teil p<r» auxtf Ermsrvung oa« Alefangenea auße^alb des KrttM ^cht» stelle«. Unser Einmarsch schützt auch die deutsche» Bauer». Kolonisten. die in 340 Kolonien mit 100 000 Seelen zwei Drittes des gcsantten anbaufähigen Flachlandes in Besitz habe».
Deutscher Reichstag.
161. Sitzung vom 23. April. (Fortsetzung.)'
Abg. Leube (F. Vp.) fragt, was geschehen wird', um den Bestrebungen der Kriegsgesellschaften, sich noch lange Zeit nach dem Kriege zum Schaden des freien Verkehrs zu betätu^n, entgegenzutreten.
Ein Negierungsvertreter erkärt, daß über Bestrebungen der Kriegsgesellschaften, ihre Tätigkeit über den Krieg hinaus auszudehnen nichts bekannt ist.
Ab-g. Dr. Meyer- Kaufbeurcn (Ztr.): Wir haben jetzt den größten Steuerstrauß, der je dem Reichstage vorgelegt wurde. Tie StenerbelasLrmg des deutschen Volkes ist ein unvergängliches Wahrzeichen seiner wirtschaftlichen Kraft, ober auch seines ungebrochenen Siegeswillens. Die alte Sparsamkeit scheint in letzter Zeit etwas abhanden gekommen zu sein. Der Rüstungsindustrie muß mehr auf die Finger gesehen werden. Einer großzügigen Steuerreform dürfen wir nicht durch zu große Freigebigkeit während des Krieges vorgreifen. Eine Vermehrung der Belastung des Besitzes wird notwendig sein, da es sich in der Hauptsache um Verbrauchssteuern hier handelt. Hoffentlich wird es gelingen, den Reichstag auch hier geschlossen zu halten. Die wichtigste Vorlage ist die Erhöhung der Umsatzsteuer. Vor einem Jahr noch trat die Regierung nur zögernd auf den Boden des ihr vom Reichstage entgegengebrachten Umsatzsteirergesetzes. Jetzt ist sie mit beiden Füßen auf diesen Boden getreten Die Steuer wird verfünffaüst und für Luxusgegenstände noch viel stärker erhöht. Da die Steuer jedesmal erhoben wird, wenn eine Ware von einer Hand in die andere geht, wird eine Wirkung der Erhöhung eine Verstärkung der Vertrustungstendenzen sein, und wir werden prüfen müssen, ob dieser Tendenz nicht durch entsprechende gesetzliche Maßnahmen entgegengÄvirkt werden kann. Die obligatorische Einführung der Buchführung auch für das Kleingewerbe und den kleinen Landwirt bedeutet fiir diese Kreise eine schwere, ja unerträgliche Belästigung. Mit der Erhöhung der Post- und Telegraphengebühren sind wir einverstanden. Man hätte schon im Vorjahre viel kräftiger zufassen sollen. Dann hätte man sich diese Vorlage spareu können. Dagegen wird die Aenderung der Stempelsteuer eingehend zu prüfen sein. Ganz unbedenklich ist die Erhöhung einer Talonsteuer und die Ausnahmestellung der Kriegsanleihen. An der ganz beträchtlichen Besserstellung der Kriegsanleihen sieht das Volk, wie sehr die Gesetzgebung die Interessen der Besitzer von Kriegsanleihen zu wahren gedenkt. Will die Regierung wirklich eine so starke Kontrolle des Auslandsverkchrs übernehmen, wie sie notwendig wäre, um die Steuerflucht wirklich unmöglich zu-machen? Dann müßte sie aber viel fester zugreifen. Wir beantragen die Verweisung der Vorlagen mit Ausnahme der Getränke- steuern an den Hauptausschuß. Möge es dem Ausschuß gelingen, die Entwürfe im Sinne der steuerlichen Gerechtigkeit zu ergänzen und sie so zu verbessern, daß der Reichstag ihnen einmütig zustimmen kann. (Beifall.)
Abg. Keil (Soz.): Wir brauchen neue Steuern, aber sie müssen die starken Schultern treffen. Ganz unverantwortlich ist es, wenn man das Volk auf Kriegsentschädigung vertröstet. Mit den Fanfaren von großen Kriegsentschädigungen wird das Volk getäuscht. Durch die Zerstörungen, die jetzt in Frankreich angerichtet werden, wird Frankreich sicher nickt zahlungsfähiger. Wie mcm von England eine Kriegsentschädigung verlangen will, ist schleierhaft. Wir brauchen am nötigsten Äohstoffe und Nahrungsmittel, und die werden auch nach dem Kriege immer die Seemächte des Westens mehr als wir zur Verfügung haben. Jeder Monat, um den der Krieg fortgesetzt wird, um eine Kriegsentschädigung zu erreichen, kostet dem deutschen Volke weitere vier Milliarden. Wer den Kampf fortsetzen will, bis die Feinde zahlen, daß sie schnxrrz werden, der möge diese Parole an der Spitze eines Sturmtrrcpps verkünden, nicht aber von der sicheren Tribüne des preußischen Herrenhauses aus. Das deutsche Volk darf seine Finanzpolitik nicht auf eine Kriegsentschädigung einstellen. Man hat mit den vorliegenden Steuervorlagen eine Sammlung von Entwürfen veranstaltet, der nichts Ueberzeugendes und nichts Achtenswertes anhastet. Sie sind nur Flickwerk. Die ganze Kriegssteuergesetzgebung ist von Anfang an verpfuscht, irnd die Der hältnisse werden nicht besser werden, solange die Schrankei, stehen, die die einzelstaatiichen Finanzminister der Steuergesetzgebung des Reiches gezogen haben. In ihrer jetzigen Mischamg darf der Reistag die neuen Steuern nie und nimmermehr annehmen.
Mittwoch: Fortsetzung. Schluß nach 6 Uhr.
Perrmnft wird Unsinn.
urkräftigen Tonen schreibt die „Bayerische LarHesztg.":
In Berlin scheint wirklich eine Schraube los zu sein. Be- rucis dafür ist die nun schon öfter wiederholte Tatsache, daß strenge Verordnungen über die Beschlagnahme von Obst und Gemüse oder über die Schlachtung der Schweine und deegl. er- rurrden, um nach dem Eintettt heilloser Wirkungen wieder aufgehoben zu werden Alle Vorstellungen gegen die Erlasse wurden nicht beobachtet. Was Berlin dekretiert, darauf besteht es. Das letztere Verbot bezog sich auf die Schlachtung der Schweine. Vom 1. März ab durfte kein Schwein mehr geschlachtet werden. In Bayern wurde das Verbot allerdings dort nicht beachtet» wo selbständige, unerschrockene und verständige Bür- germetster oder Bezirksamtmanner amtieren. Da wurde den Schweinebefitzern gesagt: Wenn ihr noch kleine und für dte Menschennabrung nicht gut verwendbare Kartoffeln habt, könnt
cyr eure pmgeoi SHweket VHMeck wS «eMr mäste». damit votz allem der Fett- und FleischmaugeL nicht größer werde. Anderwärts freilich mußten die Schweine geschlachtet werden, well die Erlaubnis versagt wurde mtt der Begründung, was zur Menfchennahrunz dient, darf nicht zu Tierfutter verwendet werden. Auf die Entgegnung, daß noch viele Kartoffeln zu Leiden Zwecken verfügbar sind, wurde erwidert: In Berlin weiß man offenbar bester, daß das nicht zutrifft, also schlachten! Wer nach dem 1. März schlachtet, wird selbst geschlachtet. Die Folge da. von war ein allgemeiner Mastenmord der Schweine und ein Steigen der Fertelpceise dis auf 340 Mark für das Paar, das vor dem Kriege 10—20 Mark gekostet hatte. So traf das Wort des Dichters zu: Vernunft wird Unsinn, wohltat Plage! Und da man dies endlich auch in Berlin einsah. wurde das Verbot der Hausschlachlungen am 15. April wieder aufgehoben. Don diesem Tage an konnten die Gesuche um Genehmigung von Hausschlachtungen wieder bei den Kommunalverbänden ein- gereicht werden. Die Kommunalverbände sollen zwar, wie im Frühjahr und Sommer letzten Jahres die Gesuche genauestens dahin prüfen, cb wirklich ein B^mrfnis nach einer Haus- : sch lach tu ng oorliegt, im übrigen aber den üblichen und notwendigen Hausschlachtungen, insbesondere zur Versorgung der landarbeitenden Bevölkerung, keine Schwierigkeiten in den Weg legen. Hiermit erfüllt sich wieder das Wort des schwedischen Reichskanzlers Ochsenstirn' Mein Cohn, du hast keine Ahnung, mtt wie wenig Weisheit die Welt regiert wird?
Auch rin UahrnngsmUtel.
Ueber die ,.Mineral-Nährhefe", diesem „Wunder" der Chemie, weiß der General-Anzeiger der „Münch. Neuesten Nachrichten" (Nr. 181 vom 11. Aprils „auf Anfrage an zuständiger Stelle" u. et. mitzuteilen: Nach Feststellung der kgl. Un- lersuchunasanstalt führ Nahrungs- und Eenußmittel werde die „Mineral-Rährh«4e" aus durchaus einwandfreien Rohstoffen hergestellt. Die „Mineral-Nährhefe" komme in Lezug auf den Nährwert der Brauerei-Nährhefe gleich. Der Geh. Reg. Rat. Prof. Dr. M. Delbrück (Berlin) feiert die Nährhefe in einem Rückblick auf die Arbeiten des vergangenen Jahres als glänzenden Triumph des reinen Geistes über die rohe Materie: „Eine schon 1915 begonnene Arbeitseinrichtung wurde aufs neue mtt großem Erfclg ausgenommen- das ist die Ersetzung des schwefelsauren Ammoniaks bei der Ernährung der Hefe durch Harnstoff. Ist aber der Harnstoff so zu verwenden, fo liegt auch die Möglichkeit vor, in derselben Richtung den Harn und die Jauche heranzuziehen."
Dazu bemerkt die Frankfurter „Bolksstimme":
„Wie Wissenschaft triumphiert. Das Werk ist gesungen. Die Chemie hat das Wunder gewirkt. Aus Harnstoff wird Nährhefe erzeugt, deren Eiweißgehalt hohen Nährwert besitzt. Was eia deutsches Fsrfcherhirn in strenger Arbeit mühsam sich abgermrgen hat, das verstehen findige Kapttalisten in reichen Gewinn umzumünzen. Und darum kostet das Kilo „Mineral-Nährhefe" — 3,60 Mark! Schade nur. daß das Zeug trotz des verschwenderischen Beisatzes unheimlicher Mengen des heute so raren Zuckers immer noch fo grauenhaft schmeckt und gar so abscheulich stinkt. Der üble Geruch und der widerliche Geschmack sollen sich beim Kochen vollständig verlieren Das glauben nicht einmal die Volksküchengäste, die zuerst den Verzug genossen, mit diesem „einwandfreien" Ersatz- Nährmittel beglückt zu werden. Wenn man sich aber gar zu der kühnen Behauptung »ersteigen will, daß die „Mineral- Nährhefe" den Speisen einen „feinen Wohlgeschmack" gebe, so grenzt das schon bald an Wahnwitz. Warum hat man denn die Frage der Eesundheitszuträglichkeit nicht geprüft? Nach Sachverstandlgen-Gutachten, die allerdings aus besseren Zeiten stammen, kann ein Nahrung«- oder Genußmittel, das an sich nicht oesundheitsncrchteilig ist, gefundheltsstörend, ja sogar gesundheitsschädlich wirken, wenn die Art der Herstellung oder die Zusammensetzung der verwendeten Materialien geeignet ist, Ekel zu erregen. Darum verschone man die minderbemit- elte Bevölkerung mit einem so zweifelhaften Ersatznährmiktel, das die zahlungsfähigere Gesellschaft ganz gewiß nicht verwendet.
Es ist nur gut, daß auch die „Vclksstimme" einmal den Wert der „chemischen" Nahrungsmittel zu spüren bekommt. Es hat eine Zeit gegeben, da hat sie dafür geschwärmt und die Zeiten herbei gesehnt, wo die Landwirtschaft überflüssig sei und der „Ersatz" in den Fabriken geschaffen werde. Jetzt hat sie dte Be. scherung!
€irrabl:e)etang und Ausnahme vonZIMindttn ans dem Lande.
In Letzter Zeit find mehrfach Stimmen laut geworden, daß die Landwirte mtt Rücksicht auf die Eierablieferung Bedenken ttügen, Stadtkinder bei sich aufzurrehmen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei darauf aufmerksam gemacht, daß von Landwirten aufgeuommerre Stadtkinder bei der Eierabgabe- Pflicht selbstverständlich berücksichtigt werden und daß die Eier- abgabepflicht des betreffenden Landwirts entsprechend ermäßigt wird. Dahingehende Anttäge sind von den Landwirten durch Vermittlung des örtlichen Vertrauensmannes an die Landes- (kierstelle zu. richten. Die Anrechnung von Stadtkindern liegt einmal im Interesse der Allgemeinheit, um die Unterbringung von solchen Kindern auf dem Lande möglichst zu fördern, dann aber auch im selbstverständlichen Interesse des bettsffenden Geflügelhalter s, da er auch hinsichtlich der Eierablieferung in den Stand gefetzt werden muß, die in hochherziger Weife aufgenvm- menen Kinder auch entsprechend zu verköstigen.
vsm Felde
der Ghee.
Bruchendrscken. Otto Lamv von hier erhielt auf dem Westlichen Kriegsschauplatz das Ellern» Kreuz L. Klaffe.
Aus der Heimat.
Stfoiiibfttti Aus Rußland und demnächst aus andere« feindlichen Landern werden deutsche .Kriegsgefangene und Zß» vilgefanzrne. die ihre langersehnte Freiheit wieder erlangH. haben. wiÄxr zu uns zurückkehren. Schwere Leiden, bitter» Not und unsäglich Sorgen haben sie ertragen müsien, und e» gilt, ihnen beim Betreten des vaterländischen Bodens durch Ueberreichen von Liebesgaben ein herzliches Willkommen zu bieten und ihnen ein bescheidenes Zeichen von Dankbarkeit entgegen zu bringen. Wir alle wollen uns an diesem Werke de» Heimatdankes beteiligen, und zu diesem Zweck wird Samstag, den 27. April und Sonntag, den 28. April in unserer Stadt eine Haussammtung veranstaltet werden, für die unsere Bürgerschaft ihre stets bewährt? Opferwilligkett sicherlich nicht versagen wird.
Gold- und Silberankaufsstelle. Der nächste Ankaufstag findet morgen Freitag, den 26. April, nachmittags von 3—5 Uhr im Eroßh. Hochbauamt, Schützenrain 5, statt. Siehe Anzeige.
Schließung vou Metzgereien. Durch Verfügung des Großh. Kreisamts sind die Metzgereien von Wilhelm Braun in Ober-Eschbach und Nathan Müller in Bönstadt wegen heimlicher Schlachtung und wegen Schleichhandels mit Fleisch und Ausfuhr aus dem Kreis Friedberg vorläufig geschlossen worden. Das Verrvallungsvsrfahr^ gegen die Genannten wegen Untersagung des Gewerbebetriebes infola- Unzuverlassigkeit ist eingeleitet. Das Eroßh. Kreisamt warn, im Anschluß an die beiden Fälle alle Metzger und Händler eindringlichst davor, ttgendwelche Schleichhandelsgeschäfte zu treiben. Nach der neuen Bundesratsverordnung vom 7. März 1918 werden alle derartigen Fälle mit Gefängnis bestraft. De« Gewerbetreibenden wird in allen Fällen der Handel untersagt. Im Rücksake steht Zuchthaus und Verlust der bürgerliche« Ehrenrechte auf Wiederholungsfälle.
Circus Kuhlen. Morgen Freitag Abend gibt der Circus Kuhlen hier seine erste Vorstellung. Auch in der heutigen schweren Zeit wird sich Mancher einmal aus^pannen wollen und dazu geben ihm die Vorstellungen des genannten Circus' die beste Gelegenheit. Ganz hervorragendes leiste« Geschwister Hänni als Reiterinnen und der Jockeyreiter E n d e r s. Die dressierte Hrmdemeute des Herrn Müller wird allseitigen Beifall finden. Auch die Clowns und der dumme August fehlen nicht, so daß es an Unterhaltung nicht fehlt.
Aus Starkcnburg.
FC. Darmstadt, 22. April. -Oberbahnasfiftent Best dahier, Werkstättenamt 2, beging die Feier seiner 50 jährigen Staatsdienstzeit.
Erotz-Rohrhei«. 22. April. Der 55 Jahre alte ErmeinÄs» und Kirchenrechner und Steuersrttererheber Karl Hagel war beschuldigt, im Februar v. I. wissentlich seine Steuerpflicht zu» Zahlung der Befihstener und der Kriegsgewinnsteuer durch falsche Angaben über seine Dernrögensverhaltniffe umgangen haben, indem er fein Vermögen um 130 009 Mark geringer an- gab, als er in Wirklichkeit betrug, wodurch er den Staat um etwa 1670 Mark Besitzstcuer und 36 000 Mark Kriegs gewinn- steuer htnterglng. Der Angeklagte suchte feine Verfehlung auf Fahrlässigkeit abzuwälzen, der Vertreter der Anklage beantragte aber außer einer entsprechenden Gefängnisstrafe den dreifache« Bettag der Unterzogenen Steuer, also etwa 130 000 Mark. Das Gericht ließ siir den Unbestraften noch einmal Milde walten und setzte die Strafe auf 12 000 Mark fest, für die im Richtzahlungs. fülle die entsprechende Gefängnisstrafe einttttt. Mtt Recht wurde m der lltteilsbegründung hervorgehoben» -daß es leider nur einer der Wenigen ist, welche für ihre Verfehlungen dem Richter verfallen.
Aus Hessen-Rastau.
FC. Wiesbaden, 22. April. Im Laufe dieser Woche trifft der König von Württemberg mit Eesolge und Dienerschaft zum Kuraufenthalt hier ein und wird in gewohnter Weife im „Nassauer Hof" Wohnung nehmep.
FC. Wiesbaden, 22. April. Zu einer Woche Gefängnis wegen Hehlerei wurde der Besenbinder Philipp Kaiser vo» hier von den Schössen verurteilt. Kaiser hatte es verstanden den Lehrjungen eines Posamentiers, den er in einer Speisel-alle kennen lernte, zu veranlassen, daß dieser ihm Spulen mit Seide verkaufte.
FC. Niederlahnstein, 22. April. Zwischen Coblenz ttrife Lützel schnitten Diebe aus der elektrischen Hochlspannleitung innerhalb weniger Tage zweimal große Stiicke der wertvollen Kupferdrähte heraus.
FC.Nierstein, 22. April. Eine Belohnung von 300 Mk. setzt das Elsenbahnverkehrsamt Mainz fiir die Ermittelung des Täters aus, der am hiesigen Bahnhof aus einem Gütev- wagen mehrere Kisten Wein entwendet hat.
FC. Eschenhahn. 21. Aprtl. Der verschkosiene Stall des Försters Schmldt wurde erbrochen und aus demselben zwei jungs Ziegen und ein Schwein gestohlen. Nicht E-ett von dem Stallentfernt wurden die Eingeweide der Ziege und des Schweines gefunden. Don den Dieben fehlt jede Spur.
FC. Ans dem NnterwesterwaldkreiS, 22. April. Da- genaue Ergebnis der bei sämtlichen Zeichnungsstelleu de- Nntecloefterwaldkreises getätigten Zeichnlingen aus die 8. Kriegsarcleihe beträgt 4 261 400 Mark. Die 7. Anleibe ist hierdurch um 764000 Mark oder rund 22% überstiegen worden.
Aus Kurhcffen.
FC. Eschwege, 21. Aprll. Etwa 200 Ferkel tteffen für den hiesigen Kreis hier ein. Die Tiere soll« an landwirtschaftliche Arbeiter abgesetzt werden Die Ferkel find etwa acht Wochen alt und kosten das Stück 90—100 Mark. — Infolge der hob-» Preise, die tm Kreise für junge Gänse gefordert und bezahlwerden. wurde vom Landrat ein Höchstpreis vv» S Mark fest» gesetzt.
Verantwortlich für den poittischen und lokalen Teil: Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigentett: R. Heyner> Fttedberg. Druck und Verlag der ..Neue» LsgeZ-ÄtungÄ A. G.. Friedberg L ft


