Nummer 68
Donnerstag. den 31. War; 1918
11. Jatp gang
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k)»e eue v n, evreitnng" ?i cbetnt ,eder Werl»«'. iKepelmafoipe »heiiocen „irr iTourr ans Hellen", „Die Sp»«nl1«de". Ke;ugspre»s: Bei den Poitanftatten oicrieljalirlictj s JJiL 2.40 hinzu iritt noch das Bestellgeld; "ei oen "enter- monatlich -,5 Big. etnchließlich Traqertotm. Anzeigen: Grunv^ette 2b Big., totale 20 Pig^ Än,eigen von auswurrs veroen ourch vo machnatim« erhoben. E 'ullunnson ^ttevdera. Schriftleiluna und lerln, nevd- >e ien -uns »er trage 12. ^era vre t»?r 48. Vs t, ,ek, Ls na *ir. iS 1 »». In« <raasfurt a. M.
Hrstiger Krncrkampf bei UerdNir.
Der WaffcnstiU.land mit R> m nicn verlängert. — 18000 Tonne» versenkt.
e Fall Daimler-Werke :»» Reichstag.
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Der deutsche Gencraistak z^= ~.zz— r== meldet: = -
W. T. K. Mrosies Hairptqna» tier. de.» 20. März. Amtlich.
Weilliche- gsfchauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprechß und Deutscher Kronprinz.
Zwischen der Küste und dem £a Bassee-Kanal dauerte die »ege Erkundungstätigkeit fort. Das in diesen Abschnitten am Morgen abflauende Artillerre^euer nahm am Nachmittage wieder an Stärke zu. An der übrigen Front lebte die Gefechts- tättgkcit nur in den Abendstunden südwestlich ov". Cawbra'., zwischen Oise und Ärlette. nördl'L von Berry au Vac und an einzelnen Stellen der Champagne auf.
Heeresgruppen Gallwitz und Herzog Albrecht.
Der Feuerkampf bei Verdun ging heftig werter. Die beiderseitigen Artillerien bekämpften stch vielfach mit größerem Muni- tionseinfatz. Nordöstlich von Bures brachte ein Angriffsunternehmen Gefangene und Maschinengewehre ein. Starke Tätigkeit entwickelte der Feind tm Parroywalde. Das vom frühen Morgen an gesteigerte Feuer hielt fast ohne Unterbrechung bis zur Dunkelheit am Auch in den Abschnitten von Blamoat und Badonvillers war dre französische Artillerie rege.
Oste«:
In der Ukraine haben württembergische. zur Säuberung der Von Olwiopol nach Nordostcn führenden Bahn vorgehende Truppen bei Nowo-Ekrainka stärkere Banden im Kample vertrieben.
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Der vertragsgemäß am 19. 3. abgclaufene Waffenstillstand mit Rumänien wurde bis zum 22. 3. mitternachts verlängert.
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Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Abenddrrichl.
Berlin, 21. März, abends. (WTB. Amtlich.) Don den
Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Auch bei Verdun ließ der Artillerletampf bei Regen und Nebel an Heftigkeit nach.
Der österreichische Gcnernlstab ——-—- meldet: —."= <
Wien, 20. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Kampshandlungen. Der Waffenstillstand mit Rumänien tst bis zum 22. März verlängert worden.
Der Lhel de» Seaeraljiabe».
Das türkische Hauptquartier —- .- meldet: ===a
Konstantinvpel, 19. März. (WB. Nichtamtlich.) Tages- An der' Palästinafront steigerte sich das Artilleriefener on einzelnen Teilen des westlichen Abschnittes zu großer Heftigkeit.
18000 Tonnen versenkt.
Berlin, 19. Mgrz. (WTB. Amtlich.) U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 18 000 Bruttoreglstertonnen. Ein tiefbeladener bewaffneter Dampfer wurde an der englischen Ost- tiiste aus stark gesichertem Geleitzuge herausgeschossen. Ein anderer Dampfer, wahrscheinlich mit Munitionsladung. versank augenblicklich nach der Torvedodewnation.
Der Chef de» Ad«ir«lstods der M«rine.
Die Armee Gallwitz.
Die „Zürcher Post" meldet, daß die französischen Militär- treife in der Ernennung des Generals Gallwitz zum Führer einer Heeresgruppe an der Mosel wieder ein Vorzeichen des unmittelbar bevorstehenden Angriffs erblicken und darüber starke Erregung zeigen. Man steht stch in der Annahme bestärkt, daß
Gallwitz in Deutschland ähnliches Ansehen genießt wie Hinden- burg. Gallwitz könne wahrscheinlich als Führer des kommenden Frühjahrsangriffes betrachtet werden.
Heldentod d-u,t'cher Flieger.
Bern. 20. März. (A5TB.) Dem ..Matin" zufolge wurden die nach dem zweiten Luftangriff auf Paris abgeschossenen deutschen Flieger Graf Ccheibler aus München-Gladbach. Leutnant Freiherr von Meinsingen und Feldwebel Wulf aus Oldenburg vorgestern auf dem Friedhof von Chaleau Thierry bestattet.
Drin Welcher Friede!
Kiel. 19 März. (WTB.) Auf dos Begrüßungstelegramm des hier tagenden fchleswtg-holsteinifchen Provinziallandtages ist folgende Antwort des Kaisers eingegangen:
Dem schleswig-holsteinischen Provinziallandtag sage ich von Herzen Dank für den Huldigungsgruß, aus dem ich mit Freude seine Zuversicht und das Gelöbnis der Provinz zum Auharren entnehme. Unser deutsches Schwert hat sich bisher als bester Schutz erwiesen und wird es bleiben in dem kommenden schweren Entscheidungsringen. Das Heimvtheer in Stadt und Land meiner treuen Provinz Schleswig-Holsteln wird, des brn ich gewiß, der unermüdlichen Armee und de» unseren Feinden den Lebensatem raubenden Marine treu zur Seite stehen. Der Siegespreis soll und wird uns nicht fehlen. Kein welcher Friede, sondern einer, welcher den Interessen Deutschlands entspricht. Das walte Gott! Wilhelm R.
Herzogtum Litauen.
Berlin. 20. März. Tie Entscheidung über das weitere Schicksal Litauens steht, wie die „Tgl. Rdsch." hört, in kürzester Frist bevor. Vor allem ist der Beschluß des litauischen Landesreto- vom 9. Dezember 1917 anerkannt worden. Die mit den Verhandlungen beauftragten Litauer haben diesen Beschluß dahin bindend erweitert, daß Litauen sich mit seinen 75 bis 80 vom Hundert Katholiken einen katholischen Staat mit katholischem Fürstenhaufe schaffen wolle, daß dieser katholische Fürst ein deutscher Fürst sei solle, daß in erster Linie ern süddeutscher Herzog in Frage käme und dieser Herzog bereits seinen Willen kundgegeben habe, daß er dem Rufe Folge leisten werde. Weiter wurde bindend zuaesagt, daß der Staat sofort und für ewige Zeiten im engsten Bünd. nis niit dem Deutschen Reiche zu stehen wünsche. Jeder Gedanke einer persönlichen Vereinigung der litauischen Krone mit einer anderen werde nach Behauptung der Litauer vom ganzen Vo'ke abgelehnt. Das Blatt glaubt versichern zu können, daß über alle diese Punkte zwischen der obersten Heeresleitung der politischen Reichsleitung und der derzeitigen gesetzlichen Vertretung des litauischen Volkes volle Einigkeit besteht, und daß dieses Unternehmen nunmehr in kürzester Frist seine öffentlich-rechtliche Form erhalten dürfte
Finnland.
Stockholm. 19. März. (WTB.) Wie das ..Aftonbladet" aus Wasa erfährt, ist das Hauptquartier der Weißen Gardisten heute nach Haapamaeki verlegt worden. Nach den gleichen Quellen ist an der ganzen Front eine große Schlacht im Gange. Bei Vilppula gingen die Weißen Gardisten zum Angriff über. Orivest und einige andere Orte wurden bereits von ihnen ein. genommen. Inzwischen fahren die Roten Gardisten mit ihren Gewalttaten gegen die Bevölkerung fort. Nördlich von Björne- borg wurden in einer Fabrik fast alle Beamten ermordet. Man hatte sie vorher barfuß in den Schnee getrieben und in Keller etngesperrt, von wo sie dann halbverhungert wieder heraus* geholt wurden, um nkedergestochen zu werden. Ebenso wurden auch wieder mehrere Gutsbesitzer ermordet. Ein großes Geschäftshaus in Abo wurde vollkommen ausgeplündert, wobei vor allem Frauen mlthalfen.
Die Skilliliilinilhmt l»rr JjollänWdjfn ZW.
London. 20. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuterfche Bureau erfährt, daß der englischen Regierung bis gestern vor? mittag noch keine Antwort der Negierung der 9flebcrlanbe auf die Note der Alliierten zugegangen war. Es lag auch weder eine Bestätigung des britischen Gesandten im Haag, noch eine des niederländische« Gesandte« in London vor. daß die nieder-
ländische Negierung den ihr vorgeschlcktzenen Bedingungen zuge. stimmt habe. Jnfolgedesien ist ein«: neue Notifikation n.'ch oew Haag gesandt worden, nach der die Alliierten mangels der un. zweideutigen Annahme der Note der Alliierten zu der soior.ige» Beschlagnahme der Schifte schreiten mußten. Da ein Teleg-a'mm aus Holland den Anschein erweckte, als habe dre Regierung de» Niederlande die Note der Alliierten angenommen, so sollte von neuem betont »verden, daß der bloße Versuch der zögernden An. nähme dem modus vivendi vom vergangenen Januar seitens Hollands der Sachlage nicht gerecht wird, da sich die Situation j von Grund aus geändert hat.
Rumänien.
Die Politik Marghilomans.
Wien, 20. März. (WB.) Nach einer Meldung des Wiener k. u k. Bureaus melden die Blätter, daß der neue rumänische Ministerpräsident Marghiloman ein Bündnis mit den Mittelmächten anstrebe. Sie äußern sich sympathisch zu diesem Plan und erkennen in chm sowohl den Beweis, daß Rumänien eingesehen hat, wo sein wahrer Vorteil liegt, wie auch dafür, haß es den abzuschließenden Frieden eben- falls als einen Verständigungsfrieden betrachte. Die rumä- nische Regierung würde ein Bündnis kaum erstreben, wenn sie den kommenden Friedenssckluß als eine Demütigung oder Bedrohung der Äcbensinteressen Rumäniens cmsehL
mit der Abrrne.
Wien, 20. März. (WB.) Die ..Neue Freie Presse" meldet: In den nächsten Tagen wird die Luftverbindung zwischen Wien und Kiew mit Etappenstationen in Krakau und Lemberg, ferner der Luftverkehr von Budapest über. Bukarest nach Odessa und vielleicht nach Konstantinopel ein* gerichtet werden. Vorerst soll die neue Luftverb'mdung zur dienstlichen Vermittlung der Post zwischen den Zentralstellen und den Zwecken der Getreidekommission des Grafen For- buch dienen. Nack kurzer Erprobung soll die Luftpost für den öffentlichen Poswerkehr frei gegeben werden.
Einberufungen in Zapan.
Genf. 19. März. Der „Herold" meldet aus Tokio: Die Negierung hat am 16. März sieben Jahrgänge einberufen und über die japanischen Hafenplätze den Belagerungszustand verhängt
Dliiillh-jmiiMichk örrrnlumnig über Dir fr'fösofffnwtifn.
Bern. 18. März. (WTB.) Nach Mitteilungen des politt- fchen Departements mit Noten vom 16. März haben der franzö- fische Botschafter und der kaiserlich deutsche Gesandte dem Vun- despräsidentrn mitgeteilt.. daß ihre Regierungen dem im Ver- lauf der in Bern gepflogenen Verhandlungen aufgestellten Ent- wucf einer Vereinbarung zwischen der deutschen und franwnichen Negierung über die Kriegsgefangenen genehmigt haben. Dies» Vereinbarung ist demnach in Kraft getreten.
Dentlcher Rkich^tag.
(Sitzung vom 20. März.)
Fall der Daimlerwerke.
Der Ausschuß beanttagt durch den Berichterstatter Abg. L iesch' ng. Entschließungen auf Ueberwachung der Geschäfts- bücher und anderen für die Berechnung der Preise maßgebende« Unterlagen. Errichtung von Preisprüfungsstellen bei sämtlichen zentralen Beschaffungsstellen für die Bedürfnisse des Heeres und der Marine und auf Beschaffung einer Zenttalprüfungsstelle für KricgsUeferungen, deren Aufgabe es ist, die Tätigkeit aller einzelnen Prüfungsstellen zu überwachen.
General von Wrisberg: Die Veranloffung zu den vor. liegenden Anttägen hat die Daimlerangelegenheit gegeben. Ich wende mich hierzu. Was die strafrechtliche Seite der Angelegen- heit angeht, jo ist seitens der Staatsanwaltschaft in Stuttgart das Strafverfuhren wegen versuchten Betruges und Kriegs» wuchers eingeleitet worden und da» Schreiben der Firma, t» dem die Heeresverwaltung eine Drohung mit Bettiebscinfchrä,»» kung sah, ist durch die genannte Staatsanwaltschaft dem Ober- reichsanmalt zugeleitet worden zur Prüfung, ob darin etwa versuchter Landesverrat z« erblicke« ist. Dt« Heeresverwaltung


