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Dummer 24 _ Dienstag, den 29. Jannar 1018 1L. Jahrgang.

D,e ^int T«y«.,rtm.s" eridjeint icien äUerttai. Ncxelm°i,lg- BeUaoen£!« *t,mer an« 0eI7rn». ..Ai- Spinn»«!,-... Semgsprria: Be, den Postamt-,t-n mer.el-, ,!,ch «' o«o -r«tt noch das «eKell«-'»: de. -«» -Zenten mona.N» 85 P,q. einIKIietzlich Tra-e-!odn. A,Snmü,eUe 25 P,g.. ,-IaIe 20 v.g, Anzeigen oo «uswans oerecn our.i) t-o rn-chn-dm. r.nUunflc-on ,srieftl>etn. Schrtttl-iluna und Uerla^ neübe^ fie sen!. >aaaiier'traße 12. ver» oreijer 4S. «s ti bet*X^no 'Jlc. 4r>9. in? 'I-cai furt x.

Armrchke tn De;!.' --bürg. zwischen Aftago und ^eenia.

Rumänien bricht die Desie^nngen zu Nn^iand ab. Heftige Mnncke 20,000 Tonnen vrrlm'tf; ein 13500 Lonuen-Iampftr toeprö»ert! Ansstände in Herlin.

Der deutsche Generaistab ;s====s=ss== meidet: ==£

W. E. K. b rotzes Aarrpicprartier, derr 28. Janrrnv. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Nördlich von Vecelaere wurden bei einem Erkundungs- Vorstoß siebzehn Engländer, darunter ein Offizier, gefangen.

Tie ZlrtillerieLätigkeit war fast an der ganzen Front gering, lebhafter an einzelnen Stellen in der Champagne und im Maasgebiet. I

Italienische Front. |

Stuf der Hofläcke der Sieben-Gemeinden dauern fei A ' geftern nachmittag die Artilleriekämpfe an, die sick> bei ! Tagesanbruch im Gebiet des Col di Nosso zu größter Heftig- keit steigerten.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nicht Neues.

Der Erste Generalqnartiermeister: L u d e n d o r s f.

Abrndberrckt.

Berlin, 28. Jan., abends (MTB. Amtlich.) Zwischen Nsiago und Vrenta sind mit italienischen Angriffen heftige Kämpfe entbrannt.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

steht darin, daß feindliche Dampfer bei Nacht eine auffallend belle Laterne führen, deren grelles Licht das U-Boot b'enden und die richtige Schätzung von Größe. Entfernung. Fahrt- geschwjndigkeit und Kurs für die Einstellung der abzu- feuernden Torpedos verhindern soll. Tre Versenkung mehrerer so ausgerüsteter Dampfer beweist den Mißerfo'g dieses Täufchuugsversuches. Kiirzlich wurde in der Nordsee auch ein Dampfer beobachtet, der auf seiner Bordwand d'e Umrisse eines Torpedobootes aufgemalt hatte, um dem an- greftenden U-Boot we Anwesenheit von Kriegsschisfbe- gleituug vorzutäusch^n. Auch diese List mißlang.

"^.roo0r''leo-Wirknngen.

Lc I.. 28 r rr- f; n Februar 191^7 bis Ende Dezember 1917 wurden 27 seiutUche Trnppenttansportschiffe smb *265 Schiffe mit sonstigem Kriegsmaterial versenkt. Unter den letzte­ren befanden sich allein 97 mit Munition beladene Fahrzeuge. Diese Menge von Munition, die diese Schiffe an Bord hatten, hätte genügt, um 50 Divisionen zu je 15 000 Mann einen Mo­nat lana mit Munition ur.b Granaten zu versehen.

Berlin. 28. Jan. Wie schwer der ll-Bootkrieg England schädigt. geht aus einer Aeußeiung fjetvqt, die der englische Mu- nitionsminifter tat. Er sagte kürzlich: Ich habe jetzt die Gra- natenbestände um 100 000 Tonnen vermiirdern müssen, nur aus Mange! an Schiffsraum.

!!

Der österreichische Generalstab

Meldet:

rvien. 28. Jan. (WTB. Amtlich.) Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden steigerten sich die Artilleriekämpfe zeitweise au größter Hestigkert.

Der Chef des Eeneralstabcs.

kl Der bulgarische Grneraistab I] meldet: y -

Sofia, 20. Jan. An mehreren Stellen der Front, besonders zwischen dem Wardar- und dem Doiransee, war die Artillerie- tä1itz"-it heftiger. Oestlich des Wardar kehrte eine unserer Er- rundungsabteilungen mit englischen Gefangenen zurück. Am Unterlaufe der Struma wurden, englische Erkundungsabteilun- zen durch Feuer verjagt.

Das türkische Haupttznartier j'E meldet: - hi

Konstantinopel, 26. Jan. (WB.) Tagesbericht:

Au den Dardanellen blieb die Fliegertätigkeit rege. Zwei feindliche Kriegsschiffe wurden durch unser Feuer von Land zum Abdrehen gezwungen. Ein feindliches Minen« sucl)boot, das ' in die Tschairdarle-Bucht einzudringen ver« ftlckte, wurde durch Feuer abgewiefen und zog sich mit drei Treffern zurück. An den anderen Fronten ist die Lage unverändert.

H-Kssimewmrgen.

Amtlich wird gemeldet: ' Neue U°.Boot-Erfo!ge im Sperrgebiet um England:

20 000 Bruttorcgistertonnen.

©in großer Teil der Schiffe, die meist bewaffnet waren, wmde unter erheblicher feindlicher GegeuU.irkuug vor dem St. Georgskanal vernichtet.

Amtlich wird gemeldet: Unsere U-Boote haben auf den nördlichen Kriegsschauplatz seck)s Dampfer und zwei Fischer- sahrzeuge versenkt.' Die Dampfer waren meist tief beladen Bet zwei von ihnen konnte Bewaffnung festgestellt werden, ^er den versenkten Fischerfahrzeugen befand sich der fran­zösische FischkutterHirondelle".

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

.*

Wolff meldet: Immer neue Mittel versuchen die Eng« «HuVr. um unsere L-Boote au täuschen. Die ncuefte List be­

London, 28. Jan. (WTB.) Meldung des Neuterfchen Bureaus. Der CunarddampferAndania" (13 405 Brutto- Rcgifter-Tonnen), mit 40 Passagieren und 200 Mannschaften, wurde auf der Ausreise an der Küste von Ulüer torpediert. Alle kennten sich in d?e Boote retten und wurden nach einer Stunde aufgegriffen. Man hofft, den Dampfer in den Hafen bringen zu können.

Erbitterung tzcgen England.

Kristiania, 27. Fan. (WB.) Die Versenkung des norwegischen 6000 Tonnen-DampfersElsa" im Sperrgebier auf der Reise von Java nach Norwegen mit wertvoller Ladung an Lebensmitteln für Norwegen hat in hiesigen Reeder- und Geschäftskreisen große Erbitterung erregt, die sich besonders auch gegen England richtet und in der hiesigen Presse offen zum Ausdruck koumst. Die Blätter stützen ihre Angriffe auf England darauf, daß das Schiff trotz des Ein­spruches norwegischer Behörden gezwungen worden sei, die Sperrzone zu durchfahren, um zuerst in Falmouth auzi)° laufen und darauf in Bristol 1700 Tonnen Zucker zu löschen, die von den englischen Behörden beschlagnahmt worden seien, worauf das Scktff von neuern nach Falnwutb be­ordert wurde. Auf der Heimreise nach Norwegen durch das Sperrgebiet wurde es bei Dartmouth versenkt. DieHandels og Sjoefarths-Tidende"' spricht von einem englischen Ueber- priff. der große Erbitterung erregt, die bei der heutigen Versammlung der beteiligten Kreise klar zu Worte gekom­men sei. DerVerdensgang" schreibt, es stärkt nicht das gute Verhältnis zwischen Norwegen und England, daß letz- teres so wenig Rücksicht auf Norwegens Bedürfnisse nehme.

Stockholm, 27. Jan. (WB.) Wie dasAftonbladet" erfährt, wurde der schwedische DampferJönköping" (1300 Vr.-R.-T.) auf der Fahrt von Bergen nach Hnll von einem deutschen U-Boot versenkt. v

Portugal stiehlt Mais.

Haag, 27. Jan. Portugal hat bekanntlich das nieder­ländische DampfschiffKennemerland". das mit Mais an Bord von Amerika nach den Niederlanden ging, im Hafen von St. Vincent festgehalten. Auf Einspruch der nieder­ländischen Regierung hat nun Portugal das Schiff ft-eige- lassen, wobei es jedoch zuvor den niederländischen Mais aus dem Scktff herausnahm und auf Kap Verde verteilen ließ, wo gerade eine Hungersnot herrschte. Unverschänfterweise batte die portugiesische Regicnukg noch die Kühnheit, zu er­klären, jene Handlungsweise sei ans Achtung vor der nie- derländischen Regierung erfolgt. Dieses Verhalten erregt in. Holland Empörung. Der HaagerNieuwe Courant" spricht von einem Portngiesenstreich und sagt, eS fehle nur noch, daß man uns den gestohlenen Mais mit portugiesischen Schatzwechseln bezahlen will.

5r. Mnipf un den failrr.

Derliu, 28. Jan. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers ( richtete der Präsident des Reichstages Dr. Kämpf folgendes Telegramm an den Kaiser:

Seiner kaiserlichen und königlichen Majestät dem Deutscheni Kaiser und König von Preußen.

Zum vierten Male während des gewaltigen, uns aufgezwun­genen Krieges begeht Deutschland den Geburtstag des Kaisers, dem Wunsche Eurer Majestät folgend, in stiller feierlicher und ernster Weise. Bei dem 25jährigen Negierungsjubiläum Eurer kaiserlichen und königlichen Majestät haben wir mit Ciolz darüuf hingewiosen, daß Eure Majestät ein Vierteljahrhundert hindurch dem Deutschen Reiche und der Welt den Frieden er­halten haj^en, und haben die tn jedem Deutschen-.tiefwurzelnde Ueberzeugung zum Ausdruck gebracht, daß Eure Majestät das Schwert nur ziehen würden, wenn Eure Majestät dazu gezwun­gen wären zur Verteidigung der Ehre und Existenz und Zukunft unseres Vaterlandes In diesem Verteidigunaskampf steht nunmehr Deutschland seit bald vier Jahren mit seinen Verbum dcten, unüberwindlich und heldenhaft in seiner militärischen und wirtschaftlichen Kraft. Im Vcwußtsein de: Stärke und unseres guten Rechtes haben Eure Majestät mit Eurer Maje­stät hohen Verbündeten vor länger als Jahresfrist die Hand zum Frieden den Feinden entgegenoestreckt. Zuerst mit Hohn zurückaewiesen, trägt dieser hochherzige Schritt langsam seine Früchte. Möge co Eurer Majestät bcschieden sein, in dery- neuen Lebensjahre, in das Eure Nkajestät eintreten. den Frie­den zu erringen, der dem Deutschen Reiche seine Stellung in der Welt und dem deutschen Volke ungehinderte Entwicklung seiner geistigen und wirtschaftlichen Kräfte für alle Zeit ge­währleistet. Des Himmels Segen walte über Eurer kaiserlichen und königlichen Majestät zum Heile des Vaterlandes.

Dr. Kampf, Präsident des Reichstages.

Der Kaiser antwortete:

An Exzellenz Reichstagspräsidenten Dr. Kämpf.

Empfangen Sie Meinen wärmsten Tank für die treuen Wünsche, mit denen Sie Mich namens des Reüchstags wie­derum er-frerit haben. Ich beginne das ernste und ent- fcheidungsvolle Jahr in stolzer Dankbarkeit für die unge- ßeuren Erfolge, die unseren unermüdlichen Kämpfern und ihren genialen Führern zuteil werden.. Ich weiß, in welchem Umfange die treue Arbeit des Volkes in der Heimat zu die-, sen Erfolgen mitgewirkt hat, wieviel Not und Sorge dabei zu iiberwinden waren. Es sind unvergängliche Ruhmes­blätter, die das letzte Jahr der deutschen Geschichte hinzu­gefügt hat, und in die neben großen Feldherrn mich schlichte Arbeiter und einsame Wittven ihre Schriftzeichen eingezeich- net haben. Ein heißer. Mich täglich begleitender Wunsch ist, daß Mein geliebtes deutsches Volk ohne Uebermut, aber im starken Bewußtsein seiner Macht und seines Rechtes in weiser Selbstzucht seine Geschlossenheit nach innen und außen wahre, bis der endgültige Sieg unserer Waffen den Grund zu freudiger Wiederentfaltzuug seiner geistigen und wirtschaftlichen Kräfte legt. Wilhelm L R

..Men" völlig mMiüWggWg.

Konstantinopel, 27. Jan. (MTB.) Der türkische Panzerkrcu^ zer ..Sultan Iavus Selim" ist g'stern hier eingetrdffen. Das Schiff ist völlig oerwendungsbereit. Auch die zahlreichen feind­lichen Fliegerangriffe haben ans dem Schiffe lediglich durch zwei kleine Bombentreffer unwesentliche Beschädigungen am Schorn­stein und in der Reeling verursacht.

Pas Seetreffcn bei Znrvros.

Wie dieExpreß-Korrespondenz" erfährt, haben di« englischen Kriegsschiffe im Seegefecht bei Jmbros erheblich' schwerere Verluste erlitten, als amtlich zugegeben wird. Eck sind nämlich außer den MonitorenRaglan" und282, die explodierten, die beidenTorpedobootszerstörerLizzard" und Tigris" schwer besichädigt worden. DerTigris" wurde beispielsweise durch eine Kesselhavarie außer Gefecht gesetzt.^ Lizzard" hatte 18 Tote und 21 Verwundete,Raglan^ 26 Tote und Verwundete, ivahrend die Verluste desTigris^ sich auf 14 und die des Monitors28* auf 22 Tote und Ver. wundete beziffern. Während des Seegefechts wirvdc ein englisches Kampfflugzeug heruntergeschossen, das Flugzeug 4teI ins Meer. Die Insassen ertraivken. Die UeberleLeivde»