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Pte hoUSttdischeu Schiffe. *

Washington. 21. März. (SB. V.) Reuter-Meldung. Dämels hat mitgeteitt, dag der Befehl, die hollän- difcken Schiffe zu übernehmen, gestern Abend um 7 llhr m Kraft getreten ist. Ein Teil der holländischen Mann­schaft wird auf den Schiffen beschäftigt werden, andere werden, wenn sie es wünschen, in Amerika behalten werden und von der amerikanischen Regierung ihren Lohn ausgezahlt bekommen. Die Seeleute, die nach Holland zurllckzukehren wünschen, werden so rasch wie möglich dorthin befördert werden.

New York. 21. März. (SB. 23.) Reuter-Meldung. Reservemannschaften der Kriegsmarine haben auf Be­fehl der Washingtoner Regierung gestern Abend 38 hol­ländische Schiffe ubemommen. Die holländischen Kapi­täne haben, da sie seit mehreren Tagen auf ein solches Vorgehen vorbereitet waren, nicht protestiert.

Der Reichstag

hat gestern die gefordertes! Kriegskredite gegen die Stim­men der unabhängigen Sozialdemokratie bewilligt. Der Abg. Bernstein erfrechte sich bei dieser Gelegenheit von einem Götzendienst zu sprechen, der mit H ind en b urg und L uden­do r f f getrieben werde. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurde der Friedensvertrag mit Rußland und Finnland gegen die Stimmen der Unabhängigen bei Stimm enthaltung der Sozialdemokraten angenommen. Die Vorhand lungen boten wieder das gewohnte traurige Bild. Der Abg. H a a s e nannte den Vertrag eine Schande. Das Zentrum und die Freisinnigen mitsamt dem Vizekanzler Payer bemühten W nachzuweisen. daß der Vertrag keine einzige Bestimmung enthalte, die man als Annexionen auslegen könne Frische Worte fanden nur die 2lbg. Stresemann (Natl.) und Westarp (Kons.). Erzberger stellte wieder einmal seinen deutschen Standpunkt in das richtige Licht, indem er als seine Nnstckt erklärte, daß Livland und Eschland nach wie vor der Oberhoheit Rußlands unterständen, leider unterstützte die Wasch, lappengescllschaft. die sich Reichsregierung nennt, diesen Stand­punkt. Zum Schluffe nahm man eine Resolution der famosen Mchrbett an. die sich für das Selbstbestimmnngsrecht der Polen Esthen und Letten ausfpricht. So hat sich wieder einmal im Reichstag das Maul redlich bemüht, zu verderben, was das Schwert gewonnen Hai.

Parlamentarisches ans Heffen.

Zweite Kammer der Staude.

RMK Darmstadt. 21. März. Es wird mit der Beratung »es Kapitels 23. Mimsterium des Innern, fortgefahren.

Abg. Uebel (Ztr.) führt aus. daß eine gute Versorgung mit Lebensmitteln Voraussetzung für einen gerechten Frieden Jet, denn ein Hunger frieden sei ein nationale» Unglück. Dank gebührt daher allen Produzenten. Es fei freudig anzuerkennen. wie der Landwirt mit Fleiß und Beharrlichkeit dem Boden

feine Er^sgntge adrwgs. 4** vorwaeM der Koasamenten fvte« daher nicht berechtigt. Unrecht fei er. wenn der Abg. Ulrich dem Bauer den Borwurf mache, daß er viel verdiene, das fet unrich­tig. wenn man die hohen Löhne und die hohen Preise für Zug. tiere. Düngemittel usw. beachte. Jedenfalls stehen sie tn keinem Vergleich zu den hohen Krtegsgewinnrn der Industrie. Man habe im letzten Jahre das billigste Getreide von der Welt und die billigsten Kartoffeln in Deutschland gehabt. Die als Beweis für die hohen Verdienste der Landwirte angeführten bedeutenden Spareinlagen, Hypothekentilgungen ufw. seien nicht maßgebend. An den hohen Preisen seien nicht die Landwirte schuld, meist seien sie von dem Reich aus festgesetzt, auch verdiene der Zwi- schenhandel und die staatlich angestellten Kommissionäre teil­weise mächtige Summen. Beispielsweise.habe der Obstkommis- sionar Listmann in Heppenheim, der als Beamter noch seinen Gehalt mit Teuerungszulage bezieht, im Jahre 1916 20 000 Mk und im Jahre 1917 mindestens 60 000 Mark am Obst rein ver­dient. Der Obstgroßmarkt in Worms verdiente in gleicher Zeit 1916 51000 Mark und 1917 280 000 Mark; die Gebr. Haas in Gr.-Vteberau 1917 etwa 90 000 Mark, die Firma Stahl in Fried, berg 1916 69 000 Mark und 1917 etwa 140 000 Mark. Diese Zu. stände bedürfen dringend der Abhilfe. Er möchte die Negierung ernstlich ersuchen, die maßgebende Stelle, die diese Preise feft- setze, um Abhilfe anzugehen. Dazu komme noch, daß vielfach noch unreelle Gewinne gemacht werden, so wurden von der Fa. Stahl m Friedberg große Mengen Obst in Pulverfässern nach Rottweil in Württemberg verschickt. Die Firma Gebr. Haas in Croß-Viebcrau habe einen Kleinobfthandel und der Landesobft- stelle das Obst zu 54 Mark für den Zentner angeboten; auf er­folgte Beschwerde dieser bedeutenden Ueberschreitnng des Höchst­preises wurde dies auf ein Versehen zurückgeführt. Wenn die Reg'.erung sich mit solchen faden Ausreden zufrieden gebe, werde die Achtung vor dem Gesetz nicht wachsen. Geradezu unglaublich seien die Spannungen zwischen Einkauf und Verkauf, welche von den Kriegsgesellichafien herbeigeführt werden, wie zum Beispiel bei Leder ujw.: für die Schafwolle erhält der Bauer für dos Pfund 3,50 Mark, muß aber für die verarbeitete Wolle 57 Mark bezahlen. Trotzdem rühre sich in gewiffen Konsumeutenkreifen reine Hand, welche hiergegen einschreiten. Für diese Verhält- niffe werde vielfach zu Anrecht der Bauer verantwortlich ge­macht. Bedauerlich sei. daß der Staatsanwalt hier keine Mittel und Wege habe, dagegen einzuschreiten. Der Bauer werde viel- fach verstimmt und ihm die Arbeitsfreudigkeit genommen.

Abg. Urftadt (freis.) führt Beschwerde gegen die Zusam­mensetzung und Geschäftsgebühren der Kommunalverbände, man müsse hierüber und auch über die Kommissar-Verhältnisse Auf­klärung verlangen. Jedenfalls fei die Erklärung des Ministers, daß die Verdienste der Kommissäre gerade deren Unkosten decke' sehr zweifelhaft. Auf die Reform im Innern eingebend sprichl er sich für Gleichberechtigung aller Konfessionen aus und for- dert Demokratisierung der Regierung.

Ab«. Herdt (freist) erkennt auch an. daß die Landwirtschaft rbre Schuldigkeit getan habe, stellt aber fest, daß der Borwurf gegen die Städter ungerecht sei. denn auch sie tun. was in ihren Kräften steht. Besonderen Dank verdienen die Landwirte für die Ausnahme der erholungrbedürftigen Stadtkinder, aber sehr

Aus meiner Dorfkirche.

Butz- und Bettag.

Iofea. 6, 1. Kommt wir wollen wieder zum Herrn venn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er yat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.

Liebe Gemeinde!

Heimkehr! Was für wunderbare Klänqe und Bil­der steigen tn unserem Herzen auf, wenn wir dies Wort ?En> schon eme Freude für die Daheimqeblie- benen, so ist? ein ^ubel und Jauchzen für den, der drauhen war, der alle Härte und Kälte der Fremde «yahren hat und der nun das Vaterhaus vor sich sieht

If* 1 "'" P rt , b f s Friedens. Auch unser Bibelwort redet von Heimkehr. Kommt wir wollen wieder zum Herrn, so rujt der Prophet Iosea dem Volk Israel zu das fern von Gott seiner Sünde aelebt halte. - Kommt

Vuk He"n, so ruft heute uns der

«ug- und Dettag, der zum viertenmale in schwerer Kriegs-eit zu unserem Herzen reden will, von dem Gott öe ' n der groffe Kirchenvater Augustin gesagt hat: Unser Herz rst auf Dich geschaffen, und darum ist es Uu uhig bis es Ruhe pnder in Dir. Kommt wir wollen wieder .-um Herrn:Wieder", sagt der Prophet denn W^ 0U * ni" blassen. Wenn der peimkchrende ? an den Tag. da er hinausgezogen, dann ist ihm solqe Eilnne-ung wohl gar wie ein böser Traum und wie ein böser Traum erscheinen uns die Bilder da wir aut dem Weg waren unser gan-es Volk b" Her en zu verlassen. Da war ein Volk, das suchte sich andere Gatter. Der Gott seiner Väter paffte ihm

Go wV?, 5 ? olf mal ^ich gewo.den, und der be F ^°lker der war ein Gott der schlichten E n- ^ben und Kleidung, ein Gott der Strenge. MbSen Ti "bbie und stille Pflichterfüllung die keinen Ä ols re.nes Gewiffen, der war »m Gott des Gehoyams und der Ehrfurcht, seine Ee- to.e mugten kalten, seine Ordnungen sich willig fügen wer ihm dienen wollte. Der Gott patzte dem reichae' wordenen Volk nicht mehr, er war ihnen zu hart sich ihr veiweichllches Leben, zu erst ,ür ihre letchisimuge Lebenslult, zu tieu für ihren ungetreuen Sinn! Und und suchten einen anderen Gott"

51,1 TTTTT lange zu suchen. Der Gott Mammon stand schon bereu und wartete aus sie!

mttT.-bT ^,'ch will euer Gott sein, und lockte sie «n» ^bfuden Worten. Da fingen die Männer an uno hapeten noch viel mehr in ihrer Arbeit. als ste über dieser hastigen Arbeit stand ÄÄ Wo«Pflicht" sondern das Wort ^Geldoerdienen! Wer am Abrechnungstage am meisten in [Jnen Beutel tun konnte, der halte dem Gott Mam-

y n m 1,1,1,84,1 '' 6t£ in cinem rhcuihef. 5*°!* *** lindem 150 Pfund Kartoffeln, welche st- ^ der Abre-se noch als Geschenk erhalten hatten, durch di- Eendm! nlerie wieder abnehmen lreß. Die Reaierunn k.'Kk- /

.°ss°n, um Abhttse zu schaflem j?SK K

TfTTT ®" be n,ii ^ enJ> nian SilLdeutjchlaiid oeratxaii f !ei not^-ndi«. ebenso wie den Wehrst-^ 2 ben Rahrstand zu unterstützen und zu erhalten. ^

( ®t ö-) fÜW Beschwerde über eine mini- tt/t ^ B»st'Sung, durch welche der Geldberkchr mit dm Ka sftn orsclMert werde und wolle die Rechen mg hier für t£

hl 1 sr för0 ^ n ^^ustanden sei atlch die mroleicke Be- ha-chluug be, Gewährung der Reichsunterstübmm der Krs^ ^Elllen. Ungerecht sei auch die Preispolitik der "andes- diesen Zuständen muffe ein Ende gemacht werden hi 4°."tsf ß S ben Kirben. Entschieden spricht er sich gegen die Fruhdruschpwmlen au?. Sehr bedauerlich sei auch da,

der^w^°'^"°°oschlachten und unbegreiflich, daß mau trotz der schlechten Erfalzrungen der letzten Iah« wieder zu so!-

i« »i?S;r* n

Wfl 5 &ö ' ^ b s e . 1 wünsckt ebenfalls, daß die Vor-

verstummen, die Preisspan. ^ vielfach zu groß, andererseits sei aber nicht zu bestreiten, daß die Gestehungskosten, die der Landwirt er- balt ausrerchen: der Schleichhandel werde auch durch den Landwrrt unterstrcht. während er bei der UNterdrücknna .nit- /nusie, denn der Hehler sei so schlimm wie der Stehler.

Abg. So Herr (Ztr.) Er fordert eine gerechtere Be- Handlung ber der Ererabgabe und mehr Nücksichtimhme auf dre Huhnerhal.er rn der Stadt, welche nicht so viel Eier ab' geben können.

Die Nachmittags-Sitzung wird um 3% Ubr eröffnet

r iL C Ji ter Redner erhält bas Wort Abg, B r e i d e n b a ch (Bbd). Er stellt noch einmal fest, daß wft die billig, sicn Getreidepreise der ganzen Löelt r-ud in Hessen die billia- sten Kactoffelpreise haben. GegenWuchcrpreise sind auch wir die Landwirte werden aber oft van den Städtern geradezu gedrang, Das Best«ben des Redners habe sich im porigen Jahr nicht auf höhere Knrtoffelpreffe, sonderm auf gleiche Preise im ganzen Großherzogtriin gerichtet. Die Landwirte eiftreoen lediglich nur ein ausfönnnliches E-nkoninien -eas im Jnterefle der Allgemeinheit liegen würde, denn di« den Derordniingen der Regierung sei sehr nötig. Eine erfreuliche Folge dieser Krittk sei, daß neuerdings angekörte ^rere nicht geschlachtet werden dürfen. Die Zucht müsse er- halten werden. Die Fettviehhöchstpreise seien in Baden, Elfaß-Lotbringen und Bayern höher als bei uns. Er biff-e die Regrernng um Abhilfe. Es sei notig, daß b«? Eierrat Sachverständige höre. Die Eierproduktion der Hühner sei zu hoch angenmnmen. Untersuchungen bei einzelnen Zucht­stationen hätten bedeuterrde Ausfälle ergeben. Bei den ^andwirten fei es noch Wimmer. Wenn die Bebörde die Zwangsabgabe einführe, urüsse sie auch frir das Futter sorgen Der FriedensdurchjchnrLL im D-eutsck>en Reiche sei 73 Eier im

mon am besten gedient, dem lohnte sein Gott mit allen vergnügen die er zu bieten hatte. Und wenn in früheren rJu m r} et Fei^abend die Stunde war. da man in stiller Fererftunde ruhte von des Tages Arbeit und das Leben des ^ages allmählich verstummte, so kam es letzt, daß zum Feierabend das Leben erst richtig auf­wehte, und die Menschen zusammenitrömten und dachten' haben wrr den Tag über uns gemüht, so wollen wir am Abend unsere Lust und unser Vergnügen. Und so zog des Mammons Genosse und Gehilfe ein als näch­ster Gast unseres Volkes, der hieß: das Vergnügen das war auf den Dörfern nicht anders als in der Stadt ^eden Sonntag ein anderes Fest! Was für ein Geld bat das damals verschlungen! Aber was tats? Es muß ouch damals schon genug Geld im Land gewesen sem, wre heute, sonst hätte ja dieses ganze Vergnügunas- wesen nicht so wachsen können! Das war allch lange nicht der schlimmste Schaden, daß wir unser Geld los wurden der all den Festlichkeiten, aber das war das schlimme« daß wir unsere Seele verloren! Beim Gang m dre Kirche wußten wir immer wieder Entschutoi- gungen, und wenn man in manchem Haus gesagt hätte wenn eines am Sonntag morgen das Haus hüte, dann reiche das, alle anderen könnten zur Kirche gehen, ei wie hotte man da gefchrien und gesagt, das fei zuolel verlangt, aber wenn der Kirchweihtag herankam, da ge- nuote es wenn einer das Haus hütete, uns alle anderen fanden den Weg zum Festplatz! Aber die Kirchen am Kirchweih lag ach wie teer waren die! Und von den Alten lernlens die Jungen! Es ist wahr, die Jugend ist heute iucht mehr >o, wie sie früher gewesen aber

fd L U Ö r £ arrt 2 ? t: 6le Essens sich fcod) von den (Siofteit abgesehen haben, und das weiß jeder, daß die ^unaen nltbt schlecht werden können, wenn die Alten gut sind! Wie der Same so die Frucht! Und wenn die! Jugend schlechter geworden ist, als früher, dann trcht uns die Schuld! Und unsere Schuld, die ist, daß ZI b r?ÜÄ umerer Väter verlassen hatten, und hatten dem Gott Mammon gedient. Wieder und wieder hat Gort uns gewarnt! Denkt ihr noch an jenen fürchter­lich trockenen Sommer, kurz vor dem Kriege! Ist es uns heule nicht, als fei das damals Gottes Stimme ge­wesen dre uns zurief: Ihr übermütigen Menschenkinder, renkt daran, dag auch andere Zeiten kommen können! Aber mt boxten nicht, wir wollten nicht hören. Und ® ott » was jeder Vater tun wird, wenn sein Kind nicht Horen will, er holte aus zum Schlag! Gott ist langmUttg und geduldig, wir Wissens aus langer Er- MhEg? Aber Gott ist keiner der Halbes macht! Hatten wir ihn durch unser Nichthörenwollen zum Zu- re! Qejtmmaen. so schlug er nun auch richtig zu!

Ei wie duckten wir uns scheu zusammen als die ersten

fürchterlichen Schläge feineHriegswetters über uns htnglngen' Und wie zuckten wir erst zusammen, als wrr merkten, daß Gott nicht nur mit der großen Welt da draußen abrechnen wollte, sondern daß 'er auch uns traf im st'.llen Dörflern? Gottes Schlag galt auch uns! £' kein Schlag so weh? Gott schlug mit Eisen!

Gott schlug aufs Blut! Aber in all unserem Schmerz wurten wir, wie es in uns sprach: es ist recht, wir Gott ist barmherzig, aber manchmal besteht Gottes Barmherzigkeit darin, daß er unbarmher­zig olewt gegen all unser Jammem und Klagen! Beim ersten Hieb schon schrien wir auf, gelobten ihm Besser­ung Nuakehr, baten um Gnade! Aber Gott tat als hörte er nicht, und schlug weiter. Es kamen Zeilen, wo wir meinten wrr kvnntens nicht mehr verttagen! Zeiten in denen viel« mernren, sie müßten an Gott irre werden. Aber Gott schlug weiter. Nun stehen wir nicht mehr stolz wie sonst» Unter seinen Schlägen sind wir zusammengebrochen, niedergeschlagen, aus tausend Wunden blutend liegen wir om Boden! Und immer noch schlägt Gott weiter! Als sei aus dem barmherzigen Gott ein unbarmherziger Gott geworden, so schlägt Gott weiter! Und doch ist er der barmherzige Gott, auch heute noch! Die rechten Gottestinder spürens aus seinen Schlägen, wie barm­herzig er ist, denn er schlägt aus Liebe, er schlägt, weil er wech. es ist barmherziger, wenn der Vater sein Kind schlagt, als wenn er es verdetben läßt. Und er wußte: wenn er früher aufgehött hätte, wenn er sich durch unser Schreren hätte erweichen lassen, dann wären wir schnell rn den Akammonsdienft zurückgefallen.

^ ^ ist auch heute noch viel Sünde in unserem Voll. Und doch meinen wir, wir stehen manchen Schritt aus dem rechten Weg. den wir früher nicht gesehen haben. Es gilt nicht mehr eine Schande, wenn einer geflickt« ^rletder trägt und nicht mehr als Schande, wenn einer ehrliche Arbeit tut. Es ist eine Erkenntnis in uns ge- wachjen. daß Arbett besser ist als Vomehmtun! Seht» das ist solch ein Schritt auf dem Weg, der uns nottut k Und andere werden folgen! Je mehr Gottes hatte Schlage uns gedingen, ihm wieder näher zu kommen, um so näher kommen wir auch dem Ende der schweren Zeit! Das ist unsere Hoffnung!

Und dann, wenn es genug ist, dann wird es heißen; er hat uns geschlagen, er wird uns helfen! Ja. daß das wahr ist, das hat mancher schon erfahren! Gott kann helfen. Gerade unter denen, denen er die schwersten Herzenswunden in diesem Kriege geschlagen hat, gibt es manchen, die den Heilenden-Emftuß seiner Gnade und Liebe haben erfahren dürfen. Was ste erfahren haben, werden wir alle einmal erfahren dürfen, und dann wird es uns sein, wie dem Sohn der heimgekehrt ins Vaterhaus und Frieden findet nach langer Not. Amen^