[totes. Eins zum Angriff berettgeftellft englische KompagnS« wurde durch den kühnen Vorstoß uirter Führung eines fai soe- derer Linke erkundenden Generalstabsoffiziers zersprengt. Dk» schwache deutsche Erkundungsabteilung, die nur aus drei Dffk Sleren und einigen Begleitmannschaften bestand, nahm 43 Mann gefangen und verjagte den Rest. Am Mittag versuchte der Gegner einen neuen Angriff, der im deutschen Feuer völlig Zusammenbruch. Von der frisch ekngettcffenen französischen 28 . Division machten wir einige Gefangene. Aus den Kämpfen von Wytschacte wird nachträglich noch die Erbeuiung mehrerer schwerer Geschütze gemeldet, darunter ein 40,5 Zentimeter- und t'wei ?8 Zentimeter-Mörser.
Die Kämpfe am 2v. April.
Berlin, 21. April. (WTB. Nichtamtlich.) Auf der Front rcn Baitleul bis Gweuchy steigerte sich in den Morgenstunden des 20. April das Störungsfeuer zu starken Feuerüberfällen. Nach^ schlagartig einsetzender kurzer Artillerievorbereitung griff der Feind die deutschen Stellungen von Festubert bis Eivenchy sn. Er wurde unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen. Am Abend desselben Tages versuchte er abermals bet Gwenchy mit starken Sturmtruppen vorzugehen. Unser Vernichtungsfeuer trieb auch hier unter schweren Verlusten die Engländer zurück.
Der Kampf mit den Amerikanern.
Das Unternehmen gegen die Amrrikaner beiderseits von Seicheprey führte dank sorgfältiger Vorbereitung und gutem Zusammenwirken aller Waffen zu einem vollen Erfolg. Nach wirkungsvoller Vorbereitung durch die Artillerie und Minen, werfer. während der oer Feind bereits schwerste Verluste erlitt stürmten die Deutschen die Stellung der gegenüberliegenden amerikanischen Division in 2% Kilometer Breite und stießen teilweise bis zu zwei Kilometer Tiefe durch. Der Ort Ssiche- preq wurde erstürmt. Er lag voller amerikanischer Leichen Um die Unterstände, Stützpunkte und Keller entspannen sich erbitterte Nahkämpfe, bei denen die sich tapfer wehrende Besatzung fast bis auf den letzten Mann umkam. Auch um einzelne Unter- stondsgruvpen im Remieces-Wald kam es zum Handgemenge. Vier waren die amerikanischen Verluste besonders hoch. Die Anfangs mäßige artilleristische Gegenwirkung steigerte sich im Laufe des Tages von 10 Uhr 30 Minuten vormittags an. flaute aber schon nach 3 Uhr nachmittags wesentlich ab. Nördlich Beau- mont. sowie über Berricourt sah man feindliche Verstärkungen gegen _ Uhr nachmittags heranmarschieren. Unser gut lieaen- des Vernichtungsfeuer faßte die dichten Marschkolonnen an und zersprengte sie unter schwersten Feindverlusten. Um 6 Uhr nach- mtttags wurde das Auffüllen der feindlichen Gräben am ^ury- fm be beobachtet. Gleichzeitig stellten die deutscher: Ftteger Fe t | n . Ml(fje Server, fest und griffen sie sofort mit Maschinengewehrreuer an. Gegen die dichtgesüllten Gräben am Ewalde faxten zahlreiche deutsche Batterien ihr Feuer UllTv ü En die bereitgesteltten Sturmttuvpen
* ^."bruch d« Dunkelheit, nachdem die feindlichen vertetdrgung^niagen zerstört und gesprengt waren, wurde die genommene Stellung planmäßig und vom Gegner unbemerkt ^rauntt Dank der guten Vorbereitung der ganzen Un- ternchmung blieben die Verluste der deutschen kriegserprobten Truppen gering, während die kriegsungewohnten Amerikaner außer ungewöhnlich hohen Verlusten fünf Offiziere, darunter auch einen Hauptmann und einen Arzt, 178 Gefangene und 25 Mafcymengewehre einbüßten.
Französischer Tankangrjff auf Rouvrel.
'WTB. Nichtamtlich.) Um unter allen Umstanden bc. dem Darf- Rouvrel einen Erfolg zu erzielen und die eigene Infanterie mit Sicherheit bis in die deutschen Lmten hineinzusuhren betten die Franzosen in dcrRacht mehrere Tanks nach Rouvrel hcreingezogen. Kurz vor dem Sturm fuhren die Bi « °°n ihnen erreichten die vorderste
lassen um ü ^ H -‘ P " mit Glicht nah. herankommen
? best- wirksamer bekämpfen zu können. Drei , blieben zerschossen liegen Der vierte in die deutsch«
Stelluna Krochen. Tank machte noch innerhalb unserer Stellung Kehrt und ichwenkte nach Norden ab. Die übrigen
!all7"f^s brennend gegen Rouvrel zurück, mo ste sich ebL
finhliL^ fa ® " 3 "* "°>b 1,01 der deutschen Stellung be- findUche -rank- wurden rm Nahkampf außer Eesecht g-setz, „nd
g°°merm°ßcn erstürmt Di- französtfche Infanter^. die voller
oia l und k "" "°^°hrenden Panzerwagen unmittelbar folgt- und keinen ernsthaften Widerstand mehr erwartete wurde
S T 9mmmen ' Sif k-uteie zuL Der 3! " t,t,ffs nach Norden abgeschabte Tank ver- "tt groher Bravour nochmals einen Angriff auf eigen« F uf^ wobei er in Brand geschossen wurde. Seine tapfere Besatzung kam ums Leben. w e
Die Zerstörung von Reims.
« e J® £nf .’, ^ 'lpril Elemcuceaus „Homme Libre" schreibt^ li.rms ist rettungslos verloren. Sämtliche Stad^pir-
SSr-Äts
. . 3 ” ^°^nfatze zu diesem beweglichen Klaaeruie
neullo! r? f'l" 3cniUt fe “ Bcftccn di- aus der Presse bl cZ Z ZlT'l ^Emrnden Meldungen über di- V-rhe-run. s-n in Laon durch die französische Defchiesiung
daß sSwtÄE' 9?au6ti " l-°t ganz vergessen zu sage,,
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mrnw*z u W Me TeWtzbeste MErg
bk gewaMg« Zahl von W Die Zahlung der vielen Laufend ßerumtmemn Maschinengewehre ist noch nicht abge- schloffen. U^er 200 Tanks mußte der Feind den oenttchen Angreifern überlaffen, ein weiterer beträchtlicher Teil seiner Pmrzerwaqen wurde zusammengeschossen. Auf dem weiten Schlachtfelde von Hollebeke bis zur Oise Leistete England -)en deutschen Kämpfern in Gestalt ungezählter MrmitionS-, Verpflegrmgs- und BekleidungsdepotS mit unschätzbaren Be- standen ernen zwar unfreiwilligen, aber unendlich wertvollen .Kräftezuwachs. Auf der lang ausgedehnten Kampftont wurden weit über 100 Kilometer englische Stellungen meilenticf überrannt. WaS in diesem mit allen Mitteln moderner Befestigungskunst angelegten Graben- system an Draht. Holz, Beton, Stahl, .Kupfer, Eisen, Panzer- ungen, Feldbahngerät, Telephonverbindungen, unterirdischen Kabeln und dergleichen angelegt und nun für England verloren ist, läßt sich in Geldwert nicht annähernd angeben.
Die blutigen Verluste der Engländer betrUjen bereits am a. Apnl über 500 000 Mann. Sie haben sich wahrend oes zweiten großen deutschen Angriffes an der Lys ins Nn- geheure gesteigert. Hierzu kommen die schweren Blutopfer oer Portugiesen und vor allem der Franzosen, die überall an den Brennpunkten des Kampfes in dichten Massen die s^-wer bedrohte britisch^ Lage wieder he.-stellen mußten Besonders beiderseits der Somme, an der Avre, süd.ich der ^lse bei Eoury°le-Chateau und in Flandern ließen die Franzosen . viele Tausende liegen und wurden zu immer werterem Einsatz ihrer bisher zurückaebaltenen Newrven und schleunrgen Antransport der nach Italien abgegebenen Htlftkräfte gezwungen.
Die Engländer verloren während dieses einen kurzen Monats nicht nur den ganzen Gewinn der «L jsshmgen Sommeschlacht und den Restteil ihrer Erfolge bei Eambrai sondern sie mußten überdies Zweidrittel des in 16 Flandern-' schlachten teuer erkauften Raumgewinns wieder hergeben. Dieser Geländevcrlust wird zum Schaden Frankreich? durch dieienigen Gebiete erweitert, die die zurückgeyenv-n Eng- lander in deutsche Hände fallen ließen. Damit sind weite dlunende, bisher vom Kampfe verschonte französische Land- striche den Kriegsleiden preisgegeben. Der schwere beiden fertige Artilleriekamvf hat zahlreiche freundliche Städte und Dörfer rn Trümmer gelegt, üppige Fluren .md Fr'der in Einoren verwandelt. Der Gesamtgeländeoeclust beträgt viele Zausende Quadratkilometer.
Die Hauptbahnverbindungen der Entente in Frankreich mrt den wichtigen Bahnzentren Amiens, Doullens, St. Pol und Hazebronck liegen unter deutschem Feuer.
Knterstrmmrrng in England.
London, lg. April. sWTB.s Meldung des Reuterschen Bureaus: Lord Robert Cecil jagte in einer Rede, die er in Hit- chin hielt: Die gegenDärtige Krisis im Krrege ist wohl ernster als ttgend eine frühere. Ich habe kerne Besorgnis wegen de» Endausganoes, aber kein Augenblick ist jo jchüksalsjchwanger gewesen, wie der jetzige. Ich hebe gehört, daß deutsche Offiziere ver Beginn des Angriffs an neuttalen Höfen wetten wollten, daß die Deutschen in 14 Tagen die Heere der Verbündeten trennten. Ein Monat ist vergangen, es ist ihnen nicht gelungen. E» wäre töricht zu glauben, daß die Schlacht zu Ende sei. Eine un- bestrmmte Zeit liegt oor uns. Niemand kann jagen, wie lange sie dauern wird. Wir wollen die Feinde nicht unterschätzen. Sie haben einen großen Vorteil dadurch, daß sie sich fünfzig Jahre lang auf den Krieg vorbereitet haben Wir können uns von Herzen dazu beglückwünschen, daß unsere Mitbürger nicht nur imstande gewesen sind, es mit den Deutschen vier Jahre lang gleich gegen gleich aununchmen, sondern den Deutschen gezeigt haben, daß englischer Mut dem deuffcken. Drill nicht aachsteht. Aber so Großes wir vollbracht haben, jo dürfen wir doch den gewaltigen VoltZN nicht unterschätzen, den diese forlaesetzte Kriegs, erfahrung unseren Gegnern gegeben haben muß. Wir dürfen nicht vergeffrn. daß wir in diesem Augenblick vor gemaitigen Aufgaben stehen. Nichr allein der deutsche Drill, sondern auch die qeogr'aphische Lage gibt Deutschland einen großen Vorteil, ochlreßlich hoben die Deutschen mindestens an der Westfront d-n gewaltigen militärischen Verteil des einheitlichen Oberbefehls.
freue mich sagen zu können, daß wir in den letzten Tagen Maßregeln ergriffen haben, die diesen Vorteil in erheblichem Maße ausglerchen werden. Wir haben mit voller Zustimmung >-rr Douglais Haigs und unserer tapferen Heerführer in Frankreich unsere Truppen zusammen mit den ftanzösischen völlig unter den Oberbefehl des Generals Foch gestellt. Dieser große Sol- dat wird aller seiner glänzenden Eigenschaften für die schwere Aufgabe, die ihm gestellt ist. bedürfe«. Er verdient unsere ganze Unterstützung. ^
(Dar englische Minister versteht ja. wie alle seine Entente- Genoßen wunderbar, mit Werten zu spielen. Wenn Deutschland sich seit 50 Jahren vorbereitet hot. so geschah das nicht, um Angrrffskrrege zu führen, wie das die Engländer zu allen Zetten getan haben, sondern, um auf die Angriffe boshafter Feinde gerüstet zu fein.
deren
J?.f, 1 3<ttun S , Laon aber als eine offen« StaM ® fWcfun <' völkerrechtlich durchaus zulässig ist
D?r tih Dsnat Der iifntuijfii
Berlin, 2. Apnl. (WB.) Am LI. April ist lej» «Umm,
Sf^ 4 ' T L' 0ffcnfil,e ein Konot verstrichen. In tiefer fit', criitra bic Engtäi-der. Franzosen und Portug^en eine
»Mx -e Niederlage nach der andern und lleßen iitec 117000
Sn! Knknbkp«, Z% ItHIionfH €t\am.
v Berlin. 20. April. (WB.) Bis 1. März 1918 machten die M-ttelmachte 3 450 000 Gefangene. Diese Zahl über- >chre,tet die Gesamtzahl der männlichen Eiwecbstätigen , ^ omcncn8 "nd Dänemarks um mehr alz eine
lml.m Million und übersteigt um ein Fünftel die männlichen Erwerbstätigen Deutschlands im Frieden. Die Mittelmächte gewannen damit ein Arbeitsheer. das auf den wichtigen Ge- bieten der Volkswirtschaft wertvolle Dienste leistet „nd zmn großen Teil die zum Kriegsdienst einberufepen eigenen Ar- heitskrafte ersetzt. Mit der Dauer des Krieges wächst dieses Arbeltsheec irnd fewL Anpassung an die wirtschaftlichen und
krischen Bedürfnisse der Mrttelniächte. brachte doch bU feareufe Westschlacht Deutschland in einem Monat eine» «efimgenenzuwachz von rund 125000 Mann.
Die kaukastjche Frage.
Konstantinopel, 18. April. (WB.) Agence MiM. Bespreckping der Einnahme Datums hebt . Terdschuman- Deutung dieser Stadt vom militärischen, politische, und wrrtschaftlichen Standpunkte hervor und sagr^ Durch
vEk/wÄ ^ b !? Muselmanen und christlichen Gemgie? vollständig Herren ihrer Geschicke. Wie wir schon wiederholt
t 009 0§mcn ^*« Reich von den besten Absickten “ r J** Georgier erfüllt und wünscht diese Nation frei und ÄS Es genügt, daß in Georgien eine
ftef,nnte Regierung gebildet werde, eie S wahrscheinlichen Ueberfall von Norden
Widerstand zu leisten. Die oSmanische Regiernnq wird stets
alle^^Eg-nm,t einer folckren Regierung zu verständige, zu losen und rrn Emvernehmen nik ihr zu lui eln i ^ ^gemeinen können wir sagen, daß zwei Elemente, d:e Georgier im Westen und die Tataren im Os ^n, die Herren der Geschicke Transkaukaiwns sind, mit wel^n sich d:e Turker einzeln auseinanderseßen lux* *5 tfd5ci ! Elchen sie im Bedarfsfälle selbst vermitteln wird. Uber bei Schaffung unabhängiger Gebilde V, Trans» töitfoHen darf man keineswegs die Millionen Mu^lmanen in Eiskankasien ^ vergessen, die einen natürlichen Danmi bilden. Es ist daher notwendig, auch dis Nnabhangrgkert rmd Freiheit dieses Gebietes zu Ochern. Durch die Einnahme Datums werden alle diese Fragen auß dre Tagesordnung gestellt.
DeOarabren und Me Denttchrn.
rn lmnd 80 deutsche Kolonien mir rnn)
^0 000 Einwohnern und einem Grundbesitz von etwa 300 000 Hektar. Die Kolonisten sind fast alle evangelisch-lutherisch und überwiegend sckaväLischer Abstammung. Die große Mehrzahl ^ der deutschen Kolonien Bessarabiens liegt int Sfreife Akkerman (20 Kolonien mit rund 60000 denffcke« Einwohnern): die größte Kolonie, der Mttelpunkt der de,ff. scheu Kolonien Bessarabiens, ist Taruüno mit fast 0000 Einwohnern. Die erstemKolonien wurden unter Alerander l. m den Jahren nach den Freiheitskriegen gegründet die Namen der ältesten Kolonien erinnern an die Siege iiber Napoleon: Paris, Leipzig, Borodino. Beresina. Kahbach.
Arzis, Brienne u. a.
Die Deutschen tteiben Weizen-, Mais- und Weinbau, auch Handwerk und Maschinenbau haben sich gut entwick^ Dre Deutschen Bessarabiens stehen wirtschaftlich ausgezeichnet, sie haben aber auch sehr viel fih* die Hebung t&vcf Lrchulwesens (besonders verdient die vortreffliche Werner- schule in Sarata genannt zu werden) getan rmd iid in ollen: echte und rschte Deutsche geblieben
Die Ablthninig -5- deiiklchtn Medknsarrskhstes, das grölitf DkrdrkchfA an der Mkulchhüt.
„Sydfvendska Dagbladet" führt am 3. April eus: „Es kanL dahlngrftellt bleiben, ob „die Freiheit der Welt- von dem Sieg, des Verbandes abhängt und in welchem Ecade die Selbständig kett der kleinen Staaten unlöslich mit demselben verbunden ist, aber ein jeder müßte doch wohl jetzt ei kennen können, daß dl oberes Verbrechen gegen die Menschheit nicht begangen wurde als da die Verbandsmächte in unbegreiflicher Selbftverblendun. das deutsche Friedensangebot vom 12 . Dezember 1916 abschlugen.
Es mag sich nun mit dem Gerede von der . FreibeiC der Welt- wie auch immer verhalten: aber dem Weltfrieden und der Menschheit wurde damals ein unerhörter Schaden zugcfügt, ohn- daß^ man erkennen kann, daß die eigene Sache der Verbands- machte seitdem verbesiert wurde; es verhält sich eher umgekehrt.
Die Zeit, dre automatisch für den Verband arbeiten sollte, haL sich als ein unzuverlässiger Vundesgenosie erwiesen, und genau gerechnet, haben wehl die Aktien des Verbandes seit Beginn des Weltkrieges nie so schlecht gestanden wie jetzt. Es ist ohne all- Frage Präsident Wilsons Politik und Amerikas Eingreifen, di« die Verlängerung des Krieges veranlaßt haben. Mit eine« Gefühl-der Bitterkeit hat das leidende Europa Anlaß, sich des Rolle Amerikas zu erinnern. Aber die Bitterkeit wird zu« Zorn und Unwillen, falls es sich so verhält, daß „es im höchsieA Grade die Eitelkeit der Ame.ikaner befriedigen würde, falls ihtz gewählter Präsident derjenige fein würde, der die Welt aus ihrem jetzigen Chaos wkder aufrichtete". Kann es wirklich di« Meinung fein, daß Europa verbluten und wirtschaftlich unter- gehen soll, um dem amerikanischen Selbstgefühl einen Triumph zu bereiten? Man erhält ein abschreckendes Bild von der wirb» lichen Gefühlswelt, die sich hinter dem beständigen Gerede vo» „Demolratie" und ..dem Seibstbeftimmungsrecht der Völker- verbirgt. Gegenüber den neuen fünf fürchterlichen Kriegsjah. ren. die die Vereinigten Staaten nötig zu haben glauben, um den Krieg zu gewinnen, hat ein Neutraler das Recht, die Frage zu stellen, ob der Friede nach einem deutschen, klug auvgenutzten Siege nicht vorteilhafter wäre. Amerika wird vielleicht bei der großen Entscheidung gar nicht dabei sein. Es hat sich zu spät be. teiligt. Man stellt nicht ohne weiteres eine Millionenarmes von Liebhabern gegen das am besten ausgebildete ScldatenvolE der Welt auf. Und sollen wir warten, bis die anierikanisihen Armeen den deutschen mrlitärisch ebenbürtig werden, so ist z» befürchten, daß „die Freiheit der Welt", wenn sie anbricht, über Völker leuchten wird, die vernichtet und all^u unglücklich sind, um ihr Glück genießen zu können.-
Joffe in Kerlin.
Berilu, 21. April. (WTB. Nichtamlllch.) Herr Adolf Jofte übergab dem Unterstaatssekretär rm Auswärtige«


