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Montag, den 18. April 1918

11. Jahrgang.

Krtjlhmtkndn Ättnriff in MoManlittich.

Der Ploegsteert-Mald und Uienvekerke, Merris und Diene Kergnin genommen. Daris und Dordenfiland von Flngschissen beschossen. Die deutsche Flotte vor Helftngfors. Gin Telegramm des Kaisers Karl.

Mcklritt Cxernins. 45000 Tonnen versenkt.

Der deutsche Generalstak

meldet:

M. T. K. Großes Haitptrirmrlier» den 13. April. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf dem Schlachtfeld an der Lys machten unsere Angriffe gegen eilig auf Kraftwagen und mit der Bahn herangeführte englische Divisionen gute Fortschritte.

Don den Höhen von Meissen (Messines) aus stießen wir über den Cteenbach vor und erreichten den Ostrand von Wul- vergem. Südlich vom Ploegsteert-Walde vorgedrungene Trup­pen schwenkten in schnellem und selbsttätigem Handeln unter ihrem Regimentskommandeur Obecstleninant Polmann nach Norden ein, erstürmten die befestigte Höhe von Rossignol und reichten den nördlich am Wald entlang vorgestoßenen Abteilun­gen die Hand. Der stark verdrahtete, frontal schwer zu neh­mende Wald fiel durch Umfassung.

Zwischen den von Armentieres auf Bailleul «nd Merville führenden Bahnen trugen wir de» Angriff bis an die Bahn von Bailleul nach Merris und an den Ostrand des Waldes von Nieppe vor. Südlich von Merville überwanden unsere Trup­pen den Clarence-Fluß und erreichten nach Erstürmung von Lo- eon den La Bassee-Kanal nordwestlich von Bethune.

An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme hielt in vielen Abschnitten lebhafter Artilleriekampf an. Oertliche Vorstöße unserer Infanterie beiderseits des Luce-Vaches brach­ten 400 Gefangene, Franzosen und Engländer, ein.

Zwischen Maas und Mosel drangen Erkundungsabtellun- gen in ftanzöfischs und amerikanische Gräben ein und machten Gefangene. In erfolglosen Gegenangriffen erlitt der Feind schwere Verluste.

»

Dev österreichische Generalstak f I

«--===== meldet: =

Wien, 13. April. (MTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Bei Eapo Sile an der untersten Piave schlugen wir einen Angriff der Italiener zurück.

Der Chef des Ceneralstabe».

Wie«, '14. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front keine besonderen Ereignisse.

Der Chef des Ceneralstabes.

Das türkische Hauptquartier : meldet: _

i

Konftantinopel, 11. April. (WTB.) Tagesbericht.

Palästinafront: In erneuten wütenden Anstürmen mühte sich der Engländer, die ihm gestern versagt gebliebenen Erfolge zu erreichen. Unter Einsatz starker Artillerie richtete er seine Angriffe mit besonderer Heftigkeit gegen unsere Stellungen östlich von Rafat. Alle seine Angriffe wurden abgewiesen. Ei« vorübergehend verloren gegangener Stützpunkt wurde dein Geg­ner durch sofortigen Gegenstoß wieder entrissen. Die Stellun- gen sind fest in «nserer Hand. Eingebrachte Gefangene bestä­tigen übereinstimnrend die schweren blutigen Verluste, die der Engländer durch seine Angriffe erlitt. Ein Flugzeug wurde im Luftkampf hinter unserer Front abgeschossen. Die Insassen find tot. Kaukasusfront: Unsere Truppen rückten auf der ganzen Front planmäßig vorwärts.

Von den übrigen Kriegsschauplätze« werden keine Ereig­nisse von Bedeutung gemeldet. ,

denreich und Flemming und Korvettenkapitän Arnold Schütze mit ihren tapferen Besatzungen.

Der Chef des Admiralstabs der Mariue.

Die englischen Meldungen.

London, Ist. April. (WTB.) Reuter. Amtlich. Feind­liche Luftschiffe überflogen abends die Osttüste und griffen die östlichen Bezirke Mittelenglands an. Ein oder zwei Angreifer drangen tiefer in das Binnenland und warfen einige Bomben : ab. Der Angriff dauert ncch an.

Reuter: An dem Luftangriff in der letzten Nacht nähme« vier Luftschiffe teil, zwei drangen einige Meilen in das Innere vor, von den beiden anderen erreichte eines die Midlands, da« andere erreichte beinahe dte Rordwefttüste. Die Angreifer fuh­ren in großer Höhe und zeigten keine Neigung, Versuche zu un­ternehmen. in die verteidigten Gebiete durchzudringen. Die meisten Vonrben wurden aus offenes Feld abgeworfen. Ab­gesehen davon, daß in einem Orte vier Häuser zerstört wurden, ist nach den vorliegenden Berichten der angerichtete Schaden un­bedeutend. Zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind wurde« getötet. Acht Männer, sechs Frauen und ein Kind wurden ver­wundet.

Deutsche Flieger über Daris.

Paris, 13. April. (MTV.) Haoas: Amtlich. Deutsche Flie- ger überflogen unsere Linien und richteten sich nach Süden. Nur zwei von ihnen gelang es, die Umgebung von Paris zu über­fliegen und einige Bomben abzuwerfen. Der zweite Alar « wurde um 10 Uhr 10 gegeben und hörte um 10 Uhr 40 auf. Dtt ' Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt, sie wird veröffentlicht, so­bald die Berichte bekannt gegeben sind.

Hcwas teilte heu mittag amtlich mit: Die Zahl der Opfer der Luftangriffe in der letzten Nacht erhöhte sich auf 26 Tote und 72 Verwundete.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Ceueralquartiermeister: Ludendorfs,

Abendvericht.

Berlin, 13. April, abends. (WTV. Amtlich.) Auf dem Schlachtfelde an der Lys gewannen wir kämpfend Boden.

Sonst nichts Neues.

.. W. T. »3. Kauprqnariirr, de»

14. Aprti. Amiirch.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf dem Schlachtfelde an der Lys gewannen wir in zähem Kampfe Boden. Südlich vom Tcuvebache durchstießen die Trup­pen des Generals v. E b e r h a r d t die feindliche Stellung füd. westlich von Wulvergem und erstürmten nach erbittertem Rin­gen mit englischen, zum Gegenangriff angesetzten Verbänden Nieuvekerke. Ein in den Abendstunden durchgeführter Angriff unter Führung des Generals Maercker brachte uns ln den Besitz der Höhe westlich vom Orte. Bei Bailleul wurde wechsel- voll gekämpft. Die Orte Merris und Vieux Verquin wurden genommen. Dem Schlachtfelde zustrebende feindliche Kolonnen erlitten in unserem durch Erd- und Luftbeobachtung wirksam geleiteten Feuer schwere Verluste.

An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme Artille­riekämpfe Ein Angriff mehrerer französischer Bataillone gegen Hainvillers brach blutig zusammen. Zahlreiche Gefangene blie­ben m unserer Hand. Nördlich von Mihiel führten wir einen erfolgreichen Vorstoß gegen amerikanische Truppen aus, fügten ihnen schwere Verluste zu und brachten Gefangene zurück.

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3m Luftkampfe wurden in den letzten Tagen 37 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Menck- / errang seinen 24 . Luftsieg.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. st

Der Erste Eeneralquarti-rmeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin, 14. April, abends. (WTV. Amtlich.) Auf dem Schlachffeld an der Lys erfolgreiche Kämpfe zwischen Nieuwe- Eerke und Vieux Bammn.

45000 Tonne« versenkt.

Berlin, 12. April. (WTB Amtlich.) Unsere U-Boote im Mittelmeer versenkten in der Aegäis und bei Malta fünf Dampfer und neun Segler von zusammen 22 606 Bruttoregister­tonnen. Die Dampfer fuhren in gesicherten Eeleitzügen.

Der Chef de, Rdmiralstibs der Start««,

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Berlin, 13. April. "(MTV. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden von unseren U-Vooten 23 000 Bruttoregistex­tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet. Schwer betroffen wurde durch die Versenkungen wiederum der feind­liche Transportverkehr im Aermelkanal zwischen der französischen und englischen Küste. Zwei 6000 Bruttoregistertonnen große, tief beladene Dampfer wurden dort in gut durchgeführten An­griffen bei starker feindlicher Gegenwirkung aus Geleitzügen herausgeschossen. Ein 6000 Vruttoregistertonnen großer Tank- dampfer, der durch Zerstörer gesichert war. wurde an der eng­lischen Westküste vernichtet. An den Erfolgen hatte Kapitän- leutnant N e m y den Hauptanteil.

Der Chef de, Admlralstabr der Marin«.

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die deutsche Flotte vor hchrißsors.

Berlin, 13. April. (WTB. Amtlich.) Der die Hilfsunter- nehmung der Armee nach Finnland unterstützende Teil unserer Seestreitkräfte ist am 12. April nachmittags in den Hafen von Helsingfors (Süd-Finnland) eingelaufen und vor der Stadt vor Anker gegangen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Deutsche Kuftjchisse über England.

Berlin, 14. April. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 12. zum 13. April griff Fregattenkapitän S t r a s s e r mit einem un­serer Marineluftschiffgeschwader wichtige Stapel-, Herstellungs- uird Verfchiffungsplätze der Kriegsindustrie Mtttel-Englands an. Beworfen wurden Birmingham, Nottingham, Sheffield, Leeds, Hüll und Erimsby. Trotz Fliegerverfolgung sind alle Luftschiffe wohlbehalten zurückgekehrt. An dem Fluge haben besonderen Anteil die Luftschiffkommandanten Hauptmann Manger, Kavitänleutnant Ehrlich (Herbert), v. 8re«.

Die Schlacht im IM?».

Berlin, 13. April. (WTB.) Auf der Kampffront vom Ka» nal von Hollebeke bis westlich Ploegsteert-Wald leistete de, Engländer zähen Widerstand. Trotz der harten Kämpfe östlich von Wyischaete gewann der deutsche Angriff Boden. Feindlich« ! Gegenangriffe verbluteten. Auch westlich des Dorfes Ploeg- steert machten die Deutschen Fortschritte. Hier wurden 28 Ge­schütze erbeutet und zahlreiche Gefangene gemacht. Bei den Kämpfen westlich von Messen (Messines) und bei Wulwerghen wächst die Beute an Gefangenen, Geschützen und Kriegsmaterial.

Berlin, 13. April. (WTB.) Südlich von Hebuterne wurden am 12. April starke feindliche Patrouillenvorstöße abgewissen. Die deutsche Artillerie beschoß in den Nachmittagsstunden mit gutem Erfolge den äußerst regen Bahn- und Kraftwagenverkehr, der zwischen Doullens und Armentieres und auf den Straßen von Arras beobachtet wurde. Der Bahnhof Laherliere wurde. von den Deutschen in Brand geschossen. Unter den Gefangenen aus den erfolgreichen Kämpfen beiderseits des Lysbaches befin­den sich sieben Offiziere. Außerdem wurden zahlreiche Ma- schinengewehre erbeutet.

Am 12. April 3 Uhr vormittags griffen dis Franzosen mit Flammenwerfern die deutsche Stellung auf dem Mont Renaud an. Der Feind wurde teils durch Feuer, teils durch sofortigen Gegenstoß zurückgcschlagen.

Die Beschießung der Städte Roye und Laon durch die Fran-- zosen hielt weiterhin an.

Die Eroberung des Ploegstecrt-Waldes.

Berlin. 14. April. ' (WTB.) Ueber die Eroberung de» Ploegsteert-Waldes erfährt der Berichterstatter des Wolfffche« Bureaus: In jahrelanger Arbeit halten die Engländer diese« Wald in eine starke Festung umgewandelt. Die Baumstämm« waren förmlich in Stacheldraht eingesponnen: unzählige Grä­ben mit starken Betonbauten liefen kreuz und quer durch da» hügelige Waldgelände. Die Detonunterstände waren durch Förderbahnen untereinander und mit rückwärtigen Stellungen verbunden. Der sogenannte Nachtigallenberg, der weithin da» Gelände beherrscht, war" ebenfalls durch starke Betontunnel» unterbaut, deren einer allein tausend Mann faßte. Ein lothrin­gisches Regiment stürmte ohne jede Artillerievorbereitung diese« stellen fortartigen Blockabsatz. Die Zahl der Gefangenen und der Beute nimmt beständig Unter den eroberten Geschütze«^