine englische Kriegsrede
Gelegentlich der Einbringung einer Vorlage, die einen neuen Kriegskredit von 500 Millionen Pfund = 10 Milliarden Mark vorlegt, hielt der Minister Bonar Law eine lange Rede, die sich im wesentlichen im alten Geleis bewegte, wenn auch abermals zu bemerken war, daß die alte Form der Drohung, mit der Vernichtung des deuffchen Reiches, gefehlt hat. Der Redner streifte zuerst das neueste Ereignis, die österreichische Offensive in Italien. „Sie ist", so sagte er, „ein Teil der gewaltigen Offensive, die an der ganzen Schlachtfront durchgeführt worden ist. Unsere Feinde haben recht, wenn sie denken, daß jeder große Erfolg an dieser Front weitreichende, soggr entscheidende 'Ergebnisse für die ganz Schlachffront in Frankreich haben würde. Deshalb glaube ich, daß die Initiative für diese Offensive eher von Berlin als von Wen ausging. Diese Offensive wurde am 15. Juni auf einer sehr großen Front begonnen. Eine sehr große Anzahl österreichisch-ungarischer Divisionen, erheblich mehr als die Hälfte aller ihrer Truppen an dieser Front nahmen an dem Angriff teil. Bis fetzt ist der Angriff nach drei Tagen Kampf gescheitert. Unsere Nachrichten vom italienischen Hauptquartier gehen dahin, daß der Feind nach drei Tagen Kampf nicht die Ziele erreicht hat, die er erreichen wollte. Das Oberkommando hat keine Befürchtungen über den Ausgang. Es wäre verfrüht zu behaupten, daß die Gefahr vorüber ist, aber es ist nicht voreilig, wenn ich im Namen des Unterhauses unseren Dank für den Anteil uw serer italienischen Verbündeten an dem Kriege aussprechc." Bonar Law ging dann auf die Lage in Frankreich ein. Er wiederholte das alte Ententemärchen, als ob sich Hinden- burg weit größere Ziele gesteckt hätte. Diese seien nicht erreicht lvorden und daher die deutsche Offensive einMißerfolg Er führte u. a. aus: „Trotzdem die Schlacht immer noch an- danert, können wir auf dgs, was geschehen ist, mit einigem Vertrauen zurückblicken. Im ganzen Feldzuge haben die Deutschen drei große strategische Möglichkeiten als Ziel vor Augen gehabt, zwei davon territorialer Art. Das erste Ziel war Paris, das zweite die Kanalhäfen, das dritte nicht nur die Niederlage der feindlichen Armeen, falls eine solche erzielt werden könnte, sondern auch der Abbruch der Verbindungen zwischen den britischen und französischen Streitkräften. Wohlan! Nach drei Monaten, trotzdem die Alliierten Terrain, viel Terrain haben preisgeben müssen, was wahrheitsgemäß gesagt werden muß, ist doch keines der drei genannten Ziele im Laufe dieses großen Kampfes erreicht worden. Falls in den ersten Tagen dieses Kampfes jemand Hindew bürg gegenüber prophezeit hätte, daß nach drei Monaten die Lage so sein würde, wie sie jetzt ist, dann würde Hinden- burg dies« Möglichkeit mit Spott zurückgewiesen haben. Es gibt klare und zunehmende Anzeichen in der deuffchen Presse dafür, daß die Deuffchen von dem Erfolg, fo groß er an sich auch sein mag, doch enttäuscht sind. Falls wir bei Beginn der Offensive hätten voraussehen können, wie drei Monate später unsere Lage sein würde, dann wären wir ein ganz Teil ruhiger gewesen, als wir es in Wirklichkeit waren."
Bonar Law müßte kein Ententepolitiker sein, wenn nicht die Hoffnung auf Amerika ein Hauptpunkt in seiner Rede gebildet hätte. „Die Hauptquelle der Reserven der Alliierten ist und bleibt Amerika. Der Drang der Not- werrdigkeit hat möglich gemacht, was unmöglich schien. Die amerikanischen Truppen sind im Gefecht gewesen und haben den großen Erwartungen, die jeder, der das amerikanische Volk kennt, sich von ihnen versprach, voll erfüllt. Es ist hier nicht der Platz, Ziffern zu geben. Vielleicht wird es genügen wenn ich Ihnen einen Passus aus den Notizen des Kriegsrates vorlese. Dieser lautet: „Dank der schnellen und herz- lrchen Mitwirkung des Präsidenten der Vereinigten Staaten werden die Dispositionen, die er betreffs des Transportes und der Einteilung der amerikanischen Truppen getroffen hat, es dem Feinde unmöglich machen, den Krieg zu gewinnen, dadurch, daß er die Reserven der Bundesgenossen erschöpft, bevor er seine eigenen erschöpft hat." Man sieht der schlaue Fuchs vermeidet auch heute Zahlen zu nennen, sondern gibt die gewohnten Phrasen von sich. Der U-Boot- krig macht ihm keine Sorgen mehr. Er sagte: „Was die Tanchbootbedrohung betrifft, so erschien sie uns vor einem Jahr als die größte Gefahr, die wir zu bekämpfen hatten. Aber nicht uns allein schien es so, sondern das deuffche Volk hoffte von den Erfolgen des Tauchbootkrieges, den Sieg zu erringen. Dieser Absicht gab seinerzeit auch der Chef des deuffchen Generalstabes in einer Rede Ausdruck. Unmittelbar danach wurden die Resultate desTauMootkrieges veröffentlicht. Infolge dieser für uns ungünstigen statistischen Ziffer gewann die Auffassung Raum, daß die Bedrohung so groß sei, daß niemand ihr Ende abjehen konnte. Das alles hat sich seitdem gcmid ' Die Bedrohung besteht zwar nocb. Sie kann v .> vermutlich dem britischen Volke Entbehrungen a gen, aber im Monat April hat zirm ersten Male der S, iffsneubau die durch den. Tauchboot- Meg der gleichen Periode bewirkte Verlustziffer übertroffen. Nach menschlicher Berechnung besteht keine Aussicht, daß England ausgehungert werden könnte und daß es kapitulieren müßte." Ruhmredig schloß er. „In den nächsten Monaten wird die Enffcheidung bi diesem großen Kampfe fallen. Die Deuffchen haben alle- daran gesetzt den Krieg zu gewinnen, bevor die Streitkrätte Amerikas.ta* den Kampf.
geworfen werden. Wenn der Feind nach drei Monaten noch knnes der drei genannten Ziele erreicht hat. so wird seine Offensive ein Mißerfolg sein trotz aller bisher errungenen Srege, und es wird dies einer der unglücklichsten Feldzüge sein, die er bis jetzt unternommen hat. Die Zukunft der Welt und unsres Landes hängt von den nächsten Wochen ab sie hängt an erster Stelle von unseren Soldaten und unseren Verbündeten ab, aber auch von denen, die im Lande verbleiben. Alle haben Anteil an diesem Kampfe."
Der frühere Ministerpräsident Asquith, der denk Minister sofort antwortete, war nicht so vertrauensselig. Trotz aller ermutigenden Betrachtungen, so meinte er, die das Ministerimn mit Recht gegeben habe, sei er doch der Meinung, daß man sich vor einer Lage befinde, die so drohend sei, wie nur jemals seit Ausbruch des Krieges. Die Möglichkeit von noch schwereren und gefährlicheren Verwicklungen sei gegeben, gerade deshalb fordert^ er auf. die Regierung zu stützen.
A»n,mcntare der Presse.
Haag, 19. Juni. Der „Daily Chronicle" schreibt zu der Rede.- Asquith war ausgesprochen ernst und viel ernster als Bonar L^Uv in seinem Ueberblick über die militärische Lage. Er glaubte, die Lage sei ernst für die Alliierten und ernster als jemals seit Beginn des Krieges. Doch- vertraut er auf den Endsieg der Alliierten. Die Zeit aber ist zu ernst für rednerische Uebungen voller Selbstvertrauen. Asquith ist nicht begeistert von der Einheit der Befehlsführung, obgleich er dem ausgezeichneten Soldaten Fach alles Lob spendell Asquith enthält sich jeder feindlichen Kritik der Regierung. Auch weist „Daily Chronicle" darauf hin, daß Mc Kenna größere Sparsamkeit der Regierung fordert, wobei er vor allen Dingen Sir Auckland Geddes unb das Ministerium für den nationalen Hilfsdienst meinte.
Ernste Zchnnemkeiteii in Oesterreich.
Man ist in Deutschland leider nur zu sehr geneigt, ansprechend über die Leistungen unseres 'Dundesgenoffen in Oesterreich zu urteilen, ohne die tieferen Gründe zu kennen, die die Ursachen zu den nicht zu bestreitenden Mißständen gegeben haben. Die Deutschen in Oesterreich sind in der Minderheit, unbestreitbar sind sie der tüchtigste Volksstamm der Donau-Monarchie und gerade deshalb find sie beneidet und angefochtem Der Nationalitäten-Hader, der zu Beginn des Weltkriegs verstummt schien, ist schlimmer denn je entfacht, die Tschechen find zu offenbaren Reichsverrätern geworden, an den Polen hw man das verkehrte der Versöhnungspolitik erkennen muffen, sie die früher — aus reinstem Eigenutz! — die Stützen der Regie, rung waren, sind nun auch zur Opposition abgeschwenkt un> die Slavonier, Kroaten und wie sie alle heißen, träumen vor einem großen Südslawenreich. Der Gegensatz der Nationalitäten ist auch auf das Wirtschaftsgebiet übergegangen. Ein Blick auf die Karte lehrt, daß die Deutschen zwar in landschaftlich reizenden, oder landwirtschaftlich armen Gebirgslän- dern sitzen, in Tirol, Steiermark, Kärnthen, Salzburg, in Bo.-'men wohnen sie am Strande, in den Abhängen des Böh- merwaldes, des Erz- und Rieseugebirges. Die Slawen dagegen Hausen in den ftuchtbaren Niederungen, in Mittelböhmen, in Mähren, in Slavonien und Kroatien, die Madjaren, die lieber zu Wucherpreisen an Italien als an Oesterreich verkaufen, haben die fruchtbare Donauebene im Besitz. Sie denken nicht daran, etwas hinauszugeben. Ja in den slawischen Gebieten ist direkt die Parole herausgegeben worden, die Deutschen hungern zu laffen. Die Folge war, daß in den deutschen Gebieten die Ernährungsverhältniffe geradezu einer Krisis entgegeneilen. Es ist bereits bekannt geworden, daß sich die nord- böhmische Gemeinde Schluckenau hilfesuchend an den Deutschen Kaiser gewandt hat. Schlimmeres scheint aber noch bevorzu. stehen. Gestern kam folgende Mitteilung:
Wien, 17. Juni. Heute erfolgte die Kürzung der Brotration für Wien um die Hälfte auf 650 Gramm für Kopf und Woche — man denke 1A Pfund! — rückwirkend vom Sonntag an. Nach der amtlichen Mitteilung soll die Kürzung vorübergehend sein, der Termin wird allerdings nicht genannt.
» Mit der durchgefuhrten Kürzung der Brotration auf dis Hälfte ist die Ernährungsfrage in ein bedenkliches Stadium eingetreten. Der Ceweinderat von Wien beschloß gestern nach erregter Debatte eine Resolution gegen die Kürzung. Der Bürgermeister machte über die Ernährungsverhältniffe inWien die Mitteilung, daß in dieser Woche zum letzten Mal Kartoffeln ausgegeben werden. Er berichtete ferner über seinen Telegrammwechsel mit Ludendorff, dem Bürgermeister von Budapest, dem ungarischen Ernährungsminister Prinzen Win- dischgrätz und dem bayerischen Ministerpräsidenten v. Daud.
Weiter wird aus Wien gemeldet:
Folgende amtliche Mitteilungen wurden heute im Wiener Gemeinderat über die Ursachen der Kürzung der Brotration in Oesterreich gegeben: Deutschland hat sich vor einigen Wochen in einem Ctaatsvertrag verpflichtet, die Mehlversorgung Oesterreichs sowohl für die Zivilbevölkerung als auch für das Militär zu übernehmen, gleichgültig ob durch Zuschübe aus der Ukraine oder Rumänien oder aus dem eigenen deuffchen Refervebestand. Anfangs gingen die Lieferungen glatt ein. Seit acht Tagen fft Deutschland mit dem Kontingent im Rück- stand geblieben und seit der Zeit sind 2000 Waggons Mehl, da- von 1000 für die Zivilbevölkerung, nicht geliefert worden. Gleichzeitig trat ein Stillstand in der Getreidelieferung ein. Es wurden dringende Depeschen an die deutsche Heeresleitung und an die maßgebenden Stellen in Berlin abgesandl, sowie eine diplomatische Aktion durch unseren Botschafter in Berlin und bei der Wiener deutschen Botschaft eingeleitet.
Diese Darstellung bedarf doch einer entschiedenem Zurück weffung. Es wird amtlich festgestellt, daß sie von völlig falschen Auffassungen ausgehl. Es ist eine Abmachung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn getroffen worden, wonach' .bas in der Ukraine vorhandeneHetreid, durch eine deutsch^ *


