/ Der Preis istber einzig fähige Regent ^ftTroirtfcStftl Lebens. Auch ist es nicht ein Preis, sondern vielmehr ein ganzes System von Preisen, ein tausendfaches Gewebe vcn Zahlen, die alle voneinander abhängig sind. — bis auf den Pfennig und bis truf den Bruchteil eines Pfennis gegeneinander aufgerechnet, — ein riesiges Rechenexempel, an welchem feder Kaufmann und jedes Bäuerlein rechnet. — welches vor Jahrhunderten begonnen ist und durch Jahrhunderte weiterlaufen soll' was von keinem ganz übersehen wird und was doch Millionen von Menschen ganz genau sagt, was sie tun sollen und tun dürfen. Wer mit täppischer Hand in dies wunderbare Gewebe der vielen Millionen Weber hineingreift, der zerstört die friedliche Arbeit, er zerstört die Klugheit und Voraussicht in ihr, er verwüstet 'einen großen Teil der Ernte und schafft auf der einen Seite erlahmende und müßig gehende Hände de: Arbeit und auf der anderen Seite hungernde Mäuler, frierende und darbende Kinder. Wunderbar, daß man gerade das „Rationierung" nennt, was genau besehen nichts anderes ist als ein Kampf gegen die Ratio, die Vernunft, gegen die Herrschaft des Preises, der Zahl im Wirtschaftsleben.
Wir hoben schon oft gesagt, daß das ganze System der Unvernunft bei den Parteisekretären und Gewerkschaftsführern feine Herkunft hat. Es steht aber zu befürchten, daß diese Herrschaften. wenn einmal die volle Unzufriedenheit mit den Zwangs- Maßnahmen ausgereift sein wird, ihr eigenes Kind verleugnen, die Mißstimmung für ihre Parteizwecke ausnutzen werden und den Groll des Vclkes über den zusammengebrochenen Kriegs- sozialismus auf die Behörde zu lenken suchen. Wir warnen! -In Oesterreich nennt man dies System, das dort ans sehr natürlichen Gründen noch gefährlicher wirkt, als bei uns: Das „stramme preußische System". Es könnte auch bei uns der Tag kommen, wo man es im feindlichen Sinne das „preußische" oder „bureaukratische" oder gar das ..militärische" nennen würde, obwohl wir es eigentlich nur der Weisheit der Herren Gewerkschaftsführer und noch mehr der Angst vor ihnen verdanken.
run-g auf anderer Grundlage vermiede» wird.
Die KommvnalverbSnde sind von der Reichsbeklekdungsstelle ermächtigt worden, von den wirtschaftlich besser gestellten Per. sonen, von denen anzuuchmen ist, daß sie Oberkleidung in grö- herer Anzahl besitzen, dir Anzeige ihres Besitzstandes an Oberkleidung einzufordern, wenn diese den Aufruf zur freiwilligen Abgabe unbeachtet lasten. Wer freiwillig aus seinen Beständen mindestens einen Anzug abliefert, ist von der Verpflichtung zur Vestandsanzeige seiner Oberkleidung von vornherein befreit. Bei der Abgabe der OberNeidungssMcke wird dem Atliefernden eine Vescheinung mit der amtlichen Zusicherung erteilt, daß bei einer im weiteren Verlguf des Krieges etwa notwendigen Ein- forderung getragener Oberkleidung die jetzt abgenommenen Stücke mit in Anrechnung kommen.
Die abgelieferten Anzüge werden nach einem geordneten Schätzungsverfahren angemesten bezahlt, wobet auf ausreichende Bezahlung auch von der Reichsbekleidungsstelle Wert gelegt wird. Zur Anregung einer beschleunigten Abgabe hat die Reichsbekleidungsstelle ferner bestimmt, daß die Annahmestellen für die getragenen Kleider, die innerhalb drei Wochen abgeliefert werden. 10 Proz. Zuschlag zu den regelmäßigen Schätzungs- beträgen zahlen.
Dte Retchsbekleidungsstelle verhehlt sich nicht, daß die zur Beschaffung von einer Million Männeranzügen auf dte Mitwirkung aller Kreise angewiesen ist, die durch ihre wirtschaftliche Stelluirg über größere Kletderbestände verfügen. Bon diesen Bevölkerungrschichten erwartet die Reichsbekleidungsstelle volles Verständnis für die Notwendigkeit, der geforderten Abgabe.
Vom Felde
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Eine zwanglose Besprechung von Anhängern aller bürgen kichen Parteien im Reichstagsgebäude hatte die Notwendigkeit einer ehrlich neutralen Organisation der Kriegsteilnshmer- tnteresten zum Gegenstand. Es wurde der ln München gegrün. dete Bund deutscher Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigter (den man tm Gegensatz zum Berliner Bund kurz „Münchener Bund" nennen wird) alz geeignete Stelle für eine Sammlung cuf neutralem parteilosem Boden anerkannt. Dem „Münchener Bunde" schlosten sich eine Anzahl Parlamentarier verschiedenster Parteirichtungen an. darunter die Herren: (Behrens (D. F.), Bruhn (F. B. P.). Heckmann (N. L.). Held (Bayr. Z). Irl (Z.), Koßmann (Z.), Dr. Müller-Meiningen (F. D. P.) M,;mm (D F.). Scheef (F. D. P.). Dr. Werner-Gießen (D. F.), Dr. Wildgrube (K.). U»ber das Programm wird berichtet: Der „Münchener Bund" nimmt sich nicht bloß der Jnteresten der kör- perlich beschädigten Kriegsteilnehmer an. sondern er stellt auch ein umfangreiches Programm positiver Vorschläge aus zur Ausführung von Maßnahmen, um jenen Kriegsteilnehmern, welche in ihrer wirtschaftlichen Existenz besonders schweren Schaden erlitten, seinerzeit bei ihrer Heimkehr entsprechen- unter die Arme zu greifen. Wie der Vertreter des „Münchener Bundes" in der erwähnten Besprechung im Reichstagsgebäude bekanntgab. wird eine Denkschrift über die Art. wie das ganze Fürsorgewerk aufgebaut werden könne, demnächst den maßgebenden Stel. lcn zugeleitet werden.
Es ist erwünscht, daß Publikum und Presse sich über folgende Tatsachen klar sind' der Berliner Bund, der sich neuerdings ..Reichsverband" nennt, ist ein rein sozialdemokratisches Produkt, als solches behördlich und von allen, die halbwegs eingeweiht sind, erkannt: der Berliner Bund selbst aber stellt seinen sozialdemokratischen Ursprung und seine rote Tendenz in Abrede und gebardert sich neuerlich rein „neutral". Ter „Mümhener Bund" hat das Vertrauen angesehener Parlamentarier aller bürgerlichen Parteien, er will das Kriögsteilnehmerintereste auf rein fachlicher Grundlage, ohne jede Nebentendenz, sammeln und vertreten. — im Benehmen mit den einschlägigen Behörden und privaten Organisationen jeder Art. Und der weiteren Tatsache wolle man nicht vergesten: die Kriegsteilnehmer haben ein gemeinsames Interesse, sie werden für dieses Jntereste Anschluß suchen.
Sache des Publikums und der Preste ist es. dafür zu sorgen. daß die Kriegsteilnehmer nicht unter dem Deckmantel von Schlaga örtern in Richtungen und Parteihinterhalte gezogen werden, denen sie zufolge ihrer vaterländischen Leistungen im Felde nicht zugehören!
Die „frekrmMae" Kleiderabgabe.
Von der Reichsbekleidungsstelle werden 3 Millionen Män- Ner-Anzüge verlangt an — Arbeitskleidung für kriegswichtige Betriebe nfw. Von der Großkonfektion und dem Schneiderhandmerk können nur rund 840 006 Anzüge geliefert werden, von der Kricgsrchstoffabteilung sind Stoffe für 330 000 Anzüge und von der Bekleidungsabteilung des Kriegsministeriums annähernd 560 000 getragene Uniformen in Aussicht gestellt. Es bleiben also rund eine Million Anzüge noch zu beschaffen, und diese will man aus den Beständen an Alttleidern bei der Bevölkerung durch Sammlungen heraushvlen. Ob unter diesen Altkleidern aber gerade zu Arbeitskleidung geeignete Anzüge sich in großer Zahl befinden, das ist eine Frage, die bei der heutigen Knappheit und Teuerung der Kleidung sich wohl aus dem Er- fclg dieser freiwilligen Sammlung bald ergeben wird. Die Sammlung ist wie folgt gedacht:
Für jeden Kcmmunalverband wird durch die Landeszentral- behörde dte Zahl der zu beschaffenden Anzüge festgestellt, wobei als Anzug auch jede hochgeschlossene Joppe und Hose gilt, während Fracks, Smokings und Uniformen von der Sammlung aus- ^schlosien sind. Die Reichsbekleidungsstelle erwartet, daß die »rfor erlichen Kleidungsstücke durch die eingeleitete Sammlung
der Ehre.
Bruchenbrücken. Dem Gefreiten Karl S ch l e u n i n 3, Sohn des Bahnarbeiters Heinrich Schleuning l., wurde wegen hervorragender Tapferkeit das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon früher. Herzlichen Glückwunsch!
Södel. Der Kriegsfreiwillige Heinrich Knoll, bei einem Pionier-Bataillon im Westen, wurde zum Unteroffizier befördert. Herzlichen Glückwunsch!
Ans der Heimat.
AuS Starkcnburg.
FC. Lampertheim. 14. April. Ein 24jähriges Mädchen von hier wurde bei der Feldarbeit von einem Gewitter überrascht und durch einen Blitzschlag getötet.
FC. Lampertheim, 15. April Hier wurde eine Geheim- schlächterei aufgedeckt und die Bet-eiligten, ein Matter und ein Metzger, verhaftet.
AuS Heffen-Nastau.
Höchst am Mai«, 12 . April Im Stadtteil Sindlingen hatte im vorigen Scmmer ein Kaufmann einen Jungeu. den er tn seinem Garten beim Diebstahl von Johannisbeeren überraschte» durchgeprügelt. Der Daker des Jungen stellte darob Strafantrag wider den Kaufmann. Dieser wurde aber vcm hiesigen Schöffengericht freigesprochen, womit sich jedoch der Kläger nicht zuftieden gab und Berufung cinlegte. Doch auch das Wiesbadener Landgericht sprach den Kaufmann frei und führte dazu im Urteilspruch begründend aus, daß Selbsthilfe gestattet und in der gegenwärtigen Zeit mit ihrem Mangel an Aufsichtsperfo. nal sogar geboten sei.
FC. Flörsheim, 14. April. Die Gemeindevertretung genehmigte den Haushaltungsveranschlag, der ohne Erhöhung von Steuern in Einnahme und Ausgabe mit 321842 Mark balan- ziert. Der günstige Stand ist dadurch bedingt, daß eine Mehr, einnahme von 2&000 Mark aus dem Gemeindewald vorhanden ist und die Steuerverhältnisie sich überhaupt gebesiert haben, vor allem durch die guten Verdienste der Munitionsarbeiter, fo- daß die Stcuereinnahme von 80 989 Mark auf 102 546 Mark angewachsen sind.
FC. WrLSbüdsn, 15. April. Im Herbst v. I. wurde in dem Zigarrengejchäft Müller in der Eschenheimergasie in Frankfurt am Main durch zwei junge Burschen, Graf und Weiß aus Eschborn, eingebrochen und 500 Zigarren und 10 000 Zigaretten gestohlen, die scdann in einem Koffer der Geliebten des Graf, der Kellnerin Maria Degenhardt in Franlfurt am Main, gebürttg aus Wolfhagcn bei Cassel, verstaut wurden. Sodann hatten die Burschen in der Bürgermeisterei in Eschborn eingebrochen und dort Lebensmittelkarten, Brotkarten, Bezugsscheine und Stem. pel entwendet. Dte Polizei nahm die Diebe bald fest und bei der Vernehmung stellte sich herauf daß die Kellnerin Degenhardt dte Haupttriebfcdec zu den Einbrüchen war. Das Diebshandwerkzeug hatte sie den Burschen zur Verfügung gestellt und den Raub mit ihnen geteilt. Wegen Beihilfe zu einem schweren Diebstahl und wegen Hehlerei, weil sie gestohlene Fleischkarten und Bezugsscheine an sich genommen, erhielt sie von der Straf- kammer eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten.
Wiesbaden, 12. April Das hiesige Landgericht hob. nachdem Sachverständige angehört warm, die zu Eltville und tn anderen Rheingauorten auf Veranlasiung des Kriegswucheramtes erfolgte Beschlagnahme von Rheingauer Qualitätswetnen auf.
FC. Weilburg, 11 . April. Die dem französischen Staatsangehörigen Myrtill Marie in Paris gehörigen Mühlenwerke in der Gundersau werden laut Verfügung des Landwirtschafts- Ministers am 13. April versteigert.
FC Eanb, 14. April. Der hiesige Vorschuß und Kreditver- ern beschloß in seiner Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 5^ Prozent auszuschütten. Die Umsätze im vergangenen Jahre waren recht bedeutende. Sie überschreiten die Summe von eineinviertel Million Mark. Die beschlossene Umwandlung des Verein» i« eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung tritt mit dem ersten Januar 1919 in Kraft. In den Aufsichtsrat wurde Bäckermeister Manthe anstelle des zurückgetretenen Aufsichtsratsmitgliedes Boes gewählt.
/ FC. Bo» Rhein. 14. April. Der zeit und breit bekann«' Obstrvald, der sich längs des Rheines von Niederlahnstein bi« Wellmich -inzieht, steht zurzeit tm herrlichsten Blütenflor. De, letzt» Frost hat leider den Aprikosen geschadet, aber immerhi, dürfte es noch eine nennenswerte Ernte geben. Pfirsiche blühe» reichlich, Kirschen mehr wie im Vorjahre, Zwetschen, Mirabellen und Reineklauden dürften nach den Aussichten eine voll« Ernte ergeben. Don Obstbausachoerständigen wird im allgemeinen die Frage, ob Heuer wieder ein guter Obstertrag zu ztm rocrten sein wird, bejaht, denn die vielen Sonnenscheintage de» vergangenen Herbstes gaben Gelegenheit, daß durch die lang, Vlattätigkeit der Bäume, die durch den Erttag ziemlich er- schöpften Reserven wieder zum größten Teil mit neuen Kraft- stoffen aufgefüllt werden konnten. Zwei Gefahren drohen de, Obstkulturen: Frostgefahr und Obstbaumschädlinge, wie die Rau. pen des Frostspanners, der Gefpinnstmotten, ferner der Blutenstecher und die Obstmade.
FC Aus dem Ländchen, 14. April. Der Hockenbergermühl, in Kloppenhcim. Besitzer Bäckermeister W. Efaias, ist wegen er- wiesener Unzuverlässigkeit in wiederholtem Falle vorerst der Väckereibetrieb und der damit verbundene Brot- und Mehlver- kauf untersagt worden.
FC. Arfurt. 15. April. Im Atter von 75 Jahren starb dahier plötzlich der Eemeinderechner Keuler.
FC. Nastätten, 11 . April. Zwei fremde Damen, die vo» einer Hamsterfahrt auf dem hiesigen Bahnhof zur Abreise ein- trafen wurden durch eine Gepäckreoiston um die hübsche Summ, von 126 Eier gebracht.
Bermbach. Einem pflichtvergessenen Bürgermeister a. D. ist man in der Person des früheren Bürgermeisters Hahn au» dem Taunusdorfe Bermbach auf die Spur gekommen. Hab, war dem zuständigen Kommunalverband gegenüber mit seine, Lieferungsverpflichtungen im Rückstand geblieben, u. a. hatte er noch 60 Zentner Getreide und 50 Zentner Kartoffeln an de. Kommunalverband zu liefern,' für die Nlchtlieferung hatte er allerlei Ausreden gefunden, angeblich befaß er überhaupt keine Vorräte. Als man auf Grund einer Anzeige bei ihm nach, forschte, entdeckte man 15 Zentner Eetteide. 330 Zentner Mehl. 300 Pfund Kleie und 100 Pfund Raps. Der große Vorrat a» Mehl deutet darauf hin. daß er bedeutende Mengen Getreid« bereits hat vermahlen lasten. Die Vorräte wurden beichlag. nahmt und der Bürgermeister dürfte sich demnächst vor de» Gericht zu verantworten haben.
FC. Frauenstein. 12. April. Heute nachmittag wurde dir Lelche der am Dienstag in Wiesbaden verstorbenen Grafi, Hatzfeldt. Witwe des in London am 22. November 1901 verstor- denen Kaiserlich Deutschen Botschafters Grafen Paul von HaH» feldt, zu Grabe getragen.
FC. Graveneck, 11 . April. Ein hiesiger Landwirt, der vom Felde heimkehrte, wollte von seiner Hacke den Schmutz, der sich an derselben festgesetzt hatte, an einem Steinhaufen abschlage,, als eine heftige Explosion erfolgte und der Mann blutüber. strömt am Boden lag. Das rechte Bein und dte linke Han» waren durch Sprengstücke schwerverletzt, so daß seine Ueberfüh. rung nach der Klinik in Gießen notwendig wurde. Wie d« Explosionskörper, wahrscheinlich eine Handgranate, auf deA Steinhaufen gekommen, wird vielleicht die Untersuchung auf» klären.
FC. Bom Westerwald. 11. Ppril. Dem Leutnant d. R. W Gail aus Donsbach, ftüher Lehrer in Weiperfelden bei Butz, bach, Sohn des Gemeinderechners Gail in Donsbach. wurde da. Eiserne Kreuz 1. Klaste verliehen.
FC. Aus Nastau, 11 . April. Die ersten Schwalben werden aus verschiedenen Gegen Nastaus gemeldet.
Aus Kurhesten.
3r. Fulda, 12. April. Das schwere Eisenbahnunglück, das sich am 9. April gegen 1 Uhr mittags auf der Kleinbahnstrecke Hünfeld-Vacha ereignet hat. ist nach den angestellten amtlichen Ermittlungen nicht auf Eingriffe von dritter Hand zurückzufüh. ren. Vielmehr ist die Ursache des Unfalls offensichtlich dis. daß die vordere, anscheinend ausgeleierte Achse der schweren Ma- schine zwischen den Stationen Großentaft und Eiterfeld auf de» Ueberaang über einen Feldweg, der gleichzeitig eine Kurve bildet, aus dem Geleise gesprungen Dadurch entgleiste die Maschine und stürzte die etwa 3 Meter hohe Böschung hinunter. Dte drei nachfolgenden Personenwagen sind dann durch ihren eigenen Druck nach vorn geschoben worden und ebenfalls abgestürzt, während der vierte Wagen zur Hälfte auf dem Geleise hängen geblieben ist. Mehrere von den in den Wagen befind- liehen Personen, die in ihrer Angst vermutlich versucht haben, durch dte Fenster ins Freie zu gelangen, find hinausgefallen und so unter die umstürzenden Wagen geraten, von denen sie er- drückt wurden. Auf drese Weise fanden die 50 Jahre alte Ehefrau Adelheid Hufnagel, die ledige 24 Jahre alte Marie Held, beide aus Lberwicfenborn. utib die 35 Jahre alte Ehefrau Anna Seibold von Großentaft den Tod. während der Zugführer Auto, Kitz von Hünfeld in dem Post- und Gepäckwagen durch eine, auffahrenden Wagen vierter Klasie eingeklemmt und getötet wurde. Außerdem wurden noch 12 Personen verletzt, darunter 8 schwer
FC. Bad-Ork, 14. April. Die älteste hiesige Eiruvohnert« Fräulein Minna Meinhold ist im Alter von 89 Jahren gestor- ben. Ihr Großvater mütterlicherseits mar der letzte männlich» Träger des alten Avelsnamens „Schelm von Bergen".
FC. Cassel, 12. April. Der im anrtlichen Tagesbericht vo«
11. April genannte Leutnant D r i e b i n g vom Infanterie. Regiment 370 ist ein Bürger der hiesigen Stadt. Er ist seit sechs Jahren Lehrer an der Knabenbürgerschule 15 und war früher Schullehrer in Heringen.
Die Abgabe getragener Kleidung erleich- tert den Erwerb eines Bezugsscheines.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto» Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung, L. <N., Frledbera t H.


