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Dummer 61

Mittmoch, den 13. Mär; 1918 _ u. Jahrgang.

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Cin nerrer Luftangriff auf Daris. 22700 Tonnen versenkt. Die Annahme der Friedensdedingungeu in Rußland.

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Der deutsche Generalstak r=========== meldet: === ,

T. S. Großes Hlrrrptqnartier, den 12* Märx. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die feindliche Artillerie entwickelte am frühen Morgen an Vielen Stellen der Front, namentlich zwischen der Lys und der Ecnrpe, rege Tätigkeit. Im Vorfeld der beiderseitigen Stellun­gen kam es zu kleineren Infanterregefechten.

- Das Feuer englischer Artillerie auf rückwärtige Ortschaften forderte zahlreiche Opfer unter der französischen Bevölkerung. Auch Cambrai erhielt mehrere Schutz schwersten Kalibers.

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Zur Vergeltung für feindliche Fliegerangriffe am 9. und 10. 3. auf Stuttgart, Etzllngen. Untertürkheim und Mainz haben unsere Flieger in letzter Nacht Paris ausgiebig mit Bomben belegt.

Leutnant Freiherr v. N i ch t h o f e n errang seinen 27. Luft-

fietz

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Eeneralquartirrmeister: Ludendorff

Aberrdderickt.

Berlin, 12. März, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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|| Der österreichische Geueralstak

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Wien, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver­lautbart: Keine Ereignisse.

Der Chef des Erueralftsbe».

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|| Der bulgarische Geueralstak I 1 ====== meidet: -

Sofia. 10. März. (WTB. Nichtamtlich. Eeneralstabsbericht.) Nach methodischer Artillerievorbereitung drang eine deutsche Sturmrbteilung in die feindlichen Gräben im Eernabogen nörd­lich von Rapech ein und brachte gefangene Franzosen und zwei Maschinengewehre zurück. Dieser Angriff löste auf beiden Sei­ten lebhaftes Artilleriefeuer aus Im Westen des Dorfes Ma- kowo westlich des Wardar verjagten unsere Posten eine franzö­sische Erkundungsabteilung. Eine verstärkte englische Pa­trouille, die sich unseren Vorposten bei der Strumamünduug zu nähern versuchte, wurde blutig abgewiesen. An der Dobrud- lch.rfront Waffenstillstand.

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fj Das türkische Hauptquartier || [ j == meidet: ==__ s

Konstantinopel, 11. März. (WB. Nichtamtlich.) Gene- rolstabsbenckt.

Palästinafront: Auch der 10. März war ein Tag hef­tiger Kämpfe. Teilweise sind sie noch nicht abgeschlossen. Wiederholte und starke Angriffe des Gegners bei Nacht und am Tage gegen den Abschnitt östlich Webi Solch wurden ab­gewiesen; nur an einer Stelle konnte der Engländer hier etwas Gelände gewinnen: der Hauptstoß des Feindes rich­tete sich gegen unsere Stellringen beiderseits der Straße Jerusalem-Wablns. Der Erfolg beschränkte sich darauf, daß er sich bei Burdsch i Lisone und Scheich Salch festsetzen konnte. In der Gegend der Insel Meis wurde ein großer feindlicher Segler durckArtilleriefeuer vonr Land zumSlnken gebracht. Mit starken Sicherungen stehen wir 18 Kilo- n:eter vor Erzerum armenischen Banden gegenüber. An der Straße haben wir Matari Atina und Mitse besetzt. Im Hedschas wurde Tafile von uns besetzt, die Rebellen fliehen in voller Auflösung.

22 < 03 Tonueu versenkt.

Berlin, 11. März. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unter­seeboots, Kommandant KapitäLleutnant von Elasenapp,

hat an der Westküste Englands fünf Dampfer und einen Segler mit zusammen 22 700 Brutioregistertonnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich drei besonders wertvolle Dampfer, von je etwa 6000 Bruttoregütertonnen, drei von den fünf Dampfern waren Tankdampfer. Alle Dampfer waren be­waffnet und mit einer Ausnahme rief beladen.

Namentlich konnte festgestellt werden der bewaffnet? eng­lische DampferBirchloof" (5847 Brutwregistertonnen). der nach der Torpedierung mit Artillerie tr. Brand geschossen und dessen Kapitän gefangen eingebracht wurde, und der englische DampferHaileyburr," (2888 Bruttoregistertonnen).

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Ueberfällig.

Genf. 11. März. In französischen Häfen sind nach amtlichen französischen Meldungen in der letzten Woche 11 Schiffe als über­fällig gemeldet.

Tn fjflfrn üpn üföiffl boMrdürf.

Berlin, 12. März. (WTB. Amtlich.) Marineluststreit­kräfte haben in der Nacht vom 10. zum 11. März Hasenanlagen und militärische Einrichtungen von Neapel sowie die Eisen­werke Bagnoli ausgiebig und wirkungsvoll mit Bomben belegt.

Der Chef des Admiralstabs der Mariae.

Fliegerangriff auf Neapel.

Nom. 11. März. (Agenzia Stefani.) In der letzten Nacht griffen feindliche Flugzeuge gegen 1 Uhr die Stadt Neapel an und warfen im ganzen etwa 20 Bomben ab. die fast alle das In­nere der Stadt trafen, ohne das militärischer Schaden angerich­tet worden wäre. Unter der Zivilbevölkerung sind einige Opfer zu beklagen, darunter sieben Insassen des Schwesternhospizes Arco Mirelli. Die Bevölkerung verhielt sich überall ruhig. Der Hilfsdienst bewährte sich.

*

Die Gesamtzahl der bis jetzt ermittelten Opfer des feind­lichen Fliegerangriffes in der Nacht zum 11. März beträgt 16 Tote und vierzig Verletzte.

Urner Lnftnniriff ent Daris.

Paris, 12. März. (Havas.) Feindliche Flugzeuge haben neuerdings die Stadt angegriffen. Um 9.10 Uhr abends wurde Lärm gegeben. Es waren sieben Geschwader mit der Richtung auf Paris gesichtet worden. Um 10.55 Uhr waren mehrere Ein- schlagspnnkte festgestellt. Es gab Opfer und Sachschaden. Ein­zelheiten werden bekanntgegeoen, sobald neue Nachrichten vor­liegen.

Weiter wird amtlich mitgeteilt, datz der Alarm 12.15 Uhr wieder eingestellt wurde. Nach den ersten Nachrichten war es nahezu 60 feindlichen Apparaten gelungen, unsere Linien zu überfliegen. Dank unserem Artillerie- und Sperrfeuer, das während der ganzen Dauer des Angriffes mit großer Stärke an­hielt, vermochten einige Apparate ihr Ziel nicht zu erreichen. Immerhm wurde auf Paris und Umgebung zahlreiche Bomben obgeworfen. Mehrere Gebäude wurden zerstört, andere in Brand gesetzt. Die Zahl der Opfer ist noch nicht ermittelt. Sie wird nach Eintreffen der Berichte bekanntgegeben werden.

Fünf Kilometer von Chateau-Thierry entfernt wurde ein Gotha brennend abgeschossen. Die Besatzung wurde gefangen­genommen. Der Hauptinann, der den Apparat steuerte, ist dem dritten Geschwader der 7. Armee zugcteilt.

Die Whrheii -eg Sowjets für den Frieden.

Bern, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.)Nouveliste de Lyon" meldet aus Moskau: Der Sowjet von Moskau habe die Ratifizierung des Friedensvertrages mit den Mittelmächten mit ungeheurer Mehrheit angenommen. Dieses Abstimmungs­ergebnis läßt auf einen sicheren Erfolg der Volkskommissare der Regierung auf den Sowjetkonferenzen in Moskau schließen. Journal" berichtet: Der Umschwung in Moskau fei auf die Ausführungen Lenins zurückzuführen, der in Moskau die Gründe auseinanderfetzte, weshalb Rußland den Frieden anneh­men müsse. Von 195 Sowjets hätten 110 auf drahtlose Anfra­gen ein Votum für die Ratifizerung abgegeben. Der stichhal­tigste Grund Lenins für die Annahme der Friedensbcdingungen fei die vollkommene Desorganisation der russischen Armee, die jeden Widerstand vergeblich gemacht hätte.

xe»t!l!?e grujtyflMintg fw M.

Berlin, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Meldrnrg des 8 Uhr-Abendblattes aus Kopenhagen von gestern, wonach deutsche Truppenabteilungen bei Abo gelandet seien, entspricht, wie ich von zuverlässiger Stelle erfahre, nicht den Tatsachen.

Auf Aaiand.

Stockholm, 11. März. Die Operationen auf den Aalands- inseln haben, wie die LondonerMorningpost" meldet, begon­nen. Die Deutschen haben die Neichskriegsslagge auf dem Zoll­amt von Eckerö gehißt. In einer Proklamation erklärten sie, daß sie als Freunde und Verbündete kommen, um die Rote Garde zu bekämpfen. Wie verlautet, fanden zwischen dem deut­schen und dem schwedischen Kommandanten auf den Aalands- infeln Besprechungen statt. Die Deutschen fordern die Inseln Eckerö und Lemland als Etappenstationen für die Expedition nach Finnland. Die Schweden fordern die Insel Aalanv, welche sie besetzen wollen. Eine Kompagnie deutscher Radfahrer wurde auf Lemland stationiert.

Drutlchiaud und Finnland.

Kopenhagen. 11. März. Aus Wasa wird gemeldet: Der Kommandeur des finnischen Iägerbataillons Oberst Colen er­klärte über die deutsch-finnische Waffenbrüderschaft zu einem Pressevertreter:Sicher wird die Ordnung über das Chaos sie­gen. Der Kampf im Osten ist ein Kampf für Europa und Eu. ropa wird noch einmal Finnland dankbar sein für das, was es nun getan hat." In einer Versammlung von fünfzig hervor­ragenden Vertretern der finnischen Handels- und Geschäftswelt erklärte der finnische Ctaatsbankdirektor, die politische An« Näherung zwischen Finnland und Deutschland werde nach Grundsätze der Kompensationen vor sich gehen.

Suinlnitmitsö nlipnlniftüdie Flicht.

Berlin, 12. März Der finnische Ministerpräsident Per Ed« vind Svinhufvud ist nach einer abenteuerlichen Flucht aus der Gefangenschaft der Noten Garde gestern in Berlin emgetroffen. Ihm zu Ehren veranstaltete ein engerer Kreis am Abend im Hotel Esplandae ein Festessen, an dem auch der neue finnische Gesandte in Berlin, v. Hjelt, teilnahm. Ucber die Flucht des Präsidenten erfährt dieBoss. Ztg.": Svinhufvud war es mit acht anderen Herren gelungen, der Roten Garde in Helsingfors zu entkommen. Die Flüchtlinge begaben sich auf ein russisches Schiff in Helsingfors. Als sich der Dampfer auf offener See bc« fand, verliehen sie ihr Versteck, überwältigten die russische Be­satzung und zwangen diese, den Kurs nach Reval aufzunehmen, wo sie auch glücklich eintrafen. Von Reval aus begaben sich dis Flüchtlinge nach Berlin.

Fortschritte der Weißen.

Stockholm, 10. März. (WB.) Nach einem Bericht Helsingforfer Korrespondenten desSozialdemokraten" steht die finnische Sozialdemokratie nicht einig hinter der revo­lutionären Negierung. Schon zu einem früheren Zeitpunkt sind Einsprüche gegen ihre Taktik erhoben worden. Die Uebergriffe der letzten Zeit werden auch von den führenden Kreisen nicht gebilligt. Man beschloß mit Waffenmacht in die Revolution einzugreifen, charakterisieren mehere. der Führer der alten Sozialdemokratie dies als eine Diktatur der Massen und weigern sich, die Revolution zu beschützen. Das sozialistische HauptblattTiomies" hat sich gegen die gewählte Taktik ausgesprochen und weigert sich, sich nach den Verordnungen der Leitung zu richten. Tie sozialdemo­kratischen Gegner der Revolution werden immer zahl­reicher und erheben offen Einsvruch gegen die Geschehnisse. Tie Revolution wird als ein Verbrechen gegen die Arbeiter­klasse und ihre Interessen betrachtet.

Die knrliiMche Krone dem deiMen Kailen

Entgegen anders lautenden Meldungen berichtet heute der Berliner Lokal-Anzeiger": Der bis auf ein entschuldigtes Mit­glied am 8. März in Libau versammelte kurländische Landes, rat hat einstimmig beschlossen: 1. S. M. den Kaiser und König zn bitten, die Herzogskrone Kurlands anzunehmen; 2. dem

Wunsche Ausdruck zu verleihen, durch den Abschluß von Konven- tionen, betreffend das Militär-, Zoll-, Verkehrs-, Bahn-, Münz- und Eewichtswefen. und anderen Verträgen Kurland möglichst