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Umniner 89

Mittwoch,«de« IV.'Aprtt 1918

11 . Ial,rgang.

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KaiUeul gefallen.

Die Höhen von MyL)chaete gestürmt. Datum von den Türken besetzt. 25 000 Tonnen versenkt-

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Der deutsche Generaistab ... meldet: - .

M. T. K. Grotzes Zanpr^rrartteU» den 16. April. Amtlich.-

Westlicher Kriegeschauplatz. ^ ^

Angriffe ans km Schlachtfelde an der Lys führten zu vollem Erfolge.

Dre großen Sprengtrichter aus der Wytfchaete-Schlacht 1617 wurden im Handstreich genommen; nach kurzem Feuerschlag er. stürmten wir in überraschendem Angriff Wulverghem und die feindlichen Stellungen beiderseits des Ortes. Gegenstöße eng­lischer. Kompagnien brachen völlig zusammen. Don der Ebene herauf erstiegen unsere Truppen im Angriff die Höhen zwischen Nienwekerke und Bailleul und entrissen sie ln heftigem Nah- Aampf dem Feinde.

Englische Angriffe gegen Locon scheiterten.

An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme nahm der Ariilleriekampf mir am Lucebach in der Gegend von Moreux und Montdidier größere Stärke an. Bei Abwehr eines von Engländern und Franzosen gemeinsam durchgeführten Angriffes nördlich vom Lucebach machten wir Gefangene..

Am Ofie-Aisne-Kanal und auf dem Westufer der Mosel Führten wir erfolgreiche Unternehmungen durch.

Oste«.

Finnland.

3« 2oyffa östlich von Helsingfors nach Ueberwindung schwie­riger Eisverhältnisse gelandete Truppen stießen über Lapptransk nach Norden vor, brachen mehrfach feindlichen Widerstand und haben die vcn Tammersors nach Wiborg führende Bahn östlich

von Lathr erreicht.

Der Erste Generatquartiermeister: Ludendorff.

Abenbbericht.

Berlin. 1C. Sprit, nbendn, (WTB- Smttidj.J Die tzöhen vcn Wytschaete wurden erstürmt. Bailleul ist genommen.

Der österreichische Generalstab meldet: -

SBicit, 16. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front nichts von Belang.

Der Chef des Eeneralstabes.

Das türkische Hauptquartier «=====£=== meldet: ==gs===

Konstantinopet. 14. April. (WTB.) Tagesbericht.

Palästinafront: Borstoßende Erkundungsabteilungen der

Engländer wurden an mehreren Stellen der Front zurückgewor­fen. 11 Maschinengewehre wurden hier in den letzten Tagen erbeutet. Aus einem erbeuteten englischen Operationsbefehl geht hervor, daß bei den letzten Angriffen Arzum und Kilki- likie erreicht werden sollten.

Kaukasusfront: Fortschreitender Angriff vor Batum.

Von den übrigen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

*

Konstantinopel, 15. April. (WTB.) Tagesbericht.

Kaukasusfront: Die Festung Batum ist gefallen. Nachdem der hartnäckig sich verteidigende Feind Schritt für Schritt auf den Gürtel der Festung zurückgedrängt worden war, begann am 13. April abends der Angriff auf die Werke der Südostfront. In erbittertem Ripgen gelang unseren tapferen, von frischem An- grifssgeist beseelten Truppen der Einbruch in die stark verdrah­teten und ousgebauten Werke dieser Front. Während im wei­

teren Verlauf des Angriffs einige Nachbarwerke die weiße Flagge hißten, leisteten andere bis zum letzten Augenblick zähen Widerstand. Die Besetzung der Stadt und des Hafens vollzog sich ohne Kampf. Eine Abordnung der Bürger begrüßte unsere Truppen. In der Stadt herrscht Ruhe. Die Zahl der Gefange­nen und die Beute sind noch nicht festgestellt. Die blutigen Verluste des Gegners find schwer. Oestlich des Wan-Sees ist Cerai von uns besetzt Auf den übrigen Fronten keine Ereig. «tsse von Bedeutung.

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25000 Tonne» versenkt.

Berlin. 15. April. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet des mittleren Mittelmeeres versenkten deutsche und österreichisch­ungarische U-Bocte sechs Dampfer, die in gesicherten Geleitzügen fuhren, und zwei Segler, zusammen mindestens 25 000 Brutto- Register tonnen.

Der Chef de, «dmlrafftab» der Marine.

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Die Schlacht im Westen.

Die Erstürmung von Wulverghem.

Berlin, 16. April. (WTB. Nichtamtckch.) An: Vor­mittag des 15. April stürmten deutsche Truppen das bisher von den Engländern mit äußerster Zähigkeit und unter hohen Verlusten gehaltene Dorf Wulverghem nebst den be­herrschenden Höhen nordwestlich des Dorfes. Die Gunst der Loge ausnutzend, schlossen sich die südlichen Nachbar truppen an und nahmen gleichfalls im kühnen Angriff die feindlichen Stellungen. Während der äußerst wirksamen Artillerie­vorbereitung, im Nahkampf und auf der Flucht, erlitten die Engländer ungewöhnlich starke Verluste. Vor allem tat ihnen Abbruch das Verfolgungsfeuer der von den eroberten Hohen in die dichten fliehenden Massen feuernden deut­schen Artillerie.

Der Erfolg des 15. April.

Berlin, 16. April. (WB.) Am Nachmittag des 15. April setzte um 2 Uhr ständig zunehmendes Artilleriefeuer auf die englischen Stellungen ein. Sie lagen auf der Hügel- kette zwischen Nienwekerke und Bailleul. Diese Hügel, vor allem der Mont de Lille, der Ravetsberg nd die Kuppe von ZwartenmolemHoek gestatteten den Engländern freie Be­obachtung auf das flache Land bis jenseits Armentieres. Tie Hügelstellungen selbst waren mit breiten Drahthinder­nissen festungsartig ausgebaut, das glacisartige Vorgelände ein tief gegliedertes System von Maschinengewehrnestern, außerordentlich geschickt zur Verteidigung hergerichtet. Lang­sam hatte sich in den letzten Tagen der deutsche Angriff an dieses Glacis herangezogen. Die starken Stützpunkte wur­den durch die Geschosse der schweren Mörser zertrümmert, die Gehöfte auf den Höhenkämmen, in denen sich die eng­lischen Actilleriebeobachter aufhielten, brannten lichterloh. Munitionsdepots flogen mit riesigen schwarzen Rauchwolken in die Luft. Noch vor der für den Angriff festgesetzten Stunde brach die deutsche Infanterie, die Erschütterung der englischen Besatzung wahrnehmend, aus den Sturmstellnngen vor. Dank der genauen Feuerleitung der schweren und leich- ten Batterien gelang es, das Feuer so rechtzeitig vorzuver- legen, daß die deutschen Sturmwellen unmittelbar hinter den Mörser- und Haubitzen-Einschlägen einen feindlichen Graben nach dem anderen erreichen» konnten. Die englischen Ma­schinengewehre wurden durch das schwere Feuer nieder ge­halten. Nur auf dem linken englischen Flügel, wo in dichten Büschen und Hecken verschiedene feindliche Stützpunkte un- entdeckt geblieben waren, eröffneten einige Maschinenge­wehre ihr Feuer. Sofort griffen jedoch hier diejenigen Truppen ein, die tags zuvor die nördlich Nieuvekerke lie­gende StampkopMühle genommen hatten. Durch Mi-'en- werferfener hielten sich die englischen Maschinengewehre nieder Unaufhalffam vorwärts stürmend, trugen die Deut­

sche den Angriff über den schweren Boden der Sturzäcker/ durch Stacheldrahtverhaue hindurch bis auf die Kuppen der' Hügel vor. Die englische Artillerie, die entweder in der Um-' grllppierung begriffen oder ihrer Beobachter beraubt war,' hat den Beginn des Angriffs nicht erkannt, jedenfalls setzte das englische Sperrfeuer % Stunden zu spät ein, sodaß nicht nur die vordere Welle, sondern auch die Masse der nntfjk* rückenden deutschen Reserven die fetnMtdje Feuergarbe be­reits unterlaufen hatten. Mit dem Erscheinen der »rsterr Deutschen auf den Höhen begannen die Engländer in helle»» Haufen aus ihren Unterständen, Gräben und aus denr/ Barackenlager von Brecmeerschen zu fliehen. Auch westlich kam ihre Linie ins Wanken. Starke deutsche Kräfte rückten in lichten Schwärmen über den sumpfigen Grund, der ficht auf dem Ravets-Berg hillzieht und erstürmten eine Kuppe noch der andern. Die deutschen Feldbatterien begannen so-^ fort den Stellungswechsel. Sie jagten im vollen Galopp der^ Infanterie nach und eröffneten ihr vernichtendes Feuer auf > die dichten Reihen der fliehenden Engländer.

Der Bormarsch in der Lys-Ebene.

Der Militärkritiker derZürcher Post" schreibt: Der deutsche Vermorsch auf den beiden Lysufern entwickelt sich aus einer fer-> n^n Drohung zu einer unmittelbaren Gefahr für die ganze eng­lische Stellung im Pas de Calais. Deutsche Vortruppen stehen nur noch zehn Kilometer von dem wichtigen Eisenbahnknotcn- V Punkt Hazebionck entfernt. Damit fink die Bahnlinien nach ' Boulogne, Calais, St. Omer und Dünkirchen unmittelbar schwer bedroht. Zunehmender deutscher Druck macht sich außerdem auf ^den südwestlichen Verbindungen des Ppernöogens bemerkbar, wo die Deutschen die Vorbedingung für den konzentrischen Aw» griff auf den 156 Meter hohen Kemmelberg, der das Gebiet v 0 M Ppern beherrscht, geschaffen haben. Die Lage bei Rpern kann infolgedessen nur noch durch außerordentliche Maßnahmen ge-' halten werden.

Rückverlegung des englischen Hauptquartiers.

Nach Meldungen Schweizer Blätter soll das englische Haupt­quartier gegenwärtig in St. Omer liegen, infolge der wachsen- den Bedrohung dieses wichtigen Knotenpunktes ist eine Rückver­legung in Aussicht genommen.

Auch an der Somme.

Bern, 16. April. Nach Pariser Berichten aus Fachs Haupt, guartier wird diese Woche neue Kämpfe nördlich und südlich der Somme bringen. Gegen irgend welche Ueberraschung von geg­nerischer Seite sei Vorsorge getroffen.

Kritik französischer v

Bern. 15. April. (WTB.) Die französischen Blätter sind über den Anfang des Angriffs bei Armenticres und La Bassee ziemlich bestürzt und bemüht, die Unternehmung als eine Ab­lenkung hinzustellen. Einige Blätter, vor allem die sozialisti­schen, betonen allerdings, daß die Deutschen bereits am ersten Tage einen großen Erfolg errungen haben.L'Heure" erklärt, das Kohlengebiet von Bethune, das gerade im Südwesten des Kampfgebietes liege, sei schwer bedroht, dieVerite" hält es so­gar für wahrscheinlich, daß Bethune mit seinen Minen nicht mehr gerettet werden kann. Das ..Echo de Paris" deutet an, daß die Engländer alle verschiebbaren Truppen heranwersen.

Furcht vor einem dcutßhen Generalangriff.

DerBaseler Anzeiger" meldet: Die neuesten französischen Berichte geben mit sichtlicher Beunruhigung der Befürchtung Ausdruck, daß die deutsche Heeresleitung in allernächster Zeit' zum Generalangriff an der ganzen Front zu schreiten beabsich­tigt. Es sei seit einigen Tagen nicht nur bei Amiens und cur der Lys, sondern auch im Abschnitt von Royon. bei Reims und an der gesamten Maaslinie ein auffallendes Aufleben der Ar- ' tillerietätigkeit wahrzunehmen.

Die Bedrohung der englischen Front

Schweizer Vlättermeldungcn zufolge hat Marschall Haig um dringende Entsendung von Hilfskräften nach der englische»

fUm Donnerstag mittag wirb die Kriegsanleihezeichnung geschloffen. Wenn alte, dis noch nicht gezeichnet haben oder die ihre Zeichnung

noch erhöhen können, Siess GeksgenHsiinichi ver paffen, kommen noch viele Millionen Zusammen. Gersds diese letzten Millionen vollenden erst den

großen Erfolg,den wir brauchen. Also - zeichne, zeichne heute.