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Unmmer 69 _ _Freitag, den S2. Mar? 1918 11. Jahrgang.

DieJene T aeesieituny" erichemt seden Werltai. Regelmäßige BeilagenOer Kauer au» Helfe»".Wie Spinukabe". He»«gapreis: Be' oen Poitanstalten merleuatirilch Mt. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: ^ei oen Renten monatlich 85 Psg. einschließlich Tragerlotm. A»?ergen: Grundwerte 25 Psg lokale 20 Anzeigen von auswarrs «erden durch Bo-tnachna -ms

» erhoben. Eriüllnnason ^edbera. Schriftleittrua und Uerlaq vnedbera lHeisen». >anauer^rage 12. ^ecnvrecher 48. Po tj heck-Ls arg Re. 18»9. I nt ^rantturt a. M.

ie p|t Zchlch! in Selre in (iangr.

In breiien Abschnitten die Artillerielchlacht mit voller Wncht entbrannt. In Teile der s?itf!t! 'trn Stellung ringedrnngen. 680000 Tonnen im Februar, 15100 090 Tonnen seit Kriegsbrginn

versenkt. Amerika belchlagnchmt die hoUändijchen Schiffe.

Der deutsche Generalstab r'- ^._ meldet: = ü

W. T. K. Grotzes Hauprqnarrier, den 81. Mar?. Amtlich.

Westlicher Kriegsschavylatz.

Heeresgruppen Kronprinz RupprechS Zwischen Dixmuide und La Bassee blieb auch gestern die Erkundungstäligkeit rege. Der Artilleriekampf nahm am Abend bei ausk'.ärendem Wetter an Stärke zu. An der übrigen Front lebte die Gefechtstätigkeit vorübergehend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Auf dem Siiduier der Cijt, nördlich von Reims und in der Champagne war das Artilleriefeuer vielfach gesteigert.

Heeresgruppe Gallwitz.

Der Artikleriekampf vor Verdun nahm am- Abend große Heftigkeit an. Bayerische Kompagnien übcrranten südwestlich »on Ornes in überraschendem Angriff dte ersten feindlichen Li­nien. Sie stießen bis zur Brule-Schlucht durch und nahmen ftnen Bataillonsstab und mehr als 240 Franzosen (darunter zwanzig Offiziere) gefangen. Westlich von Apremont drang Hetnische und niedersächsische Landwehr in die französischen Grä­ben ein und brachte 78 Gegangene zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf den, Ostufer der Mosel und bei Nomeny führten wtr erfolgreiche Erkundungen durch. Das Zerstörungsfeuer der französischen Artillerie am Paroywalde hielt a»

In breiten Abschnitten der Westfront ist heute früh die Ar- tillerieschlacht mit voller Wucht entbrannt. Oesterreichisch-un- garische Artillerie hat sich am Kampf gegen Engländer und Franzosen beteiligt.

Oste«:

Heeresgruppe Mackensem Truppen des Generals der Infanterie Kofch haben in der Ukraine die Handels- und Hafenstadt Eherfon genommen.

Der Erste Generalqrmrtiermeifter: Ludendorff. Abendderichl.

Berlin. 21. März, abends. (WTB Amtlich.) In belgisch rmd französisch Flandern, nördlich von Reims, in der Cham­pagne. vor Verdun und in Lothringen haben sich die Artillerje- kärnpfe verschärft Zwischen Cambrai und La Före sind wrr in Teile der Huglijhsa Stellungen eingeornugett.

%

Der österreichische Generalstab -7^^^ meldet: -

Wien, 21. März. (WTB) Amtlich wird verlautbart! Oesterreich-ungarische Artillerie hat auf dem westlichen Kriegsschauplatz m den Kampf gegen die Franzosen und Englän­der eingeariffen.

In Benetien lebte die Gefechts tätigkeit mehrfach betracht.

llch auf

Der Chef de» ^-»eralftabe».

Der bulgarische Grncralstab >r_ meldet: === == -r

Sofia. 19 März. (WTB) Generalstobsbericht.

Mazedonische Front. Westlich des Prefpasees bombardierte unsere Artillerie mit Erfolg mehrere Infanteriegruppen im feindlichen Hintergelände. Auf Ccrvena-Stena, in der Ebene westlich von BitoUa und im Cernabogen, bei Markovo mehrere feindliche Artillerieangriffe, auf welche unsere Artillerie er­widerte Südlich des Dorfes Ruma war die feindliche Artillerie- lätigkeit zeitweilig lebhaft. Feindliche Flieger warfen Bom­ben auf unsere Lazarette östlich des Wardar. welche gut als solche zu erkeunen waren.

Dobrudfchcftront: Waffenstillstand.

68060 ) Tonnen!

Keit 1. Februar 1917: 10 270000.

Berlin, 20. März. (Amtlich.) Im Monat Februar sind durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte unter Hinzu­rechnung des in den bisherigen Monatsveröfsentlichungen noch nicht verrechncten Teils der vom HilfstreuzerWolf" erzielten Erfolge insgesamt

680 000 Bruttoregistertonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Danach beläuft sich das Gesamtergebnis der Vernich, tung seit Beginn des uneingeschränkten UBootkrieges auf ins­gesamt

10 270 000 Bruttoregistertonnen.

Durch die kriegerischen Maßnahmen der Mittelmächte ist der unseren Fetnden zur Verfügung stehende Welt-Handels- schiffsraum r eit Kriegsbeginn bts zum 31. Januar 1918 um rund 15100 000 Bruttoregistertonnen verringert worden. Hiervon entfallen rund 9 400 000 Bruttoregistertonnen auf die englische Handelsflotte.

Der Che? de» Admiralstabs der Mariae.

V --

HiinliirdfH vim Zer lirr bkiriissstn.

Berlin, 21. März. (WTB. Anrtlich.) Torpedoboo'sstreit- fräfte in Flandern haben am 21. März früh in drei Gruppen die Feste Dünkirchen, sowie militärische Anlagen bet Bray-Du- nes und de Panne nachhaltig unter Feuer genommen. Die Auf­schläge lagen überall gut, in dem umfangreichen Barackenlager bei de Panne, da» mit 800 Schuß belegt wurde, brachen zwei große Brände aus. Die Küstenbatterien erwiderten das Feuer heftig, aber ergebnislos. Auf dem Rückmarsch kam es zu einem Feuergefecht mit einigen feindlichen Zerstörern, die sich jedoch zurückzogen, nachdem sie mehrere Treffer erhalten hatten. Die am Vorstoß beteiligten Streitträfte sind ohne Beschädigungen rmd Verluste eingelaufen.

Zwei unserer kleinen Vorposrenboote sind heute Nacht von einer Fahrt westlich Ostende nicht zurückgekehrt und müssen als vermißt gelten.

Der Chef des Admiralstab» der Marine.

Die oroSe Schlacht im Westen.

So hat deun dte große Schlacht im Westen, dte wohl das fürchterlichste Kämpfen werden wird, das die Weltgeschichte kennt, begonnen. Wohl hätten wir gerne das Trauerspiel ver­mieden, obnr unsere Feinde haben es anders gewollt. In schreck­lichem Ringen messen noch einmal die Gegner ihre Kräfte.

Dir Anfänge sind gut. Mit knappen Worten meldet der gestrige Tagesbericht:In breiten Abschnitten der Westfront ist heute früh die Artilleriefchlacht mit voller Wucht entbrannt", und der heutige Abendbericht weiß schon zu sagen:Zwischen Cambrai und La Före sind wir in Telle der englischen Stellun­gen eingedrungen." Wtr hegen die feste Zuversicht zu unseren unvergleichlichen Verteidigern und ihrer herrlichen Führung, daß unser Ziel erreicht werden wird. Wtr wißen, daß die Oberste Heeresleitung nichts ohne dis sorgfältigste Vorbereitung unter­nimmt und daß dem Willen zum Sieg der Erfolg noch niemals versagt blieb.

Hoffen wlr, daß der Herr der Heerscharen mit uns und un­serer gerechten Sache ist, möge er unsere Waffen segnen, auf daß aus der blutigen Saat dte Keime des Friedens entsprießen mögen.

»

Gebete für die Westoffcnstve.

Erzbischof Faulhaber in München hat auf den nächsten Sonn­tag, den 24. März, in allen Kirchen seiner Diözese eine nllge» meine Betstunde für das Gelingen der Operationen im Westen ungeordnet.Dte Stunde zum entscheidenden Schlag ist gekom­men", heißt es in dem Erlaß. Die Gläubigen sotten ferner zum andauernden Gebet und öfteren Empfang der Sakramente wäh­rend des Kanrpfes ermahnt werden.

Die Fliegerkämpfe im Februar.

Berlin, 20. März. (WB.) Im Februar verloren unsere Gegner durch unsere Kampfmittel auf allen Fronten tm ganzen 138 Flugzeuge und 18 Fesselballons. Wir büßten durch feind-

lichs Einwirkung 61 Flugzeuge und 3 Fesselballons ein. Davon sind 26 jenseits unserer Linen geblieben, die übrigen über un­serem Gebiet zerstört worden. Auf die Westfront alle-in ent­fallen von den 138 Flugzeugen 132, von den Deutschen 58. 10S der feindlichen Flugzeuge wurden im Lustkampf, 25 durch Ab. wehrgeschütze abgeschossen. 5 landeten unfreiwillig hinter un­seren Linien. 59 sind in unserem Besitz, die übrigen find jenseits unserer Linie erkennbar abgestürzt.

Wärrbente an der Westfront.

An der Westfront wurden vom 1. bis 20. März 2690 Mann, darunter über 70 Offiziere und zwei Bataillonsstäbe. gefangen genommen Roch den bisherigen Meldungen wurden 102 Flu^ zeuge, 21 Fesselballone der Gegner abgeschossen, gegen 40 Ma, schinengewehre und 20 Schnelladegewehre erbeutet.

^kr Frikdk von ßrflMitonilfc rnMttt.

Berlin. 21. März. (MTB. Nichtamtlich.) DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Im Aufträge des Votkskommissa. riats für auswärtige Angelegenheiten überreichte heute i» Auswärtigen Amte Herr Petrow, Vorsitzender der Komm'ssiov für auswärtige Angelegenheiten im Sowjet, eine offizielle f^ rtft- liche Mitteilung darüber, daß der Friedensvertrag von Brest. Litowsk am 16 d. M. von der außerordentlichen allrussischer Versammlung der «Räte der Arbeiter. Soldaten. Bau.'rn und der Kosakendeputation in Moskau ratifiziert worden ist.

Das Alt matmn an Holland.

Amsterdam. 20. März. (WTB.) Der Amsterdamer Ver'-reie, des Wolffbureaus erfährt (in Bestätigung früher r Meldungen) aus Haager parlamentarischen Kreisen, o'-i Grund der heutigen Loudonschen Rede ein Einvernehmen oarüber herrscht, daß die in Holland befindlichen holländischen Schiffe durch dar Uuktimatum der Entente unberührt bleiben. Nur der im Aus. lande befindliche Schiffsraum wird von den Forderungen der allierten Negierungen betroffen. Die dem Verrreter des .Al» gemeen Handelsblad" durch Unterstaatssekretär von dem Bussche abgegebene Erklärung betr. Deutschlands Stellungnahme zur Frage des holländischen Schiffsraumes in Holland und einer etwaigen Ermöglichung der Versorgung Hollands durch Pendel­verkehr dieser Schifte wirkte beruhigend.

Deutsche Gegenmaßnahmen.

Haag. 21. März. Der Berliner Korrespondent des ..Nieuw« Rotterdamfche Courant" berichtet, in Berlin von zuständiger Seite erfahren zu haben. Deutschland hege keine feindlichen Ab. sichten gegen Holland, sei aber gezwungen. Maßnahmen zu tref. fen. die die praktische Durchführung einer Vermehrung der En- tent'etonnage durch neutralen Schiffsraum verhindern.

Köln, 20. März. DieKölnische Zeitung" sagt neuerlich in einem Artikel über die Abtretung niederländischer Schiffe' Di« Preisgabe des in holländischen Häfen befindlichen Schiffsraumes an unsere Feinde würde einen schweren Verstoß gegen die hol. ländische Neutralität bedeuten, der selbstverständlich seine Fol­gen haben würde. In Deutschland kennt man die schwierige Lage genau, in der sich Holland dem berufenenBeschützer de, kleinen Mächte" gegenüber befindet, und man wird eine Ent­scheidung Hollands, die uns der Notwendigkeit eines derartige» Eingreifens enthebt und die Fortsetzung der freundlichen Be­ziehungen zu Holland weiter gestattet, sehr begrüßen.

Die Entente lehnt ab.

Genf. 21. März. DerMatin" meldet, die Alliierten habe« offiziell die Bedingungen Hollands abgelehnt. DerTemps* schreibt, unter keinen Umständen kann dte Entente die ihr vo« Holland gestellten zn>ei Bedingungen annehmen: erstens, das

Verbot des Transportes von Waffen oder Kriegskonterbanda auf den im Dienst der Entente stehenden holländischen Schiffen, zweitens, das Verbot der Bewaffnung ihrer Schiffe.

Die holländischen Schifte in Amerika beschlagnahmt.

Rew-Pork, 20. März. (WTB) Reutermeldung. Der Pre­sident erließ eine Erklärung, in der er zur Beschlagnahme der holländischen Schiffe in den amerikanischen Häfen am Mittwoch nacht ermächtigt. Der Schritt wurde getan, nachdem das Kriegs­handelsamt erfahren hatte, daß Holland das amerikanische Ul­timatum, dte Schiffe auszuliefern, abgelehnt habe