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-BundessmaiLN^überlaisen? krchste m ui tm dieie AujgaLs **# lösen Wir brauchen eine gesunde Mischung von direkten »nd indirekten Steuern, und die Zahl derer, die glauben, mit einer direkten Steuer alles machen zu können, wird sehr gering sein. Man wird sc gen. die direkter! Steuern sind einmalig«, die in* direkten find laufende. Aber wir sind ja mit der direkten Be­steuerung noch nicht zu Ende. Im Herbst kommt zum Beispiel die Kriegsgewinr.besteuerung der physischen Personen. Bei der endgültigen Reform muß jedenfalls die Gesamtbelastung von Reich. Bundesstaaten und Gemeinden in Betracht gezogen wer­den. Jetzt ist eine prinzipielle Aenderung in der Steuervertei­lung nicht angebracht. Noch nicht zu übersehen ist zum Beispiel die Hohe der Kriegsentschädigung, auf die ich hoffe. Bei der endgültigen Regelung wird auch die Monopolfrage erörtert werden müssen. Für ein Allheilmittel halte ich die Monopole auch nicht Ein Monopol bringen wir jetzt. Mas später auf dem Gebiet der Mineralöle, des Stickstoffs wird, das wollen wir abwarten. Man macht uns den Vorwurf des Flickwerks. Aber wir haben voriges Jahr bereits eine Kohlensteuer erhalten, die 700 Millionen verspricht, und erledigen jetzt das gesamte Gebiet ver Eetränkestener mit einem Gesamtbetrag von 1200 Millionen, der also für die Uebergangszeit ausfällt. Kann man das Flickwerk nennen? Man zeige uns irgend einen Staat, der eine organischere Reform vorgelegt hätte, als 'ich sie vorgelegt habe. Dann werde ich das Schlagwort Steuerflickerei weiter über mich ergehen lassen. Die Verhältnisse, unter denen wir den Krieg zu führen haben, sind nicht leicht. Wir sind etwas im Rückstand. Die Ausgaben laufen weiter, und wir müssen ein schnelleres Tempo anfchlagen, damit wir die Ausgabenvermeh­rung einholen. Wir dürfen nicht vergessen, daß ein Teil der Steuern nicht läuft. Auch für 1918 mutz mit einem Defizit ge­rechnet werden. Wir werden den Ertrag der alten Krieassteaer mit heranziehen müssen. Tun wir das aber, so werden die fünf Kriegs-tatsjahre so abschliotzen, daß wir kein großes Defizit wei­ter zu tragen haben. Es werden dann die Zinsen der Anleihen voll aus Kriegssteuern gedeckt sein. Ucöer die volkswirtschaft­liche Bedeutung der Börse sind wir uns klar, und wir wollen oech nach dem Kriege die Geschäfte nickt von unseren Börsen durch zu hohe Besteuerung vertreiben. Die Postgebühren hoben wir rm vorigen Jahre durch Abgaben erhöht. Wir folgen hier dem Wege aller anderen kriegführenden Staaten. Auf diesem Gebiet wollen wir jetzt ausfüllen. Einen der wichtigsten Teile bildet zweifellos der Ausbau der ilmsatzsteuer. Zu diesem Aus­bau der allgemeinen Umsatzsteuer führte die Erwägung, daß die Frage der Rohltoffsteuer nicht spruchreif ist. Die glatte Einsüh- nmß einer ganz allgemeinen Rohstoftsseuer ist nicht denkbar. Rach dem Krieg werden wir an der Kohlensteuer festhalten und sie wird zu einer noch besseren Ausnützung der Kohlen führen. Ganz unlösbar ist die Frage der Rückvergütung beim Export. Bei der Auswahl der der Luxussteuer unterworfenen Waren werden wir mit uns reden lassen. Die Geschäfte sollen auch die Steuern nickt tragen. Die Luxussteuer soll abgewälzt werden. Goldwaren und Juwelen können die Steuern ganz gut tragen. Bor allem geht durch die Juwelen sehr viel Geld nach dem Ausland. Würde durch die Steuer ein Rückgang im Juwelen» Handel eintreten. so würden wir das nicht bedauern können: ' denn wir sparen dadurch dem Reiche namentlich in der Ueber- gangszeit Geld. Sie haben sich im vorigen Jahre von der Rück­sicht auf die Bedürfnisse des Reiches leiten lassen. Sie haben Rüchicht aenommen auf unseren Kredit im Inland und Ausland, Und ich hoffe, daß Sie auch diesmal fo handeln werden. (Beifall.)

WeilkMrhttlsak M LandvirWM.

(Durch ein Versehen des Setzers ist dieser Aufsatz gestern nur Unvollkommen erschienen. Wir holen deshalb heute das Ver­säumte nach und bringen den Artikel des besseren Verständnisses halber noch einmal.)

Die große Bedeutung, die eine einigermaßen zuverlässige Wettervoraussage für die Landwirtschaft haben würde, leuchtet ein. und es ist begreiflich, wenn die ältesten Wetterwarten un­serer Gegend, die in Weilburg und Gießen, mit landwirtschaft- luhen Unternchtsanstalten verbunden waren. Leider ist es je­doch um die Zuverlässigkeit dieser Ankündigungen auch heute noch übel bestellt.

Völlig in der Luft schweben natürlich die Prophezeiungen, die sich auf einen fernen Zeitraum beziehen, und mit Rtzcht hat einer unserer angesehensten Meteorologen, Dr. Steffens, in einer Polemik gegen einen österreichischen Fachgenossen, der letzten Herbst einen frühen und harten Winter ankündigte, darauf hin. gewiesen. daß wir nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nur auf 24 Stunden eine einigermaßen sichere Prognose stellen könn­ten. Da will der eine aus dem Vorkommen von Eisbergen in nördlichen Meeren, der andere aus Sonnenflecken oder dem Ver­halten der Tiere auf einen kühlen Sommer, einen frühen Win­ter schließen: die Haltlosigkeit dieser Prognose ist längst erwiesen. Für 1917 war von verschiedenen Seiten und mit verschiedener Begründung ein kühler Sommer geweissagt: so von dem Sach­verständigen des Frankfurter General-Anzeigers vom 22. Febr.: fo von Dr. Hennig in der Leipziger Jll Zeitung vom 10. Mai. Tiefer schreibt: .,Das einzig sickere (?) Mittel, eine leidlich zu­verlässige Antwort zu erhalten, besteht in einer Prüfung frühe­rer ähnlicher Verhältnisse Alle die unzähligen sonstigen Me­thoden, an Hand von Bauernregeln, willkürlich ausgeklügelten Mondhypothesen und anderen Hilfsmitteln, deren Zu verlässige it stets mit um so größerer Sicherheit von ihren Erfindern verfoch­ten wird, j? wertloser sie sind, die Witterung auf Wochen und Monate vorauszubestimmen, müssen als völlig wertlos bezeichnet werden. Das Thema unserer Untersuchung spltzt sich daher auf die Frage zu: wie waren ftüher die Sommer beschaffen, die auf strenge und lange Winter zu folgen pflegten?" Rach Hennigs Beykruptung folgen auf solche Winter in der Regel kühle Som. mer (??), und so kommt er zu dem Ergebnis:Die hohe Wahr­scheinlichkeit spricht für eine kühlen Sommer. Diese Feststellung deckt sich vollauf mit den Feststellungen von Hellmann, Hann Ind Behre." Wie gründlich er sich samt seinen Gewährsmännern geirrt hat, ist noch in ftischer Erinnerung. Gs wirkt erheiternd, ißven« gelegentlich die Wetterpropheten allen Ernstes versichern,

«hre Voraussage fei «an# üMh «*wj**, dar Weiter fei eben «ST norm. I« lmeßener Anzeiger war (3. Febr. 1917) wörtlich zu lesen:Die gegenwärtige Kälteperiode stellt, wie wir erfahren, einen völlig abnorme« Zustand dar, da eigentlich da» Wetter längst einen Umschlag erfahren haben müßte." Es ist allerdings auch nicht schön von dem Wetter, daß es den Berechnungen der Herren Gelehrter! nicht folgt.

Nicht viel bester steht es indessen mit der Voraussage auf kürzere und kürzeste Frist, von heute auf morgen. Die Wetter­lage in den angrenzenden Bezirken, Windrichtung, Barometer­stand und dergl. geben hier einen gewissen Anhalt, ocher von Zu­verlässigkeit sind die darauf gegründeten Schlüsse doch sehr weit entfernt. Einen krassen Fall von weltgeschichtlicher Bedeutung haben wir kürzlick erlebt. Die große Offensive war auf den 21. Mürz festgesetzt. Die Sachverständigen hatten für diesen Tag schönes Wetter verheißen: statt dessen herrschte undurchdring­licher Rebe!! Als Minister Braun den Landständen die Ueber- nahme der Kosten der Wetterdienststelle mundgerecht machte, be­rief er sich auf angeblich 86 Prozent Treffer. Die Zahl ist hin­terher nicht zu kontrollieren, will aber, auch wenn sie richtig ist, nicht viel besagen. Bleibt das Wetter wochenlang konstant, so kann mau leicht eine große Zahl von Treffern buchen: einen un. erwarteten Witterungsumschlag treffen dis Gelehrten fast nie.

Aber auch wenn die Voraussage von heute auf morgen durch­aus zuverlässig wäre: der Landwirt hätte davon auch nicht den geringsten Nutzen. Kann es ihn bestimmen, für morgen den Beginn des Heu- oder Getreideschnitts anzusetzen, weil er mor­gen gutes Wetter zu erwarten hat, wenn auf den heiteren Tag vielleicht tage- oder wochenlang Regen folgen kann?

Noch etwas kommt hinzu Die sommerlichen Regen sind meistens gewitterhaften Ursprungs. Nun sind aber bekanntlich Gewitter örtlich oft so eng begrenzt, daß über eine Gemarkung ein woltenbruchartiger Regen niedergeht, während wenige Kilo­meter davon kein Tropfen fällt. Niemals wird es mensch­lichem Witz gelingen, den Ort. wo ein Gewitter sich entlädt, vor- herzusagen. Damit allein ist aber die Nichtigkeit aller Wetter­prognosen schon bewiesen: mit Ankündigungen wie: Gewitter- ueigung. lokale Gewitterregen u. ä. ist dem Landwirt natürlich nicht gebient. *

Schließlich ist auch die Form der Ankündigung oft zweideu­tig und irreführend Es war z. B. von Gießen aus heiteres Wetter prophezeit, hat aber hier geregnet. Die Prognose lau­tet: Fortdauer der bestehenden Witterung. Ja. welcher denn? Des heiteren Wetters, das vielleicht in Gießen wirklich ge­herrscht hat. oder unseres Regens?

Auf Grund langjähriger Beobachtungen muß ich behaupten, daß unsere Wettervorhersage seit den Tagen der Klinkerfues, Overzier und Falb noch keine erkennbare Fortschritte gemacht hat, daß sie namentlich für den Landwirt vollkommen wert­los ist. Wenn nach dem Krieg das große Zwangssparen beginnt, mögen fich die Landboten ernstlich überlegen, ob sie es verant­worten tonnen, die reckt beträchtlichen Mittel für eine fo mrtz- lofe Sache noch weiterhin zu bewilligen.

Büdingen. Dr. Dinge ldein.

Gin srttfamerSaucrnbund".

DerDeutsche Bauernbund des Herrn Dr. Böhme hat sich in einer Steudaler Versammlung für das gleiche Wahlrecht be­geistert und an den Vizepräsidenten des Staatsministeriums, den Parteifteund Dr. Böhmes. ein Telegramm gerichtet, in dem zum Ausdruck gebracht wird, wie ungemein es derBauern­bund" begrüßen würde, wenn Herr Dr. Friedbecg die Auflösung des Abgeordnetenhauses zustande brächte. Diese Leistung beweist wieder, daß derDeutsche Bauernbund" in den bäuerlichen Kreisen eine ähnliche Rolle sprelt wie in der nationalltberalen Partei, die nämlich des Eindringlings, der in dem Bestreben die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, unfähig wird zur Selbst­kritik seiner Handlungen. In der nationalliberalen Parte! ist von gemäßigten Elementen an den radikalen Eskapaden Dr. Böhmes wiederholt schärfste Kritik geübt worden, im deutschen Bauerntum verfolgt man die Leistungen des auf dem Asphalt in bemerkenswerter Nähe des Hansabundes emporgeblühten" Bundes mit wachsendem Erstaunen.

Er war gewiß von vornherein in einer mißlichen Situation. Denn auf wirtschaftlichem Gebiet mutzte er vom ersten Augen­blick an feine Ueberflüssigkeit erkennen. Was dort zu leckten war, halte längst der Bund der Landwirte in Angriff genom­men oder schon durchgeführt. Blieb also das politische Gebiet, und in ihm, entsprechend seiner Entstehung und der Gegensätz­lichkeit zum Bunde, die demokratische Seite. Zwar widerstrebt gesundem Vauernsinn. der im besten Sinne konservative An­schauungen in sich verankert, eine solche Politik von Grund aus. aber Herzensneigung derFührer" und äußere Notwendigkeit ließen keine Wahl. Also daß jene merkwürdige Mischung von Radikalismus, Nahrung kleiner Unzufriedenheiten und virtuoser Demagogie in der Verhetzung des Bauernstandes untereinander entstand, die man in diesen Tagen »Deutscher Bauernbund" nennt.

So kann es denn dahin kommen, daß eine Organisation, die Bauerninteressen zu vertreten behauptet, für das gleiche Wahl­recht eintritt und damit den wahren Interessen der ländlichen Bevölkerung ins Gesicht schlagt. Das gleiche Wahlrecht bedeu­tet die Herrschaft der Massen, und zwar der besitzlosen, großstäd­tischen, über Mittel- und Bauernstand, bedeutet die Entrechtung des flachen Landes zugunsten der Großstädte. Niemand wird behaupten wellen, daß unter der Herrschaft des gleichen Wahl­rechts die Landwirtschaft im Reichstage im Vergleich zur Zahl der angeblichen Arbeitervertreter eine angemessene Vertretung, habe. Dr. Böhme aber und sein Bauernbund wollen dieselbe Lage für das preußische Abgeordnetenhaus mit allen Mitteln herbetführen. Man kann nicht zween Herren dienen. Demo­kratie und Bauerninteresse schließen fich aus: Wurzellosigkeit ist der Feind des Bodenständigen: Radikalismus widerstrebt ruhi­ger Fortentwicklung in historisch erwachsenen gemäßigten Bah­nen. Und so hat auch derDeutsche Bauernbund", als er ge­treu seiner bisherigen Traditio«, in der Wahlrechtefrage die gekennzeichnete Stellung nahm, wieder eine« Blick hinter da. visier tu« lasse«. \ n ' * - <

Felde

Ehre.

Lus Kmerhach v. d. H. kommt die Trauerkunde, bo$ Herr Wilhelm Lehr auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Der Verstorbene war lange Jahre Lehrer in der Gemeind« Fauerbach und hat sich durch sein ersprießliches Wirken di« allgemeine Liebe und Achtung erworben, auch für Bo- ftrebuugen auf landwirtschaftlichem Gebiete hatte er allezeih reges Interesse bewiesen.

Ans der Heimst.

Friedberg. Die drei Diebe, die in der Nacht vom 14. auf 15. l. Mts. im Warenhaus der Geschwister Mayer dahier einen großen Einbruchsdiesstahl begangen hatten, stirb sämtlich in Frankfurt a. M. festgenomen worden. Zwei dieser sind geständig. Die gestohlenen Seidenwaren solle« in Darmstadt abgesetzt worden sein.

Stadtverordnetensitzunz. Die Herren Stadtverordnete» werden zu einer Sitzung auf Donnerstag, den 25. April 1918, nachmittags 4 Uhr, mit nachstehender Tagesordnung eingeladen: 1 Die Vergütung für den stellvertretenden Ortsgerichtsvor- steher; 2. Ankauf von Gelände zur Kreisstraße nach Bad-Nau. heim: 3. Sttatzenkostenbeittag der Frau Geometer Müller Wwe. zur Mainzertoranlage: 4. Verkauf von Gelände an Geh. Justiz rat Warthorst: 5. Gesuch des Lehrers Meyer um käufliche Heber« lassung von städtischen Gelände: 6. Anttag auf Eröffnung be* sogen. Haingrabenweges von der Fauerbacherstraße bis ; ir ver. lungerten SchmidLstraße,- 7. Gesuch der Frau von Helmolt uri pachtweise Ueberlassung vcn städtischen Gelände an ver Mainzer» tcranlage: 8. Antrag von Stadtbaumeister t. R. Zorb um Rück, erstattung von Straßenretnigungskosten; 9. Straßenreinigungs« kosten der Stadt- und Burgkirche: 10. Aenderung des Ortsbru« statuts: 11. Das Läuten der Neunuhrglocke: 12. Gesuch des

Steueramts um Vornahme von baulichen Veränderungen: 13 Gesuche des Geh. Schulrats Karg und des Wilhelm Häuser uir Entfernung von Bäumen:- 14. Die Rechnungen für 1916 des Gas- und Wasserwerks» der Elektrizitätsanlage und der Schiller» schule: 1b. Der Ausbau der Schtllerfchule: 16. Gesuch der Posb Hilfsstelle im Stadtteil Fauerbach um Erhöhung des städtisches Zuschusses: 17.,Gesuch des städtischen Fuhrmanns Jost um Ev Höhung der Vergütung für Fuhrleistungen; 18. Gesuche des Her­mann Lind und des Konrad Spieß um pachtweise Ueberlassunß von städtischem Gelände: 19. Gesuch der ..Gießener Hochschub Gesellschaft" um einen Beitrag: 20. Eürgabe desStädtebeam- tenverbandes": 21. Eingabe derLebensmittel-Einkaufsvereinb gung": 22. Mitteilungen. Hierauf geheime Sitzung.

Reklamation gegen die Ablieferung von Schlachtvieh. Da« Kreisamt zu Friedberg gibt bekannt: Alle Reklamationen gege« die Aufnahme von Schlachtvieh sind nicht durch besonderes (5* such, sondern auf vorgeschriebenem Formular durch die Bürger, meistere'! einzureiche«. Dieses Formular ist von der Druckerei derNeuen Tageszeitung" zu beziehen. Mündlicher Einspruch oder persönliche Eingaben der Reklamierenden können keine Be» rückfichtigung finden und find zwecklos. Nur auf oorgeschnebs» nem Formular durch die Bürgermeisterei gestellte Anträge be» stehen zu Recht und werden einer Kommission zur Entscheidung vorgelegt.

Die Stadt Darmstadt wird vom 1. Mai ab die für die Be­völkerung auszugebende Wurst nicht mehr von den einzelne« Wurstmetzgern sondern in einem gemeinsamen Bettiebe im städ­ttschen Schlachlhofe Herstellen lassen. Während man von der Stadtverwaltung erhofft, daß hierdurch einheitlich eine gute, qualitätsreiche Wurst Herstellen zu können, sind Fachleute des Anschauung, daß es den Metzgern im eigenen Interesse immer noch besser gelungen wäre, die nötigen Zutaten für die Wurst selbst zu beschaffen. Die Erfahrungen in vielen Städten spreche« nicht für die Herstellung von Regiewurst, an einzelnen Orte« will man bisher gut damit gefahren fein. Die Zeit wird e« lehren.

Petterweil. Die SammlungHeimatdank" für deutsch« Kriegsgefangene, veranlaßt durch Herrn Lehrer Ohlemutz, erga« von 84 Gebern die Summe von 193 Mark. Allen Gebern sei a« dieser Stelle im Namen des Ortsausschusses herzlicher Dank ge­sagt. Auf die 8. Kriegsanleihe zeichnete die hiesige Schule dt« Summe von 2231 Mark. Die Cesamtzeichnung der Schule be­läuft sich nunmehr auf 9550 Mark.

Aus Kurhcsseu.

FO. Gelnhausen, 21. April. Die Gegend bei Lohrhaupte« zeigte dieser Tage eine vollkommene Winterlandschaft. Der Schnee lag etwa 3 Zentimeter hoch.

FO. Homberg, 22. April. Um den am 1. Jrmi freiwerden­den Bürgermeisterposten dahier haben sich nicht weniger als 8« Bewerber gemeldet.

FO. Kirchhain, 2L April. Von Bubenhänden wurden an de« Marburg.Hersfelder Straße an jungen Lindenbäumen die Kr«, nen abgeschnitten.

FC. Kassel, 22. April. Eine öffentliche Belobigung i« Amtsblatt der Gemeinde Helsa durch den Regierungs­präsidenten wurde der ganzen Gemeinde Helsa zu teil. I« hervorragender. Weise hatten sich die Einwohner des DorfeA Helsa bei einem Waldbrande in der Königlichen Ober­försterei Oberkaufungen im März ds. Js. am löschen de« Feuers beteiligt. Nur dem takräftigen Eingreifen der Be­wohner Helsa ist es zu verdanken, daß der Waldbrand be­schränkt wurde.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ott- Hirsch e l. Friedberg: ffir den Anzeigenteil: R. H ey n er, Fiiedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung*, A- G.. Friedberg i. H.

Mit herzlichem Dank bescheinigen wir den Empfang folgende# Gaben: Firma Trapp & Münch 500 Mk. Fräulein M. Lamp«» gesammelt im Kränzchen 25 Mk.

Weitere Gaben werde« gerne entgegen genomunn.

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