Einzelbild herunterladen

Nummer 98

Montag, den 82 . April 1918

11» Zahrgaug» .

ßeue Tageszeitung

Die glänzendste aller Kriegsanleihen

t i 559 000 000 Mark gezeichnet. Gin Erfolg gegen die Jankers, blutige Verluste und 188 Gefangene. Seit Kegiun der Gffensme: 117 000 Gefangene und über 1550 Geschütze . 54000 Tonnen, und eine franröstlche ll-Kootfalle verjenkt.

Uever VierzehaeiuhaLK

Milliarden.

Dar- Ergebnis der achten Kriegsanleihe beträgt nach den bis­her vorliegenden Meldungen ohne die zum Austausch gemeldeten älteren Kriegsanleihen

14 550 000 000 Mark

Kleine TciLanzcigen sowie ein Teil der Feldzeichnungen. für welche die Zeichnungsfrist erst am 18. Mai abläuft, stehen noch aus, so daß das Ergebnis sich noch erhöhen «wird. Zu dennvrr-, gleichlichen Erfolgen unserer Heere gesellt sich damit eine neue überwältigende Leistung der deutschen Geldwrrlschas».

Die gewaltigen Ergebnisse der früheren Anleihen noch weit äüerholend, legt sie aller Welt Zeugnis ab von dem unerschütter­lichen Entschluß des deutschen.Volkes, standzuhalten, so lange e§ möglich ist, und von seinem felsenfesten Vertrauen auf einen vollen und endgültigen Sieg.

Abermals hat das deutsche Volk ein Beispiel seiner vng« heuren Kraft gegeben Mer hätte das vor dem Kriege für möo ltch gehalten! Als Frankrelch 1871 5 Milliarden Franken, da sind 4 Milliarden Mark, au fei legi wurden, hörte man i Deutschland Stimmen, die besorgten. Deutschland würde ein solche Summe nicht ansbringen können, dazu sei nur Frankreic im Stande. Und heute? Das deutsche Volk Hai durch den un gcheuren Erfolg, den die 8. Kriegsanleihe ergeben hat. und de die bislang günstigste 6. Kriegsanleihe noch um 1V 2 Milliarde iibertroffen Hai, bewiesen, daß «» sich hinter seine Tapferen z pellen weiß, die unser Vaterland von dem Feinde frei zn ha! ten wissen u«d. um einen deutschen Frieden zu erkämpfen, Eu und Blut opfern.

Da« Ergebnis der acht Kriegsanleihen stellt sich folgender «aßen:

f. Kriegsanleihe 1914 endgültig

JL

hl

IV.

V. VI VII. VUL

1915

1915

1916

1916

1917

1917

1918

vorl'usia

4,481

9,106

12,163

10.768

10,699

13,122

12,625

14.550

Millionen Mai

insgesamt 87,514 Millionen Ma

fwft \m ltttgig der KneMiilHe.

Vom Kaiser ist dem Staatssekretär des Reichsschatzamls riochstebeudes Telegramm zrrcieacmgen:

Icb empfange mit grösster Befned'aung und Freude die Meldung non dein gewaltigen Erfolg der achten Kriegsanleihe. Ich begrriße ibn ais herrliches Zeichen einer starken Opferwilligkeit und unbeugsamen Mneszu- verfickst des aesamten deutschen Volkes. Tiefer in der Hein'at errungene Sieg reiht sich würdig den unenö-ich grof;en Taten von Armee und Marino an. Deutsches Scbwerl und deutsche Kraft werden mit Dostes Hilfe den Willen der Feinde zu schänden machen und weihen die Zukunft des Vaterlandes auf einen festen Grund stellen. Mein warmer Dank gilt Ihnen, der Neich-sbank und allen welck'« durch Wort und Tat bereit gewesen stnd, zu

WilhelmI. ft.

II

deutsche Generalstak meidet:

K. 'votzes

Amtlich.

Aattp-riirartreL', de

W. T.

April.

Westlicher Kriegsschauplatz.

An den Schlachtfranten blieb di- Tätigkeit de. Jnfanter Erkundungen beschrankt. Starker Feuerkampf bei Wytschae und Bcnlleul. Zwffche Scarpe und Somme lebte die Artitteri taltgkelt gegen Abend auf. An der Avre nordwestlich von M- reuil blieb ste tagsüber gesteigert.

In den Dogefen südwestlich von Markirch brachte ein erkor «icher Vorstoß tn die feindliche» Linien Gefangene elm «an der, übrigen Kriegsschauplätzen nicht» Neues.

Lee »»ft« Generalquartiermeilter: Ludendorff.

Alrendbcrlcht.

Berlin, 2». April, abends. (MTV. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

*

M. T. Ä. Grotzes HEptgitzartter, derr 2h April. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppen Kronprinz Nupprechk und Deutscher Kronprinz.

An den Cchlachtfronten führten beiderseitige Erkundungen zu heftigen Znfanteriögefechten.

Bei La Vassee, Lens und Albert lebhafter Feuerkampf. Auch zwischen Avre und Oise war die Artillerietätigkeit vielfach rege.

Heeresgruppen Gallwitz und Herzog Albrechl.

Zwischen Maas und Mosel griffen medersächfische Batail- lcne Amerikaner in ihren Stellungen bei Seicheprey an, sie er­stürmten den Ort und stießen bis zu 2 Kilometer Tiefe in die feindlichen Linien vor. Schwächere Gegenstöße dev Feindes wur. den abgewiefen, stärkere Angriffsverfuche durch Niederhalten im Anmarsch und in der Bereitstellung erkannter Truppen vereitelL Zn der Nacht wurden unsere Cturmtruppen noch Zerstörung der feindlichen Anlagen in ihre Ausgangslinien zurückgenommen.

Die blutigen Verluste der Amerikaner find außerordentlich hoch. 183 Amerikaner, darunter 5 Offiziere wurden gefangen, 25 Maschinengewehre erbeutet. Nordwestlich von Merville (öst­lich von Pont-L-Mouffon) machten wir Im Borfeldkampfe mit Franzosen Gefangen«.

*

Rittmeister Frhr. v. Richlhof«« errang an der Spitze der bewährten Jagdstaffel 11 seinen 79. ,nd 80.. Leutnant B«A. ler seinen 31. LusHeg.

Osten.

Ukraine.

Nach Ueberwindung feindlichen Widerstandes bei Pierekop und Kart-Kasak haben fich unsere Truppen den Weg in die Krim geöffnet.

Mazedonische Front.

Rege Tätigkeit des Feindes westlich vom Doiransee und in der Struma-Ebene.

Der Erste Generalquartiermeistee: Ludendorf-,

Abendderichl.

Berlin. 21. April, abends. (WTB. Amtlich.) Von den. Kriegsschauplätzen nichts Neues.

II Der österreichische Grneraistak meldet: -

Wien, 20. April. WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Auf den italienischen Kriegsschauplätzen schränkte schlechtes Wetter die Kampftätigkeit ein.

Der Chef des Eeneralstabes.

Sßtcn, 21. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

An der Südwestf-ont lebten an vielen Stellen Artillerle- kampf und Erkundungstätigkeit auf

Houptmann B r u m o w s k y errang im Luftkanrpf zum 29. Male den Sieg.

Der Ehef des Generalstabes.

II Der bulgarische Gcneralstak j v=== meldet: = aa..^ ==?i

T^fia, 18. April. (WTB.) Generalftabsbericht.

Mazedonische Front: Bel Bratindel nördlich von Bitolia und an anderen Stellen östlich der Cerna war die rvechselseitige Artillerietätigkeit für einige Zeit heftiger Westlich des War- dar verjagten unsere Posten eine verstärkte französische Pa­trouille. Im Südwesten von Doiran wuchs das feindliche Ar- tilleriefeuer an Heftigkeit. Gegen Mend versuchten mehrere Abteilungen engljrcher Infanterie, an unsere Gräben im Süden üfn Doiran heranzukommen. Sie wurden aber durch Feuer zerstreut. Auf dem Vorgelände am untere« Struma vielfach

Ctreifwacheugefechte. in deren Verlauf wir englische Gefangen« machten, darunter 1 Offizier. Dobrudschafront: Waffenstillstand

[| Das türkische Hanptgnärtier - meldet: --:

KonstantinopeS, 19. April. (WTB ) Tagesbericht.

Palästinafrent: Unsere kühnen unternehmungslustigen Pa­trouillen beherrschen das Vorgelände unserer Stellungen. Av der ganzen Front wurden von ihnen in den letzten Tagen er- fclgreiche Unternehmungen dmchgssührt, Gefangene eingebrachE und stellenweise feindliche Erkundungsabtetlungen abgewiesen. Den Engländern wurde auf ihre Bitte am 17. April ein zwei« ständiger Waffenstillstand zur Beerdigung ihrer bei den letzte» Angriffen Gefallenen gewahrt.

Kaukasusfront: Baschkele Derer ist genommen. SaudjchaE und Bagosid im Wilajet Wan find wieder in unserer Hand, Weiter nördlich besetzten unsere Truppen Karakilisee. Sonst nichts Neues.

54000 Tannen vrrlrnkt.

B-rliv. IS. AprU. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet dcS Mitteln,cers versenkten unsere U-Boote sechs Dampfer und fönk Segler von zusammen etwa 26 000 Bruttotonnen. Außerde« verachtete ein U-Boot vor Biserta die französische U-Bootfall- Madeleine", 119 Bruttotonnen groß, einen mit zwei 7,5» Zentimetergeschützen bewaffneten Zweimastgasfelschoner miß Hilfsmotor und Funkentelegraphie und machte drei Mann dec Desatzung zu Gefangenen.

Der Chef de« Admiralstabs der Marine.

-

Berlin. 20. April (WTB. Amtlich.) Wieder 28 000 Brutto, regiftertonnen versenkt! Hiervon hat ein Unterseeboot unteS der bewährten Führung des Kapitönleutnar.ls Rose in fast zweitägiger Verfolgung eines stark gesicherten GeieitzugeS bei schwerem, die Tätigkeit des Bootes behinderndem Wett«- drei Dampfer mit zusammen über 21 000 Bit. aus dem Geleit« Zug herausgeschoffen. darunter den englischen DampferPorß Campbell 16230 Brt.) und den Tankdampfer ..CardillaL^ (11140 Brt.).

Der Chef des Admirnlstabs der Marine.

Die Schlacht im Westen

Der Gegenstoß auf Wytschaete.

Berlin. 19. April. (WTB.) Nördlich und nordwestlich von Wytschaete wurden um 10.15 Uhr vormittags feindlich- Bereitstellungen zum Angriff erkannt. Sofort nahm die deutsch» Artillerie die dichtmassierten feindlichen Kolonnen unter Vers nichtungskeuer. so daß der geplante feindliche Angriff erst ein­einhalb Stunden später einsetzen konnte. Dann wurde er rest­los abgeschlagen. Die Verluste des Feindes sind hier außev> gewöhnlich schwer. Während auf unseren Stellungen von Bail» leul dis La Vasiee lebhaftes feindliches Artilleciefeuer lag, da» besonders westlich Merville fich erheblich steigerte, und zeitweise größte Heftigkeit annahm, brachen deutsche Stoßtruppen M Riez-du-Vinage in die feindliche Stellung eln und brachten als Beute vier Geschütze und vierzig Gefangene ein. Außer den 60» Gefangenen aus den Kümpfen in der Gegend von Festubert mit Giveuchy wurden 19 Offiziere eingebrocht und eine große An­zahl Maschinengewehre erbeutet.

Berlin, 19. April. (WTB.) An der flandrischen Front verstärkt sich der feindliche Widerstand von Stunde zu Stunde. In dem sich immer mehr verenaenden Ppern-Vogen gewann der deutsche Angriff gegen Engländer und Belgier Raum. Hinter dem Steen-Vach leisteten die vereinigten anglo-belgischen Trup­pen starken Widerstand. Nachdem Haigs Armee den blutig kämpften Geländegewinn der Flandernschlacht größtenteils hat wieder hergeben muffen, erfordert es nicht nur die strategisch« Lage, sondern auch der Rest des militärischen Ansehens, der Eng­land dank der Aufopferung und Tapferkeit seiner Soldaten noch geblieben ist, wenigstens den Besitz von Ppern zu sichern. Dies« Ansicht wird durch Gefangen« bestätigt. Bet Wytschaete ver^ suchte der Engländer mit Hilfe ftanzösischer Divisionen den wv lorenen Höhenrücken wiederzuerobern. Den am Vormi^ a. 18. AprU geplant«» 6t«r« verettelt« das deittsckn' V