Grane Gefahren.
%3!!ion aus der Gegenwart von M. Gvntard . Scho». ^ , , Nachdruck verdaten.
. "^se Tsilnahiiilosigkeit ist unser größter Feind," sagte eines Tages der Medizinalrat zu Herrn von Weckheim ,le nur die mindeste Anteilnahme zeigen wollte. L/Ucht einmal nach ihrem Gatten fragt sie."
j, ;; 5ßieWeid > t sie ihn vergessen. Kommen solche Fälle
,O, natürlich! Gewiß! —" Der Medizinalrat zögerte und schwieg.
„Was ist zu tun. Doktor? Es muß doch einen Weg geben, sie dieser Gleichgültigkeit zu entreißen." 0
Der Arzt zögerte noch immer. Zweifelnd sah er den x^aron von der Seite an.
aber"-" nidft neugierig sein, Herr Baron —
„Was aber? Reden Sie doch keinen Unsinn, Duktor!
bc 'X e kennen uns doch. Lenk ich! Also was ist es. was
~ &er Erkrankung der gnädigen Frau muß etwas auranf gegangen sein, ein Ereignis, ein Vorfall, der sie lief erschüttert fat. Dieser Schreck — dieser Druck hält sie noch dann. Und solange der nicht behoben ist, kämpft alle ärztliche Knnst vergebens. Wenn eine Sorge oder eine
j,"}“! ° u , f ’ ßr lQftet ' so muß sie von ihr genommen werden, oast stecht „e »mg nach und nach dahin."
„ f ^ e i rr ® erff,eim antwortete nicht sofort. Mil düster gefurchten Brauen starrte er vor sich nieder. Sein» Hand krampfte sich fest um die Lehne des Schreibstuhls.
^bizinalrat störte ihn nicht. Er wußte, daß der schweren Erkrankung der jungen Frau eiwas Bestin,mt-s zi'grrwde lag. So etwas kam nicht von ungefähr nnd außerdem hatten ibm die abgebrochenen Werte und Sätze wahrend des Fiebers genug gesagt. - S
/'"wen Minuten hob der Baron den Kopf. „Sa, Mtdrzinalrat, es ist etwas vorgeganaen. Etwas, das wohl geeignet ist, so em kleines, schwaches Frauenzimmerrben über
^H°ufen zu werfm. Äit 's doch sogar mich alten Knaben M geschüttelt. Na — also! Sie wissen ja, ich hatte den Bruder meiner Schwiegertochter hier zur Pflege/ Na, und als er beinahe gesund war und gerade davor stand, in ein Gefangenenlager uberführt zu werden, ist er geflohen, nnd Mar nnter Umstanden, die mich vermuten ließen, daß seine Schwester ihm zu dieser Flucht geholfen habe. Na und da können sie sich ja denken, daß ich nicht gerade -nM ?' ' * ,e /’ r liebenswürdig gewesen bin. Ich hatte niich für den Burschen verbürgt."
Er schwieg kurz. Man sah ihin an, wie peinlich es ifim war, von der Geschichte zu sprechen. ' 0 "
faffsÄtTi* ^ ,e ": f ®° r0 . n - Erregung war jeden- "Ekjgk- Mer ich meiste, wenn die gnädige Frau sich schuldig gesuhlt hatte, wäre ihr das alles nicht so nahe ac- gangen. Nach meiner festen Ueberzeugung hat sie nicht? davon gewußt.
Baron sah unsicher auß „Ich glaub' es jetzt ja auch! sagt? er gepreßt. „Freilich, damals —"
7^" Sie zu ihr! V-elleickit genügt das lchot,, ne. aus diesem stumpfen Hinbrüten aufzurütteln. Sprachen Lie mir ihr.
schaden?^" iä> i>en " ? fi “ nnte i6r bie Aufregung nicht
«ÄS XT “* — ->>»"-«- ->« -««-
„Dann will ich sofort gehen, Doktor! Begleiten Sie mich mit nach oben. Sie können dann beobachten, wie eZ rhr bekommt."
. „Natürlich will ich mit dabei sein, lieber mb STnef tor wollen doch warten bis morgen früh. Ich werde d>nn Mt mit rhr sprechen, sie ein wenka vorbereiten, illw ans Wiedersehen, Baron! Und den Mut nicht verlieren? Wir weroen sie uns schon erhalten. Wenn das Wiedersehen mit ->hnen nach Wunsch ablänft, dann können wir auch bald daran denken, ihr das Kind zu zeigen."
XXV.
Wochen waren ins Land gezogen. ES war Frühling geworden. ö
Detr.: Anbau- und Ernteflächen, erhebuni im Jahre 1918.
Ke?; an utm ach uikg
Im Hinweis mütz 1 der Bekanntmachung Grogh. Ministeriums des im ^mtsverkündigunas- blatt Jlr. 73 vom 18. April 1 e^eht an iämtl'chehiefizen Grund- ergent >mer, die Lan^ verpacktet odcr sonst zur entgeltlichen oder unentgeltlichen Nutznießung fcts D>en,Hand, Depuunland, mu ö*rfeU oder auf onstige Weise) Tu^eneben haben, die'dringliche Anftoideruna der Grotzb. Bürger- meplerei. ln der das Grundstück
oder
zu Protokoll an-ugeben:
2 ) Die Namen einer Pächter (Nutznießer usw.) d) die Größe der einem derselben verpachteten ober sonst ausgegebenen Fläche. Dieieniqen, welche eine zu- sammenh'ingende Fläche in kleineren Stücken an verschiedene Jeronen ,ur garienmäßigen Nutzung für ihren eigenen Haushalt abgegeben haben iSckreber- . garten usw.) brauchen die Namen der em;elnen Pächter, 'Nutznießer usw. nicht anrngeben. Es genügt m die em Falle die An ade der Große des o ausiegeb.men Landes und der Zahl der Pächter, Nutznießer ufw.
Zuwiderhandelnd werden nach d' n in § 4 der gleichen Bekanntmachung en'habenen 6ncv vestimmungen bestra t.
Liedberg. den 22. April 1918. Der L ürgsrmeister.
. _ I. B.' Damm.
zlckanntmachkkchg
A n Donnerstag, den 25. ds. 2/119., nachmittags 3 Uhr werden ^uf dem städtischen Lagerplatz in der Bis., arckstraße mehrereBündel
Erbfenreifer
versteigert.
Fnedberg. den 20. April 1918 Jtec Bürgermelster.
I. B.: Dam m.
Kcüattutmachunst.
den 24 ds. Mts., nachmittags öou3bis 5Uhr verkaufen wir rn der arten Post, Zimmer Nr. 7 ^ ’
Msndlcäse.
Helen von Werkherm war kainn wieder zu erkennen Sie schien großer geworden und die dunklen Ana-n bli^onl gar traurig. Das leben-ustige. unbekümmert Mn ^ »
Le?n'te7altkr?sS 'worden. um
h. esrass *= ä 8 ?ää}
merftamfeu bemühte sich der Baro» stets um die junge Fron >md sie vergalt seine Lieb- mit rührender Dankbarkeit
SS z S™ mut toome nodjeöv nirf)t in ben i»"«-
Si: Ä,!W5«s
er nnev gutmütigen Art und Weise. DaVn holl/ Selen nur ein mattes, trauriges Lächeln. ^
, , "Es ist gar kein Lebenswille in der jungen §nuii* fnrrte er auch heute wieder zu Herrn von Arkbeini. „Ais mußte langst wieder kräftig 'ein. Ob ste sich so gar md*
prächtig ßtn& fTel ' t? Der kleine Kerl gedeiht doch
„Wenn ich ihr morgen einen Brief von dem Vater des Kindes geben Knute, dann Erden Sie sehen, wie rasch die Besserung sortsckintte. Doch so —"
Ter Medizinalrat schwieg eine Weile.
„Sie können nichts in Erfahrung bringen über Ihre« Herrn Sobn?" fragte er dann.
„Nichts."
„Haben Sie selbst noch Hoffnung?"
SWtfefeima folat
ieden rückständigen Bro karienabschnikt .,H v und HV" verabso gen wir 1 Zia,e zum Preise von 23 Pfg.
Friedberg, den 20. April 1918.
Der stello. Bürgermeister, (stadi. Lebensmiitel-Ausschuh.
—___ I- A.: L a n " s d o r i.
E/ii'Iiu«
Kuhlen
Rheinlan/s schönstes und lei- ftunnsfähigües Unternehmen trifft im Lauie dieser Tage von Mar- bürg kommend in
Feiedfoepg
Ein. Alles Nähere durch spätere Inserate und Plakate.
EZ. FGtGFiinS'»
Geschäftsführer.
Kelranntmachnng. Gemüseverkanf.
Let,ker Kleinverkauf in Mengen von 10 Pl»nd.
°l.en^SRo^7uk'°° "" ° U"K E"-g«ng von «er
aelbe Rüien. Preis pro Pfund 11 Pf».
Kohlraben, Preis pro Pfund 8 Pfg.
Kartoffelverknnf
nur «m Minderbemütelie, auf Kailoffellarlen, Samstag vsrmittaa Preis pro Psund 6 Pfennig. ^ S *
Friedberg, den 20. April 1918.
Der stellvertretende Vüraermeister.
(städt. Led.nsmiltel.Ausschuß)
I. A.i Langsdorf.
Mitteilung!
Ende irre Hmmöt?
Di« Seidenzwipne, w-,-,- waschbar
tmb von unbegren'ter valtbarkeir sind, find deschlaqnahme- srei und lönnen Eie bei mir bekommen.
Clementine Ster». »SÄ?"
gegenüber der Engel-Apotheke.
La ms tag, öen ll üljiri! 1918 , aaHMagHW im ßolel „Kroghrrzag" '
AmMHik
emp.ehle:
Seifenmilver, K -A.-Seif^ SchmierwaschmiL el, Wafchpulverp Bleich'odaT Bleichwasser, Salmiakgeist Kngelblau usw.
Droierie
AdolfKchmld§
Friedberg i. K.. Kai erstratze 7«
wird Herr,0r Vischoff-Brrlin. Geschäftsführer der Kar loftelbaugesellschast, über:
Luzerns
(ewiger Kleefamenj ,u haben bei
Moritz Strautz,
, Ni der- 'i'i llftadr, Telefon 13 . 2un s ang?hende
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Tapeten- und Lfnoleumhaos
Jean KSgler, Ä
Habe de« Kathanse*.
sprechen. Wir^ laben zu dem Vortrage dringlich ein.
Oekonomierat Breidcnbach.Dorheim,
Landlagsabgeordneter, Vorsitzender des Provinzialaus- schuffes der Landwirtschastskammer.
Graf Wilhelm r» Solms-Laubach-Arnsbura
Präsident des Oberhessischen Landwirtschaftlichen ' Prooinzialvereins.
Geheimer Professor Dr. Gisevins,
Direktor des Landw. llnioersttäts-Instituts, Vertrauensmann der Kartoffelbaugesellschaft, Leiter der Kattoffel- versuchsstelle Eietzen.
Worte der Anerkennung
werden uns oft über die Änseralions- erfolge ausgesprochen, die selbst mit kleinen Anzeigen in der „Neuen Tageszeitung" erzielt werden. Wenn Sie irgend etwas anzubieten, zu verkaufen oder zu kaufen haben, so bedienen Sie fich vorteilhaft unseres Blattes.
für Ihren Geschäftsverkehr oder persönlichen Bedarf dann bestellen Sie diese dort, wo Sie die Gewissheit für einwandfreie Ausführung haben. Wir empfehlen uns bei eintretendem Bedarf und sichern schnellste und sau- bersteAnfertigung zu.
(tut lutsztiisi;
Druckerei u. Verlag A.-O.
Friedberg i. H.


