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Muriner 139

Montag, den 17. Inni 1918

11. Jahrgang

Tagesiei

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Uedergang über die Piave. 16060 Gefangene. KampfesLKligkeit an der Aucre, dei Uoyon. Krthnue. Aommicr«, im Wald von Dillers-Cotterets. Die Gefangenenzah! südlich der ALsne ans über 2000 erhöht. Dnsftjchs Danden« in Starke von etma 10 000 Wann vernichtend -efchlagru.

28000 Tonnen verdenkt. Regiernngssttdilänm des Kaisers.

Der deutsche Generalftak meidet:

Der österreichische Generalstal» weidet:

!! Das türkische Kanptqnartier ^ welde«:-- J

W. T. K. Großes Aarrptquarriev, derr

15. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Rege Artillerietätigkeit. Südwestlich von Morris macksten wir Gefangene. Stärkere Vorstöße des Feindes an der Ancre wurden abgewiesen. Der Ar­tillerie- und Minen-Feuerkampf lebte am Abend beider­seits der Sonune auf.

«Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von N 0 y 0 n blieb die Jnfanterietätigkeit Mrf örtliche Kampfhandlungen beschränkt. Das Artillerie­feuer ließ an Stärke nach.

Südlich der A i s n e blieb der Artilleriekampf gestei­gert. Mehrfache Teilangriffe, die der F-ünd gegen unsere Linien im Walde von Villers-Cotterets ^rte, wurden ab' gewissen. Die Gefanoenenzahl aus den letzten Kämpfen südlich der Aisne hat sich auf 48 Offiziere und mehr als 2000 Mann erhöht.

Leutnant Udet errang seinen 30., Leutnant Kirsch- stein seinen 25. und 26. Lustsieg.

Osten:

Heeresgruppe Eichhorn.

Etwa 10 000 Mann russische Banden, die von tzeisk kommend in der Muß-Bucht an der Nordküstc des Nsowschen Meeres landeten und Zum Angriff auf Daganrog vorgingen, wurden vernichtet. Teile des Feindes, die auf Booten und Flößen zu entkormnen versuch­ten, wurden im Wasser zusammengeschossen.

Der Erste Genernlgunrtiermeistcr: Ludendorff.

Abcndbericht.

Berlin, 15. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche Angriffe des Feindes nördlich von Bethune und südlich der Aisne sind verlustreich gescheitert.

W. T. Großes Kauptqnartter, derr

16. Inni. Amt!ich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südwestlich von M e r r i s und nördlich von B e - 1 y n n e wurden englische Teilangriffe, bei denen der Feind westlicb von Lacon in unsere vorderen Linien eindrang, im Nahkampf obgewiesen. An der übrigen Front blieb die Jn- fanterietätigleit ans Erkundu -gefechte beschränkt. Der Artilleriekampf lebte am Al nördlich der Lys, nördlich der Srarpe und beiderseits der Somme auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Kleinere Jnfcmteriegefechte auf dem Kampffelde süd­westlich von 9? oijo n.

Südlich der Aisne dauerte erhöhte Gefechtstätigkeit an. Starke Angriffe der Franzosen gegen, D 0 m m i e r s wurden durch Gegenstoß auf der Höhe westlich von Doiu- miers zum Scheitern gebracht. Ebenso brach ein gegen un­sere Linien am Walde von Villers-Cotterets ge­dichteter Angriff verlnstreick) zusammen.

*

Leutnant Menkhoff errang seinen 34. Lrrftsieg.

Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin, 16. Juni. (WB. Amtlich.)' Don den Kampf- fronten nichts Neues.

Wien, 16. Juni. (WTB. Nichtanltlich.) Amtlich wird verlautbart:

Heute früh steigerte sich das G e s ch ü tz f e u e r in vie­len Abschnitten der Südwestfront zu großer S t ärk e. An der albanischen Front sind gestern nesterdings unter Einsatz der Reserven durchgeführte Angriffe der Franzosen «südwestlich von Sinaprente gescheitert.

Der Chef des Generalstabes.

Zll die itülkmjdp Knien emgebrochtN.

Uev-er 10,000 Gefangene.

Wien, 16. Juni. (WTB. Nichtamtlich.)

Aus dem Kriegspresscquartier wird vom 15. Juni, abends, gemeldet: Unsere Armeen sind heute vormittag

sowohl aus der H o chs ch e der Sieben Gemein­den als anch über die P i a v e in die feindlichen Linien eingebrochen. Bis zum Mittag liegen Meldungen über 10,000 Gefangene (Italiener, Engländer und Franzosen) vot. Die Geschützbeute ist betracht''"

Wien. 16. Jum. (WB.) Amtlich wird verlautbart:

Gestern früh griffe« an der Piave und beiderseits der Brenta unsere Armeen nach mehrstündigem Artille- riemassenfeuer die Italiener und ihre Verbündeten an. Die Heeresgruppe des Feldmarschalls von Borovic erzwang sich an zahlreichen Stellen den Uebergang über die hochgehende Piave Die Korps des Generalobersten Wurm nahm nach Niederringen erbitterter Gegenwehr San Donna di Piave und beiderseits der Bahn Ober- zo-Treviso in breiter Front die feindlichen Stellungen. Die Truppen des Generalobersten Erzherzog Josef bemächtig­te« sich überraschend der Verteidigungsanlagen am Ost­rande des Montello und dränge« in dieses Höhengelände cin. General der Kavallerie Fürst Schönburg wurde bei dem Uebergang seilles Korps durch eine Granate verwun- det.

Die Zahl der cm der Piave eingebrackrten Gefangene« beträgt 10000, an erbeuteten Geschützen sind bisher etwa 60 gemeldet.

Auch der erste Ansturm beiderseits der Brenta hatte Erfolg. Starken feindlichen Widerstand brechend und alle Hindernisse des zerklüfteten waldreichen Gebirges über- windend stießen unsere Truppen vielfach bis in die dritte feindliche Stellung vor, wobei 6000 Italiener, Franzosen und Engländer als Gefangene in unserer Hand bliebe« Die daynt gewonnenen Vorteile vermochten wir aber nur teilweise zu behaupten. Oestlich der Brenta mußte der Berg N a n i e r o vor überlegenen, durch flankierendes Ge­schützfeuer unterstützten Gegenangriffe« des Feindes wie­der freigegeben werden; indessen der Italiener an den Nordhängen der Grappa vergebens gegen unsere dort in seine ersten Linie« festgeklammerten Bataillone vor­stürmte.

In den Waldzonen der Siebe« Gemeinden träfe« un­sere Regimenter auf eine von den Alliierten schon in den Vortagen vorbereitete Angriffs gruppe, vor deren Gegenstoß ein Teil des eroberten Geländes wieder geräumt wurde.

Bei Riva im Abschnitt des Majors Erzherzog Maxi­milian entrissen wir den Italienern den Dosso Alto. Im Adamello-Abschnitt erstürmten bewährte Hochgebirgsbatail- lone den Corno di Cavento, wobei 100 Gefangene und 3 feindliche Geschütze eingebracht wurden.

In Albanien wurde am 14. Juni abends ein neuere licher Angriff der Franzose« im Devolital abgeschlagen.

Der Thrs des Erneralstabes.

Konstantinopel, 14. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Gene­ralstabsbericht.

Palästinafront: Im Küstengebiet stießen Mt

mehreren. Stelle« starke eigene Patrouillen in die vorder­sten Gräben des Feindes vor und fügten ihm erhebliche Verluste zu. An den anderen Fronten ist die Lage unver­ändert.

Konstantinopcl, 16. Juni. (W.B Nichtamtlich.) T:- neralstabsbericht.

Palästinafront: Fm Küstengebiet nur gering, Gesechtstätigkeit. Im Jordanbecken wurden feindlich Lager unter wirksames Feuer genommen. Zwei gegen .-m- fcrc Stellungen vorstoßende feindliche Kavallerieregimen­ter wurden vertrieben. Am Ostufer des Jordans tagsük?r beiderseitiges Artilleriefener. Eine unserer Batterien un­ternahm mit feindlichen Fliegern einen eriolgreichen ?u'ber> fall auf feindliche Bootsstationen am Nordrand des Tr . n Meeres. Ein am 11. 6.. gegen die Hedschasbahn gerich . r Vorstoß feindlicher Kamelreiter wurde von unseren Posten abgewißse«. Feindliche Karawanen und ein Rebelkenlagex wurden von unseren Fliegern mit Bomben angegrisseil'. Das am 0. 6. abgeschossene feindlich Flugzeug wurde von Leutnant Matzke zmn Absturz gebracht. An der übrigen Front ist die Lage unverändert.

28000 Tonnen versenkt.

Berlin, 14. Juni. (WB. Amtlich.) Durch die To! g- keit unserer U-Boote wurden wiederum

28 000 Brnttoregutertonncn.

versenkt. Den Hauptanteil an diesen Erfolgen von 17 000 Brt. hat Kapitänleutnant Georg, dessen Erfolge hauptsäch­lich im Aermelkanal erzielt wurden. Unter-anderen wurden , zwei tiefbeladene Frachtdampfer von zirka 6000 und 4000 Brt. Größe sowie ein Tankdampfer vom Aussehen des Lurellum" (zirka 6000 Brt.), der in Beigleitung von zwei großen U-Bootsjägern fuhr', vernichtet. Ferner wurden von dem im englische« Kriegsdienst eingestellten Fischerfahr­zeugeSt. Jobns" das Geschütz und die Kriegsflagge er« beutet. De>* Kommandant, ein Maschinist und ein Mann wurden gefangen gnommen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

*

Die Versenkung feindlicher Truppentrans­porter.

Berlin, 16. Jrnn. (WB.) Das Auftauchen deutscher U-Boote an der amerikanischen Küste hat den Feinden neuen Anlaß gegeben, darin eine Bedrohung der amerika­nischen Trrippentransporte zu erblicken, von denen die Westmächte eine Wendung des Kriegsglücks zu ihren Gun­sten erhofften. Bekanntlich genießen die Truppentrans­portdampfer bei dem Feinde den Vorzug, daß sie besonders gut beschützt und geleitet werden. Daß aber unsere U« Boote sich durch noch so große Geleite nicht in ihrer An« griffslust hindern lasse«, ist durch die vielen Versenkungen aus stark gesicherten Geleitzügen hinreichend bekannt. Seit dem 1. Februar 1917, dem Beginn des uneingeschränkten U-Bootkrieges. sind von unseren U-Booten 3 9 Trup­pentransportdampfer auf der Hin- oder Rückkehr versenkt worden. Dabei ist zu bemerken, daß diese Zahl nur die mit Sicherheit als Truppentransportdanrpfer lestgestellten und versenkten Schiffe enthält. Bei dem heu­tigen Stande der U-Bootkriegführung kann, wie schon oft erklärt ist, nur bei einenr Bruchteil der versenkten Schiffe sestgestellt werde«, welche« Zwecke« sie dienen. In diesem Jahre sind von größeren Truppentransportdanrpfern u. a. bereits versenkt worden: am 23. Januar ein 10 000 T - Dampfer im Mittelmeer, am 30. Januar der emst' DampferMinnetonza", 13 528 Brt., am 11, M iat