Einzelbild herunterladen

|t um tuet* 57

Freitag. -eu 8. Mär§ 1918

Uene Tttges;

I I. Jahrgang.

Die ..rik». i--ae».-itun»'- er>che,nt icDer, 'iKerllcn. iKcflelmafetflc '.Beilapenürr fmier aus H.ssen«. ..Di» Spinn»«»,». S,.«,sp«j». Be, den P«it°nit-,te« »

hin u tritt noch das Bestellgeld: ee, oen v Zenten

ter vl*a :lich 'jjü. 2A0

. _ monoilidi «5 Pi«. «tn'chUetzltch tiagerlobn. Ansrigen: isrunJieUe 25 Pjg. ujtale 20 tfuj* flimigtn non -«,«««,' aetoen jomnDna me

erhoben. E »nUunoson Arteftbeta. Oritrif Heilung und Herlnt nevb?'n lHeseni. mnauertrage 12. ve^n oretnr IS. P, t, ,rk- L, «o )tc. 1S»l. i * tu ;irt a. 71.

Der finnische Friedensvrrtrag.

Kandels- und Deeketzrsabkommeu mit £ unkend. Ktnrmer^o'ge im Wesir:» l ik Feauzs^u ge.an^eu.

21010 Tonnen versenkt.

Der deutsche Generalllab -- meldet: =====

T. S. Grotzes Hatt^tqrrrnLier, de» 7 . plütju Amtlich.

Wesllicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Nordwestlich von Dixmnide brachten Sturmabteilungen von einem Angriff gegen zwei belgische Gehöfte drei Offiziere. 114 Mann und einige Maschinengewehre ein. Die Artillerielcftig- keit lebte in vielen Abschnitten auf. Mehrfach wurden englische Lrkundungsvorstöße abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die französische Artillerie entwickele an vielen Stellen der Front rege Tätigkeit. Nordwestlich von Avocourt drangen Stoß- trupps in die französischen Stellungen ein und kehrten nach hef­tigem Kampf und nach Zerstörung zahlreicher Unterstände mit 11 Gefangenen zurück.

Im Luftkampf wurden 19.feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone abgeschosfen.

Hauptmann Ritter von Tutschek errang seinen 26. Luft, sieg. Durch Bombenabwurf englischer Flieger auf ein Lazarett in Tourcoing wurden zahlreiche französische Einwohner getötet.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Gencralguartiermeister: Ludendorff.

Aliendbcricht.

Berlin. 7. Marz, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Generalstab == meidet: .

deutschen und dem englischen Sperrgebiete Minen festgestellt woroen sind, durch die mehrere holländische Fabr^uge in Ver­lust geraten sind, erfahren wir von zuständiger Stelle, daß diese Minen nicht von deutscher Sette gelegt worden sind.

Die in der holländischen Fohrrinn.- gelegten Minen sind, wie dieTägliche Rundschau" schreib^, ein neuer Beweis für die Rücksichtslosigkeit der Engländer gegenüber den neutralen Staaten.

Der ..Berliner Lokal-Anzeiger" meint die Minen seien in der Hoftnnng gelegt, daß dadurch auch vielleicht deutsche Fabr- zeitge beschädigt werden könnten. Ob dadurch holländische Schiffe zu Grunde gehen, was schert das England?!

Mehr Schiike!«

Rotterdam. 7 März. N^ch der Rede des ersten Lords der Admiralität im englischen Unterhause mies Afquith besonders auf die Erklärung über den Hendelsschiffbau hin und meinte, es würde eine Schande fern, wenn England in diesem Kriege wegen des Schif'baues fallen sollte. Es mühten mehr Schiffe gebaut norden und er frage an. ob es nicht von Nutzen fein würde, die Werften non Staatswe^en zu pachten und die Arbeiter und Arbeitgeber über die Wichtigkeit dieser Angelegenheit aufzu­klären.

Stockholm. 6. März. Nach einer Havasdepesche aus Pe­tersburg nom 5. März ist die russische Friedensdeleaation heute zuriickgek'.hrt und wird abends dem Zentralrat der Sowjets Be­richt erstatten. Der Wortlaut des Friederw'Nertrcwes wird wabrscheinlich morgen veröffentlicht werd-n. Nach den letzten Berichten sind die Feindseligkeiten an allen Fronten e'nqe- st"Nt. Die Deutschen machten nördlich der Linie Narwa-Pskow- Witebst-Moile^-Orseba Halt.

Die hgiiplstäkvische Denölkerung verläßt Peter«'b"rq in großen Mallen. Da die Verkehrsmittel außerordentlich dürf­tig sind, begeben üch zahlreiche Bewohner nicht mit der Eisen­bahn, sondern zu Wagen und zu Fuß nach anderen Orten.

Wien. 7. März. (WTB) Amtlich wird verlautbart: Keine besondere» Ereigmsse.

Der Chef dcs Generalstabes.

2l 030 Tonnen verrenkt.

Berlin, 6. März. (WTB. Amtlich) Durch unsere U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplätze 21 000 Brutto- registertonnen Handelsschiffsraum vernichtet. Unter den ver­senkten Schiffen befinden sich der englische bewaffnete Dampfer White Cour", 3680 Bruttoregistertonnen. mit Kohlenladung und ferner zwei bewaffnete Dampfer von 500 und 4000 Tonnen. Ein Dainpfer hatte Erz und Holz für England geladen. Die Erfolge wurden zum größten Teil in der Irischen See erzielt.

De? Chef des Admiralftabs der Marine.

'

Stockholm, 6. März. Wie ..Stockholms Dagblad" aus Go- thenburg erfährt, ist der schwedische Dampfer ..Stina". ein Schiff von 1135 Tonnen, das mtt einer Kohlenladung von Glasgow nach Gothenburg unterwegs war, torpediert worden.

Ter gesunkene ^Satdinero".

Bern, 5. Mürz. (WTB.) Meldung der Schweizerischen De- peschenagentur. Nach einer Mitteilung des schweizerischen Militärdepartements liegen Nachrichten vor. die bis jetzt aus nicht amtlicher Quelle stammen, wonach der spanische Dampfer Sardinero", der ausschließlich erne für die Eidgenossenschaft bestimmte Sendung von etwa tausend Tonnen Weizen, tausend Tonnen Roggen und 900 Tonnen Stahl geladen hatte, am 28. Februar zwanzig Meilen westlich von Casablanca durch Torpe­dierung untergegangen ist. Der Vundesrat muß bestimmte Nachrichten unserer diplomatischen Vertreter abwarten, um in der Sache eine Entscheidung fasten zu können. DerSardinero" ist das erste von 472 feit dem Ausbruch für das Kriegskommista- xiat gecharteten Schiffen, das torpediert wurde. (Anmerkung: Es muß betont werden, daß die Meldungen von der Torpedie­rung des Dampfers aus nicht amtlicher Quelle stammen und unglaubwürdig klingen.)

Dillen in hglilnüg GmiHrn.

Berlin, 6. März. (WTB.) Zu der holländischen Meldung, bei den Bojen 1, 2 und 3 der freien Fahrrinne zwischen dem

(f'n ^Mchnü'iher ckldenMrstlw.

Gestern mittag ist der Fnedensvertrog zwischen Deutsch­land nnd Finnland, ebenso ein Wandels- lind S'snwhrls- abkominen. sowie ein Zusatzprotokoll zu beiden Vertragen unterzeichnet worden.

In Artikel 1 wird erklärt, daß zwischen Deutschland und Finnland kein Kriegszustand bestcht und daß die vertrags­schließenden Teile entschlossen sind, fortan in Frieden und Freundschaft miteinander zu leben. Deutschland wird dafür eintreten. daß die Selbständigkeit und Unabhängigkeit Finn. lands van allen Mächten anerkannt wird. Dagegen wird Finnlgnd keinen Teil seines« Besitzstandes an eine fremde Macht abtreten noch einer solchen Dcacht ein Servitut in seinem Hoheitsgebiet einräumen, obne sich vorher mit Deutschland darüber verständigt zu haben.

Die folgenden Artikel betreffen die Wiederaufnahme d"r diplomatischen und konsularischen Beziehungen sofort nach der Bestätigung des Friedensvertrgges. gegenseitigen Ver­zicht aus- Ersatz der Kriegskosten und der Kriegsfchäden, die Wiederherstellung der Staatsverträge und der Vrivurrechie, den Austausch der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten und den Ersatz für Zivilschäden. Was die Staatsve-träoe anbe'angt, so sollen die außer Kraft getretenen Verträge zwischen Deutschland und Rußland durch neue Verträge ersetzt werden, die den veränderten Anschauungen ltnd V"r- hältnissen entsprechen. Insbesondere soll alsbald über ein Handels- und Schifsahrtkabkommen verhandelt werden. Einstweilen werden die Verkehr?^ ziehnngen zwischen den beiden Ländern durch ein Handels­und Schiffahrtsabkommen geregelt. Bezüglich der Privat- rechte treten alle Knegsgesetze mit der Bestätigung dieses Vertrages außer Kraft. Die Schuldverhältnisse werden wieder hergestellt die Bezahlung der Verbindlichkeiten, ins­besondere der öffentliche Schuldendienst, wieder aufgenonw men. Zur Feststellung der Zivilschäden soll in Berlin eine Kommission znsammentreten, die zu je einem Teil aus Ver­tretern der beiden Teile und neutralen Mitgliedern gebildet wird. Um die Bezeichnung der neutralen Mitglieder, darunter des Vorsitzenden, soll der Präsident des schweizeri­schen Viindesrats gebeten werden. Die kriegsgefanaenen

Finnländer in Deutschland und die knog?gefanaenen Dmtft scheu« in Finnland sollen tunlichst bald ctusgetamchr. die beiderseitigen Verschickten oder internierten Zivftv?lwn-n heimbefördert werden. Es folgen Bestimmungen über cine Amnestie. über die Zurückgabe oder den Ersatz von Kan^- fahrteisckiffen uiw. Zitr Regelung der Aalandsfra-e wird bestimmt, daß die auf den Inseln angelegten Befestig >>-!,ien sobald als möglich entfernt und die dauernde Rich,be­test: gnng dieser Insel durch ein besonderes Abkomme,- ge­regelt werden soll Tie Bestätigungsurkunden tollen tun­lichst ba'd in Berum ausgetauscht werden. Zur Ergänzung dieses Vertrages werden binnen vier Monaten nach der B». stätiaung Vertreter der vertragsschließenden Teile in Berlin znsammentreten.

Deutsch-finnischer Handels- und Schifsahrtsvertrag.

Berlin, 7. März. (WTB.) In dem zugleich mir dem Frte- densvertrag zwischen Deutschland und Finnland abre^chloüenen Handels- und Schiffahrtsabkommen wiro bcstimmt, daß die An. gehörigen eines jeden der vertragschließenden Teile im Geb'ele des änderen Teiles in Bezug auf den Handel und sonstig? Ge­werbe dieselben Rechte und Begünstigungen aller Art genießen, welche den Inländern zustehen oder zustehen werden. Aktien­gesellschaften. Gesellschaften mit beschränkter Haftung und an­dere kommerzielle, industrielle und finanzielle Gesellschaften mit dem Einschluß der Versicherungsgesellschaften sollen auch in dem Gebiete des anderen Teiles als gesetzlich bestehend anerkannt werden und insbesonder' das Recht haben, vor Gericht als Kla­ger und Beklagte oufzutreten. Die Zuwhung solcher Gesellschaf­ten zum Gewerbe- und Geschäfwbetrieb sowie zum Erwerbe von Grundstücken usw. in dem Gebiete des anderen Teiles best'mmt sich nach den dort geltenden Vorschriften, doch sollen die Gesell­schaften jedenfalls dieselben Rechte genießet,, welche den gleich- artigen Gesellschaften irgend eines dritten Landes zustehen. Boden- und Cewerbserzeugnisse sollen nach dem Grundsatz der Meistbegünstigung behandelt werden. Dwse Bestimmungen be­ziehen sich indessen nicht auf die Begünstigungen des Grenzver. kebrs, auch nicht auf die Begünstigungen, die einer der vertrag, schließenden Teile dem einen mit dem zollgeeinten Lande oder G-'biet gewährt und auch nicht auf die. die Deutschland. Oester­reich-Ungarn oder einem anderen mit ibm durch ein Zollbündnis verbundenen Lande, das an Deutschland unmittelbar oder durch ein anderes mit ihm oder Oesterreich-Ungarn zollverbündetes Land mittelbar anarenzt oder seinen eigenen Kolonien nsw. etwas gewähren wixd Während des Bestehens dieses Abkom­mens wird der finnische Zolltarif nach dem Stande vom 1. L 1914 gegenüber Deutschland in Anwendung kommen.

Berlin. 7. März. (WTB.) Im Anschluß an die Unter­zeichnung des Friedensvertrages zwischen Deutschland un4 Finnland fand ein Frühstück beim Reichskanzler statt, an dem außer den Herren der finnischen Abordnung . Staatsrat Dr. Hjelt und Professor Dr. Erich u. a. der Chef der Reichskanzlei Utt-rstaalsfekretär v. Radewitz sowie Unterstaatssekretär Fre^ Herr von Stumm teilnahmen.

Der Dorfrlede mit Dnmönren.

Wien, 7 März. (WTB.) Meldung des Wiener K. ft Korrespondenzbureaus. Aus Bukarest wird gemeldet: In der gestrigen und heutigen Sitzung der Friedenskonferenz im Schloß Buftea wurde im wesentlichen der Arbeitsplan der Konferenz festgesetzt. Es soll ein politischer, militärischer, rechtspolitischer und handelspolitischer Ausschuß gebildet werden. Die Vertreter der Verband-mächte werden in alphabetischer Reihenfolge den Vorsitz führen. Die Sitzungen werden fortan nicht mehr auf Schloß Buftea, dessen Entfernung von Bukarest immerhin be­trächtlich ist, sondern in dem in der Nähe von Bukarest gelegenen königlichen Schlosse Cotroceni stattfinden.

Dankbarkeit der Dobrndicha.

Die in Sofia erscheinende Zeitung ..Dzewnik" erfährt: Der bulgarische Nationalrat der Dobrudscha hat beschlossen, als äu­ßeres Zeichen seiner dankbaren Anerkennung drei rein bulga- rische Städte der Dobrudscha auf die Namen Mackensen, Kühl- manit und Czernin umzulaufen.

Neue Näumuug Nenedlgs.

Zürich, 7. März. Von der italienischen Grenze wird ge­meldet: In Erwartung kommender Ereignisse hat eine neue Räumung Veiredigs und der Städte Padua. Verona und TrG