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Pas LntknlkabkaMkn mit Kchrne-k«.

London. 21. Marz. sWTB.) Das Reuterjche Burean er­fahrt. daß zuversichtlich zu hoifen sei, daß zwischen den Alliierten und Schweden in naher Zukunft ein allgemeines Abkommen werde geschloffen werden. Im Zusammenhang damit würden Vereinbarungen getroffen werden. Schweden endgültig Erleich­terungen für die Erlangung von 100 000 Tonnen Weizen. 100 000 Tonnen Mais und 50 000 Tonnen Hafer zu sichern. Die Weizen. Verschiffungen würden im Aprt! und Mai vor sich gehen, die von Mats und Lirser später. Es verstehe sich, daß dies nicht die Ge­samtmenge der von den Alliierten gelieferten Vorräte sei und daß Schweden weiter Vorräte an Lebensmitteln nach einiger Zeit werde erwerben können. Sofort nach Abschluß des Ab­kommens würden diese Vereinbarungen in Kraft treten.

Für uns Vollkommen yleichgültiq!

Berlin, 21. März. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt offiziös:Die Entente und der Ostsrieden" In der neuesten Expektoration des englischen Minister des Auswärtigen wird wieder einmal mitgeteilt, daß die Entente die von uns mit dem Osten geschlossenen Friedensverträge nicht anznerkennen beabsichtige. Wir machen erneut darauf aufmerksam, daß eine derarfige Anerkennung die weder kämmt noch notwendig ist, für uns vollkommen gleichgültig ist.

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$fihmg*r Der Mmm. der letzt al» Ministerpräsident cm Me Spitze der rumänUdfen Regierung tritt, ist kein unbeschrie­benes Blatt. Er ist ein politischer Charakter, und wenn leine Ailfgabe. sein niedergebrochenes Land wieder aufznrichten und sein Handeln die Erinnerung an die ganze letzte Zeit zu löschen, auch schwer und dornenreich ist. so wird man ihre Lösung doch gerade ihm zutrauen. Sein Name steht in der ganzen Welt in engster Verbindung mit dem Lande, dessen politische Leitung er jetzt übernimmt. Der Ruf eines her­vorragenden Diplomaten gebt ihm voraus, und wir zwei­feln nicht daran, daß er sein Bestes hergeben wird, Rumänien aus der Epoche des Niederganges, in die es durch ver­brecherische Politiker geriet, wieder zu lichteren Tagen zu führen«

Itaffl lpair'rher MinjllttprWkllt.

Madrid» 21. März. sWTB.) Reuter. Maura wurde mit der Kabinettsbildung betraut.

Maura ist der Führer der spanischen Konservativen, die eine unbedingte Neutralität verfechten.

§l!g ffrßfbms da Londorm fonfmit?.

Unruhen in Kelndschiffmr.

Amsterdam, 20. März. (WB.) Nach englischen Blötter- weldungen gibt das indische Amt bekannt, daß in Belu- d^chtstan Unruhen ausgebrochen sind und Maßregeln gegen die Maristamme getroffen werden mußten. Britische Flie- ger warfen zweimal Bomben ans die Lager dieser Stämme.

Berlin. 21. März. DerTemps" meldet aus Rotterdam: Her ..Manchester Guardian" berichtet, daß das Hauptergebnis der Londoner Konferenz der Beschluß war. nie mit den Zentral­machten zu verhandeln und den Krieg als Kraftprobe fsrtzu- ketzen.

Genf. 20. Marz. lieber das Ergebnis der Londoner En- ten^ekonferenz erklärten sowohl Elem'-nceau wie Orlando und Viffolati den Pressevertretern. mau habe über manche wichtige Fragen in London eine Einigkeit nicht erzielen können. Pichon hat sich nach seiner Rückkehr nach Paris gleich krank gemeldet And hütet das Zimmer.

Die Entente und Japan.

Mailand. 21. Marz. Die jüngste Konferenz der Alliierten tu London ist nach einem Bericht derStampa" aus Rom durch besondere Gründe veranlaßt worden. Eine längere Unterredung Lloyd Georges mit König Georg ging ihr voraus. Sie hat sich auch mit der allaemeinen politischen Lage befaßt. Ihre mehr­tägige Dauer bewies den Ernst der behandelten Fragen. Be. züglich des Einschreitens Japans in Sibirien sollen dre Alliier­ten dahin üb.rei «gekommen sein, ihm nur unter der Bedingung zuzustimmen, daß der Friedensschlutz Rußlands nicht zu dessen Nachteil ausgebeutet werden dürfe. Die ..Idea Nazronale" be­tont. die Zusammenkunft sei eine Kriegskonferenz gewesen.

Dnmanien und die Entente.

r Genf, 21. Mörz. DasPetit Journal" meldet aus London, lm Unterhause teilt- Cecil mit, daß der diplomatische V/rkehr zwischen Rumänien und der Entente aufgehört hat. Es schwcben Verhandlungen über den Forttransport der alliierten Staats­angehörigen aus Rumänien.

Marghikoman.

DerNn, 21. Marz. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber Alex- Ander Marghiloman schreibt dieNorddeutsche Allgemeine

Bewegung in Marokko.

Genf. 21. März. Der Korrespondent desTemys" in Tan­ger meldet, daß in Marokko eine starke Bewegung gegen das französische Regime entstanden ist. Es wird mit der Notwen- digkcit gerechnet, französische Verstärkungen heranzuziehen. zumal die Bewegung eine Art heimlichen Krieges darstellt und eine muselmanische sei.

De rntziilchkn flfrlnüe im Mmr.

Aus London wird mittelbar gemeldet, daß die englischen Gesamtverlüfte im Februar mit Ausnahme der Verluste der Flotte sich auf 93 672 Mann und 3018 Offiziere belaufen.

Dev Fliegerangriff auf Freibnrg.

Berlin, 20. März. MTB) Der Fliegerangriff auf Frei­burg t. Br., über den schon kurz berichtet wurde, erfolgte am 13. März um 4 Uhr nachmittags und wurde von acht Flugzeugen ausgeführr. Er hat sich zu einem besonders empfindlichen Fehl, schlag für unsere Gegner gestaltet. Von den acht Flugzeugen blieben drei ln unserem Besitz. Wie weit der zurückgekommene Rest des Geschwaders durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze und die Angriffe unserer Flugzeuge beschädigt worden ist. steht dahin. An den Abschüssen haben die Abwehrgeschütze, die Flug­geschwader des Heimatluftschutzes und unsere Jagdflieger an der Front, die dem Gegner den Rückweg verlegten, fast gleichen An­teil. Die Erfolge, die der Abwurf von etwa 20 Bomben auf die offene Stadt Freibnrg erzielte, find gering. Aber ste zeigen den Zweck, den unsere Gegner mit ihrem Angriff verfolgen. Eine Krankenschwester und zwei in einem Lazarett in Pflege befindliche Personen wurden von den Bomben getroffen, und die Martinskirche wurde beschädigt. Des weiteren wurde eini­ger Schaden an den Dächern und und Fensterscheiben von Pri- vatgebä^den angerichtet, und zwei Bürger wurden verletzt. Es zeigt sich also klar, daß unsere Gegner durch ihre Angriffe auf offene Städte deutsche Frauen und Kinder zu töten, die Wohn­

stätten friedlicher Bürger zu vernichten, unsere Gotteshäuser rmo Kunstdenkmäter zu zerstören suchen. Dank der Kraft und der Wachsamkeit unseres Heimailnftschutzes war es ihnen wsher nicht vergönnt, nennenswerte Erfolge durch diese Kampfesvetse zu erzielen, die fle als erste begonnen haben Sie zwingen aber uns durch ihre Anqrisfe dazu, Gleiches mit Gleichem zu vergel­ten. und schreien dann über Barbarei und Hunnentum. wenn der deutsche Vergeltungsschlag schärfer und kräftiger aussüllt, als ihre Herausforderung.

Marnm England den Kr'kg bis M änfirfin forilkhkn rni!!!

Englands zielbewußtes Streben, unter der heuchlerLscheir Maske des Beschützers der kleinen und unterdrückten Rationen seine Zwingherrschaft immer mehr zu befestigen und auszudeh­nen. wird imAvanti", dem italienischen Soziallstenblatte vom 22. Februar gebührend an den Pranger gestellt. Wie der Ver- saffer des zensurierten Artikels. Eamoglio, eingehend ausein- andersetzt, will England den Krieg bis zum äußersten fortsetzen, 1. um durch Fortsetzung desselben die unbedingte ökonomische Vernichtung Deutschlands zu erreichen, das England unter seiner Faust halten will. 2. zur Erschöpfung seiner eigenen Verbündeten und zu deren ökonomischen und politischen Erdroffelung." Eng­land findet nachAvanti" leicht die Mittel, um den Krieg zu verlängern und seine Verbündeten finanziell durch seine An­leihen zu unterstützen. Aus diese Weise erreicht es dre! Ziele: 1. seine Verbündeten während der Dauer des Krieges stark z« machen, 2. die Verschuldung der Verbündeten sich selbst gegen­über stark zu vergrößern. 3. durch diese Verschuldung die vet» schuldeten Nationen in eine ökonomische und politische AbhäVS gigkeit zu versetzen. England, das heute mindestens von unseren Kriegshetzern als die Beschützerin der Rechte der unterdrückter« Völkerschaften angesehen wird, wird laut rufen können:Di« Welt ist auf dem Wege, rasch englisch zu werdend

Um die letzten Neutralen.

Holland hat sich den Forderungen der Alliierten untenvor fen. Es hat genehmigt, daß vorläufig bis zum 15. April holläw dische Schi'fe im Dienste der Entente fahren sollen. Die Eno tente erhält dadurch, wie man ausgerechnet hat, 300 000 Torv> nen neuen Schiffsraum und schiebt den Krieg durch Hollands Hilf' einen Monat hinaus. Einen Monat wird es dauern, bis unsere U-Voote den Raumzuwachs Englands vernichtet haben, einen Monat, dann ist der alte Standpunkt wieder hergestellt« Es wird daher nicht überraschen, wenn wir hören, daß die En«> tente auch die übrigen Neutralen knebeln und knechten, wenn sie auch diese zur Hergabe ihres Schiffsraumes zwingen will. Untz jedr Neutrale, der sich der Entente unterwirft, hilft denKrieq um ein Kurzes htnausfchieben, aber schließlich kommt doch das Ende, denn einmal kören auch die Neutralen, die Schiffsraum besitzen, auf. Groß ist chre Zahl ja nicht mehr.

Die Unterwerfung Hollands darf nicht überraschen. MaH tollte das Land anders tun. Es hat sich an Deutschland ge« wandt, hat gehofft, Getreide und Kohlen zu erhalten. Deutsch« land aber mußte abiehnen. Es konnte keine Zusagen machen^ da es für sich zu sorgen hat. So -rar Hallen" der Entcuts ausgeliefert, denn es ist auf die Zufuhr angewiesen, es ist abs hängig von Amerika und England. Dieses alles Katzen wir zO berücksichtigen, wenn wir über Holland ein Urteil fällen wollen. Das Land ist uns nicht feindlich, es will uns nicht feindlich sei», und hat sich gewehrt gegen die Zumutung, bis es ichließl ch ketz nen anderen Ausweg sah, als den, sich der Forderung der Enrent« zu beugen.

Unser Verhältnis zum nachbarttckren Holland wird daher auch nicht feindlich werden, sondern wie bisher werden wiH Holland als einen neutralen Etat behandeln und seine Notlag«

Grane Gefahren.

Roman aus der Gegenwart von M. Gonlard. Echmk.

Nachdruck verboten.

So, so. sagte fle Dir das?"

Ja. Sie sagte mir auch, daß sie es für ihre Pflicht gehal­ten habe, den Unseren ich meine England ihre Dienste an- zubleten."

Du glaubst also, die edle Dame habe sich aus lauter Vater, landsliebe geopfert?"

Heln sah unsicher zu ihm auf.Du bist so sonderbar. Fred? Du halst das natürlich nicht für möglich. Aber vergiß nicht, daß wir Engländer sehr stolz auf unser Vaterland sind und alles da­für zu tun vermögen."

Er winkte abwehrend mit der Hand.Ich weiß, ich weiß. Helen. Und ebenso selbstverständlich findet ihr es. dah wir das Recht zu diesem Stolz nicht haben daß wir es nicht hoben dür­fen. Doch lasten wir das! Wir wollten ja nicht davon sprechen.

Hast Du noch nicht darüber nachgedacht. daß Frau von Dü­ring schon vorher, ehe sie Brie^. für Dich besorgte, eine Person in Holland hatte, die Briefe ür ste nach England und viel­leicht auch anderswohin besorgte? Und sagtest Du mir nicht, daß sie ihre Zech-, die Allerweltsmary, immer mit den Briefen nach Lolland jchickte?"

Ja. wieso, was meinst Du damit?"

Ich mein«, wenn ich nichts in meinen Briefen zu verber­gen habe, dann brauche ich sie nicht heimlich über die Grenze bringen zu lasten. Mas übrigens, nebenbei bemerkt, eine recht kostspielig« Briefoeförderung ist."

Helen antwortete nicht gleich. Nachdenklich blickte sie vor sich hin.

*£u meinst doch nicht etwa, daß"

( ja. das meine ich. Die ist sogar klüger gewesen

als Dein kluger Papa. Die hat ganz bestimmt noch mit einer anderen Macht in Verbindung gestanden."

' »Aber datz ist ja schrecklich. Ganz elend wird mir, wenn lck) nur daran denke. Hätte ich sie doch nie gesehene

Zu diesem Wunsche hätte ich allen Grund. Hast Du schon überlegt, was nun werden soll?"

Was werden soll?" Erstaunt hob sie den Kopf. Grenzenlos erschreckt sahen ihn die dunklen Augen an. .Was soll denn noch werden? Ich habe Dir alles erzählt. Pu hast mich dafür ausgescholten, und nun ist's gut. Nun wollen wir nie wieder davon sprechen."

Um Werkheims Lippen zuckte es und leise Ungeduld klang durch seine Stimme, als er sagte:So leicht kann

ich es mir leider nicht machen. Ich bin gezwungen, den Vor­gang zu melden. Ich darf mich nicht zum Hehler machen."

Fred!" In maßlosem Schreck sah sie ihn an.Fred. Du scherzestI Du willst mich ängstigen! Willst mich für mein unbesonnenes Tun strafen! Sag, daß es so ist. Fred!"

Sie tat ihm leid. Sie war doch noch ein rechtes Kind. Sogar die^e schwere Zeit hatte noch nicht vermocht, sie etwas zu verfiefen.

Es hilft alles nichts, Helen, es ist so, wie ich sage. Ich bin gezwungen, es zu melden. Ueberlege doch mal: Gesetzt den Fall, ich schwiege, irgend jemand aber hätte die Düring gesehen? Was dann? Oder sie wird abgefaßt und sagt selbst aus, wo sie in der betreffenden Nacht gewesen ist. Würde man Dich nicht für ihre Mitschuldige halten? Und würde der Schein nicht wirklich gegen Dich sein?"

Sie barg ihr Gesicht in den Händen und begann zu Mucken.

O Gott. Fred, ich komme um vor Scham. Wenn ich womöglich vor"

Er sah auf das schimmernde Goldhaar. Die feinen Nackenhärchen bewegten sich leise hin und her. Konnte man ihr ernstlich zürnen? Es war unmöglich! Er zog ihr die Hände vom Gesicht und küßte die tränenfeuchten Augen.

Komm her, Liebling, nun wollen wir mal vernünftig sein. Es wird den Kopf ja nicht gleich kosten. Melden muß ich es, Du kennst meine Gründe. Und auch sowieso ich bin kein Freund von solch stillgeschwiegenen Geschichten. Aber ich hosfe bestimmt« daß nicdtS daraus entstehen wird.

Schließlich am letzten Ende ist es ja begreiflich, datz Du sitz aufnahmst."

Nicht wahr?" sagte sie eifrig, und die eben noch ritz Tränen schwimemnden Augen glänzten,Ich bin ja auch so schon bestraft genug, glaub' es mir! Ich war immer so stolz darauf, eine Engländerin zu sein. Und nun? Nun muß ich datz mit Frau von Düring erleben. Denke doch nur. eine Engländerin politische Spioninl Und dann, was mnk das Schrecklichste ist der Papa! Wie bin ich immer stol§ af ihn gewesen! Er galt mir als der Inbegriff alles Tuch' tigen. Ehrenhaften. Und nun dingt er selbst Spione, um Deutschland wirksam zu bekämpfen. Es muß sehr traurig mit uns stehen, wenn es schon so weit mit uns gekommen ist *

Werkheim strich ihr zärtlich über die blonden Haar« Er hütete sich diese Aufwallung zu bekämpfen. Es könnt« nichts schaden, wenn Sir Edward Douglas' Heiligenschein in den Augen seiner Tochter etwas verblaßte. Auch daß bei englische Größenwahn einen kleinen Dämpfer bekam, war sehr gut. Das Stur-bad konnte die heilsamsten Folger» haben.

Am liebsten hatte er von Herzen aufgelacht über lhrek moralischen Katzenjammer. So sagte er nur:England ist sicher ein großes Land und die Engländer sind unbestritten ein tüchtiges Volk. Nur können sie nicht vertragen, wenn auch andere Völker, andere Länder groß und tüchtig werden. Und Dein Vater ist darin einer der schlimmsten. Er nennt das Volksbewußtsein und Vaterlandsliebe. Ich freue mich, daß Du endlich anfängst. Dich mit unbefangenen Augen um« zusehen. Nicht nur durch die Brille britischr Unfehlbarkeit Und wenn dies Erlebnis mit der Düring diesen Wandel be« wirkt hat. dann kann ich der Frau noch dankbar sein. Und« Nutzen sollen sie durch das, was sie ihnen verraten hat, nichß haben. Dafür wollen wir schon sorgen."

Wenn doch nur dieser schreckliche Krieg erst zu End^ sein wollte!*

\ Fortsetzung folgt