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der Streik sei ein gemeinsames Programmstück der Bolschewik: Kirben und drüben gewesen. Zur Sicherstellung der Revolution. Der Eindruck soll verwischt werden.Nebenbei" aber in Wahr­heit ist das der springende Punkt in der ErzKhungsepiftol Stampfers, sagt er:Es macht sich nicht sonderlich gut, wenn Dittmann vor dem Kriegsgericht beteuert, er habe nie 311m Streik aufgefordert, und wenn ein paar Tage später LedeLour tm Reichstag durch unverantwortliche Redereien andere Leute ge­fährdet. die nicht durch Immunität geschützt sind." Nein, wirk­lich. das stört die Methode der Bolschewik! im Mantel der Re­gierungssozialisten. Denn in dem Augenblick, da sie zugäben, daß der Streik ein bolschewistisches Unternehmen zur Entwaffnung des Landes war, hätten beide zweieinigen Richtungen ausge­spielt. In gefährlicher Zeit ist die Mimikrih ein vorzügliches Mittel, selbst wenn man es nachher als ebenso überflüssig ab­lehnen wird, wie vor dem Kriege.

Die Mte der MttclWchtt in Wien.

Unsere nicht nur in militärischer Hinsicht erfolgreiche und lohnende Herbstoffensive gegen Italien hat unserer Heeresver­waltung eine Riesenbeute eingebracht, die, wieStockholm Dag- blad" in einem kürzlich erschienenen Aufsatz zu berichten weiß, noch immer nicht genau bestimmt, geschweige denn geborgen wer­den konnte.

Außer Kanonen und anderem Kriegsmaterial", schreibt das Blatt,deren Wert sich auf mehr als eine Milliarde Lire beläuft, sind viele Hunderte Automobile, viele Lokomotiven und Eisenbahnwagen, eine unerhörte Menge von Feldeisenbahn- material. eine Masse Motoren und Maschinen, reichliches Kabel- und Eisendrahimaterial von den Verbündeten erbeutet. Die vielen umherliegendcn Projektile und die zahlreichen Drahthin- dernisie werden eine Menge altes Material ergeben, wie Kupfer, Messing und Eisen. Im Etappengebiet zwischen Jsonzo und Tagliamento befinden sich zahlreiche Verpflegung«;- und Beklei- dungslager, von denen nur wenige zerstört werden konnten, wie auch Sappeur- und technische Parke, Lazarette mit reichlichem Sanitätsmaterial. Die Armeen haben länger als einen Monat ausschließlich von den Hilfsquellen des eroberten Gebietes ge­lebt und werden wenigstens 23 Monat, lang an einem Drittel der gewöhnlichen Verpflegung aus ihrer Hermat genug haben. Reis, Mais und Wein gibt es im Ueberfluß, ebenso Früchte, Südfrüchte und Gemüse. Das Land ist fruchtbar und Schlacht­vieh gibt es in Mengen. Die Ernte reift früh und kommt dabei dem oberen Lande zugute. Die Saat ist bereits vorbereitet worden. Die Fabriken des Landes (Mühlen, Gerbereien, Sei­den- und Baumwollspinnereien) werden bald im Dienst der Zentralmüchte stehen. Fertige Seiden- und Baumwollwaren werden in das Innere der verbündeten Länder verfrachtet. Be­sonders groß ist die Beute an Mtlttaruniformen und Wäsche jeder Art. Die großen Elektrizitätswerke, besonders die bet Eel- lina. welche Venedig mit Licht und Kraft versorgten, werden von den Zentralmächten ausgenützt."

Sie rmlilKe LMnMkilNnrMglt.

Lloyd George hat vor kurzem den britischen Landwirten sehr eindringlich ans Herz gelegt, soviel W-ide- und Oedland wie möglich unter den Pflug zu nehmen. Das sei unter den gegen­wärtigen Zeitverhältnissen eine gebieterische Notwendigkeit, ja geradezu eine Lebensfrage für Großbritannien. Jetzt rächt es sich jenseits des Kanals bitter, daß man allen warnenden Stimmen zum Trotz den Bauern zugunsten des Großgrund­besitzers kläglich verkümmern ließ und die einst blühende Land- kvirtfchaff dem schnellen Verfall pretsgab. Wo einst vielver­sprechende Saaten heranwuchsen und zur Ernte reiften, grast jetzt vielfach das sorgfältig gehegte und gepflegte Wild vor­nehmer Herren. Am ungünstigsten hat sich diese Entwicklung in Schotlland vollzogen. Hier richteten die Grundherren häufig große Teile ihrer Besitzungen zu Schaf-Farmen ein und vertrie­ben dabei die zahlreichen Kleinpächter von ihrer Scholle. Viele Familien mußten in die Städte ziehen oder ganz auswandern, was zu einer bedenklichen Entvölkerung der ländlichen Bezirke Schottlands geführt hat. In vielen Fällen aber bildete die ex­tensive Cchafwirtfchaft nur den Uebergang von den Weide- bezirkcn zu den sogenanntenDeer Forests", die jedoch keine Forsten sind, sondern mit Haidekraut bewachsene Wildreservate, die schon deshalb nicht aufgeforstet werden, weil das schottische Moorhuhn, das mit dem Rothirsch die wetten Reviere teilt, die Nähe des Waldes flieht So ist heute der vierte Teil Schott­lands zu Wildreservaten gemacht und es kommen jährlich mehr Ländereien hinzu, da diese Iagdgründe auch gute Pachten ab- werfen und von reichen Industriellen oder amerikanischen Multi. Millionären sehr gesucht sind. Am stärksten tritt der Latifun- ! dienöesitz überhaupt rn Schottland hervor, so umfaßt der Besitz des Herzogs von Sutherland rund 537 000 Hektar, darunter allerdings viel geringe Hochlandweiden. Die zwölf größten schottischen Grundbesitzer nennen zusammen VA Millionen Hektar ihr eigen, etwa ein Viertel des ganzen Landes. Rund 80 v. H. der Gesamtfläche entfallen auf 580 Besitzer mit mehr als 2025 Hektar, in Irland 48 v. H. auf 744 und in England 28.4 auf 874 Erundherren. Die Besitzungen über 8000 Hektar mit einem jährlichen Eesamlpachtwert von 24V Millionen Mark nehmen rund Y* der Gesamtfläche des Reiches in Anspruch, die über 4000 Hektar etwa 40 Prozent von Großbritannien und Ir­land. Also ein Land, wo es für die Demokratte auf diesem Ge­biete fast ebensoviel zu tun gibt, wie in Rußland.

Kriegsgesellschafts-Wirtjchaft.

In recht verständiger Weise ging in der Donnerstags-Sitzung des Reichstages der Vorsitzende, des Hansabundes, der Neichs- tugbsabgeordncte R i e ß e r mit den Kriegsgefellschasten ins Gericht, dem Unsinn des Kriegssozialismus, dem entsittlichenden Unfug, durch geschraubte Bestrafungen das Wasser den Berg hinaus zwingen zu wollen. Kriegslederakttengesellschaft, Riemen­freigabestelle, Kontrolle für freigegebenes Leder, Eutachtenkom- mifsion für Lederhöchstpreise. Ersatzsohlengesellschaft. Retchsleder- Handelsgesellschaft» Sattlergesellschaft, Ueberwachungsausschuß >er Schuhindustrie, dazu noch elf weitere Herstellungs- und Ver-

triebsgejellschaften, das find mit Gottes Hilfe die Körper, schäfte?,, d-e sich in die Bewirtschaftung eines einzige,: Artikels, des Leders, teilen?Es ist eine unverantwortliche Torheit, den Handel auszuschließen!" sagte er. DieDeutsche Zeitung" be­merkt dazu:Wahrhaftig, er hat nicht ganz unrecht, und wie wir io manches im Kriege gelernt, wird auch manch einer in diesen Tagen seine Anschauungen über den Wert ehrsamer Kaufmann­schaft, dem er vorher nicht in vollem Maße gerecht zu werden verstanden, einer gründlichen Durchsicht unterzogen haben. Und er ist kein Schwarzseher, gegenüber so manchen anderen, die uns damit in ein wildes volkswirtschaftliches Serumfuhrwerken hin­einscheuchen nlöchten, weil's doch mal was anderes wäre.Wenn wir einen anständigen Frieden haben, erleben wir einen wirt­schaftlichen Aufschwung, wie er noch nicht da war!" erklärt er. Freilich! Wenn wir diesen Frieden bekommen trotz der Mehr­heit des Deutschen Reichstages und trotz ihrer Vertrauensleute in der Regierung!"

Gegen dieverrückte Sommrrreit"

Daß nicht nur die Agrarier, sondern auch andere Leute das Unsinnige des naturwidrigen Eingriffs in die Sonnenzeit em- sehen, beweist ein Artikel der sozialdemokratischenMünchener Post", in dem es heißt: Die fragliche Maßnahme soll zur Ein­sparung von Beleuchtungsstoffen besonders während des Krie­ges nötig sein, weil der abendliche Lichtverbrauch allgemein um eine Stunde früher enden müsie, wenn alle Uhren um so viel vorgestellt werden. Die Notwendigkeit der Lichteinsparung will nicht bestritten werden. Es handelt sich bei ihr auch um Be­kämpfung und Einschränkung der Unsitte, daß viele Bewohner der Großstädte unnötigerweise einen Teil der Nacht zum Tage machen, erst spät in der Nacht zur Ruhe gehen und spät am Mor­gen aufstehcn. Man scheut sich aber, die entsprechenden Maß­nahmen. als da sind früherer Schluß der Theater und anderer Veranstaltungen, früheres Einstellcn des Straßenbahnbetriebs, frühere Polizeistunde und dergleichen direkt zu verfügen, wahr­scheinlich weil man glaubt, daß es als eine Bevormundung der Bevölkerung empfunden und von ihr nicht gern hingenommen würde. Indirekt aber, unter einem anderen Namen, glaubt man die gleiche Bevormundung unbedenklich üben zu können. Sie geschieht auf dem Umwege, daß man zuerst die Uhren vorrücken läßt, die Begriffe über Tageszeit und ihre Einteilung gewalt­sam ändert und so der Sache ein etwas anderes Aussehen gibt. Dieser Gedanke soll im Kopfe einer hochstehenden Persönlichkeit entstanden sein, was glaubhaft erscheint, weil anders als durch Vyzantismus kaum erklärlich ist. daß der Gedanke von den Be­hörden 1916 und 1917 so glatt und ohne Rücksicht auf die Volks­stimmung zur Ausführung gebracht wurde und daß dies jetzt wieder geschehen soll. Es zeugt aber von einer sehr niedrigen Einschätzung der Bevölkerung und ihres Beurteilungsvermö­gens, wenn man ihr zumutet, sich mit einer Sache deshalb ab- zufinden, weil man sie anders benennt, weil man um 12 heißt, was bisher 11 war und eigentlich noch 11 ist.

Die wahre Sommerzeit mit ihrem längeren und wohltätigen Tageslicht wollen wir begrüßen. wtt wollen uns den sie berück­sichtigenden vernünftigen Anordnungen gern fügen, wir ver­wahren uns aber gegen die verrückte Sommerzeit und dagegen, daß wir uns gleich Kindern oder Narren durch Vorrückung der Uhren beeinflusien und täuschen lasten und selbst täuschen sollen, und wir verwahren uns gegen die fernere Geringschätzung, die in solcher Zumutung liegt.

So weit das Münchener Blatt. Aber: Unsinn, du hast ge­siegt! so heißt es auck bei uns und so hat man denn dieses Jahr dieverrückte Sommerzeit" noch um einen Monat verlängert und läßt sie schon am 1. April beginnen. Vernünftig ist es, daß sich viele Landgemeinden den Teufel um die bürokratische Verord­nung bekümmern und ruhig nach der Sonnenzeit leben.

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Unser Uindmehvtstrnid.

Unser Riedvtehstand tn Hessen hat sich während der Kriegs, jahre nicht sehr wesentlich geändert. Er ging zwar von seinem höchsten Stand mit 339 097 Stück vor dem Kriege in 1916 etwas zurück nach dem schlechten Futterjahr 1915, hat aber im Herbst 1917 wieder einen Stand erreicht, der dem normalen Stande vor dem Kriege fast gleich kommt. Besonders der Iung- viehstand hat sich im Verhältnis zum Kuhbestand im letzten Jahre nicht unwesentlich gesteigert. Aus den uns vorliegen­den Zahlen geht klar hervor, daß unsere Landwirte auf eins Vermehrung ihres Viehstandes hindrängen.

Wir halten solche Vesttebungen zurzeit sowohl im allgemei­nen volkswirtschaftlichen wie in rein landwirtschaftlichem In­teresse für verkehrt und möchten unseren Landwirten dringend empfehlen, sich doch in der Vermehrung ihres Viehstandes eine gewisse Beschränkung auszuerlegen. Die Größe des Viehstandes wird bedingt durch die vorhandenen Furtermengen, und zwar ist dies jetzt um so mehr der Fall, als der Zukauf und die Be­nutzung eigener in der Wirtschaft erzeugter Kraftfuttermittel fast ausgeschlossen ist. Einer der größten Fehler in jedem land­wirtschaftlichen Betriebe ist es aber, mit einer verringerten bezw. kleineren Futtermenge einen gleich hohen Viehstand durchhalten zu wollen, wie mit einer größeren. Schon in der Friedenszett ist es ein Fehler gewesen und wurde allseits als solcher anerkannt, zu viel Vieh zu halten und dasselbe bloß durchzuhungern. Ist der Viehstand zu groß im Verhältnis zur vorhandenen Futtermenge, so wird der größte Teil desselben tm Tierkörper als Erhaltungsfutter verbraucht, nicht als Produk­ttonsfutter. Der Viehstand rentiert schlecht, er verwandelt nur das Futter ln Dünger.

Da wtr nach den Ergebnissen der Viehzählung die Befürch­tung nicht zu hegen brauchen, daß die Grundlagen unseres Vieh­standes tn Frage gestellt sind, so sollten unsere Landwirte den obigen Grundsätzen jetzt tn der Kriegszett erst recht Rechnung tragen, d. h. den Viehstand ins richtige Verhältnis zum Futter­vorrat bringen. Da es zur Beschaffung der nötigen Milch, und Fettmenge für unsere städtische Bevölkerung tn volkswirtschaft­lichem Interesse unbedingt notwendig tft. die Milchkühe -u er­halten und nur diejenigen abzuschaffen. -te al» Milchkühe nicht wehr in Betracht kommen, so müssen alle unnötigen Fresser vom

Jungvieh abgegeben werden. Vor allem aber sollteu zurzeit' mrd für die nächsten Monate, abgesehen von guten Zuchttälbern, alle Kälber innerhalb kürzester Zeit an die Viehhandelsverbände abgegeben werden. Von seiten der Großh. Negierung war be­absichtigt morden, um den Jungviehbestand zu verringern, eine Verordnung zu erlassen, daß alle Kälber, welche bis zum Som­mer hin geboren werden, innerhalb 10 Tagen nach der Geburt an die Viehhandelsverbände abgegeben werden müssen. Die Verordnung ist infolge der von uns erhobenen Bedenken unter­blieben. Wir richten aber hiermit an alle unsere viehhaltendea Landwirte das dringende Ersuchen, alle Kälber, die in den näch­sten Monaten geboren werden, soweit sie nicht als wertvolle Zuchttiere in Frage kommen, freiwillig an die Viehhandelsver­bände abzusetzen.

ssicl-VcilNi!jlPi»ns!;g?>'W!ßiNlkli.

Wie dieDeutsche Par!.-Corc." berichtet, hat das preußische Laudesamt für Nähmittel und Eier eine weittragende Aende- rung der Grundsätze, die für die Erfassung der Eierproduktion bestanden, vorgenommen. Allen Ueberschußkreisen sind bestimmte Erermengen auferlegt, die im Wirtschaftsjahr vom 1. Februar 1918 bis dahin 1919 aufzubringen sind. Den Kreisen ist drin­gend empfohlen worden, dieses Erfassnngsfoll auf die einzelnen Gemeinden umzulegen, die es ihrerseits auf sämtliche Hühner­halter unterzuverteilen haben. Hierfür sind in den Gemeinden besondere Eierveranlagungskommissionen einzusetzen. Der Kreis derjenigen Personen, an welche der Hühnerhalter Eier abgeben darf, ist gegen bisher bedeutend eingeschräntt worden. Zur Kontrolle werden Revisoren bestellt. Jeder Hühnerhalter wird in Zukunft die Pflicht haben, bestimmte Mindesttnengcn an Eiern an die amtlichen Aufkäufer abzulicsern. Gegen Hühner. Halter, die sich der Erfüllung ihrer Pflicht entziehen, soll im Zwangswege und durch Strafmaßnahmen, u. a. durch Vorcnt- haltung von Zucker und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs, vorgegangen werden. Der durchschnittliche Gesamtver- brauch eines .Kommunalverbandes an Eiern ist auf den Kopf der brotversorgungsberechtigtcn Personen, .festgestellt nach dem Verteilungsplan der Neichsgetreidestelle, mit einem Jahresver­brauch von 25 Eiern angenommen.

Davon, daß man den sireikendeil Munitionsarbeitern die Zuckerkarten vorenthaltsn hat, haben wir noch nichts ver­nommen

Ans der

Friedberg. (Eine hochherzige Spende.) In der letzten Sitzung des Lebensmitteluusschusses teilte der Vorsitzende, Herr KommerzienMat Langsdorf mit, daß die Ficrua G. Schwarz & Söhne, G. m. b. H. dem Lebensmiltel­ausschuß 4000 Mar? und zwei Wagen Kohlen überwiesen habe. Dem Dank des Vorsitzenden schloß sich der Ausschuß an. Kommerzien-Rat Langsdorf machte dann den Vorschlag die Summe, dre ihm zur freien Verfügung überreicht wor­den ist, zum Teil dazu vertuenden, für bedürftige Kinder, Kleidung, namentlich Schuhwerk anzulchafsen. Der Ausschuß erklärte sich damit einverstanden. Wie uns weiter mitgeteilt wird, hat die obengenannte Firma, auch der Säuglings- fürsorge 200 Mark gespendet.

Zur Mahl in Butzbach schreibt man uns aus Ostheim: Da es doch einen gar zu fcklechren Eindruck macht und der sozial­demokratischen Sache großen Eintrag tun würde, wenn wahrend der Wahlzeit die sozialdemokratischen Frauen auf die Dörfer hamstern gehen und die Bauern um Kartoffeln und Brot an- gehen und gleichzeitig die roten Parteiführer die Bauern über die Vorteile und Schönheiten des sozialdemokratischen Zukunsts- staates aufklären, so will man in sozialdemokratischen Kreisen seinen ganzen Einfluß aufbieten, daß wenigstens wahrend der Wohlzeit die Genossinnen aus den Städten daheim bleiben.

Lich. Sicherem Vernehmen nach soll in dem Steinbruch bei Münster, durch die die Ltch-Grünberger Bahn geht, eine Bau­xitwäsche eingerichtet werden Der Stein enthält zuviel wert, lose Erde, die abgewaschen werden soll. Dazu gehören Wasser, Bücher und Teiche. Als Vach kommt die Wetter in Betracht, ein bis heute noch klares und fischreiches Flüßchen. Das Schmutz­wasser der Steinwäjche wird aber zu einem großen Teil in die Wetter gehen, diese verschlammen und die Interessenten schädi­gen. Deshalb wollen die Gemeinden und die fürstliche Guts­verwaltung Verwahrung gegen das Projekt cinlegen.

Aus Hessen.Nassau.

FC. Biersladt, 1 März. Einem Fuhrmann von hier wurde ein Schwein im Gewicht von zwei Zentnern, das für einen Wiesbadener Metzger bestimmt war. auf dem Transport nach Wiesbaden von der Polizei abgenommen.

FC. Waldgirmes. 1. März Auf der Strecke Wetzlar-Gießen wurde von einem Zuge der 17jährige Eisenbahnarbeiter Karl Jost von hier überfahren und getötet

Kirchliche Nachrichten.

Gottesdienst in der B u r g k i r ch e.

Mittwoch, 6. März, abends 8X Uhr: Passtonsandacht. Herr Pfarrer D ie h l.

Arieiimämnich

Offene Stellen:

1 Kutscher, 1 Arbeiterfamilie, 1 Ochsenknecht. 4 Knechte und 4 Tagelöhner für Spediteure, 1 Tagelöhner. 1 Schweinefülterer, 9 Schreiner, 1 Verwalter, 1 Milchfahrer. 1 Hausburi^e. 1 Bäcker. 2 Monatsmädchen. 9 Hausmädchen, Mehrere Feldmädchen, Meh­rere Dtenstmägde, 2 Köchinnen. 1 Stütze. 1 Haushälterin.

Stellensuchende:

Mehrere Melkerfamilten und ledige Melker. 1 Schneiderin, l Melkerin, 2 Küchenmädchen für Hofgut, Fräulein für Büro oder dergleichen___

Verantwortlich für den politischen und lokalen letl: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: R Heyn er. gri^berg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung" A- G., Friedberg L N.