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Ltegt, lvrrs niemand befttstten wollen; datz tt auf KSm 'oo^ geschlagenen ober auf ähnlichen Wegen gedeckt werden kann, scheint zweifelsfrei. Ebenso, dah diese ganz außerordent­liche Belastung der Genußmittel, der Börse und des Verkehrs bw zu der vorgesehenen Höhe noch erträglich ist unter der amen Voraussetzung: der in absehbarer Zeit in Aussicht sehende Friedensschluß darf nur unter solchen finanziellen \mb wirtschaftlichen Sicherungen, Schadloshaltungen und Kriegsentschädigungen erfolgen, welche uns den schnellen Wiederaufbau und das Wiederaufblühen unserer Volkswirt- sckfaft gewährleisten. Sonst wird der Dreimilliardenentwurf des Grafen Reedern, wie gesagt, ein Kinderspiel sein gegen das, was kommt!

MtümmheMr und Fan-wirtichaft.

Die große Bedeutung, die eine einigermaßen zuverlässige Wettervoraussage für dis Landwirtschaft haben würde, leuchtet ein. und es ist begreiflich, wenn die ältesten Wetterwarten un­serer Gegend, die in Weilburg und Gießen, mit landwirtschaft­lichen Unterrichtsanstalten verbunden waren. Leider ist es je­doch um die Zuverlässigkeit dieser Ankündigungen auch heute Noch Übel beMllt.

Völlig in der Luft schweben natürlich die Prophezeiungen, die sich auf einen fernen Zeitraum ^ziehen. und mit Recht hat einer unserer angesehensten Meteorologen, Dr. Steffens, in einer Polemik gegen einen österreichischen Fachgenosien, der letzten gerbst einen frühen und harten Winter ankündigte, darauf hin- gewiesen, daß wir nach dem heutigen Stand der Wisienschast nur auf 24 Stunden eine einigermaßen sichere Prognose stellen könn­ten Da will der eine aus dem Vorkommen von Eisbergen in nördlichen Meeren, de: andere aus Sonncnflecken oder dem Ver­holten der Tiere auf einen kühlen Sommer einen frühen Win­ter schließen: die Haltlosigkeit dieser Prognose ist längst erwiesen. Für 1817 war von verschiedenen Seiten und mit verschiedener Begründung ein kühler Sommer geweissagt: so von dem Sach­verständigen des Frankfurter General-Anzeigers vom 22. Febr.,' so von Tr. Hennig in der Leipziger III Zeitung vom 10. Mai. Dieser schreibt:Das einzig sichere (?) Mittel, eine leidlich zu­verlässige Antwort zu erhalten, besteht in einer Prüfung frühe­rer ähnlicher Verhältnisse. Alle die unzähligen sonstigen Me­thoden. an Hand von Bauernregeln, willkürlich ausgeklügelten Mondhypetesen und anderen Hilfsmitteln, deren Zurerlässigkeit stets mit um so größerer Sicherbeit von ihren Erfindern verfoch­ten wird, je wertloser sie sind, die Witterung auf Wochen und Monate vorauszubestimmen, muffen als völlig wertlos bezeichnet werden. Das Thema unserer Untersuchung spitzt sich daher auf dir Frage zu: wie waren früher die Sommer beschaffen, die aus strenge und lange Winter zu folgen pflegten?- Nach Henntzs Behauptung folgen auf solche Winter in der Regel kühle Som­mer (??), und so kommt er zu dem Ergebnis:Die hohe Wahr­scheinlichkeit spricht für einen kühlen Sommer. Diese Feststellung deckt sich vollauf mit den Feststellungen von Hellmann» Hann And B«chre." Wie gründlich er sich samt seinen Gewährsmännern geirrt bat. ist noch in frischer Erinnerung. Es wirkt erheiternd. Denn gelegentlich die Wetterpropheten allen Ernstes verfichern. ihre Voraussage sei ganz richtig gewesen, das Wetter sei eben ab­norm. Im Gießener Anzeiger war (3. Febr. 1917) wöttlich zu kesenDie gegenwärtige Kältepertode stellt, wie wir erfahren, gknen völlig abnormen Zustand "dar. da eigentlich das Wetter läng st einen Umschlag erfahren haben müßte" Es ist allerdings auch nicht schön von dem Weiter, daß es den Berechnungen der Herren Gelehrten nicht folgt.

Nrcht Diel besser steht es indessen mit der Voraussage auf kürzere und kürzeste Frist, von heute auf morgen. Die Wetter­lage in den angrenzenden Bezirken, Windrichtung, Barometer­stand und dergl. geben hier einen gewissen Anhalt, aber von Zu. ftettässigteit sind die darauf gegründeten Schlüsse doch sehr weit entfernt. Einen krassen Fall von weltgeschichtlicher Bedeutung haben wir kürzlich erlebt.» große Offensive war auf den 21. Mörz festgesetzt. Die Sachverständigen hatten für diesen Tag schönes Wetter verheißen: statt dessen herrjchte undurchdring­licher Nebel! Als Minister Braun den Landständen die lleber. kmhme der Kosten der Wetterdienststelle mundgerecht machte, be­rief er sich auf angeblich 86 Prozent Treffer. Die Zahl ist hin­terher nicht zu kontrollieren, will aber, auch wenn sie richtig ist, nicht viel besagen. Bleibt dos Wetter wochenlang konstant, so kann man leicht eine große Zahl von Treffern buchen: einen un­erwarteten Mitterungsumschlag treffen dis Gelehrten fast nie.

Aber auch wenn die Voraussage von heute auf morgen durch- Mrs zuverlässig wäre: de: Landwirt hätte davon auch nicht den geringsten Nutzen. Karrn es ihn bestimmen, für morgen den Beginn des Heu- oder Getreideschnitts anzufetzen, weil er mor­sen gutes Wetter zu erwarten hat. wenn auf den heiteren Tag Vielleicht tage- oder wochenlang Regen folgen kann?

Noch etwas kommt hinzu Die sommerlichen Regen sind meistens gewitterhaften Ursprungs. Nun sind aber bekanntlich Gewitter öttlich oft so begrenzt, daß über eine Gemarkung ein wollenbnrchartiger Regen niedergeht, während wenige Kilo­meter davon kein Tropfen fällt. Niemals wird es mensch­lichem Witz gelingen, den Ort. wo ein Gewitter sich entlädt, vor. herzusogen. Damit allein ist aber die Nichtigkeit aller Wetter­prognosen schon bewiesen; mit Ankündigungen wie: Gewitter. Neigung, lokale Gewitterregen u. ä. ist dem Landwirt natürlich Nicht gebleut. *

Schließlich ist auch die Form der Ankiürdigung oft zweideu­tig und irreführend Es war z. B. von Gießen aus heiteres Wetter prophezeit, hat aber hier geregnet. Die Prognose lau­tet: Fortdauer der bestehenden Witterung. Ja. welcher denn? Des heiteren Wetters, das vielleicht in Gießen wirklich ge-

Mdtijchkr Lanwirilchlisigdeirikb.

Schadenfreude ist keine schöne Eigenschaft, ttotzdem möchte Ae uns überkommen, wenn wir hören und sehen, wie sie ln den Städten Landwirtschaft treiben. Wir haben schon dargelegt, wie die Städte, die früher über einen Pfennig Milchpreis- Erhöhung Zeter und Mordlo geschrieben haben, Milch für XM

sffdtt von Sck-ee y«svttMttN «. m wL" |MK KM mU erbauliches kn der JVMfcfttmne*. Auf den Niederhofen treibt die Stadt Frankfurt «nt Main Schweinemast. Dem genannten Frankfur­ter Blatt Dird dazu beschriebe«:Auf den Rtederhöfen dürsten zurzeit nur noch etwa 140 Stück Schweine sein. Zar Verwaltung dieses geringen Schweinsbeftarwes sind vorhanden: ein Ober- verwalter, ein Oberfchweizer, ein Buchhalter, ein Oberknecht, drei Knechte, zwei Arbeiter für die Schweineställe und fünf Ge­fangene. Von diesen Gefangenen werden allerdings einige für die Privatarbeiten des Oberverwalters und des Buchhalters mitvenvandt." Es wurde ein Pferd gekauft, der Herr Ober- vorwalier nahm sich denDirektor" der Kleinviehhaltung auf den Riederhöfen, einen ehemaligen Weinreisenden Mehler, bei dem Kauf mit, der keine Ahnung von Pferden hatte. Als dann das Pferd im Besitz der Riederhöfe war, ließ der Oberverwalter den Verwalter vom Mainwasen und den Tierarzt Horneck kom. men, die beide das' in derVoiksstlmme" bereits gekennzeichnete Urteil abgaben, daß das Pferd ein alter Klepper wäre, der nur herausgeputzt worden fei. Nette Zustände!

Wer Läßt das veröffentlichen?

lieber die Ernährung der Stadtkinder auf dem Lande wird durch das Wölfische Vuceau den Zeitungen schon wieder eine Auslassung zur Veröffentlichung zugesandt, die nicht erkennen läßt, wer diese Bestimmungen getroffen hat. Es muß rundweg als ein Unfug bezeichnet werden, der mit der Presse getrieben wird, wenn ihr durch ein offiziöses Bureau Notizen zur Ver­öffentlichung zugestellt werden, dis sich dann womöglich als irre­führend Herausstellen. So war in einer den Zeitungen vor eini­gen Monaten ebenfalls namenlos vom Wolffbureau über­mittelten Auslassung zur Ernährung der Stadtkinder auf dem Lande gesagt, daß den Landwirten, die sich zur demnächstigen Aufnahme von Stadtkindern verpflichten, gleiche Mengen an Getreide. Hülsenfrüchten und Kartoffeln zu belassen sind, wie für Angehörige ihrer Wirtschaft. Die Reich 5getreidestelle erklärte das für unzulässig und wies die Landwirte darauf hin, daß sie sich strafbar machen würden.

In der jetzt den Zeitungen zugegangenen Auslassung findet sich wiedor dieser Hinweis. Es muß daher die Frage aufgewor. feit werden, wer die ofiiziöfe Nachrichtenstelle denn eigentlich mit diesen Notizen versieht. Grundsätzlich sollte von allen Kriegs­stellen ihren Mitteilungen die Herkunft vorangesetzt werden, da- mit die anderen Stellen, die davon berührt werden, sich gleich mit ihnen direkt auseinandersetzen könnem

Vom Felde

der Ehre.

Affenhelm. Dem Sergeant Krmpel bei einem Feld- Artillerie-Regiment wurde wegen hervorragender Tapferkeit das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon früher. Herzlichen Glückwunsch!

Niedcr-Florftadt. Der Unteroffizier Fritz Kern, Sohn des Milchfuhr marines Kern, wurde zum Sergeanten befördert. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeits- Medaille erhielt er schon früher. Wir gratulieren!

Ans der Heimat.

Eine interessante Streitfrage dürste demnächst zwischen maßgebenden Körperschaften bezw. Behörden voraussichtlich zu entscheiden sein. Infolge der israelitischen Osierfetertags wur­den auf Anregung der Viehhändler auf Anordnung des Star­kenburger Viehhandelsverbandes, die Auflieferung der Schlacht» tiere in der Provinz Strrkenburg in doppelter Zahl vorgenom­men, dte Hälfte der Tiere aber für die nächste Woche zurück- gestellt, da in der jüdischen Osterwoche keine Tiere aufgeliefcrt wurden. Während der acht Tage ist nun an den Tieren resp. an dem Fleische ein außerordentlicher Gewichtsverlust entstan­den der nach den Aussagen Sachverständiger etwa 12 000 Mark beträgt, den nach -bisherigem Gebrauch die Mctzzger zu tragen haben da sie das Stallgewicht nach Abzug der 5 Prozent zah­len müssen, wobet das Mindergewicht außer diesen 5 Prozent manchmal bis zu 15 Prozent und noch mehr beträgt. Bis zu 15 Prozent Gewichtsverluste müssen die Metzger auch noch zah­le«. Da nun im vorliegenden Falle die Metzger-an der Verzöge­rung resp. dem durch die verspätete Verteilung entstandenen Verlust keine Schuld tragen, soll die Stadt resp. der Vtehhan. delsverband für den Schaden aufkommen. Man darf gespannt sein, auf welche Weise die Sache geregelt wird.

Vernichtung der Saatkrähen. Der Abgeordnete Lang. Michelstadt hat folgenden Antrag im hessischen Landtag ge­stellt: Im Odenwald richten die Saatkrähen, welche zu

Hunderten auf den eingesäten Feldern einfallen, sehr großen Schaden an. Gerade zur Zeit des Krieges, wo es an Saal­frucht fehlt und alles sehr knapp ist. muß ein Mittel zur Vertilgung der Krähe gesucht werden, weshalb ich die Kam­mer bitte an die Grobherzogliche Negierung das Ersuchen zu richten: Mittel zur Verfügung zu stellen, daß die Großh. Oberforftereien in die Lage versetzt werden die Saatkrähen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu vertilgen.

Viele Landwirte erkenne« dir Sommerzeit nicht an. In vielen Orte« Euntersblum. Gimbsheim, Eich und anderen mehr behalten die Landwirte die bisherige Zeit bei. weil ins­besondere die Ausführung der landwirtschaftlichen Arbeiten nach der Sommerzeit überaus nachteilig wirkt. Es wurde durch die Ortsschelle der Beschluß bekanntgegeben, die bisherige Zeit bet­zubehalten Auch in Oberhessen, wir nennen die Gemeinde K a t ch e n bekümmert man sich nicht um dieverrückte" Zett.

Großes Fischsterben im Untermal«. Wir lesen imFrank­furter General-Anzeiger":Die Fischer- und Schlffergenossen- schast Sachsenhausen schreibt uns: Wer Gelegenheit hatte. Ende voriger Woche an den Main unterhalb Höchst zu kommen, konnte Tausende und Abertausende Fischteichen darauf schwimmen sehen. Dieses -rohe Fischsterbe» war durch das Ablassen Luhert

Listiger Abwasser in den Main seitens einer cheurifchmr Fabrlß's verursacht worden. Die Untersuchung der taten Fische erga-, daß deren Augen aus dem Kopfe herausgetrettn und die Bäuche ganz dick augeschwollen waren. Der Umfang des Fischsterbens erhellt sich am besten daraus, daß die toten Fische von unterhalb Höchst den Main hinunter bis in den Rhein die Wasseroberfläche bedeckten. Die Menge der zugrunde gegangenen Fische wirb von Sachverständigen auf 30 bis 40 Zentner geschätzt, ohne dis Sämlinge, die dem Auge nicht sichtbar sind und deren Vernich­tung eine Schädigung des Fifchbestandes auf viele Jahre bedeu­tet. Eine Untersuchung ist durch das Königliche Wasserbauamt bereits im Gange. Nach Feststellung der Ursache wird die Flörs« heimer Fischerzunft eine Entschädigungeklage gegen die betref­fende Fabrik anhängig machem Es wäre an der Zeit, daß der­artigen Vorkommnissen von den zuständigen Behörden durch hohe Geldsttafen Einhalt getan wird, denn bei der heutigen Le- bensmittelknappheit bedeutet dieser Vorfall ein großes Verbre» che» an der Volksernährunz."

Wir stimmen dem vollständig bei. Dieses Verbrechen ist um­so größer, weil die in Frage kommenden Fabriken Millionen und Abermillkonen verdienen und für Geld auch Vorrichtungen schaf­fen könnten, daß die giftigen Abwässer auf eine andere Art be» seitigt würden als durch Verpestung der Flüsse und damit Ver­giftung der Fische.

Gambach, 19. April. Dte Zeichnung der achten Kriegsan­leihe in hiesiger Spar- und Darlehenskasse hatte ein sehr erstell- liches Ergebnis. Es wurden von 201 Zeichnern 185 400 Mark gezeichnet. s7. Kriegsanleihe 145 Zeichner 105 600 Mark). Dis hiesigen Schulkinder zeichneten bei der 8. Kriegsanleihe 816b Mark, die Gemeinde 10 000 Mark.

FC. Gießen. 21. April. Die Stadtverwaltung hat zur För­derung der Vohnenzucht aus ihren Waldungen 3500 Fichten- Vohnenstangen anfertigen lassen, die in Gebinden von 25 Stück zum Preise von 5 Mark ausgeyeben werden.

FC. Crrnberg, 21. April. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klaff» wurde Freiherr Josef von Keltler. Leutnant und Adjutant t« Feld-Artillerie-Regiment Nr. 68, ausgezeichnet.

Aus Starkenburg.

Darmstadt. (Eine weltbewegende Frage.) Die Rangordnung der Orden und Ehrenzeichen, soweit sie an der Ordensschnalle getragen werden, hat Zu Meinungs­verschiedenheiten Veranlassung gegeben, weshalb der Groß- Herzog besttnrmt hat, daß das Kriegsehrenzeicbrn, die Tapferkeitsmedaille, das allgemeineEhrenzeichen für Kriegs- Verdienste, das Militärsanitätskreuz, das Kriegsehrenzeichen und das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge unmittelbar hinter dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse und vor den übrigen Orden und Ehrenzeichen anzubringen sind. Das Militär- fanitätskreuz und die Tapferkeitsmedaille sind in der Ran^ vrdnung zu streichen.

FC. Aus dem Odenwald, 21. April. In Friedrichsfeld wurde ein Hamster verhaftet, der in Körben verpackt ein zerleg, tes Schwein und Kalb von hier ausführen wollte. Das Fleisch wurde beschlagnahmt.

Aus Rhrinheffen.

FC. Eich, 21. 8^»ril. Die Täter des dreisten Ginbruchdieb- stahls in der Löwenbrauerei wurden ermittelt. Es ist dies di« Aufseherin der hiesigen Trockenmerke, dte noch mehrere Arbei­ter der Werke zur Beteiligung an dem Diebstahl verleitet hatte.

Ans Hesskn.Naffon.

FC Bierstadt, 21. April. Der 11jährige Schüler Roth vo» hier, der ein ziemlich vogelfreies Leben führt, hat dem Kauf­mann Stiehl den ganzen Spinat gestochen und in der Stadt ver­kauft.

FC. Rüdecheim, 18. April Eine in Turnerkretstn weit und breit bekannte Persönlichkeit, der Hotelier Stephan Jung, ist hier nach kurzer Krankheit im 88. Lebensjahre gestorben. Im Jahre 1845 hatte der Verstorbene die Anregung zur Gründung der Turngesellschast gegeben, aus vcr sich im Jahre 1847 dir heute noch bestehende Turngemeinde bildete. Mit ihm ist ihr letzter Mitbegründer dahingegangen.

FC. Oberlahnftcin, 21. April. Der Anttag des Magistrat wurde von den Stadtverordneten angenommen, daß der Ras- säuischen Möbelindustriegesellschaft mit einem Anteil vbn 5000 Mark beizutreten ist. Eine längere Debatte entstand wegen der Einführung der Kundenltsie bet der Brotabgabe. Hierauf machte Bürgermeister Schütz als Antwort die auf aufsehener­regende Mitteilung, daß die Stadt 14 Tage kein Brot habe oder dte Brotration verringern müsse, wenn nicht die Kundenliste ein- geführt würde. Dunkle Machinationen seien am Werke gewe­sen, wo die Schuld liege, wisse er nicht.

Kirchliche Uachrichten.

Gottesdienst in der Stadtkische.

Mittwoch, 24. April, abends 8% Uhr: Kriegsandachik. Herr Pfarrer Ritter.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

Mittwoch, den 24. April, abends 8X Uhr: Krtegsandacht.

JtliriltÄdtklMjrijfriSSSKÄÄÄÄi

Offene Stellen:

5 Knechte. 3 Tagelöhner, 1 Knechtefamilie, 1 Kutscher, 1 Schmied für Gut, 2 Glaser, ü Schreiner, 1 Feldmävchen, 8 Dienstmäqde» 2 Haushälterinnen, 12 Hausmädchen, 4 Küchenmädchen, 1 Köchin.

Für besetztes Gebiet, Hilisdienftpfltchtiqe: 10 Mann für schwere Dienste. 1 Ofensetzer. 1 Schneider. 2 Schuhmacher, 1 Säge­müller, 1 Ordonnanz, für Bataillon, 1 Pstrdepfleger.

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Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 2 Melkerinnen^ in einen Stall, 2 Fräulein für Büro, 1 Wirtschafterin.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottch H i r f ch e i, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner« Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung*, L. <& Sstiedberg i. L- *