freier -er Landwirtschaft, bfe wirklich irgendwelche Sachkesmt«- nis in landwirtschaftlichen Dingen haben, hier zustimrnen kV«, nen. Den Herrn Landesökonomierat schließe ich in der Beziehung aus; das mutz ich wiederholt sagen, daß in landwirtschast- lichen Kressen über seine nichtoorhandene Sachkenntnis wc^ wenig Zweifel bestehen, nachdem, was wir in der letzten Zeit bei den verschiedensten Gelegenheiten gehört haben. Es ist bedauer. lich, daß unsere hessische Regierung uns wieder vollständig aw> ders behandelt hat, als es in anderen Bundesstaaten der Fall gewesen ist. Wir verlangen eine gleichmäßige Behandlung mit den übrigen Bundesstaaten; was in Preußen abgeliefert wird, wollen wir auch abliefern; aber ich sehe nicht ein, daß wir immer strenger herangezogen werden als andere Bundesstaaten. Ben t::\ Preisen will ich gar nicht sprechen. In Gelnhausen werden -.3 Pfg. bezahlt, bei uns 25 Pfg.; und damit nicht genug, wir werden im Großherzogtum Hessen vollständig ausgelie- fert an die Händler. Kommunalverbände. Landesmilch- und Fettstelle usw. (Sehr richtig.) Man lese in 8 5 der Bestimmungen über den Verkehr mit Eiern folgende schönen Worte:
„Die Stellung des Strafantrages erfolgt durch den zuständigen Kommunalveröand, desgleichen die Anordnung der Wegnahme der abzuliefernden Ware, die Enteignung des Hühnerbestandes und die Kürzung bei Zuerteilung von Lebensmitteln und andern Bedarfsgegenständen . .
Meine Herren l Eine Großh. Regierung gibt ihre Zustim. Mung dazu, daß ein Herr Dr. Fischer in Mainz in solcher Weise über die Bauern verfügen kann! Das ist unglaublich. (Sehr richtig!) Solche Dinge dürfen jetzt nicht Vorkommen, das heißt mit dem Vertrauen der Landbevölkerung gespielt, namentlich, wenn die Zusammensetzung des Kommunalverbandes so ist, wie sie ist. Es ist kein landwirtschaftlicher Sachverständiger in der Eierftelle, er.tzer dem alten Oekcnomierat Herrn Leithiger. Der Herr Landesökonomierat s-rgte mir, daß er sich nicht als Vertreter der landwirtschaftlichen Interessen ansehe, sondern als Vertreter der Interessen der Allgemeinheit. Ich hätte in erster Linie von einem Landeskkonomierat erwartet, daß er hier nicht die Interessen der Verbraucher 'vertritt.
Bei der Landes-Milch- und Fettstelle liegt es ebenso. Unter ^hren 27 Mitgliedern find sozusagen keine Landwirte; die Landwirtschaft ist den verschiedenen städtischen Beamten, die zum großen Teil kein Verständnis von der Landwirtschaft haben, ausgeliesert. Ich habe neulich im Kriegsausschutz ein Schreiben vorgelesen, das sehr interessant war; nach einer Mitteilung des Herrn^ Ministers ist es ja in der Zwischenzeit überholt und die betreffende Stelle auf. die Angehörigkeit ihres Verfahrens aufmerksam gemacht morden. Der Redner verliest das von uns bereits veröffentlichte Schreiben des Oberbürgermeisters von Offen- bach am Main, worin säumigen Milch ablieferern mit der Entziehung der Hausschlachtung gedroht wird. Er fährt fort: Meine Herren, das Schreiben rst bezeichnend für die Uebergriffe, die sich allmählich die Herren in den verschiedenen Kommunalverbänden erlauben. Heute ist der Kaufmann der Beamte, und die Kreisämter und Ministerien find zum Teil vollständig ausgeschaltet, und fie lassen sich immer mehr ausschalten. Wir haben vorhin von dem Herrn Minister des Innern gehört, daß die Landwirte die Verpflichtung haben, die Höhe ihres Viehstande, mit dem vorhandenen Futter in Einklang zu bringen. Die Vieh- handelsverbände ziehen von Dorf zu Dorf und wirke« auf die Reduktion der Viehbestände hin. Der Redner verliest ein weiteres Schreiben der Oberbürgermeisterei Offenbach, das unfern Lesern ebenfalls bekannt ist, worin dis Erhöhung des Milch- viehstandes gefordert und hohe Strafen im Eegenfalle angedroht werden. Der Redner führt weiter aus: Dieses Schreiben bekommen unsere Landwirte! Da wundere sich jemand, wenn die Pro- duktionsfreudigleit nachläßt.' (Sehr richtig!) Wir weisen in jeder Versammlung darauf hin, man möge abliefern, was man könne: aber wenn es uns so gemacht wird, ist unsere Liebesmüh vergebens. Deshalb und nur aus diesen Gründen müssen wir dringend bitten, daß dem freien Walten der Kommunalverbände ein Ende gemacht werde, daß vor allem aber in diese verschiede- '' nen Kommunalverbände auch praktische Landwirte berufen wer. den. Es ist doch nicht richtig, wie hier vorgegargen worden ist. Im vorige« Jahre find der Kammer fünf Anträge wegen der Eierverordnung^zugezangen. Wir haben einen Kriegsausschuß, der in diesem Jahr- oft zusammen gewesen ist; wir wußten überhaupt nichts von dieser beabsichtigten Neuregelung. Plötzlich kommt diese Verordnung heraus. Ich hatte lieber im Kciegs- ausfchuß in aller Ruhe über diese Dinge gesprochen und dazu beigetragen, daß derartige schroffe Maßnahmen nicht getroffen werden, als daß ich hier in der Oeffentlichkeit Reden Hallen muß. Es ist mir kein Vergnügen, in dieser Art Opposition zu treiben, aber es ist nicht andcrs möglich, wenn die Regierung auf uns so wenig Rücksicht nimmt. (Sehr richtig!) Wenn uns rechtzeitig von beabsichtigten Verordnungen Kenntnis gegeben würde, fo hätten wir die Möglichkeit, auf eine Aenderung hinzuwirken. Auf die Dauer ist ein solches Verfahren nicht möglich. Wenn das Großherzogliche Ministerium uns nicht entgezenkom- men will, müssen wir die Konsequenz ziehen und die Forderungen für das Ministerium ablehnen. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billrg. Wir find nicht nur dazu da. Geld zu bewilligen, wir müssen auch Entgegenkommen und wohlwollende Beurteilung finden, wo wir es verlangen dürfen.
Zum Schlüsse möchte ich an die Großh. Regierung nochmals die dringende Bitte richten/ in, Fnterche der Zufriedenheit und der Weigerung der Produktionsfreudigkeit unserer Bevölkerung, tnSag* sind, die jetzt bevorstehende neue ^rL.arbett für die Kriegsanleihe mit Erfolg zu treiben, daß man auf unsere berechtigten Wünsche möglichst eingeht, und uns insbesondere die Erklärung gibt, daß die Verordnungen, die er* firmgcn sind und in keiner Weise in Einklang zu bringen sind den Verordnungen der Nachbarstaaten, cchgcändert werden, und daß unsere Landwirtschaft eine ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung in den verschiedenen Kommunalverbänden zugcbilligt wird. Wir haben neulich vom Herrn Finanzminister gehört, daß die Großh. Regierung bei irgend einer anderen Ge- lcgen^it in Berlin den Antrag gestellt habe, daß der Mittelste oec einer Kommistwn stärker vertreten würde. Wir haben einstimmig reiEmmt; ich fctfc aber auch dringend, daß man
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dafür sorgt, daß dt» praMsthe» Landwirt» i» de» Maß» zur Mitarbeit herangezoge» werde«, wie das erforderlich ist. Ich weiß, welche Antwort ich bekomme, ma« wird mir antworten, die Landwirtschaftskannner selbst habe den betreffende« Herr« zur Landeseiersteller seinerzeit delegiert. Das ist keine Entschuldigung für die Regierung. Wen« der betr. Herr nicht ge. nügt, um die Interesse« der Landwirtschaft zu vertrete», so mutz die Regierung noch jemand zuziehen. Ebenso, wie es möglich ist, datz man zu den verschiedenen Beratungen die Oberbürgermeister und sonstige Herren in großer Zahl heranzieht, ebenso kann man auch praktische Landwirte zuziehen, sobald nur der Wille besteht. Wenn auf diese unsere Wünsche mehr geachtet wird, so bin ich überzeugt, dvtz die Produktionsfteudigkeit der Landwirtschaft steigen wird, daß wir leichteres Arbeiten haben und nicht in die unangenehme Lage kommen, hier gegen ein Ministerium Stellung zu nehmen, wo es uns wirklich keine Fveude macht, in die Opposition einzutreten. (Lebhafter Beifall beim Bauernbund.)
d‘/<y v. Bs/ouf
Genera/cf.J/?fenfe/7e
DurHöruHülWA
Thors rächender Arm schwang den Hammer rum vernichtenden Schlag gegen den welschen Verräter. Der Hammer aber strahlte im «Stanze der zu wahrhaft festen, fester Treue vereinigten Waffen- bruderschast. Krachend zerbarst unter feiner Wucht der römische Wall am 2 s o u? o. Schlag auf Schlag sah Tadorna alles feinen Händen entgleiten, auch die ein. sigsSisgeslrophäe, das „erlöste" Sorz.VorderungestÜMenWuchl stoben die Trümmer der Feinde in dis oberitaliemsche Ebene; ver- geberrs versuchte« fie am Tag6a.
— merrto die Flut der verbünd eien Heere ?u hemmen. Hier traf fie erst recht noch einmal das Verderben, Zerfetzt und zerschlagen bot erstdiePiave den Überresten Schutz. So führte der Siegerrug deutsche Heere erstmals au LieAdria, ein Ziest zu dem Tausende, die rurück» bleiben muhte«, «rt besonderer Begeisterung «ritgerogen wärm:- Lnr Erfolg ward erstritten von nie gefehenerGröße. Uber vdSSoo Gefangene und 2500 Geschütz» büßte der Feind sin, ungezähltes Kriegsgsrät legte Zeugnis ab vom , grausige« Zusammenbruch, der eine Wendung der Kriege, iMge brachte. Die überlegene Strategie, die kraftvolle Zäh.
, rvug ließ diesen herrlichen Erfolg erringen. Wie das Feldheer mit dem Schwert unter den Fittichen lückenloser Ge- Ltrmschaftsarbeit Len Sieg errang, so muß das Heimacheer V->rt dem Geld den Lieg der Kriegsanleihe daooutragen.
Aus der Heimat.
Zeichnet Kriegsanleihe 1. damit des deutschen Sieges Frucht gedeihe. 2. Nicht nur durch Worte, sondern durch die Tat beweise jeder Deutsche, daß er sein Vaterland liebt. Darum zeichnet die 8. Kriegsanleihe. 3. Jeder Deutsche, Mann, Weib und Kind — kann stolz sein, zum Siege mitverhelfen zu dürfen, in. dem er Kriegsanleihe zeichnet. 4. Der, welcher den Leuten abrät, Kriegsanleihe zeichnen zu gehen, ist als Vaterlandsverräter anznfehen; ihm gebührt der Strick für seinen bösen Trick.
Albert Wouschik, Laubach.
Atiee-Frauen-Verern. Es wird an dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß. wie aus dem Aufruf schon bekannt ist, eine Jugendgruppe des Alice-Frauen- Vereins gegründet werden soll, mit der Aufgabe, schulentlassene junge Mädchen jedes Standes und jeder Koufessiou- zu vaterländischen und wohltätigen Bestrebungen anzu- regen. Alle jungen Mädchen, auch wenn sie bereits auf anderen Gebieten tätig sind, werden freundlichst eingeladen, sich zu der Besprechung am Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr im Saal des Städtischen Mufeumsgebäudes ein- znfinden.
Einbruch. In der Nacht vom Sonntag auf Montag suchten Einbrecher die Verkaufsräume des Warenhauses Geschwister Mayer heim und stahlen Waren, meist Seidenstoffe, im Werte von über 20 000 Mark, die sie in ebenfalls gestohlenen Koffern Mitnahmen. Einen mit Stoffen gefällten Koffer, ließen die Diebe stehen, da er ihnen offenbar zu fdj&uer war.
Russische Wertpapiere. Die zur Abstempelung bei der Rerchs- bo.nk eingelieferten russischen Wertpapiere können gegen Rückgabe der erteilten Quirtung. die mit Ruckempfangsbescheinigung versehen sein mutz, in Empfang genommen werden.
Der Durchbruch in Italien. Einen Treubruch, wie ihn die Weltgeschichte noch nicht gesehen, nannte der verstorbene Kaiser ron Oesterreich den Verrat Italiens. Selbst im Lager unserer Gegner wurden damals Stimmen laut, die diesen Treubruch verabscheuten. Aber man brauchte den Verräter, und die Politik der Gegner ist nicht beschwert von moralischen Bedenken. Die trübe Erfahrung, die wir mit Italien machten, das sich nur durch seinen „Sacro Egoismo" leiten ließ, ist dazu angetan, den politischen 'Wirklichkeitssinn des Deutschen zu stärkcn. Groß war aber die Genugtuung bei uns, als auch Italien seinen wohlverdienten Lohn für seinen Verrat erhielt. Nach jahrelangem, blutigem Ringen sich das italienische Heer sein Ziel, Triest, in greifbarer Nähe. Da brach das Strafgericht über Italien herein. Es mußte seinen einzigen Siegespreis, das „befreite" Görz aufgeben und in wenigen Wochen waren Belows Truppen in einem Siegeszug, wie ihn die Welt noch nicht gesehen, in die italienische Ebene, bis zur Piavevorgedr ungen, Auf das
Hekmarnree ««fecer siegreichen Frontain«e würdig sei, muß jesch pt» Parott heiße«: Jeder zeichne Kriegsanleihe.
Vermische« von Thomasmehl und schwefelsaurem Ammo»
«iak. Nach den eingegangenen Nachrichten wird von den Land- wirten wegen des Mangels an Ammoniak-Superphosphat häufig Thomasschlackenmehl mit schwefelsaurem Ammoniak gemischß und ausgestreut. Wir machen darauf aufmerksam, daß sich infolge der chemischen Zusammensetzung beider Stoffe Verluste an Stickstoff ergeben, so ist beispielsweise durch eine bei nebligem Wetter angestellte Prüfung nachgewiesen worden, datz schon nach ganz kurzer Frist ein Stickstoffverlust von 1 Prozent eingetrete» ist. Wir warnen daher davor, eine Mischung von Thomasschlackenmehl mit schwefelsaurem Ammoniak (oder salzßmrem Ammoniak) vorzunehmen und machen noch darauf aufmerksam, daß ein gleichzeitiges Ausstreuen von schwefelsaurem Ammoniak und Kalk ebenfalls einen starken Stickstoffverlust zur Fol« haben würde. Auch Rhenaniaphosphat darf nicht mit Amnw. niaksalz vermischt werden.
Käse auf Umwegen. Ein Leser aus Vad-Nauheim schreibe dem Frankfurter General-Anzeiger: Gestern erfolgte hier di» seltene und deshalb besonders erfreuliche amtliche Abgabe von % Pfund Käse auf den Kopf, und zwar Quarkkäse, angeblich aus der benachbarten Oftheimer Molkerei. Der Käse ist aber leide, so alt, daß er nur zum Teil und zum alsbaldigen Verbrauch geeignet erscheint. Der Käse war nach Erklärung der Verkaufsstelle von Ostheim an die Sammelstelle in Darmstadt und von da hierher geschickt worden, hatte also eine merkwürdige Rundreis» gemacht. Durch diese und allzu lange Lagerung war der Käs» überreif geworden, so daß er nur noch für ganz gesunde, nichß aber für durch die Kriegsentbehrungen geschwächte Magen geeignet war. Dabei kostete das Pfund 2,48 Mark, während man ihn früher „an der Quelle" für 1,30 Mark erhielt. Man fiehtz Rundreisen verschlechtern und verteuern die Ware. Mit deH, reifenden Eiern soll es ähnlich sein!
Beienheim, 15. April 1918. Der gestern auf der Station Dorheim verunglückte Hilfsbrernser Rosenbecker iff seinen schweren Verletzungen im Hospital zu FriedbecA. erlegen.
Bilbel, 12. April. Durch Gerichtsvollzieher Steul wurdeM hier zwei kriegsgefangene Franzosen feftgenommen. Die Leut» waren vor einigen Tagen aus dem Eießener Gefangenenlager, wo es nach ihren Aussagen zu langweilig war, entwichen unfc wollten ihrer Heimat zmvandern. — Ein unbekannter Soldatz schwindelte hier einem Landwirt aus Heldenbergen größere Vor» röte an Wurst, Schinken und anderen Lebensmitteln unter der Vorspiegelung ab. daß das hiesige Lazarett die Sachen bezahle.
Vom Main. 12. April. In dem Betriebe der Firma Be» ttr Bürgel geriet der 15jährige Fabrikarbeiter Ioh. Schäfer i» die Transmission und wurde so schwer verletzt, daß der Tod f»» fort eintrat.
Aus Starkenburg. *
RMK. Darmstadt. Die Versteigerungen und VcrkarH der militärischerseits wegen Untauglichkeit ausgefchiedenen «nfr Veutep^de, welche für den Bereich unseres Armeekorps der Hessischen Landwirtschaftskammer überttagen worden war, gäbe, dem im Januar d. I. verhafteten nicht unvermögenden Land» wirt L. Mitteldorf von hier Gelegenheit zu außerordentlich um» fangreichen Betrügereien aller Art. M. hat es. ohne irgend welche amtliche oder dienstliche Beziehungen (er war nur als Abschätzer verwendet) verstanden, bei diesen Pferdeverkäufe« sich einen solchen Einfluß zu verschaffen, daß merkwürdiger Weis» ohne seine Vermittlung kaum Pferde zu haben waren. Dies hat er denn auch in ausgiebiger Weife zu seinem Vorteil ausgenützt. Er hat den Landwirten in unberechtigter Weife meist ganz namhaft höhere Bettäge abgenommen, als eigentlich an die Land» wirtschaflskammer zu zahlen waren. Den Ueberfchuß. zu welchem meist noch ein ganz anständiges Trinkgeld kam, hat er eingesteckt Aus den weiteren Ermittlungen geht hervor, daß eine ganze An, zahl Pferde, welche der Landwirtschaftskammer überwiesen wurr den, bis jetzt überhaupt nicht verrechnst find. Bei dem umfang« reichen Vferdeumfatz dürften die unterschlagenen Summen mehrere Hunderttausend Mark betragen. Die Betrügereien wurden dadurch erleichtert, daß die meisten Bferdetäufer keine Ori. ginalquittung über die von ihnen gezahlten- Bettäge erhielten. Ueber diese Zustände ist bei den ganzen Landwirten große Uir» Zufriedenheit entstanden. Zur Förderuirg der schwebenden Uru tcrsuchung dürfte es sehr beitragen, wenn alle diejeniger Pferdekäufer, welche überhaupt keine Quittung von der Land» wirtschaftskammer oder eine solche von M. in der Hand haben ich bei dem Untersuchungsrichrcr, dem Polizeiamt in Darmstadr oder einer Eendarmeriestation melden, damit ihre event. Ansprüche geprüft werden können.
FC. Bsnsheim, 11 . April. Bei der letzten Holzversteige. rung in den städtischen Waldungen wurden ungewöhnlich Hobe Preise erzielt. Es kam der Meter Buchenfcheitholz auf durch, chnittlich 45 Mark.
Kirchliche Nachrichten.
Csttesdienst In der Stadikirchc.
Mittwoch, 17. April, abends 8% Uhr: KriegSandaW Herr Pfarrer D r e h l.
Esttrsdienft im Stadtteil Fauerbach.
Mittwoch, den 17. April, abeltt»s SH !lhr: Kriegsandachi.
Offene Stellen:
1 Hilisdienstpflichtiger für Militär-Büro, 4 Knechte, 2 Schweine- futterer, 1 MeUerlcchrttng. 1 Kut cher. 1 Knechtefamilie, 1 verh. Verwalter. 1 Arbeiterfamilie, 2 Glaser. 6 Schreiner. 14 Hausmädchen, 1 Kochm, 7 Dienstmägde.
CLellensvHssV,^
Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Fräulein ? 0* Büro, 2 Haushälterinnen.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: OttE Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. K ey n e rX
Snedbelg. Druck uni Verlag der «Neueg xageSzeituna^ U. Ä., Frledbery i W T


