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Bk« !w initdi frrbe M MH.

Roman von Co urths.Mahler.

3,j) Nachdruck verboten.

. "^ fe reiö würde ich Ihnen erst tun, wenn Sie mir in mem ^ ei '3 B f rcrm könnten! Ich muß mich unablässig in meinen Gedanken mit Ihnen beschäftigen, ob ich wM ober nicht.

-Und d-Shalb kommen Sie sich so bedauernswert vor?" neckte sie.

Er sah sie mit heißen, brennenden Augen an.

Christa ahnen Sie nicht, was in mir ist?" stieß er heißer hervor, seiner selbst kairm noch mächtig. In ihre Urigen trat ein feuchter Schimmer. Sie wurde ein wenig bleich vor Erregung.

"2'a ich weiß es und es macht mich froh", sagte ße mit vor Erregung zitternder Stimme.

Er. sprang plötzlich voin Pferde. Die Sehnsucht trieb rhn, sie in feine Arme zn ziehen. Aber sie sah ihn nllr groß an, mit ernsten, leuchtenden Augen. Das barmte ihn.

Sie spielen mit dem Feuer," sagte er raich und biß uc Zähne fest aufeinander.

Lächelnd trat sie dicht an sein Pferd heran und strei» ck-elte es.

Nein, ich spiele nicht es ist mein heiliger Ernst" sagte sie leise.

Er atmete gepreßt.

.Aber Sie wissen doch, was uns trennt, was mich zwmgt. Sie zu meiden, trotzdem mein ganzes Sein sehn- silchtig nack» Ihnen verlangt. Hüten Sie sich vor mir ich bin auch nur ein Mensch."

Sie streichelte noch immer das Pferd, das den Kopf nach ihr umwandte und die Nase an ihrer Schulter rieb.

,.Ich habe keine Angst. Herr von Frankenau, und ich vertraue Ihnen rückhaltlos." ^

Mit düsteren Augen sah er sie an.

Freilich Sie wissen, daß Ihre Macht über mich sehr groß ist."

Einen Augenblick lehnte sie die Stirn an den Hals des Pferdes.

Ja, ich weiß es, und es macht mich glücklich trotz allem. Doch nun muß ich gehen. Ich glaube, es zieht ein Gewitter heraus. Und es wird Zeit, daß ich mich Herrn von B:rkenheim wieder zur Verfügung stelle. Lassen Sie M7ch Ihnen danken, daß Sie mir den Brief zurückbrachten. Ich war sehr erschrocken, als er davonflog. Es bätte mir meine Mission sehr schwer gemacht vielleicht sogar um möglich wenn dieser Brief in andere Hände gefallen wäre."

Voll schmerzlicher Liebe sah er sie an. i.Jch bin froh, daß ich Ihnen einen kleinen Dienst lei­

sten konnte. Müssen Sie wirklich schon gehen? so gern noch ein wenig mit Ihnen geplaudert." Sie sah nach ihrem Uhrenarmband.

Fünf Minuten hätte ich noch Zmt." Schenken Sie mir diese fünf Minuten." dringend.

Sie hob die Augen zum Himmel.

Aber das Gewitter?"

Es verzieht sich."

Meinen Sie?"

Ich hätte

sagte

er

»Ganz sicher.^-- ^ £

_ .Nim gut - m mSe M fffrrf RiMm TteB« too« wollen wir plaudern? lieber Pferde? Das ist ein

mr G°lr>fnchs ist wundervoll ge­baut^ Es ,st em Vollblut. Ich habe ihn schon oft beimm-

Verstehen Sie etwas von Pferden?* ^

volle"Rasi«e"»^- ** sehr gern kemlErent-

Ueberrascht sah er sie an.

»Sie sind selbst Reiterin?*

Einen Moment zögerte sie.

Dann sagte sie schnell: " \

Ich hatte Gelegenheit, in einer früheren Position die­sen Sport zu betreiben. Daß ich es hier nicht tun kann, ist rrnr letfc Aber man muß sich bescheiden. Ich bin ja nrcht. ln der Lage, mir selbst ein Reitpferd halten zu kön-

Kopflchüttelnd betrachtete er sie.

Sie geben mir immer neue Rätsel aus.'^

Und doch ist gar nichts Rätselhaftes an mir."

Ich möchte sehr gern zuweilen Seite an Seite mit Ihnen durch die Wälder reiten. Sie sind so schön, meine heimatlichen Wälder. Und Sie müssen zu Pferd einen wundervollen Anblick bieten."

Ein schelmisches Lächeln huschte um ihren Mund.

Sie sich vor die Sekretärin des Herrn von «tnen^ewi zu Pferd imd an Ihrer Seite das geht doch

Er mußte über ihre Schelmerei lachen.

Nein, das geht wirklich nicht. Aber es ist sehr schade. Wrr haben im Frankenauer Stall ein paar sehr schöne Reit­pferde, die' im Damensattel vorzüglich gehen. Meine Schwester ist eine vorzügliche Reiterin."

Ihr Fräulein Schwester ist ein reizendes Geschöpf."

Ich will Ihnen nicht wiederholen, in was für schwär­merischen Ausdrücken sie von Ihnen spricht, sonst werden Sie ertel."

Sie lachte

Vielleicht bin ich es schon. Aber mm ist Meine Zeit um, und ich muß gehen."

Ich will auch in Birkenherm vorsprechen. Darf ich Sie nicht begleiten?" _ /

$cffer nicht, Herr von Frankenau. Wenn mich Ba- roneß Haßbach an Ihrer Seite kommen sähe, wäre sie viel­leicht ungehalten."

Er sah sie von der Seite an. ,k > x v

Wie kommen Sie daraus?" V ' p

"Das ist doch nicht schwr zu erraten," erwiderte fle.'

''Sm sind klug imd scharfsichtig. Aber sie hat keine Be­rechtigung, ungehalten zu sein."

Forschend blickte sie ihn an.

Ich glaubte, die Baronesse sei bestintmt, Frau von Frankenau zu werden."

Er schüttelte den Kopf. 1 fi x "

Meine Mutter wollte es gern aber wie kann ich denn daran denken, um eine andere Frau zu werben, wenn Sie in der Nähe sind?!"

Hindere ich Sie daran?"

Ja, gründlich." *

Sie atmete tief auf.

«L, l rcu * mich freut mich sehr. 'Aber nun leben

Me wohl, Herr von Frankenau."

Christa streichelte noch einmal sein Pferd und eilt- daun batoon Er ließ sie gehen und sah ih nach bis hm er ber HetnenJPforie verschwunden war. Dann btto er fern Pf»d rmd ntt bis an da? Parktor. Es war weit geöffnet. In wenigen Minuten ritt er bis zum Vo.'fki b->s Herrenhauses. Die Baronin «nd ihre Tochter saß«°m. der Opfingen ihn mit großer Liebenswürdigkeit 6en 6etöen Damen plauderte, sah er Christa

6q§ '® ni,s Sukommen. Er brachte ek über sich sie schernbar zu übersehen.

...gleich darauf erschien Herr von Birkenheim. Er be- erfreut und, nötigte ihn. zu bleib-n und den Tee mit ihnen zu nehmen. Hans Ullrich willigte gern ein m der Hoffnung, Christas Gesellest noch eine Weile ge-

SS ttfiriftlTV ® offmma 'allte sich auch er-

f-illem Consta erschien gleich nach Her», von Birkenheim.

Im Lauf des Gesprackjs erfuhr Hans Ullrich, daß Graf

würde'" l-rnem Neffen am nächsten Tag eintreffen

''S-e kommen doch hoffentlich morgen nachmittag auf

damit t mtt '^ tC r n - Dau'-n herüber, Hans Ullrich

dam,t wli alle zusammen sein können. Graf Steinau ivird Ihre Frau Mutter und Ihr Fräulein Schwester möglichst bald begrüßen wollen," sagte Herr von Birkenheim,

Hans Ullrich verneigte sich dankend.

Wir werden gern von dieser EinladiMg Gebrauch machen, Herr von Birkenheim."

Me 7k° Stunde später entfernte sich Hans Ullrich. ^ie .Baronesse hatte wieder vergeblich kokettiert..

In seiner Seele lebte nur Christas Bild.

Kekaimtmachung.

Nächsten Mittwoch, den IS. Juni, osrteisen wir in der alle» Post

frische Land-Eier.

Zeiteinteilung wie bei der Vutterverteitnng.

Es werden abgegeben:

®f Eierkarte gelb. Marke 28, 1 Ei,u 32 Pf,., auf abgestempelts rote Elerkanen Mark« 29, 1 Ei zu 32 Pfg. uns gegen Vorlage oer krelsamtllchen Be,chelmqungen auf allgestempelte rote Eier karten, Marke 31, 1 Ei zu 32 Pfg.

Die Eierkarlen sind mit vorzulegen. Nicht abqestempelte rote Eierkarlen sind ungültig. Eierkarten ohne die betreffenden Marken berechnten nicht zum Bezug' einzeln abgetrennte Marken sind wen os. '

Friedberg. den 17. Juni 1918.

Der stellvertretende Bürgermeister.

(Stadt. Lebensmittel-Ausschuß)

I. A.: Langsdorf.

-I

Vom 24. Jum ab wird Werkiags-Zug 703 früher gelegt und Franktutt (M.) Hbf. ab 6 52 vorm, (seither 7.«,7), Friedberg on ^06 i seither 8.24K Pz. 776 (werktags) hält ab 20. 6. in ^rank urt-Bonames, Abfahrt 4 27 nachm.

KöiliM kiseiihlhMrektm Frliilkfiiri (Ma nK

Staudt.

HolzVersteigenmg.

28. Juni »s. As., von -/,ll vor- Mit a s ab werden aus den Domonialwalddistrikten Hupp 1 und 4 und Hegwald 6 fowre das Dürr- und Windfallhot; aus verschiedenen Dr,tnk en der Forstwarter Langd versteigert:

b) ! St mmt: 3 Eichen IHV. Kl. 1 96 fm

3 Fichten Hl. Kl. 3,98 fm, 2 Fichten V. Kl. = 0,58 tm'. Btttzknüppei: 2 rm Ejchen (2 m lang).

b) 5Büeitn!}0[3: Scheiter rm : 92 Buchen J. Kl., 276 Buchen jj-® 1 - Knüppel rm: 155 Buchen 1. Kl. 4 Eichen. «Lärchen, 2Fichten. Reistgrrn: 21^Buchen.24Lärchen, stocke rm: 127 Buchen l. Kl., 14 Buchen ll.Kl, 8Laichen.

Vttsteigemng fiubct im Saale des Gastwirts Sann zu wu ^Eshalb man das Holz vorher ansehen wolle. Nähere

toi!? 1 m" >? er X 0T % wait Jakob zu Stornsels und

tex Eroßh. Polizeidtener Dött zu Langd.

Gtchelsdorf, den 17. Zuni 1918.

Erogh. Oberförsterei Eichelsdorf.

Walter.

Graf Steinau und fein Neffe waren in Birkenheim ein- getroffen. Die beiden Herren wurden von Herrn von Bir- kcnheim sehr herzlich und erfteut, von der Baronin und chrer Tochter mit sanfter Liebenswürdigkeit begrüßt.

Graf Steinau war ein sehr interessanter alter Herr mit einem scharfmarkierten, bartlosen Gesicht und klugen, geistvollen 9lugen. Um seinen Mund zuckte es leise, ganz leise wie Spott und Sarkasmus, als sich die Baronin ihm gegenüber den Anschein gab, als sei sein Besuch die Er­füllung ihres sehnlichsten Wunsches. Er taxierte ihre Lie­benswürdigkeit ganz genau und wußte, daß sie ihm am lieb­sten die Türe von Birkenherm verschlossen hätte. Aber er war Diplomat genug, um sich das in keiner Weise an merken zu lassen. Sein Neffe, Graf Joachim, war ein hübscher, sympathischer Mann mit einem frischen gebräunten Sol­datengesicht mit lusttgen braunen Augen. Man sah ihm sofort an. daß er ein sehr sonniges, heiteres Naturell besaß.

Zwischen den beiden Herren bestand ein sehr herzliches Verhältnis. Sie standen fast wie Vater und Sohn zu einander. Seit Graf Joachim seine Eltern verloren hatte, war ihm Graf Rudolf ein zweiter Vater geworden.

Wo Graf Joachim weilte, gab es selten ernste oder gar traurige Gesichter. Er sorgte immer siir gute Laune, und wo er zn Gast war, wurde gelacht. Selbst Herr von Birken- heim lachte oft lartt und herzlich zu seinen übermüttgen Spässen.

__ Fortsetzung folgt. ^ ^

Pjkrhc-KkOiiittilills.

., Donnerstag, den 20. Zuni 1918, vormittags 9 Uhr. versteigere ich auf frerwllliqen Antrag (wegen Einberufung zum Militär)

5 Pferde und 1 Fohlen.

>?"^,1"nkunst der Steigerer bei Weckwert. Nieder-Eschbach an der Haltestelle der eleklri,chen Bahnstation Vonames. ' ^

Steril,

Er. Gerichtsvollzieher in Vilbel.

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