Grane Gefahren.
Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Sdjutf. 48 J Raddruck verboten.
. Als er gegangen war, fetzte sich Emily hin und schrieb zwei Briese. Den einen gab sie Mary, die inzwischen zurück- nelehrt war, zur Besorgung, den anderen barg sie in rhrer Bluse.
Spät abends, bei völliger Dunkelheit, trug sie ihn selbst zur Post. —
Nls Williams am anderen Abend noch einmal bei Frau von Düring vorsprach, lernte er auch Frau von Werkheim,
Douglas' Tochter, kennen. Frau von Düring empfing Williams vorher allein. Tie beiden waren diesmal bald rinig.
Er übergab ihr eine Anzahlung, über deren Höhe sie hocherfreut war. Williams sah, welchen Eindruck das viele Geld auf Frau von Düring machte und lächelte. Das war der Anfang. Später würde sie nie mehr so zufrieden lein.
„Also es bleibt dabei," sagte er zum Schluß der V-r- Handlungen. „Ich komme von Zeit zu Zeit wieder, fowi- es notig ist. Sonst lassen Sie alles, was Sie haben, von Ihrer Zofe über die Grenze bringen und an den verabredeten Vermittler senden. Verschaffen Sie uns wirklich brauchbare Nachrichten und bleiben wir in dauernder Beziehung, so werden Sie auch weiter mit uns zufrieden sein. Aber erst müssen wir Gewißheit haben, daß Sie uns nicht etwa wertloses Zeug liefern."
„Mein Herr!"
. „Schon gut, meine Gnädigste! Es ist nicht bös gemeint. . Geschäft ist Geschäft. Bedienen Sie uns gut, f o werben Sie mit uns zufrieden sein. England läßt sich nicht lumpen in derartigen Angelegenheiten." —
Als Williams dann Frau von Werkheim kennen lernte wurde er ihr als eia Verwandter, ein Oheim Frau von Dürings, vorgestellt. Auf ihre verwunderte Frage, wie er so unangefochten hierher gekommen sei, sagte Williams mit
verschmitztem Lächeln: »Wenn's Wetter nichts ist! Man muß es nur geschickt anfangen. Ich will zu jeder Zeit nach Deutschland kommen, und wenn die Grenzen noch so gut be- wacbt sind."
„Aber seit Ausbruch des Krieges ist alles so streng hier in Deutschland. Ich würde eine solche Reise nicht wagen."
„Die Sorge um meine Nichte ließ mich vlle Gefahren vergessen. Ich mußte sehen, wie es ihr ging. Darf ich von Ihnen einen Gruß an Sir Edward Douglas mitnehmen? Es würde mir eine Ehre sein."
Helen sprang ant. ihr Gesicht strahlte. „Oh, wollen Sie das? Ich habe sogar einen Brief, um dessen Mitnahme 7ch Sie bitten mötfte. Sie könnten ihn ja in Holland oder noch besser in London zur Post geben. Denn daß Sie selbst zu Papa gehen sollten, ist wohl zuviel verlangt."
„Aber Frau von Werkheim! Selbstverständlich gehe ich ?n Sir Edward Douglas und bestelle Ihre Grüße. Aber einen Brief mitnehmen! Um Gottes willen nicht! Was meinen Sie, wenn man bei mir emen Brief an Sir Edward Douglas. fändet — Was ich im Kopfe mit mir nehme, das windet niemand. Icb möchte mich nämlich noch ein wenig der schönen Gotteswelt freuen, und die Deutschen verstehen keinen Spaß."
XV.
Heimkehrend von einer Erkundungsfahrt, kam U 7 cm den Nordfriesischen Inseln vorüber.
Sorglos lind munter waren unsere tapferen blauen Inngens in ihrer Nußschale. Die Nordsee lag rnlüg da. nirgends hatte man etwas Verdächtiges gesehen. Alles schien frei vom Feind.
Auf der Bank faßen einige Mann und rancbteu ihre Stummelpfekfchen. Einer davon bearbeitete kunstvoll eine Ziehharmonika. Ein rührseliges Lied, dessen Endreim alle mitsnmmten k'ang über die Wogen.
Bald würde man Helgoland vor sich haben, xnib dann war man wieder einmal einige Tage zu Hause und hatte festen Boden unter den Füßen. —
fragte Oberleutnant
„Legen wir in Helgoland an?
Mittler den Kommandanten.
„Ja, für kurze Zeit. Vielleicht gibt's was Neues."
Schiff Ahoi! Achteraus!" meldete die Wachse.
Mit einem schrillen Mißton brach das Lied ab. In kaum mehr denn drei Minuten stand jeder an seinem Posten.
Werkheim eilte in den Turm, und Mittler folgte ihm' Angestrengt spähten ste durch die Gläser rückwärts.
. In schneller Fahrt kam ein Fahrzeug auf, und in ge» ringem Abstand folgte ein zweites. — Und war dort hinten, weit, weitab, nicht noch eine schwache Rauchfahne zu sehen?
„Klar zum Tauchen klang der Befehl.
In weigen Minuten war der Befehl ausgefü'hrk. An^z an Deck war verschwunden. Nock einige Augenblick" des Martens, mit allen Sinnen weilten die Offiziere bei den aufkommenden Schiffen.
„Schotten öffnen!"
Langsam ging das Schiff in die Tiefe.
„Von den Unseren?" saate Werkheim. brr am S"hr-chr stand. langsam, und Verwunderung und Befremden mg in seinem Ton.
„Von den Unsern?" wiederholte Mittler. „Wo sollten die denn Herkommen?"
Werkbeim schiittelte den Kopf. „Mir unerklärlich! Aber es ist unsere Flagge."
Plötzlich faßte er nach Mittlers Arm. „Sehen Sie dort, bin! Dort kommen noch mehr. Und dann dort — seben Sie das dritte — das dort, das etwas aus der Reihe fährt. Was sagen Sie nun? Kennen Sie die Form?"
„Zum Teufel nochmal, was bedeutet das?" rie^ lei Oberleutnant und sah dem Kommandanten in die Angen. „Unsere Flagge und nicht unsere Schiffe! Das ist ja — das ist ja eine Gemeinheit!"
„Volle Kraft voraus!" meldete der Draht nach dem Maschinenraum.
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^07-Uetzuna foTaf.
Statt besonderer Anz eige.
Durch die Geburt eines Töchterchens wurden hocherfreut
Rechtsanwalt Sandmann und Frau
Hungen und Darmstadt, den 3. März 1918.
(Oberhessen) ötlitsstr. IO
Holz-Versteigerung.
Donnerstag den 7. März d. Zs., kommt im Eemeindewald Ober-Nosbach. Distnlt Sang, Wasserdoll und Fohannesheck, folgendes Holz zur 'J ersteigerung: 1 a
35 Fichten-Siämme von 15 bis 30 cm Durchmesser, und 16 bis 18 m Länge,
113 Fichieil-S ämme von 12 bis 24 cm Durchmesser, und ln bis 17 m Lange.
1039 Fichren-Derbstangen von 10 bis 11 cm Durchmesser und 8 bis 36 m fiöirc,
441 Fichten-Reisstan^en von 5 bis 6 cm Durchmesser und 5 bis 6 m Länge,
Di« Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr im Distrikt Sang. Ober-Nosbach, den 28. Februar 3918.
Erotzh. Bürgermeisterei Ober-Nosbach.
— ___ Dief f tnba ch.
HolzversteigermrgS
12 Stuck Eichenstämme IV. kl. - n,07 fm a ?? * „ „ V. „ = 6,34 ..
I : Suche" iv; : zlll *
'» n V. „ — (1,90
Zusammenkunft um 10V 2 Uhr int Distrikt Ortsguldenwald. Klein-Karben, den 4. März 1918.
Erogherzogliche Bürgermeisterei Klein Karben
_ _ Neuhardt.
HotzverstcigermkgS
ÄaassiÄ'*''
^0 Rm. Eichcn-Nutzicheil (Werkhoiz) n E chen-crcheit 04,5 Buchen-Scheit 93 „ Buchen-Knuppel
30 „ Elchen-Resser
95 „ Buchen-Rei er
32 „ Buchen-Stöcke
7 „ Eichen-Stöcke.
Jusanimenkunft bei Nr. 1 . Distrikt Schwalbengruben. Weckesheim, den 4. Mär; 1918.
Krotzh. Bürgermeisterei Weckesheim.
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Wir verkaufen bis auf weiteres im
Grostverkmnf
in Mengen von 50 und 100 Pfd. Mittwoch, vormittaas von g— l» Uhr.
Kohlrabeu, Preis pro Pfund 5 Pfg. gelbe Nüoen, Preis pro Pfund 12 Pfg.
Kleinurrkauf
in Mengen bis zu 10 Pfund, vormittags von 9 -10 Uhr, Eingang von der alten Bahnhof ira ;e aus.
Donnerstag: ge be Rüben. Preis pro P und 14 Psg.
Kohlraben, Preis pro Pfund tt Pfg.
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nur an Minderbemittelte, auf Kartoffe-lkarten, Samstag Vormittag.
Preis pro Pfund 6 Pfennig.
Friedberg, den 4. März 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister. Ltbensmittel-2ius chuß.
I. A.: Langsdorf.
ZtMkszDckße Jteljütai!“
Friedberg.
Weaen bauii neu Veränderungen im Kassenlokal oTerbt unete K am Donnerstag, den 7. März, Freitag, den ^ärz u»ö Samstag, den v. Marz
geschloffen.
Fricdbcrg, den 1. März 1918.
_ Der Vorstand
Gutes
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Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen, Rundschreiben, Formulare oddr sonstige andere
MMtlpMW.
Samstag, den 9. Mär; Iatfest* den Jahres, nachmittags 3 Uhr kommen in der Wirtschaft „zur Eisenbahn" in Dorheim die nach- vertelchneten Armen cndsgrund- stücke nochmals öffen lich an die Meistbietenden zur Verpachtung:
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Flur X Nr. 154 - 14344 qm, Acker am E'elspsad, in 5 Ablesungen.
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Friedberg, den 1. März 1918. Die städtische Armenkommifion.
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