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Grane Gefahren.

Nomon aus der Gegenwart von M. Gvntard - Schuck. ^8) Raddruck verboten.

Gleich wilden Sturmvögeln flogen ihre Gedanken hin* über über den Kanal. Ter Papa! Daß er so etwas Lat! Als der Inbegriff alles Hohen, Edlen war er ihr immer erschienen.

Aiw mit solchen Mitteln arbeitete man, um die ver­haßten Deutsck>en unterzukriegenl

..Dann brauch ich wirklich nicht mehr stolz auf mein Englandertum zu sein." murmelte sie in die Kissen.

Im Lau*' d^ö nächsten Tapes änderte sich das Wetter. Ein 'chirfer Ostwind setzte etn und trocknete mich die nassen Wege.

Nach Einbruch der Dunkelheit verließen zwei dicht ver- ichleierte ^rauengestalten das Werkheimsche Haus und waird'rten zu Fuß in der Richtung nach Süden.

Die Voraussetzung der Frau von Düring hatte recht be­hagen. In Werkheims Hause, dem Heim eines Offiziers, suchte niemand die Spionin.

Aber Helen hatte sich entschieden geweigert, ein Auto rufen zu lassen.

..Es würde auffallen. Zumal fast sämtliche Autos für die Militärverwaltung beschlagnahmt sind. Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie sich am Balmhof ein Anto. Ich habe getan, was ich konnte, mehr schon, als ich verantworten kann."

Tie junge Frau sprach seltsam bestimmt. Diesen Ton hatte Emi'y von Düring noch nie von ihr gehört.

Es ist überhaupt besser, wir laufen erst einige Stun­den zu Fuß. gnädige Frau." sagte Mary später zu der Herrin, als sie Seite an Seite durch die dunklen Straßen schritten.Die Autos werden jetzt oft durchsucht, und o-.ck nm Babnßof dürfte es nidft leicht sein, durchzukommen. Wir gehen erst einiae Stunden und steigen bcma au irgendeiner fTrincn Haltestelle ein. Am besten l.äre es überhaupt, wir liefen bis Hamburg."

.Um Gottswillen, Mary, wie soll ich das denn aus- holten?"

..Es wird fdV'.i gchen. Wir können ja unterwegs über- pachlen. wenn wir zu müde sind."

Am folgenden Tage, es war kurz vor Mittag, kam Herr ton Werkbeim nach Hause. Er befand sich in bester Laune, d:e Probefahrt war glänzend verlaufen und alle Teilnehmer zagten sich aufs höchste erstaunt und erfreut über die außer­ordentliche Leittrmgsfäbigkeit des neuen Bootes.

D^r Erbauer des Bootes, der Technische Direktor einer großen 'Schiffswerft an dsr Weser, hatte vor Glück gestrahlt über das Gelingen seines Werkes. Der kleine, schwächliche, unscheinbare Mann war bei Beginn des Krieges unglücklich, daß er dem Vaterlande nicht mit der Waffe in der Hand dienen durfte. Run lab er. daß ein rechter- Mann dem Vater- lande auch aus andere Weise nützen konnte.

Und glücklich war auch Alfred Werkbeim. Hatte er doch heute nach vollendeter Probefahrt den Befehl erhalten, das i:eue Boot zu führen.

Unbgrenzte Möglichkeiten taten sich vor ihm auf. Wie oft hatte er die geringe Geschwindigkeit seiner alten Sieben bedauert. Und nun? In seiner freudigen, gehobenen Stimmung bemerkte er zuerst gar nicht, daß Helen seltsam still und bedrückt war. Als sie sich aber nach Tisch am Kamin gegenübersaßen, siel ihm ihr sonderbares Wesen dock auf.

Sag. Helen, fehlt Dir was?" fragte er nach einer Pause und blickte ihr prüfend in die Augen.

Nickts. was sollte mir fehlen? Warum fragst Du?" Er schwieg und sah sinnend vor sich nieder.

Was mochte das denn wieder einmal sein?

Hast Du Nachrickck von London bekommen?" siagte er aus seinen Gedanken heraus.

Nein. Fred. Warttm fragst Du so sonderbar?"

Muß ich Dir das erst sagen. Helen? Empfindest Du e? nicht selbst?" Er faßte nach ihrer Hand und hielt sie fest. ..Seit wann hast Du kein Vertrauen mehr zu mir? Du sogst. Du hast keinen Brief bekommen was ist es dann, was Dick bedriickt?"

Aber ick habe nickts! Wirklich gar nichts!" Sie wurde verwirrt, ihr Gesicht überzog sich mit dunkler Röte.

Sie stand auf und trat ans Fenster.Ich weiß nicht, was Du hall. Wie ein Untersuchungsrichter forschest Du mich aus. Mau kann doch nickt immer lustig sein!"

Natürlich kann nran nicht immer luftig sein, Und wenn Du mir nickts zu sagen hast, dann ist es gut. Ver­trauen läßt sich nicht erzwingen. Nur natürlich ich muß mich erst daran gewöhnen. Bis jetzt hatten wir noch nie Geheimnisse voreinander."

_ Da konnte sie ihre Fassung nicht mebr aufrecht halten. Sie ging zum Sofa, warf die Arme über die Lehne und schlucktte herzbrechend.

Na. na. was denn? Helen. Liebling, was ist denn nun wieder? Komm. sag', was Dir fehlt. Ich wußte dock sofort, daß etwas nickt in Ordnung war. Ich kenne doch meine kleine törichte Frau."

Erneute Tränen waren die Antwort.

Einige Minuten ließ er sie gewähren, dann hob er ftren Kopf hoch ..So, nun ist's aber genug! Komm, nun sei endlich vernünftig. Sage mir, was Dich drückt, sonst werde ich ernstlich böse."

Ich schäme mich so," kam eS stockend von den zuckenden Lippen.

Schämen?" Verwundert siagte es Werkheim.Hast Du Grund. Dich zu schämen?"

Sie nickte. Dann aber hob sie entschlossen den Kopf, trocknete ihre Tränen und versuchte, sehr gefaßt auszuschen.

Seit wann bist Du in der Stadt. Fred?"

Seit wann? Seit heute früh? Warum fragst Du?"

Haft Du noch nichts gehört? Von irgend etwas, was hier aesckeben ist?"

Er schüttelte verwundert den Kopf.Ich wüßte nickts Besonderes. Im übrigen kommen jetzt so viele Dinge vor. daß man unmöglich von allem hören kann. Aber was meinst Du denn? Ist es etwas, was uns angeht?

Hast Du Herrn von Düring gesehen?"

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M jetzt Greifbar uni erfolot der Verkauf des Oele« von "rei'ai. den 22. d. Mt», ab, au! Grund vwet Kotten. die on Wem Za^t arü Zimmer Nr. 9 des ^ladthau'es in den Lbllckrn Sr»' den geaen Votta-e der Le- bensmitt'I arte erhäl-lich sind, in den 'olqenden Gttch'isten: Feid. Damm Nachllg.

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Friedde^ den 30. Mär, 191**.

Ter Bürnernieirler.

2. V.: Damm.

Aber natürlich. Er war ja mit zur Probefahrt Nobrigens hielt er sich noch im Dock auf. als ich nach Haust ging."

Und niemand hat ihm etwas gesagt?"

Aber Helen, wie soll ich das wissen? Sag mir endlich was das alles bedeutet. Du machst mich ganz nervös mir Deinen sonderbaren Fragen. Was rst's mit den Dürings?"

Da erzählte sie ihm alles.

t Wie Frau von Düring zu ihr gekommen sei. und wie sie sie in der Nacht und bis zum andern Abend beherbergt habe.

Werkheim stieß einen leisen Pfiff aus. Ah! Also doch! So hatte seine damalige Vermutung doch auf die rechte Fährte geführt.

Als Helen geendet sagte sie:Ich weiß wobl, daß ich es nicht hätte tun tollen. Aber ich konnte nickt anders. Und dann sie war meine Landsmännin, ich war also ver­pflichtet. ihr zu helfen."

Werkbeim ging einige Male im Zinuner auf und ab. Unruhig folgten ibm Helens Augen.

Was würde er sagen, würde er sehr böse sein?

Nun sprich, Fred!" rief sie ihm schließlich zu.

Er blieb neben ihr stehen.Was soll ich denn nun sagen? Was soll ich mit Dir machen? Wie unangenehm die ganze Ge­schichte für mich ist, brauche ich Dir wohl nicht erst zu erklären?"

Aber, Fred! Würdest Du nicht ebenso gehandelt haben, wenn ein Landesmann Schutz bei Dir gesucht hätte?"

Vergiß nicht. Helen. Du bist nicht irgendwer! Du host in erster Linie auf Deinen Gatten Rücksicht zu nehmen. Unter, brich mich nicht. Kind! Sieh, ich verstehe ja ganz gut Dein Ge­fühl das Gefühl der Einsamkeit einer Landsmännin gegen- über. Aber diese Landsmännin ist eine Spionin. die um schnö- des Gold deutsche Pläne und Geheimntffe preisgibt. Aber ebenso würde sie auch die derEngländer verraten, wenn sie genug dafür geboten bekäme. Denn eine Frau, die so rücksichtslos und kaltherzig ihren Gatten opfert, die ist zu allem fähig."

Aber was hat denn Herr von Düring damit zu tun? Ich will ihre Handlungsweise nicht beschönigen, aber schließlich gehl es ihn ia gar nichts an!"

Nicht? Glaubst Du. man wird ihn nicht zur VerantwoH tung ziehen? Man muß doch selbstverständlich sofort denket daß er nachlässig mit geheimen Zeichnungen und Plänen umge­gangen ist."

Herr von Düring hat aber nickts damit zu tun. Cie hat andere Gewährsmänner gehabt. Wenigstens sprach fie mii von jemandem, ich weiß nur nicht mehr, um wen es sich handelte, da ick in jenem Augenblick halb besinnungslos vor Schreck war."

Warum hast Du das Weib nickt vor die Türe gesetzt. Helen? Dich so aufzuregen! Zudem scheinst Du gar keinen Begriff z« haben von dem. was Du getan hast."

O doch. Fred! Zch weiß ganz genau, daß ich es nicht durfte. Aber trotz alledem! Weißt Du. wie Frau von Düring zu der zu dieser Sache gekommen ist?"

Na?"

Durch mich?"

Red' keinen Unsinn. Kind. Wieso durch Dich?"

Papa war ihr Auftraggeber. Und durch mich, oder viel- mehr durch das Besorgen meiner Briefe ist sie erst zu Papa ge­kommen." _(Fortsetzung folgt.)

^ett. Die ^lci chver or^un' für d e Tevölierung der Stadt Frtedderg.

Kelwnutmachnng

Hierdurch bringe ich zur öffent- ltchen Kenntnis, daß der Behaus von Rind-, und Kalbfleisch sowie Wurstwr dieie Woche am Freitag, den 22. März 1918, von nach- initta'» 1 Uhr ab m den samt- Uchcn hiesigen Metzgerläden statt­findet.

Schweinefleisch gelangt diesmal «ickt zur Ausgabe.

Die vorjteyende Verkaufszeit ist genau ein'.uhalten.

Sriedtzerg. den 21. Mär, 1918 Der Bürgermeister.

2. B.: Damm.

Kekanntmackttttg.

Nächsten Freitag, den. März, verteilen wir in der alten Pc ft

frische Land-Eier

Ms- Zeile nteilung wie bei der Vulterverteilung.

Es werden abgegeben:

Auf Eierkatte gelb. Marke 20, 1 Ei zu 38 P g.. auf abge lemvelte rote Eierlarten. Marke 2l. 2 Eierzu 68 Psg. wegen Vorlage der kreisam licheu Bescheinigungen auf abgestempelte rote Eierkarten, Marke 22 , 2 Eier zu 6 Pf«,.

Die Eierkarten sind mit vor ulegen. Nicht abge- uemielie rote Eierkarten sind uugüttig. Eierkarlen ohne dle betreuenden Marken berechtigen nicht zum Be.ug' einzeln abzetrennle Marken sind wertlos.

Das Geld ist abgezählt bereit zu Halen.

Friedberg, den 20. März 1918.

Städt. L beusmllie^-Ausschuß.

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