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/-rusch von Getreide mrd Hülsenfnrchten vom 24. November 1917 gesetzlich festgelegt worden. Es mutz also den Land- Wirten selbst daran liegen, bis dahin soviel wie möglich ofr zu liefern. ,-j"V v

Hessischer Landtag

Zweite Kammer der Stände.

Darmstadt, 25. Januar 1918.

Präsident Köhler eröffnet die Sitzung nach 10 Uhr und wird zunächst der Antrag K o r e l l - Ingelheim betr. die Eier­ablieferung im Jahre -1918 beraten und ohne Debatte ange­nommen. Dann wird der Antrag K o r e l l - Ingelheim be­treffend die Rückgabe der eingezogenen Entrahmer und Butter­maschinen angenommen. E; folgen die dringlichen Anträge der ALag. Urstadt, Henrich und Lang betr. die Obstversor- ' gung. Die elfteren werden für erledigt erklärt, der Antrag Lang der Regierung zur Berücksichtigung empfohlen.

Zu dem Antrag K orell- Ingelheim betr. Kriegsteue­rungszulagen an Eemeindebeamte und Pfarrer empfiehlt Abg. Osann die Annahme. Abg. U e b e l tritt ebenfalls warm für die Vorlage ein. zudem die Eemeindebeamten ohnedies nicht besonders gut bezahlt seien und ihre Dienste im Interesse der Kommunalverbände stark in Anspruch genommen würden. Auch Abg. Adelung kann den Antrag nur unterstützen, der dann einstimmig angenommen wird.

Zu dem eiligen Antrag des Abg. Adelung betr. Herab­setzung des Gasverbrauchs erklärt die Regierung, daß auch sie Ihre Bedenken an maßgebender Stelle des Reiches mit der Bitte um anderweitige Regelung vorgetragen habe. Der Antrag wird für erledigt erklärt.

Der Antrag des Finanz-Ausschusses der Ersten Kammer betr. den Erlaß eines Gesetzes zur Aenderung des Hundesteuer- Gesetzes wird angenommen.

Dann kommt der dringende Antrag Lang zur Beratung betr. den Vau einerVerbindungsbahn WürzburgMiltenberg Erbach oder MichelstadtFürthHeppenheimWorms nach iserslautern. Die Regierung erklärt, daß die Ausführung jetzt unmöglich sei, daß man aber nach Dlöglichkeit dafür ein- treten werde.

Zum Schlusie berichtet Abg v. Brentano noch über den Besuch des Ausschusses und der Regierung in das Iteberschwein- vrungsgebiel der Nahe Minister v. Hombergk teilt mit. daß der Großherzog zur Linderung der größten Not 2009 Mark gespendet habe.

Die Kammer wurde alsdann auf nnbestimmte Zeit ver­tagt.

Kkvörßkhrnde llfiüjfftaüunäj uMrcs Krliijhrgnlislyßkms.

Eine Nachrichtenstelle meldet:

Es» ist eine Neugestaltung des bisherigen Systems un­serer Lebensmittelversorgung in Vorbereitung, die bis zum nächsten Wirtschaftsjahr zur Durchführung gelangen wird. Sie soll für die Erfassung aller der Gemeindebewirtschaftung unterliegenden Lebensmittel eine vollkommen neue Or­ganisation schaffen. Kürzlich fanden im Kriegsernährungs- omt Besprechungen mit Vertretern der landwirtschaftlichen Genossenschaften statt, die sich auf die für unsere Volkser­nährung besonders wichtige Frage der restlosen Erfassung aller vorhandenen Vorräte erstreckten. Es wurde Einigkeit darüber erzielt, dis bisherige Tätigkeit der Kommunalver- bände und Verwaltungsbehörden auf diesem Gebiete durch die genossenschaftliche Erzeugerorganisation zu ersetzen. In einer Denkschrift haben sich die landwirtschaftlichen Körper­schaften grundsätzlich bereit erklärt, die neue Aufgabe bis zum Beginn des neuen Wirtschaftsjahres zu übernehmen. Sie gehen dabei von der Ueberzeugung aus. daß eine solcbe Mitarbeit der Erzeugerorganisation nicht nur jetzt in der Kriegszeit, sondern auch in der Uebergangs. und Friedens­wirtschaft notwendig ist.

Die landwirtschaftlichen Körperschaften wurden zur Vor­lage eines Aktionsprogramms aufgesorderl, das inzwischen dem Kriegsernährungsamt 'unterbreitet ist und die Zustim­mung desselben gefunden hat. Es sei daraus folgendes mit­geteilt:

1. In jeder Gemeinde wird eine nach genossenschaft­lichen Grundsätzen arbeitende Geschäftsstelle > errichtet, an die sämtliche Gemeindeinsassen ihre landwirtschaftlichen Er­zeugnisse. soweit deren Abführung im Interesse der allge­meinen Volksernährung vorgeschriebeu ist, abzuliefern haben Besteht in der Gemeinde eine Genossenschaft, so ist ihr die Geschäftsstelle zu übertragen.

2. In jedem Kreis (Bezirk) wird eine Kreisstelle errichtet die sich an den Kommunalverband anzulehnen hat.

3. In jeder Provinz bzw. jedem Landestei! ist eine Pro­

vinz- oder^Landesstelle zu bilden, in Form einer Gesellschaft m. b. H., der wegen ihres gemeinnützigen Charakters Steuer- und Stenipelfreiheit zugebilligt wird. An dieser Gesellschaft m. b. H. sind zu beteiligen diejenigen landwirtschaftlichen Körperschaften, die sich in dem Gebiet bisher geschäftlich be­tätigt haben, also in erster Linie die im Bezirk ansässigen Zentral-Ein- und Verkaufsgenossenschaften, außerdem der Bund der Landwirte, die Vereinigung der deutschen Bauern­vereine und die Landwirtschaftsgesellschaft. Der Schlüssel für die Beteiligung dieser Körperschaften an den zu bilden­den Gesellschaften muß auf dein Weg gegenseitiger Ver- släirdigung auf Grund der bisherigen Geschäftstätigkeit ge­sunden werden. Die so gebildeten Provinz- oder Landes­stellen sind die Verantwortlichen Träger der Erfassungs­organisation. Ihre Verwaltung soll eine möglichst einfache iem. Die genannten Stellen übertragen ihre geschäftliche Tätigkeit ausschließlich den in der Provinz oder dem Landes- Loil vorhandenen Zentralgenossenschasten oder entsprechenden Geschäftsstellen. Von der Bildung neuer Organisationen ist abzitseherz. ^~~* 4- -^ ^

i. Als Neichsstelle wirb ein Allsschutz gebildet, der be- steht aus Vertretern des Deutschen Landwirtschaftsrats und je zwei Vertretern des Neichsverbands der deutsck-en Land­wirtschaftlichen Genossenschaften, des Genecalverbanbs der deutschen Raiffeisengenossenschaften, der Vereinigung der deutschen Bauernvereine, des Bundes der Landwirte und der Deutschen LandwirffchaftsgesellschZst. Zu der Tätigkeit der neuen Reichsstelle gehört insbesondere die schiedsrichter­liche Entscheidung über die schlüsselmätzige Beteiligung an den Provinz- oder Landesstellen und über die Verteilung der Kreis- oder Bezirksstellen. ^Sollte sich bei dieser Verwal- tungsstelle die Notwendigkeit einer Geschäftstätigkeit er­geben, so soll die Bezugsvereiniguwg der deutschen Land­wirte um Uebernahme dieser geschäftlichen Tätigkeit gebeten werden.

Der ansässige Kleinhandel, ebenso Müllerlei und Bäckerei sind tunlichst bei den Kreis- und Genreindestellen heranzuziehen.

Zugesagt ist ferner ein weitgehendes Entgegenkommen der . Heeresverwaltung in der Frage der Beutlaubung und Freistellung der geschulten genossenschaftlichen Kräfte, soweit dies erforderlich ist.

M-ormelode. Min'mttade!

In den großen Städten herrscht mitunter großer Mangel an Mannelade, da es auch Butter nrcht gibt, so fehlt darin zum Brot jedes Mittel zum Bestreichen. Die Werbe-Abteilung der Neichsstelle für Gemüse und Obst sucht die Schuld an der ver­zögerten Ablieferung der Marmelade von sich abzuschieben und führt als Hauptursache den Mangel an Kohlen und den dadurch beeinträchtigten Güterverkehr an. Dadurch fehle es einmal an Rohmaterial, an Zucker usw., dann könne wieder einmal die fertige Marmelade nicht gleich verschickt werden. Einen Haupt­grund bilde auch das Fehlen von Packmaterial. Könne die große Knappheit an*F8ssern, Eimern. Milchkannen nicht zufällig ein­mal dadurch überwunden werden, daß. eine benachbarte Braue­rei, die stillfteht, der Marmeladenfädrik ihr Faßmaterial über­läßt, so müsse diese oft wochenlang warten, ehe sie das her. gestellte Obstmus der an sie verwiesenen Kommune zu liefern reimag. Diesen Schwierigkeiten habe man in manchen Fällen dadurch zu begegnen versucht, daß man an Stelle von Fässern sogar Kisten zur Verpackung der Marmelade verwandte. Die­ser Ausweg, der natürlich nur ein Notbehelf sein kann, habe sich nicht durchweg bewährt.

Soweit die Zuschrift. Nach diesen Ausführungen hat was zu erwarten war niemand schuld. Der Marmeladen­empfänger erhält sein Mus, aber er muh sich gedulden. Was er inzwischen auf sein Brot streichen soll, wird ihm leider nicht gesagt.

Eine Nachprüfung der amtlichen Angaben ist, besonders wegen ihres negativen Inhalts, nicht gut möglich. Nur in einem Punkte läßt sich deutlich erkeirnen, daß es mit der Or­ganisation der Verteilung doch nicht zum allerbesten bestellt ist: in dem Mangel an Verpackungsmaterial. Wie im vergange­nen Jahre, so wird auch jetzt wieder den an das Publikum ab­gebenden Kleinhändlern zugemutet, daß sie das Verpackungs­material mit abnehmen, bezahlen und weiter verkaufen. Wie es heißt» sträuben sich die "Händler dagegen; aber ihre lllZeig;- rung wird nicht beachtet. So kommt es denn, daß die Klein­händler Fässer und Kisten wie sauer Bier anbieten und das Publikum sie für geringes Entgelt kauft, um sie bei dem Kohlen­mangel zur Heizug zu verbrennen. In Fabriken fehlt es cm Fasst rn und Kisten. am andern Ende der Reihe, bei den Ver­zehrern, wird der Ueberflutz verbrannt oder zu Kaninchenstallen umgezimmert. Das scheint wirklich nicht das Richtige zu fein bri-allem Respekt vor der VortrrssUchkeit unseres herrlichen Systems.

der

EV. Evang. Männerabend. Die für heute geplante Zusammenkunft mutz bis aus weiteres verschoben werden.

)( Parlamentarisches. An dem heutigen Besuch des Fi­nanz-Ausschusses in dem durch das Hochwasser der Rahe stark heimgesuchten rh-ernhessigsn Orte Dietersheim bei Bingen bc- t-eiligte sich auch der Finanzminister Dr. Becker, Minister d. I. von Hombergk, Geh. Obrrsinanzrat Dr, Rohde und Geh. Ober- baurät Hummel, sowie der Vertreter des Wahlkreises Abg. von Brentano. Das nicht vernwgende Oertchen ist schwer geschädigt und werden Hilfsmaßnahmen und Unterstützungen in geeigne­ter Weise erfolgen. Doch liegt nach den bisherigen Feststellun­gen keine Veranlassung zu außerordentlichen Eingriffen und Maßnahmen vor.

sr. Mit der Ueberschreitung der Höchstpreise für Runkel­rüben hatte sich das Schöffengericht Langenselbold bei Hanau zu befassen. Durch die Verordnung des Reichskanzlers vom 19. Marz 1917 ist der Höchstpreis fiir den Zentner Rmckelrüben auf 1.50 Mark festgesetzt worden. Da damals allgemein dagegen verstoßen wurde, brachte der Vorsitzende des Kveisarcsfchusses diese Bestimm» rrg am 13. Oktober v. I. im Kreisblatte in Er­innerung. Auch der Handelsmann Josef Blumenthal von Langenselbold hatte dagegen gefehlt, indem er im Aufträge einer Firma umfangreiche Käufe von Dickwurz in Langensel bold vornahm, wobei er den Höchstpreis überschritt. Er war dieserhalb durch 7 richterliche Strafbefehle mit Geldstrafen von insgesamt 1175 Mark bestraft worden. Auch die Landwirte, die ihm die Rüben verkauft hatten, waren bestraft worden, wenn auch nicht so hoch. Gegen diese Strafbefehle hatten Blumcnthal und drei der Verkäufer Einspruch erhoben, der vor dem Schöf­fengericht Langenselbold zur Verhandlung gelangte. ^>ie mach- ten geltend, daß sie von dem Bestehen eines Höchstpreises nichts gewußt hätten. Die Kaufgeschäfte wären auch bereits im Sep­tember abgeschlossen worden, während die Bekanntmachung des Kreisausschusses erst im Oktober erfolgt wäre. Von der Bun­desratsverordnung im März hätten sie erst recht nichts, gewußt. Sie hätten erfahren daß die Stadt Hanau und andere Stellen den Zentner Rüben zu 34 Mark gekauft und danach annchmen müssen»,wenn solches von dieser Seite geschähe, sie auch nichts-

zu beforgeu hätten. Das Gericht hielt diese Eiuwände zu lyrer^ Entlastung für misreichend und sprach sie sämtlich frei.

Die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüssr, welche ge-) legentlich des planmäßigen Ausbaues der Fernsprechanlagen, im kommenden Frühjahr und Sommer hergestellr werden sollen, müssen abgesehen von den Orten, in denen keine Unter­brechung der Fernsprechbauarbörten eintritt spätestens bis zum 1. März bei den zuständigen Postanstalten vorliegen. Ver­spätet angemcldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplanes nur mit Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung eines Bautrupps usw.) hergestellt werden können, werden in dem kommenden Bauabschnitt nur dann ausgefühct, wenn die Antragsteller als Entschädigung für die Mehrkosten einen Baukostenzuschuß von 15 Mark entrichten, oder, falls dis Mehrkosten den Betrag von 30 Mark übersteigen» den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag erstatten.

ITC. Stockheim,. 25. Jan. Nächtlicherweile wurden von Die­ben die am hiesigen Bahnhöfe gelegenen deutschen Milchwerke des Dr. Sauer von Zwingenberg a. d V.cheimgesucht. Tie Diebe scheinen es hier außer auf Geld auf die Vorräte von Butter und Zucker abgesehen zu haben. Ueber ein Zentner Zucker fiel den Dieben in die Hände.

FC. Hanau, 25. Jan. In diesem Jahre betrug der Erlös des Obstes aus den Gemeinden des Landkreises Hanau 29 257,60 Mark.

FC. Aus Oberhcssen, 25. Jan. Einen Erfolg hatten die Beschwerden über das Schwetnefchlachten auf dem Lande inso­fern. als nach einer neuen Entscheidung der Landesfleischstelle unter Umständen eine Ausnahme gemacht werden darf. Major Seidler von dieser Landfteischstelle hat hierüber folgende Er­klär rsng abgegeben: Die Konnnunalverbände sind angewiesen, von der verordneten Abschlachtung Ausnahmen zu gewahren, dort wo der Nachweis des genügenden Futtern orrats erbracht wird ohne auf menschliche Nährstoffe (Getreide. Kartoffeln) zurück greifen zu müssen.

FC Frankfurt am Main, 21. Jan. Ein ganzes Diebesnest wurde in Louisa ausgehoben, die in letzter Zeit die Eisenbahn­wagen beraubt und die Waren kn einem Bienenhaus aufge* stapelt hatten Zum Teil sind die Diebe Privatleute, zum Teil Eisenbahnbeamte.

Ans Starkenburg.

Darmstadt. Ein Grotzfeuer ist heute abend gegen Id Uhr in der Dampfkesselfabrrk von A. Rvdberg A.-G. ausge- b'.cchen. Der isoliert stehende Montagebau, in welchem sich die Schrcinerwerksiütte und das große Modellager befinden, stand plötzlich in.Flammen, die weithin über die Stadt leuchteten. Tie sofort herbeiqeeilte Feuerwehr griff mit zahlreichen Lei. tungen den Brand energisch an. so daß er auf seinen Herd be­schränkt werden konnte. Der Schaden ist nicht von besonderer Bedeutung, Der Betrieb ist nicht gestört.

FC. Darmstadt, 23. Jan. Nach langem schweren Leiden verstarb dahier Obcrlandesgerichtsrat i. R. Otto Jung im 72. Lebensjahre.

Aus Rljei'nhessen.

FC. Worms. 23. Jan. Für die Errichtung einer Flieger- stalion nahmen die Stadtverordneten den Anttag auf Bewilli­gung von 575 000 Mark gegen neun Stimmen an.

FC. Geisenheim, 25. Jan. Die Stadtverordneten beschlos­sen die Zahlung von Ortszulagen an die Lehrer und Lehrerin­nen der Volksschulen. Als Zulagen wurden 100 Mark bei lOjähriger Dienstzeit, 200 Mark bei 20jährtger und 300 Mark bet ZOjähriger Dienstzeit für die Lehrer bestimmt. Für die Lehrerinnen ist die Hälfte vorgesehen. Die erforderlichen Mit­tel wurden bewilligt.

FC. Aus Nheinhessen, 33. Jan. Im Jahre 1917 hat dir Kreissparkasse in Alzey eine Zunahme der Einlagen in Höhe von 854133 Mark zu verzeichnen. Im ganzen beliefen sich die Einnahmen auf 2 662179,50 Mark. Die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung wurde durch die hohen Einnahmen aus den letzten zwei Weinjahren bedeutend gehoben. In allen Gemein­den wurden zahllose Hypothekenschulden gänzlich abgetragen. Die Kasse schließt mit einem Gesamtumsatz von über 12 Mil­lionen und mit einem Reingewinn von über 65 000 Mark ab.

Aus Knrhessen.

FC. Kirchhaia, 35. Jan. Für den Kreis Kirchhain ist eine neue Verordnung über Ablieferung van Eiern erlassen war. den. llnternehmer landwirtschaftlicher Bettiebe mit Hühner­haltung haben, jährlich 30 Eber, die übrigen Hühnerhalter jähr­lich 15 Eier pro Huhn abzuliefern.

FC. HLu.seld, 35. Jan. Das hiesige Landratsamt des Krei­ses Hünfeld ist wieder nach mehreren Jahren besetzt worden. Mit der kommissarischen Verwaltung wurde Regiecungsrat Ludwig bei dem Regierungsprasidium zu Düsseldorf, beauf­tragt.

FC. Ziegenhain, 23. Jan. Den Oelmühlen ist der Wetter­sturz zugute gekommen. Bei der Kälte mußten sie das Schlagen ciustellen. weil das Oel stockte. Jetzt mangelts nicht an Wasser und an der erforderlichen Temperatur. Alle Mühlen haben vollauf zu tun.

Aus Heffen-Nassau.

FC. Wiesbaden, 24. Jan. Am hiesigen Hauptbahnhof nahm die Polizei eirven Arbeitslosen fest, der glänzende Geschäft« machte, indem er das Publikum um Fahrgeld ansprach, aber nicht abfuhr. Das Slhöffengericht nahm ihn hierflir in eine Haftstrase von fünf Tagen.

FC. Biebrich, 24. Jan. In den letzten Tagen sind in der Rherngauerstaße in der Rahe des Ochscnbachcs mehrere Damen, von einem halbwüchsigen Burschen in räuberischer Absicht ange­fallen worden Er wurde in der Person eines* 19jährigen Tag- löhners aus Schierstein festgenommen. Nach langem Leugneu'^ ist er nun geständig. >.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otti Hirsche!, Friedberg; fiir den Anzeigenteil: R. H e y n e r Friedbcrg. Druck und Verlag der ,Aeuen - - A. Friedberg ^ ~