Grane Gefahren.
Roman aus der Gegenwart von M. Gontard- Schuck.
Nachdruck verdaten.
Mit einer letzten Krastanstrengung brachten sie „U. 7" in Sicherheit. So war das Boot wenigstens nicht ganz verloren.
Es war. als ob mit dem letzten Torpedo, den „U. 7“ abgefeuert, die Wut des Kampfes gebrochen sei. Nur vereinzelte Schüsse grollten noch aus der Ferne.
Die kleine Lodesmuirae SLar lauschte stumm auf die dumpf rollenden Töne Was hatte das Gefecht den Deutschen gekostet? Man wußte vorläufig gar nichts. Nicht einmal, wenn es an- gefangen, wer mirgekämpst hatte Ader so viel war unverkennbar. dieser Vorstoß hatte Helgoland, diesem wett vorgeschobenen Posten gegolten. Aber das Eiland war unversehrt. Kein einziger Schuß batte es getrosten. Sie hatten sich verrechnet, die Herrschaften von jenseits des Kanals. Michel schlief nicht. Er war auf dem Posten und wußte, mit ungebetenen Gästen umzu- gehon Und Helgoland wurde nicht wieder englisch, solange noch eine deutsche Blaujacke eine Schiffspranke unter den Füßen hatte.
^ Und mit großem Ruhm hatten sie sich wahrhaftig nicht bedeut. Und dieser Sieg, den man in London mit so großem Pomp feiern würde, war mehr als zweifelhaft. Dicker Nebel, vollständig unsichtiges Wetter und einen Haufen Schiste. als ob es galt, das ganze Festland zu erobern. Und trotzdem nichts erreicht. Trotzdem einen grofen Kreuzer ganz verloren und einen anderen waidrvund geschosien. Aber sie würden drüben nichtsdestoweniger einen großen Sieg feiern.
XVI.
London im Flaggenschmuck! Ein glanzender Seesieg der btitischen Flotte! Ungeheurer Jubel bet oanzen De- völkerunq l
Diese und ähnliche Ausrufe prangten in fetten Buch- staben auf btn Tageszeitungen der englischen Lauplnadt. ' London feierte einen großen Seesieg. Aber nur das London der Kaffehäusen, das London der Kinos, das London
der urteilslosen Menge. — In Downiugslreet feierte man keine Siege, obgleich von dort die zündenden Schlagworte stammten.
In Dowmngstreet war schlecht Wetter.
Der Anschlag auf die Nordseehäfen war mißglückt und hatte noch obendrein schwere Opfer gekostet. Doch das be- hielt man für sich, denn man durfte das Volk nfcCvt beunruhigen. Außerdem gönnte man dem Volke gern eine kleine Freude. — »
Sir Edward Douglas aber befand sich in öbelster Stimmirnq. Und besonders auf den Marinemtnster war er sehr schlecht zu sprechen.
Für alles Mißgeschick der Flotte machte er .ihn persönlich verantwortlich.
„Wir müßten einen Fachmann an der Svstze der Marine haben. Die Wabl di-ses Mannes war ein Miß^rist si'ir den wir fetzt büßen müssen. Wir hätten von den Deut' scheu lernen können! Dieser Mann, den sie da an der Spitze haben, ist ein Eisenkopf. Er hat von Anfang an gewusit. was erwollte und weiß es noch Und nicht um Haaresbreite geht er von seine Forderungen ab."
„Im Minsterium setzte man große Hoffnungen aut den Wechsel im Oberkommande. Ficker ist ein erfahrener Mann!" glaubte der Sekretär versichern zu müssen.
„Gewiß! Gewiß! Zugegeben! Aber was kann er von beute auf morgen erreichen! Es ist zu spät für cinar/'cknde Aenderungen. Diese Ueberleaenbett der deutschen Unterseeboote bringt uns unermeßlichen Schaden."
„So siebt es fest daß auch Formidable durch ein Unterseeboot vernichtet worden ist?"
„Es ist chne jeden Zmeickl. Es muß eine ganze Unter- ^ebortsslotte um die Westseite bernmgekommen sein — Fornuidaküe im Süden, Tckmderer im Norden. Und ipäckr noch Hawke und Oueen Mary. Es ist unmöalich. daß ?tn
das alles allein macht. Es ist zum Rascndweiden. Warum wird nickt besser ausgepaßt?"
Morris Wrayson betrat das Zimmer.
Das glattrasierte Sportsmanngesicht, das zu Beginn des Krieges noch so jugendlich unbesorgt in die We.t geblickt. hatte viel von seiner Frische eingeöüßt.
Morris Wrayson war nervös geworden.
Schon die Erwähnung eines deutschen Unterseebootes — dieser Pest der Meere - verursachte ihn Xerrmjatfen.
"Wer paßt nicht auf?" griff er Sir Edward Doua'as' letzte Worte auf.
„Sie fragen noch?"
„Sind Sie noch immer nicht zufrieden? Das Land schwelgt im Si?gesjubel!"
„Ja, ja. ich weiß! Endlich bat die britische Flotte glänzend Nack»e genommen! Endlich hat sie diesen De,sticken die sich allen Ernstes einbildelen. die Nordsee zu be-errsißen. gezeigt, daß die Nordsee noch lange nicht das deutsch' Meer ist!" .
Sir Edlvard Doualas warf ihm einen giftigen Blick zu. ..Aber hier brauchen wir keine Komödie zu spielen ur.d ^ vc Scklagworte lassen Sie hier nur in der Tasche. Zbcr n-nH-n Sie uns so lange Reutermeldungen vorlesen, bis wir selbst daran glauben? Ist der Jndomitable wirklich so sckwe'. beschädigt, daß seine Ausbesserung einem Neubau csieick- kommt?"
„Natürlich ist er schwer beschädigt. Wie lange obc*- die Ausbesserung dauern wird, kann ich nicht wissen. Ich bin kein Fachmann."
„Leider!"
„Schlimmer als die Beschädigung des Jndomitob'e ist der Verlust des Tiger. Und doch dürfen wir dielen Belast nickst zugeben. Unser ganzes Ansehen wäre hin."
^ „Durch wessen Schuld? Ganz allein durck di- Jh»-e. Sie haben die neueste Waffe der Marine sträflich re'nackn lässigt. Wann holen Sie endlich die Natten aus den Lockern wie Sie ankündigten?"
„Reiten Sie schon wieder Ihr Steckenpferd Sir Edwa-d Douglas? Sie ermüden mich nachgerade. Sie sollten sick endlich auf etwas anderes besinnen."
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2. Die Eierer assung im Eroszh. Hessen.
3. Aussprache.
Alle Landwirte und Hühnerhalter werden gebeten, an der Versammlung teilzunehmen.
Bund der Landwirte.
Vereinig te Landwir te von Frankfur t und Umgegend.
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mr Versammlung aus Samstag, den 9. März 191 !. nachmnt« ta s 3 Uhr. in das Ho ei ..Vlt» roria". Gießen, zwecks
>i
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