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Sitfe Gesichtspunkte tef &r Neuregelung der Tierabgabe berüV^ Istchttgt wurden und dabei an die hessischen Hühner keine höhere« Ansprüche als an die unserer NachbarbundesstaateN gestellt «erden, beantragt der Ausschuß: Zustimmung zu dem Beschluß der Zweiten Kammer." Also auch die Erste Kammer war der Auffassung, daß eine Milderung emzutreten hätte. Ich bitte um Aufschluß darüber, ob die Regierung nicht selbst uns diese Zusicherung im Kriegsausschuß gegeben hat.

Die weitere Frage ist nun die: Ist tatsächlich die Behaup­tung. die der Herr Landesd'konomierat ausgestellt hat, daß die Abgabe in diesem Jahre günstiger sei, richtig? Das muß ich entschieden bestreiten. Fragen Sie die sämtlichen Herren im Hause, soweit sie Hühnerhalter sind, ob sie mehr oder weniger abznltefern haben: sie haben sämtlich mehr abzuliesern. Wir haben im vorigen Jahre darum gebeten, daß Rücksicht genom­men werde auf die Haushaltsangehärigen. Dem Wunsch ist in gewissem Grade Rechnung getragen; wir haben aber gleichzei­tig gebeten, daß die Zahl entsprechend ermäßigt werden möchte; statt dessen ist sie erhöht worden.

Der Herr Landesökönomierat hat gestern von meiner Bil­dung gesprochen und seine Enttäuschung darüber ausgedrückt, ! daß ich bei meinem Bildungsgrad derartige Ausführungen ge^ macht habe, wie ich sie zu machen für richtig hielt. Ich bitte den Herrn Landesökonomierat einmal mit mir in die Volksschule zurückzulehren, und ich will ein ganz einfaches Rechenerempel, was vielleicht schon in der siebenten Klasse der Volksschule vor­genommen werden kann, hier aufmachen, dann mag das Haus i entscheiden, wer recht hat, den Herr Landesökoncmierat, daß es günstiger sei, oder ich mit der gegenteilige Behauptung. Im vorigen Jahre hatte jemand, der 10 Hühner, einschl. Hahn hielt, abzuliesern 240 Eier, in diesem Jahre hat er abzuliesern 480 Eier. Allerdings kommen auf jede Person 40 Eier in Abzug. Also wenn eine Person S Hühner und einen Hahn hält, so hat er abzuliesern 440 Eier, also mehr gegenüber dem Vorjahr 2OO Eier. Sind es zwei Personen, dann sind 400 abzuliesern. also mehr 160 Bei drei Personen sind 360 abzuliefern, mehr 120; bei vier Personen 320, mehr 80, bei fünf Personen 280. mehr 40, bei sechs Personen sind 240 abzuliesern, wie im vorigen Jahre. Also wenn eine Familie von sechs Köpfen 9 Hühner und einen Hahn hält, so hat sie tatsächlich so viel abzuliefern wie tm Vor­jahre; nur wenn mindestens sieben Haushaltsangehörtge vor­handen find, ist die Familie günstiger gestellt.

Darin kann ich keine Besserung gegenüber dem Vorjahre Uen. insbesondere kein Eingehen auf unsere Forderung, in Hessen gleichgestellt zu sein mit den Nachbarbezirken. Der Herr Landesökorwmierat hat allerdings gesagt, ich hätte alle mög­lichen Angaben gemacht, ob sie richttg seien, könne er nicht nach, prüfen. Ich lege die Verordnungen hier nieder, es sind amtliche Bekanntmachungen. Er dürste sie ohnedies kennen. In Geln­hausen werden vor allen Dingen nur die Hennen gerechnet, und von 10 Hennen zunächst auch 26 Prozent steigelassen also von 80 Prozent des Bestandes je 30 Eier verlangt, von 10 Hennen 240 Eier; weiter werden für jede Person steigelassen 50 Eier.

Es kommen darnach

bei 1 Perlon in Gelnhausen 190 Eier. 2 Personen 140

« 3 . W .

" f - - n 40

»5 Nichts

bei uns 440 Eier

400

* 360

» - 320

IflSTW gelten. Ich habs^mtch lediglich ganz r allgemein gegen die Landeseierstelle und gegen die Verfügung, die von seiten des Beirats der Landeseierstelle erlassen worden ist, gewendet, und habe gesagt: ich bedauere, daß unsere hessische Landwirtschaft einer Reihe von Herren, die zu der Landwirt­schaft in keiner Beziehung stehen, ausgeliefect worden ist. Das habe ich gesagt; im übrigen kenne ich den Herrn nicht und habe nicht persönlich gegen ihn gesprochen. Aber die Art des Vor­gehens, das von seiten der Landeseierstelle beliebt wird, kann ich in keiner Weise billigen. Jetzt kommt wieder eine großartige Bekanntmachung, wo gedroht wird, daß der Staatsanwaltschaft auch noch an gezeigt werden die Vergehen vom vorigen Jahre; dann heißt es weiter:Gegen die nach dem 28. Februar noch rückständigen Geflügelhalter sind noch strengere Maßnahmen in Aussicht genommen." Ich weiß nicht, welche noch fttengeren Maßnahmen als das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in Aus­sicht genommen werden können, aber Sie können versichert sein, daß derartige Maßnahmen keine Zufriedenheit im Lande her- vcrrufen. sondern Erbitterung. die sich bei den verschiedensten Gelegenheiten Luft macht. Deshalb kann ich ruhig sagen: was ich behaupte, ist zutreffend, und wenn der Herr Landesökono­mierat gemeint hat, es sei übertrieben, was in der Friedb^rger Versammlung gesagt worden sei, so trifft das nicht zu^ Mas ich gesagt habe, ist fachlich hier nicht widerlegt worden und besteht vollständig zu Recht. Der Herr Landesökonomierat hat be­hauptet. daß die Bestimmungen günstiger sind; ich bin fest über­zeugt, daß ras ganze Haus mit mir einig ist, daH die Bestim­mungen nicht den Wünschen entsprechen, die wir im vorigen Jahr an die Regierung gerichtet haben, und ich kann mir ntu denken, daß S. Exzellenz der Herr Minister seine Zusttmmung gegeben hat. weil tatsächlich vom Herrn Landesökonomierat Sr. Exzellenz gegenüber Behauptungen aufgestellt, worden sind, die objektiv den Tatsachen nicht entsprechen.

Nach allem, was gesagt worden ist. muß ich dringend bitten, die Großh. Regierung möge in eine Nachprüfung dieser Verord. nung eintreten und insbesondere einem begründeten und berech­tigten Wunsche der hessischen Landwirtschaft und weiter Teile dieses Hauses Rechnung tragen, daß in den verschiedenen Ver- teilungsftellen praktische Landwirte als Berater zugezogen werden.

Gestern ist mitgeteilt worden, daß zwei Kollegen dieses Hauses Mitglieder des Beirats der Landeseierstelle seien, Herr Kollege Korell und Herr Kollege von Brentano. Herr Kcrell war in der Zeit in Rumänien und tonnte den Verhandlungen nicht beiwohnen, und io viel mir bekannt, hat Herr Kollege von Brentano seine Mitgliedschaft zum Beirat der Landeseierstelle niedergelegt auf Grund der Vorgänge, die sich in der Landeseier- stelle zugetrogen haben. Herr von Brentano ist leider nicht mehr da; er hätte vielleicht zu diesem Punkte Ausführungen machen können.

Alles in allem möchte ich bitten, diesen Wünschen der Land­wirtschaft entgegenzukomemn. Es tft eine weitgehende Erbitte, rung über diese Frage entstanden. die ihre Berechtigung hat und wir halten alle Veranlassung, gegen diese Bestimmung uns mit aller Schärfe zu wenden und werden uns auch weiter davon nicht abhalten lassen, wenn von feiten der Regierung den Wünschen, die in weiten Kreisen des Volkes gehegt werden, nicht entgegen­gekommen wird.

Meine Herren, das ist eine Gleichstellung.

In den Bezirken Homburg und Höchst wird abgeliefert bei ftetem Auskauf 24 Eier, andernfalls 11 Eier, in Köln bei fteiem Auslauf mindestens 20 Eier, ohne freie Auslaufmöglichtett mrndestens 10 Eier im Jahr.

Ich habe in der vorigen Sitzung und tn der Friedberger Versammlung den Vorwurf erhoben, über den der Herr Landes­ökonomierat sich so sehr erregt hat, er sei nicht genügend orien­tiert. Diese Behauptung muß ich aufrecht erhalten. Entweder wollte er sich nicht» orientieren, oder er hat es nicht der Mühe wert gefunden, den Wünschen der Kammer Rechnung zu tragen. Die Möglichkeit war gegeben Mir liegt ein Kreisblatt vor vom 23. Februar, da ist die Rede von Richtlinien, die von dem preußischen Landesamt für Nährmittel und Eier für den Verkehr und den Verbrauch von Eiern festgelsgt sind; darnach hätten wir auch arbeiten können. Aber unsere hessische Regierung hat augenscheinlich wieder einmal ihre Hauptaufgabe darin erblickt, an der Spitze zu marschirren, möglichst als erste fertig zu wer­den. Wir betrachten das nicht als.einen Vorzug, namentlich nicht bei^ diesem Kapitel, und sind nicht der Meinung, es sei mehr Rücksicht zu nehmen auf die Beurteilung, die wir in Ber­lin oder an sonstigen Stellen finden, als hier in der eigenen Bevölkerung. Was in anderen Bezirken abgeliefert wird, wollen wir auch gern hergeben; aber die Unzufriedenheit ist groß darüber, daß wir nicht gleich behandelt werden mit den preußischen und sonstigen Bezirken, und das können und müssen wir verlangen.

Herr Kollege Adelung hat es heute morgen für zweckmäßig gehalten, zu behaupten, wir hätten von der Notlage der Land Wirtschaft gesprochen, und ich hätte die Forderung größerer Ge winne vertcki.len usw. Seine Behauptung ist unrichtig. E; dreht sich nicht um die Frage von Gewinn oder Verdienst, es if keine Geldfrage, zu welchem Preise die paar Eier verkauft wer en es dreht sich darum, daß für die Ernährung der Hausange hörigen Eier vorhanden fein müssen, nachdem an sonsttgen Dinger i!" Verfügung steht, die Brotmenge genüch mcht, Frepch bekommen wir nicht und nur mit Speck und Wursl können wir he -rate nicht ernähren; es muß ab und zu frische b.-rsp-.!en und etmas Milch geben. fcnft können mir eine zu Jnebene Arbeiterschaft auf dem Lande nicht erhalten. E- han. delt sich hier nicht um den Geldpunkt. Ich habe gesagt: Ander­wärts werden 28 Pfg.^gezcchlt, bei uns nur 25 Pfg.. darauf leg« ich wenig Wert, wohl aber darauf, daß die Zahl der Eier, di«

abzugeben ist, bei uns wesentlich höher ist. als in anderen Be­zirken.

Herr Lantesökonomierat Müller hat nach dem Vorbild eines spanischen Ritters gegen Windmühlen gekämpft, al» er ^n Kommerzienrat Feine gegen meine Angriffe in Schutz nahm.

kann mich nicht entsinnen. den Herrn irgendwie angegriff«, ** >ch kenne ihn nicht und habe feinen Konen jetzt zum

KrikgsMlchk-Vkl'üMilM der landrv. OryM'-lliilinkN.

Am Samstag, den 13. d M.. fand im ..Mainzer Rad" dahier eine gut besuchte Versammlung der Landwirte der Wetterau und angrenzenden Kreise statt, wozu die Landwirtschaftskammer, der Verband der hessischen lar.dw. Genossenschaften, die Zentralkasse und dre Zentralgenossenfchaft in Darmstadt Einladung ergehen ließen. Herr Oekonomierat H e n s e l - Dortelweil, der im Auf­träge von Herrn Geh. Oekevomierat Wolter, welcher am Erschei­nen verhindert rceu> die Versammlung eroffn-ete und leitete, wies mit kernigen deutschen Worten auf die Wichtigkeit der 8. Kriegsanleihe bin und gab zunäcksst Herrn Direktor B e r g - Darmstadt dos Wort zu Punkt 1 der Tagesordnung über all­gemeine landwirlschaftlich-genossenschaftlick)« Tagesfragen. Der Redner gab zunächst ein anschauliches Bild über he günstige Entwicklung des bessisch'n landwirtschaftlichen Cenosfenschasts- mesens im Jahre 19 17 und im ersten Vierteljahr 1918, in wel­chem weitere 26 Genossenschaften davon 14 aus Oberhessen der Zentcalgenossenschaft sich angeschlossen haben. Weiter be­handelte er die Frage der Veranlagung zur Vermögens- und Einkommensteuer und die Schweigepflicht der Genossenschaften. Lerder wurde von einigen Finanzämtern Ansinnen an Genos­senschaften gestellt, die diese ablehnen mußten. Der Verband habe sich wegen dieses llebereifers der Steuerbehörde be- schwerdesührend an Großh. Finanzministerium gewandt, lieber die derzeitigen Verhältnisse im Dünger-, Futtermittel- und Samenbezug machte der Redner eingehende Darlegungen und bedauerte ganz besonders, daß der Saatmais aus Rumänien von der Militärverwaltung beschlagnahmt wurde und nur ein Vier, tel der ursprünglichen Menge zu erwarten sei. Den angeschlos- senen Genossenschaften könne aber mit Welschkorn ausgeyolfen werden. Eingehende Ausführungen machte der Redner über den derzeitigen Stand der Frage der Erfassung landwirtschaft­licher Erzeugnisse durch die landwirtschaftlichen Genossenschaften. Auf diesem Gebiet stehe unseren Genossenschaften ,roch ein großes Feld der Betätigung offen. Namenttich in der Erfassung von Getteide, Milch. Obst, Gemüse (auch Dickrüben). Kartoffeln und Vieh ging der Redner näher auf die oberhessischen Verhältnisse ein und schloß seinen interessanten Vortrag mit einem warnen Appell an die Landwirte zur vaterländischen Mitarbeit auf diesem Gebiete. An der Aussprache beteiligte sich der Herr Vor­sitzende. Herr Jäger-Oberhörgern, Fassauer- Wölfers­heim, Bürgermeister G r e b - Eichenord und Herr Landtagsabg. Fenchel- Oberhörgern.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung, die 8. Kriegsanleihe, sprach Herr Direktor Mager- DarmstadL. Er gab eia anschau- liches Bild von der gesunden Entwicklung der Zentralkasse der ^ssischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, ging daun aal

dto im Verkehr mit den oberhesstschen Spar, und Darlehnstasse» sich ergebenden Erfahrungen im bargeldlosen Verkehr, Eeldai» läge usw. naher ein. besprach die Bankenkonkurrenz und erörtert» die technische« Fragen bezüglich der Werbung. Verbuchung und geschäftlichen Behandlung der Kriegsanleihe. Anschließend a, das sinnreiche FlugblattDer letzte Hieb" schließt er mit eine» warmen Appell an die Anwesenden, in dieser vaterländischen Pflicht als Heimkämpfer ebenfalls zum letzten Hieb auszuhole, und alles aufzubieten, um der 8 Kriegsanleihe ein glänzendes Ergebnis zu sichern.

Auch an diesen Vortrag schloß sich eine befriedigende Aus. spräche. Herr Regierungsrat Dr. M i ch e l - Darmstadt nahm zur Steuersache nochmals das Wort, wobei er der Auffassung zustimmte, daß die Genossenschaften nur durch einen Gerichts- befchluß verpflichtet feien, über die Einlage der Mitglieder, ge- fchäftliche Umsätze usw. Auskunft zu erteilen. In der Frage der Deckung unserer Schuldenlast führte er unter Zustimmung der ganzen Versammlung aus. daß von einer Kriegsentschädigung nach dem heutigen Stand der Dinge nicht abgesehen werden könne. Es fei Rechtens von altersher, daß in einem Prozeß der verlierende Teil auch die Kosten trägt. Noch stünde um mit LrHendorff'schen Worten zu sprechen die Tat über dem Wort.

Herr Oekonomierat Hensel schloß um 6 Uhr die anregend verlaufene Versammlung mit einer warmen, zu Herzen gehen­den Anspr-ache, daß jeder bei der 8. Kriegsanleihe seine vater ländische Pflicht und Schuldigkeit tun möge und daß der Zusam­menschluß der Landwirte zu starken und leistungsfähigen Wirb schaftsorganifationen einen dringendes Gebot der Zeit sei.

Ans der Heimst.

Frredberg. Infolge der Neuerrichtung einer einheit­lichen Sammelstelle aller Abfallstoffe für den ganzen Kreis Friedberg, hat die hiesige Sarmnelstelle desAlice- Frauen-Bereins" ihre selbständige Tätigkeit anfgea-ben jedoch werden die bisher tätigen Damen der neuen Organn iation gerne ihre Mitarbeit zur Verfügung stellen. Die Sammlungen desAlice Frauen-Vereins" durch Fried­berger Schüler ergaben einen Ueberschuß von 700 M.rrk, der dem ftädt. Lebensmittel-Ausschuß überwiesen wurde, zur An. schaffung von Holzschuhen für Kinder unbemittelter Familien, hauptsächlich Kriegsteilnehmern, auf den kommen- den Winter. Für den gleichen Zweck wurden von der Firma Trapp & Münch 500 Mark gestiftet, wofür an dieser Stelle öffentlich Dank ausgesprochen wird.

FC. Butzbach, 14. April. Im nahen Hochweisel verstarb im Alter von 88 Jahren der in weiten Kreisen bekannte Musiker Johannes Mohr 2. an Altersschwäche, nachdem er noch vor kurzem mit feiner Ehefrau das Seltene Fest der Eisernen Hoch­zeit begangen hatte

FC. Büdingen, 14. April. Bei einer Revision der Fleisch- karten ergab sich, daß mehrere hiesige Metzger erhebliche Fehl­beträge an solchen aufzu,Dessen harten. Einzelne wurden des. halb von dem Fleischoerkauf b:v auf weiteres ausgeschlossen. In Zukunft wird Metzgern, denen Unregelmäßigkeiten nachgewiese« werden, ihr Geschäft kurzerhand geschlossen.

FO. Aus dem Kreise Büdingen. 14. April. Das Ergebnis der Anmeldungen von Pf'.egestellen der Stadtkinder Ist im hie­sigen Kreise bis jetzt sehr gering im Vergleich zum Vorjahre.

Büdesheim. Verflossene« Sonntag fand dahier eine vom Kriegerverein veranstaltete, recht gut besuchte vaterländisch« Versammlung statt. Eingeleitet wurde dieselbe durch eine herz, liche Begrüßungsansprache des Herrn Pfarrer Der n b eck. in welcher er an die Anwesenden den Appell richtete, recht tüchtig Kriegsanleihe zu zeichnen Herr Lehrer Wämser- Vilbel hielt hierauf einen sehr schönen Vortrag über:Ursachen unk Wirkungen des Weltkrieges". Reicher Beifall wurde dem Red net zuteil. Eine Sammlung zu Gunsten bedürftiger Hinterblie­benen der im Felde stehenden Kameraden ergab die Summ« von 8.50 Mark. Möge die Veranstaltung reiche Früchte tragen

Büdesheim. De: Krieg hat wieder ein Opfer gefordert Karl Gregor ius ist den Heldentod gestorben. Ehre seinen Andenken.

Aus Starkeuburg

FC. Bensheim, 11. April. Die Stadtverordneten geneh­migten die Ausstellung eines Denksteines für den verstorbener Dichter Pfarrer Knodt in den Brunnenweg-Anlagen und be­schloß die Uebernahme von 328 090 Mark neuer Aktien der Gruppen Eas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktien-Geielü schaft.

Von der Bergstraße. Im badischen Ladenburg wurde in einer der letzte« Nächte eine sechs Jahre alte frischmelkende Kuh aus einem Stalle gestohlen. Von dem Dieb hat man nock: keine Spur.

AvS Rheinhesseu.

FC. Oppenheim, 14. April. In den Kellern der Landskrone. Wirtschaftshave wurde ein zweiter nächtlicher Einbruch verübt und für 3000 Mark Wein gestohlen.

Oppenheim, 12. April. Bei der Gesellenprüfung der Bäcker- lmrung des hiesigen Kreises befand sich zum erstenmale eia weiblicher Prüfung. Fräulein Rockcr aus Eichloch.

FC. Erbenhei«. 12. April. Den ersten Spargel stach hier vorgestern bereits der Landwirt Adolf Born.

Monsheim. 12. April. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden fünf Familien von hier durch Diebstähle heimgesucht. In einer Familie wurde ein belg scher Hase ent­wendet, in den anderen vier Fällen siel den Dieben große Beute an Wäschestücken in die Hände. Auch haben die Diebe auf einem Platze außer der zum Trocknen aufgehängten Wäsche das ganze Lederzeug an dem Einfpannungsgefchirr für Srchfuhrwerk ab- geschnitten und mitgenommen.

Verantwortlich für den politischen und totalen Teil: Otto Hirschei, Friedberg; für den Anzeigenteil: N. Heyner. tzriedbrrg. Druck und Verlag der .Renen LWytzettung", «. « {WeirterflJ.Jj *