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Nummer 138

Samstag, den 18. Juni 1918

11. Iahrg..n

Die .!!'«- s-ay-s.-itung» -rlchemt ,-üen Werltaa. R-geimützige B-Ua-,en ..Der Kauer -na Hesse«". ..Die Sptunssui,-». Ke.ugspreia: Bei den Postanstalten oierteMhtH* 'litt -m hinzu (litt noch das Bestellgeld: bei den Renten monaMch 85 Pjg. einlchlietzlich Trageriolin. A»!.igr»r Grund,eile 25 Pig.. lolale 20 B'g, Anzeigen oon -us-vatts werden durch Postnachnabm. __ erhoben. Erfullungsori iyrisdberg. Schriftleitung und Verlag lriedderg fhsüsn,, '-anauerlstrahe 12. H-rmprechsr 48. Postich-«-L»nio »Ir. 485g, Amt ^ranklurt a M

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Zeit 27. Mai 1050 Geschütze erbeutet. Heftige Angriffe der Franke» Milchen Dooewezeele und Uierstraat biniig abg wiesen, mehr als 18V FrcmoUn Labei gefangen. Uergebüche franzö^che Angriffe bei ConreeUes ung Mery. 28VVV Tonnen von einem UDoot verbukt.

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Der deutsche Generatstab r . . meldet: ^= ^= 1

W. T. K. Großes Hauptquartier. den 14. Juni. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südwestlich von Apern führten die Franzosen heftige Angriffe gegen unsere Linien zwischen Voormezeele und Vierstraat. Sie wurden blutig abgewiesen. Mehrere Offiziere und mehr als 160 Mann blieben hierbei gefangen in unserer Hand. Erfolgreiche Erkundungsgefechte am Kemme!.

An der übrigen Front lebte die Gefechtstätigkeit nur vorübergehend, auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf den, Kampffelde südwestlich von Noyon blieb die ArtiNerietätigkeit gesteigert. Bei Eourcelles und Mery sowie im Matzarunde dicht westlich der Oise wiederholte der Feind seine vergeblichen Gegenangriffe. Unter schweren Ver­lusten wurde er zurückgeworfen.

Beiderseits der Straße SoissonsDillers-CotterSts drangen wir in den Wald von Villers-Eotter4ts ein.

Die Arckee des Generalobersten von Boehn hat seit dem 27. Mai mehr als 830 Geschütze erbeutet. Damit steigt die Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz seit 27. Mai eingebrachttn Geschütze auf 1050.

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Gestern wurden 28 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Hauptmann Berthold errang seinen 34., Leutnant Udet seinen 29., Oberleutnant Loerzer seinen 25 Luftsieg.

Im Monat Mai beträgt der Verlust der feindlichen Luftstreitkräfte an den deutschen Fronten 23 Fesselballone und 413 Flugzeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt sind. Wir haben im'Kampfe 180 Flugzeuge und 28 Fesselballone verloren.

Dcr^rsle Gencralquarticrmeister: Ludendorff.

Abeudbericht.

Berlin. 11. Juni, abends. (WB. Amtlich.).) Von den Kamp^'ronten nichts Neues.

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| L cv österreichische tl eralstab

» =?,;, "£ meldet:

Wien, 14. Juni. (WB.) f: . i h wird verlautbart:

An de^ italieniscben Gebirge'ront mäßige Artillerie- kauipfe. An der unteren Piave mißlangen zwei feindliche Erkundungsversuche. In Albanien nördlich des Devoli wurde ein Angriff der Franzosen nach 12stündigem Kampf, an dem auch bulgarische Truppen teilnahmen, abgewiesen. Bei der Abwehr eines auf Cattaro gerichteten Luftangriffes wurde ein englischer Flieger durch unsere Marineflugzeuge abgeschossen.

Der Chef des Generalstabes.

ircr lmlrwrische Grncralstad =-- meldet:

Sofia, 10. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- Bericht.

Mazedonische Front: Westlich vom Ochrida-See be-

schoß unsere Artillerie lebhaft feindliche Bereitstellungen. Im oberen Skumbi-Tale und östlich §es'Ochrida-Sees wur­den französische Erkundungsabteilungen, die sich unseren Vorposten zu nähern versuchten, durch Feuer vertrieben. Nördlich von Bitolia und im Tschernabogen unternahm der Feind mehrere Feuerangriffe. In der Nähe von Dobropolje drang einer unserer Angriffstrupps in die feindlichen Stel-

lungen, wo er eine feindliche Feldwache vernichtete. Er kehrte mit verschiedenem Kriegsmaterial zurück. An zahl- reichen Stellen in der Moglena-Gegend und besonders südlich des Dorfes Hnma war das Artilleriefeuer auf beiden Seiten heftiger. Im Wardar-Tale auf beiden Seiten lebhafte Luftätigkeit. e

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Sofia, 12. Juni. (WB. Nichtamtlich.)' Generalstabs­bericht.

Mazedonische Front: An mehreren Stellen der Front, besonders westlich des Ochridasees, südlich Huma und bei Doiran war das beiderseitige Artilleriefeuer zeitweilig ziem- l'ch heftig. In der Moglenagegend zerstreuten unsere vor­gedrungenen Abteilungen durch Feuer eine starke feindliche Sturmabteilung. Im Gebiet vor unseren Stellungen an der unteren Struma nahmen Patdillengefechte einen gün­stigen Verlauf.

25000 Tonnen versenkt.

Amtlich wird gemeldet: Eines unserer U-Boote, Kom­mandant Kapitänleutnant Ernst Hashagen, hat im Sperr­gebiet um die Azoren und in der Biscaya rund 25 000 Bruttoregistertonnen

vernichtet. Unter anderem wurden folgende englische Schiffe versenkt: Ein unbekannter Dampfer von 3500 Brt. mit Kohlen, der DampferLancarvan" (4749 Brt.) mit 3089 Tonnen Gerste, 912 Stück Stahlbarren, der Dampfer . Merionethshire" (4308 Brt.) mit Stückgut, der Dampfer Cairnroß" (4016 Brt.) mit 5000 Tonnen Kohlen, der un­besetzte TruppentransportdampferAusonia" (8153 Brt.) und der SealerRuth Richman" (417 Brt.) mit 500 Tonnen Salz und Kartoffeln.

Sämtliche Dampfer waren mit Geschützen imd zum teil mit Minenwerfern bewaffnet.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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Haag. 14. Juni. Reuter meldet aus London: Am 13. Juni wurde ein britischer bewaffneter Küstendampfer torpe. diert und versenkt. Sieben Mann werden vermißt.

Haag, 13. Juni. Reuter meldet aus London: Die Mannschaften der beiden norwegischen DampferViudeg- gen" und ..Henry Lund", die am 8. Juni von einem deutschen Unterseeboot in der Nähe des Kap Charnes (?) torpediert wurden, sind von einem dänischen Dampfschiff in einem ame­rikanischen Hafen gelandet worden.

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Die Schlacht im Westen.

Zusammenbruch aller Gegenangriffe.

Berlin, 14. Juni. (WB.) Nach ruhig verlaufener Nacht setzte in der Gegend von Mery am 13. Juni, 4 Uhr vor­mittags, starkes, schlagartiges Artilleriefeuer ein, dem kurz darauf ein feindlicher Angriff mit mehreren Bataillonen von Tanks unterstützt folgte. Der Angriff des Feindes wurde restlos abgeschlagen. Die Tanks wurden zusammen- aesckossen oder machten eiligst--Keh rt. Dasselbe Schicksal erlitt ein gegen 5 Uhr vormittags erfolgter Tankangriff bei Belloy. Den ganzen Tag über unternahm der Feind sodann noch mehrmals mit starken Kräften und Panzerwagen weitere Angriffe, die unter außerordentlich hohen Feind- Verlusten scheiterten. Bei einem um 8 Uhr abends nordwest­lich Courcelles abgeschlagenen französischen Angriff blieben zahlreiche Gefangene in unserer Hand. Der Bahnhof von Compiöane sowie die Barackenlager südlich der Stadt wurden von deutschen Batterien unter wirksamstes schroeres Feuer genommen.

Unsere Sturmtruppen, die in den Wald von Dillers- Cotterets eingedrungen waren, schlugen auch hier einen feindlichen Gegenangriff zurück.

Fachs letzte Reserven eingesetzt.

Berlin, 14. Juni. (WB.) Nach zwei Seiten hin ist der Teilosfeusive der Armee Hutier ein großer Erfolg beschie- den gewesen. Neben einem großen Geländegewinn und der Erreichung der Höhen südwestlich von Noyon, der lieber-

schreitung der Oise südlich von Noyon und neben der ge­waltigen Beute an Geschützen, Maschinengewehren und an­derem Kriegsmaterial wurde General Fach gezwungen, die letzten Reserven einzusetzen. Außer den acht bei Beginn des Kampfes in der Front befindlichen Stellungsdivisionen hat Foch innerhalb dreier Tage außer vielen anderen mehrere Elitedivisionen in den Kantpf werfen müssen, zu deren Un­terstützung zahlreiche Tanks die rücksichtslosen Gegenangriffe begleiteten. 70 bis 80 Tanks liegen zerschossen hinter und vor unserer Front. Außer den 15 000 Gefangenen erlitt der Gegner ungeheure blutige Verluste. Haufenweise liegen die Leichen an den Hauptkampfstellen, wie zum Beispiel am Mont Renaud, Mont de Cho^y und in den Stellungen nord­westlich Meruil. In endlosen Zügen wandern auf unseren rückwärtigen Wegen die leichtverwundeten Feinde zu den deutschen Verbandsplätzen. Das historisch berühmte Dorf Cambronne wurde bereits in der Abenddämmerung des zweiten Angriffstages nach der Eroberung des langgestreck­ten Antoval-Rückens von deutschen Bataillonen in über­rumpelndem Vorstoß dem verwirrten Gegner abgenommen.

Eine französische Niederlage in Flandern.

Berlin, 14. Juni. (WB.) Am 13. Juni haben sich die Franzosen außer ihren schweren Mißerfolgen bei Mery Eourcelles, im Matz-Grund sowie nordwestlich von Chateau- Thierry auch in Flarckern eine empfindliche blutige Schlapps geholt. Nach frühmorgens einsctzendem starkem Feuer gingen sie zum Angriff gegen den Abschnitt Voormezeele bis nördlich Vierstraat vor. Zum großen Teil brach der Angriff bereits vor unseren Linien zusammen, oder wurde im Gegen- stoß unter hohen Feindverlusten obgewiesen. Die große Zahl von Gefangenen, unter denen sich mehrere Offiziere befinden und die der Angreifer dem Verteidiger überlassen mußte, beweist das gänzliche Scheitern des französischen Vorstoßes.

Eigenes schweres Feuer belegte unter anderen wichtiger Zielen die feindlichen Schachtanlagen bei Bethune. Iw Schacht 28 von Noeux entstanden infolge der Beschießung Brände.

Wachsende Geschützbeute.

Berlin, 14. Juni. (WB.) Seit dem 21. März hat sich die von den Deutschen gemachte Geschützbeute im Westen in­folge der letzten Kämpfe zwischen der Aisne und- Marne und zwischen Montdidier und Noyon auf die gewaltige Zahl von 2650 erhöht.

Eine neutrale Mime pt deutlchen Lieg

Rotterdam, 11. Juni.Nieuwe Rötterdamsche Courant' . schreibt in seiner Uebersicht über die Lage: Diesmal warex die Alliierten vollkommen vorbereitet. Sie legen selbst der Nachdruck darauf. Trotzdem haben die Deutschen wieder Gelände gewonnen. Reuter gibt das zwar zu, bemerkt aber daß es jetzt viel langsamer vorwärts geht. Das ist richtig . aber die Alliierten haben den Verlust eines so wichtigen Ge» biets, wie das westlich der Oise nicht verhindern können, und einigermaßen peinlich ist auch die unbestreitbare Tab fache, daß der Angriff diesmal am zweiten Tage bessere Fortschritte machte als am ersten. Es ist möglich, daß die Deutschen versuchen werden, die bereits errungenen Vorteile Leiter auszunutzen und trachte^ werden, auch süvlich der Arcmde das Tal der Oise zu erreichen, wodurch die alliierten Truppen, die noch zwischen Oise und Aisne stehen, genötigt Würden, sich schleunigst zurückzuziehen.

Das Ende des rulfiMjfii Mskarps.

Berlin, 13. Juni. (WB.) Wie sich nunmehr heraus» stellt, hat Frankreich die nach dem russischen Friedenschlntz ihre Entlassung fordernden Leute des russischen Hilfskorps in Frankreich unter dem Hinweis, dieser Friedensschluß sei ungültig, dadurch in sogenannte rirssische Legionen gepreßt. Es wurde ihnen eine sehr mangelhafte Kost gegeben, bis sie sich zum Eintritt schriftlich bereit erklärten. Dann wurden! sie der Division Marocaine zugeteilt. Sie können nach den jetzigen Kämpfen als fast anfgerieben gelten.