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'.Die ..Per,- Tagesrettnrrg" erscheint jeden Werktag. Regelmäßige BeilagenD-r- Kauer ans Oeffen",Die HpinnSnbe". Se?ngspr-ia: Bei den Postanstalten vier.elsährlich AU. 2.4V hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den Aoenten monatlich 85 Pfg. einschliehlich Trägerlohn. An?eigrnr Grundzeile 20 Pfg., lokale 20 Anzeigen von auswärts ::ti>ert durch Po g Nachnahme erhoben. Erfüllungsort Frtedberg. Kchriftleitmrs und Verlag Friedberg (Hessen), raaaauer-traße 12. Ferniprecher 43. Pr t, check-Ls rta Nr. 1453. i n ftr i furt a. N.

Alls im bliltdllrchtlliikirtkk De» kt mUnzm DlllldkNljtzcht.

Dormiirtsdringen in stetem Kampf. Pasfchendaele beseht. Mytschaetr erstürmt. Cappelqnde, Meieren, KoelkapeUe und Kangemarck genommen. 10000 Tonnen verjr kt.

Der deutsche Generalstab _:_ = meldet: -j

W. T. K. Gvokes Hattpltznartiev» derr 17. Apvil. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf dem Slutdurchtränklen Kampfseld der vorjährigen Flandernschlacht besetzte die Armee des Generals Sixt von Ar­nim Passchendaele und schob auch bei Becelaere und Eheluvelt ihre Linien vor. Nördlich von der Lys erstürmten die Truppen des Generals Sieger in den frühen Morgenstunden das Dorf Wytsihaete, warfen den Feind trotz heftiger Gegenwehr von den Höhen nordöstlich und westlich vom Orte und wiesen starke Gegenangriffe ab. Den südwestlich von Wulverghem in rück­wärtige Linien ausweichenden Gegner drängten wir über den Douvebach zurück. Bailleul und die zäh verteidigten Stütz­punkte Cappelynde, nördlich von Bailleul, und Meteren wurden genommen. Mit starkem Krafteeinsatz versuchte der Engländer, gestützt durch die Franzosen, vergeblich Meteren und das ver- korene Gelände beiderseits von Merris zurückzuerobern. Seine Angriffe brachen unter schwersten Verlusten zusammen. Auf dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme entspannen sich heftige Feuerkämpfe, die auch wahrend der Nacht, »amentlich südlich vo« der Somme anhielten.

Mazedonische Fro«t

An Borseldkämpfen iir der Struma-Ebene «ahmen h»lga- slsche Stoßtruvpen 155 Engländer und einige Griechen gefangen.

Der Erste Generakquartiermeistrr: Lude«dsrff.

Abe»dbericht.

-v»'!". 17 . Sprit, abends (WTB. «mtlich.s Anf dem Kampsfeld der vorjährigen FlanÄernschlacht wurden Poelkapelle und Langemarck genommen.

Der österreichische Generalftab meidet:

Wien, 17. April. (WTB) Amtlich wird verlautbart:

An zahlreichen Stellen der italienischen Front wurden feindliche Erkundungsabteilungen abgewiesen.

Der Chef des Eeneralstabe».

10000 Tonnen versenkt.

Berlin. 16. April. (WTB. Amtlich.) Durch unsere U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 16 000 Brutto- Registertonncn feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt.

Der Chef des Admiralstab, der Marine.

Sie Schlacht im Welle».

Ungehsure englische Materialeinbuße.

Berlin. 17. April. (MTB.) Nach dem Verlust ihrer Stel­lungen in La Vassee und Wytschaete haben die Engländer nun­mehr seit dem 21. März fast zwei Drittel ihrer Eesamtfront verloren. An gehaltenen Stellungen bleiben ihnen vorläufig nur die schmale Strecke zwischen Arras und La Bassee und die zwischen Wytschaete und dem Südende der -belgischen Front. Was alles cutf dom weiten Raume an Minenwerfern, fest ein- gebauten Mcsschinengewehren in Beton und Panzertürmen, an Fernsprechgerät, Feldbahngerät, Stacheldraht, festeingebauten Unterständen usm. verloren ging, läßt sich nicht annähernd ab­schätzen. Die gesamte Stellungsmunition, d. h. die in den Bat- teriestcllungen.liegenden eisernen Bestände, und die Munitions­lager der eingesetzten Divisionen wurden deutsche Beute oder durch Artillerieseuer vernichtet. Der Verlust dieses ungeheuren Kriegsgerätes bedeutet eine schwere Einbuße für die Briten. Die Tiefe des deutschen Vordringens brachte es ebenfalls mit sich, ) die zahlreichen im Kriegsverlaufe mühsam gebauten Stel­lungen für Eisenbahngeschiitze, zum Teil mit den zugehörigen Kanonen, überall in deutsche Hände fielen. Bedenkt man, welch ungeheure Kosten für Herstellung und Versendung dieses Gerät verursacht hat, so läßt sich de: englische Vermögensverlust zah­lenmäßig nicht annähernd abschätzen.

. Von den in deutsche Hand gefallenen englischen und franzä- , fischen Gefangenen siZd etwa 50 bis 60 vom Hundert Ersatzmann­

schaften, teils aus französischen, teils aus englischen Rekruten­abteilungen, die erst vor Wochrn eintraten und keinerlei Kriegs­erfahrung besitzen. Viele wußten nicht einmal, zu welcher Vri. gade oder Division ste gehörten. Die älteren Mannschaften sind meist Über vierzig Jahre alt.

Englische Brutalität.

Berlin, 17. April. (WTB.) Seit Beginn der deutschen Offensive haben die Engländer die französische Bevölkerung zu ganz kurz befristeter Räumung des Kampfgebietes gezwungen. Niemanden wurde Zeit gelassen, sein Hab und Gut zu bergen. Die englische Soldateska bemächtigte sich plündernd des zurück­gebliebenen französischen Eigentums. Neuerdings behandeln die Briten die Bundesgenossen noch grausamer. Im Kampf­gebiet der Lys unterließen die englischen Militärbehörden selbst die rechtzeitige Benachrichtigung der Bevölkerung! Die be­dauernswerten Menschen konnten also aus der gefährlichen Zcne nicht einmal enffliehen. nm das nackte Leben zu retten. Sie ließen vielmehr die Einwohner von Estaires, Sailly und vielen anderen Orten erbarmungslos zurück, ohne die Mittel zur Abbeförderung zu stellen. So wurden Greise, Frauen und Kinder schonungslos den Schrecken des Trommelfeuers und der sich um die einzelnen Ortschaften abspielenden Kämpfe ausgesetzt. Die unglückliche ftanzösische Bevölkerung in der Zone ist zum Teil tot oder verwundet, und Soldaten fanden Frauen und Kinder vor. die infolge der Erlebnisse wahnsinnig geworden waren. Zitternde Greise, irrsinnige Worte murmelnd, starben in den lodernden Flammen ihrer Häuser. Sterbende Kinder lagen allein und verlasse« in der Nähe der Trümmerstätten.

Die Krisis der Schlacht.

Schweizer Grenze. 17. April. Die britischen Frontbericht­erstatter drahten, daß die Krisis der Schlacht an der britischen Front keineswegs vorüber wäre, doch hoffe man, daß die schlech­teste Zeit für die Engländer beendet sei.

Hazebrouk gefährdet.

Rotterdam, 17. April. DerNieuwe Notterdamsche Cou­rant" meldet, daß die Engländer verzweifelte Anstrengungen machen, um die deutsche Bedrohung von Calais und Dünkirchen abzuwenden. Nach den weiteren Londoner Berichten gilt Haze- brouk bereits als unmittelbar gefährdet. Jedenfalls ist in den Londoner Zeitungen eine Stockung in der Berichterstattung der englischen Pressevertreter an der Front eingetrcten.

DerDaily Telegraph" meldet, der neue Oberbefehlshaber Foch hat sämtliche verfügbaren Truppen in England und Frank­reich nach den bedrohten Stellungen geworfen. Obwohl der deutsche Vormarsch bisher nicht aufgehalten werden konnte, hofft man, daß die Unternehmungen der nächsten Tage den Stillstand der feindlichen Schlack,thandlungen herbeiführen werden.Der Hauptgrund des deutschen Erfolges," so schreibt eine heutige Havasnote,liegt in einer unrichtigen Beurteilung der deutschen Angriffslinie, woran die englische Führung die Schuld trägt, die die Ansammlung der deutschen Streitkräft« mir bei Amiens vermutet hatte."

Die Angst um Calais.

Wie aus London gemeldet wird, spricht die englische Presse von der Absicht, Dünkirchen und Calais zu räumen. Het Vaterland" enipfiehlt den Engländern eine Be­schleunigung ihrer Maßnahmen und glaubt nicht, daß es ge­lingen wird, die riesigen Vorräte rechtzeitig abzutrans- pyrtieren. Wenn es den Deutschen erst einmal gelungen sei, Calais als Stützpunkt für ihre U*Boote und Torpedojäger zu gewinnen, dann sei auch Dover bedroht

Die Defchieftnny von Paris.

Paris, 16. April. (WB.) Meldung der Agentur Hcwas: Das weittragende Geschütz setzte die Beschießung der Gegend ren Paris im Laufe des 16. 4. fort. Es gab 13 Tote und 45 Verwundete.

ssin dtuAi-frarijijMes GefaiiMiiiibknüiiM.

Konstanz, 17. April. Nach langjährigen Verhandlungen wurde endlich ein Uebereinkommen mit Frankreich erzielt, daß ein Teil der 48 Jahre alten Mannschaften, welche schon über 18 Monate in französischer Gefangenschaft sind, aus­getauscht wird. Von diesen deutschen Kriegern, meist Familienvätern, wird heute abend 8 Uhr 25 Min. der erste Transport hier eintreffen. w

Das englische MordgesmL

Zu der absichtlichen Beschießung deutscher Lazarette wird noch folgendes gemeldet: Nordwestlich von GeteuftIS. Mein hatte sich ein deutsches Lazarett eingerichtet. Es hatte fein 18 Zelte so ausgestellt, daß sie für die Beobachtung aus der Luft und von der Erde deutlich durch das Note Kreuz kenntlich waren. Am 13. April erhielt dieses Lazarett plötzlich starker planmäßiges Feuer von einer schweren englischen Batterie Sämtliche Zelte mit dem Zeichen des Roten Kreuzes wurde« zerstört oder beschädigt. Glücklicherweise war das Lazarett nur sehr schwach belegt. Die Verwundeten konnten größtenteilL rechtzeitig geborgen werden. Bei der Beschießung des Lazureltt wurden im ganzen acht Mann, Lazarettkranke und Pfleaepersor nal, verletzt. Diese Mißachtung des Roten Kreuzes, für dir keinerlei Entschuldigung möglich ist, verdient schärfste Zurück» Weisung. Ihr Vekannttverden hat bei den deutschen Truppen große Erbitterung hervorgerufen, obwohl ihnen dieses Kampfes- wcife von feiten der Engländer nicht neu ist.

»

Englische Erplosivpatronen wurden westlich der Anne kfften« weise in Enten verpackt gefunden. Die Kisten tragen die Auf-, fchriftExplosiv", die Patronen die Bezeichnung ..Margu VII Z.". die Patronenhülsen find rötlicher gefärbt als die ge. wohnlichen, das Geschoß selbst ist im vorderen Teil mit P^pie^ gefüllt und platz beim Auftreffen schon der leichtem Widerstand auseinander. Es ist Dum-Dum-Geschoß, das fabrikmäßig so her>- gestellt wird, daß es äußerlich ohne weiteres von der gewöhm ttchen Jnfanteriepatrone nicht zu unterscheiden ist.

Finnland.

Abo besetzt.

Berlin, 17. April. (WB.) Das finnische Hauptquartier meldet unterm 15. April:

Ein Schaerenbataillon unter Führung des Lentn.intt' Grafen Ebrensvaerd besetzte Abo und nahm die dottiger- russiscken Truppen gefangen. Die Noten räumen dia Küsten, siegend zwischen Hangoe und Nystadt und ziehen sich schneK nach dem Landesinnern zurück. An der tavastländischien Front fortgesetzte lebhafte Gefechtstätigkeit bei Lemvaeaelar. Asikkala, ein Kirchdorf an dem östlichen Ufer des Paesanne, wurde von unseren Truppen besetzt. In Savolak^ und Karelien fortgesetzt Gefechtstätigkeit.

m imn faü oon He!8nß*el§.

Kopenhagen, 16. April. Während die gesamte bürgerliche. Presse, die sonst an Finnlands Schicksal den regsten Anteil zr- nehmen scheint, von der deutschen Besetzung von Helsingsore keine weitere Notiz nimmt, als die Berliner Meldungbuu drucken, schreibtSozialdemokraten"' Damit muß man den fin­nischen Bürgerkrieg als beendet anfehen.

Dkrlk-um dn filin ^kn ilr ; rr>!r.

DieVofsische Zeitung" meldet: Wie wir aus finnische Kreisen erfahren, beabsichtigt die finnische Negierung in nächster Zeit von Wasa, wo sie ihren provisorischen Sitz h t, nach Helsingfcrs zu überssedeln. Alle Vorbereitungen sind ge. troffen, doch sind die Wege nach der Hauptstadt noch nicht ganz von den Roten Gard'.sten gesäubert Mit der Regierung wer­den die Gesandtschaften bisher besteht nur eine deutsche unf­eine schwedische Gesandtschaft nachHelsingfors übersiedeln unk der Landtag wird unmittelbar nach dem Eintreffen der Regie­rung in der Hauptstadt zusammenberufen werden. Ueber den Einzug der deutschen Truppen herrscht in ganz Finnland beger. sterte Freude.

KiindBnng dn ftun-ilihtn ZspaHsitn.

Stockholm, 12. April. (WTB.) Nach einer Meldung dek Svenska Dagbladet" haben die sozialistischen Mitglieder des Landtages in Helsingfors einen Aufruf erlassen, in dem u gesagt wird: Das durch Vertreter der Roten Garde verstärkte Parteikomitee beschloß den für das ganze Land und hauptsäch» lich für die sozialistische Partei unglücklichen Staatsstreich, der- am 27. Januar ausgeführt wurde. Keine sozialistische Partei­versammlung hatte einen ähnlichen Staatsstreich oder eine rot« Diktatur beschlossen. Als der Staatsstreich durchgeführt wurde» wurde die sozialistische Landtagsgruppe Überhaupt nicht befrans