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Uummer 23

Montag» denc 28. Januar 1918

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Erfolgreiche Kuftkiimpfe im Westen. Gin Angriff der Italiener auf dem Monte Dorüea a^.m'esru

28 Normen versenkt.

Der deutsche GeneralKad !=== meldet: .- ü

W. T. K. Großes Hauptquartier, den 26. Januar. ÄrrrMch.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht.

Nn der flandrischen Front zwischen dem Biankaart-See und der Lys bei Lens und beiderseits der S arpe von mit­tags an Nrtilleriekampf. Unsere Infanterie brachte von Er­kundungen bei Lens, Croisilles und Epehy Gefangene zurück.

Heeresgru ppe Deu1 scher Kronprinz.

In einzelnen Abschnitten am Oise-Aijne-Kanal, in der Champagne und auf beiden Ufern der Maas lebte die geuertätigkeit auf.

Westfälische Stoßtruppen holten nach kurzer vorbereiten­der Feuerwirkung aus den französischen Gräben im Walde von Avocourt 24 Gefangene und 1 Maschinengewehr. Eben­so hatte ein kühner Handstreich gegen die feindlichen Linien Om Caurieres Walde vollen Erfolg.

*

Sn den letzten vier Tagen wurden im Luftkampf und don der Erde aus 25 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Unsere Flieger führten erfolgreiche Angriffe gegen die fran­zösische Nordküste durch. Gute Wirkung wurde in Dün­kirchen, Calais und Boulogne beobachtet. Leutnant Roeth brachte gestern innerhalb weniger Minuten 3 französische Fesselballone brennend zum Absturz.

Italienische Front. *

Auf der Hochfläck»e von Asiago und zu beiden Seiten der Brenta ftim es zu lebhaften Artilleriekämpfen.

Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues:

Der Erste Ecueralquartiermeister: Ludendorff.

KdsndbxHcht.

. SkrUn, 26. Jom..' abends. (WB. , Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

»

M. T. H. Großes Httrrptqrmrtier, den

27 . Jannar. Amtlich. \

Westlicher Kriegsschauplatz.

. Fast nn der ganzen Front blieb die Gefechtskätigkeit 'gering.

Bei kleineren Unternehmungen südlich von der Oise und in den oberen Vogesen südlich pon Lufse wurden Gefangene «nn gebracht.

Italienische Front.

Auf der Hochfläche von Asiago und' östlich von der Brenta lebhafter Feuerkampf. Ein italienischer Angriff gegen den Monte Pertica scheiterte.

Don den anden Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Gsueralquartiermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Drrvn, 27. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Knegsschauplntzen nichts Nerres.

Das türkische Hauptquartier li meldet:

Konstantinopcl, 23. Jan. (WB.) Generalstabsberickst.

An den Dardanellen lebhafte g-iiegertätigfeit. Unseres Slieger griffen den Flughafen auf Fmbros an. Gute Wirkung inmitten des Flugplatzes wurde beobachtet. An den anderen Fronten keine besonderen Ereignisse.

H-Ko^meldttugeu.

28,000 Tonnen!

Berlin, 25. Jan. (WTB. Arntlich.) Unter der bewähr­ten Führung des Kapitänleutnants Viebeg erzielte eines unserer U-Boote kiirzlich glänzende Erfolge gegen den Transportverkehr in dem besonders stark bewachten östlichen Teil des Aermelranals. 7 Dampfer 'mit insgesamt 28,000 Bruttoregistertonnen wurden innerhalb kurzer Zeit in mit großer Kühnheit durchgeführten Angriffen vernichtet. Vier Dampfer, darunter ein Tankdampfer von etwa 5000 Tonnen wurden aus Geleitzügen, die durch Zerstörer, U-Bootjäger und Fischdampfer stark gesichert waren, herausgeschossen, davon zwei aus demselben Geleitzuge. Unter den übrigen Scküffen befand sich ein größerer Dampfer vom Einheitstyp, anscheinend nach Le Havre bestimmt.

Ter Chef des Ad mi ra! stabs der Marine.

Welche Bedeutung die Engländer dem Kampfwert der

Gäben" bei messen bewert, daß der englische Pressedienst seit emer Woche rnit dem Schiffe sich beschäftigt und andauernd Meldungen, von weiteren Angriffen und weiteren Ve- schädignngen verbreitet, um falsck>e Hoffnungen auf einen Ausfall derGöden" für die weitere Kriegführung zu erwecken.

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er österreichische (Ocucvnlüab meldet:

Wien, 26. Jan. (WV.) Amtlich wird verlautbart:

Die Artillerietätigkeit war namentlich auf der Hoch- fläshe der Sieben Gemeinden und beiderseits der Brenta sehr lebhaft.

Der Chef des Gcneecilstabe».

*

Wie», 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Airs der Hochfläche von Asiago und östlich der Brenta war die Nrtillerietätigkeit auch gestern sehr lebhaft.

©in feindlicher Angriff gegen unsere Stellungen aus

Monte Pertica wurde abgewiesen.

Der Chef des Seueralsiabcs.

--- , <

Berlin, 26. Jan. (WB. Amtlich.) Unsere U-Boote haben auf dem nördlichen Kriegsschauplatz sechs Dampfer und zwei Fischerfahrzeuge versenkt. Die Dampfer waren meist tief beladen. Bei zwei von ihnen konnte Bewaffnung festgestellt werden. Unter den versenkten Fischerfahrzeugen befanden sich der französische FischkutterHirondelle".

Der Chef des Admiral st abs oer Marine.

Schiffsverluste.

Rotterdam, 25. Jan. (WB.)Maasbode" meldet: Der englische LeichterP. I." ist am 8. Januar gesunken; der englische SeglerSt. Bernard" (1^7 Brt.) wurde bei einer Explosion in Halifax vernichtet; der spanische Segler Cißcar" (308 Brt.) ist gesunken; der englische Schlepp­dampferExcelsior ist leck geworden und gesunken; der griechische DampferCentauro" ist auf die Felsen von Estopona gelaufen und wrack; der SeglerSorstad" (545 Brt.) ist umgeschlagen; der SeglerLulu M Quillin" (129 Brt.) ist gestrandet und wrack; der englische Dampfer Wandlo" (889 Brt.) ist gestrandet und gesunken; der Segler Latorka" ist ans See verlassen worden ft der Segler Mabrooka" ist gesunken; der englische Segler Douglas Adams" gestrandet und verloren; der englische Segle/ Elizabet" ist uutergegangen, der SeglerNelly" wrack; der amerikanische DampferHenry Coot" (2234 Brt.) ist ge­sunken; der spanische SeglerSanta Isabel" wird vermißt.

Arm brntJifje Mmnbögle nrhaiben.

Kopenhagen, 24. Jan. (WB.) Nitzaus Bureau meldet: Aus Ringköbing wird gemeldet: Ein Schiffboot mit 17

deutschen Marinesoldaten langte in Houvig an der Westküste Jütlands an. Einer der Insassen war tot. Das Boot stammt von einem deutschen Kriegsschiff. Die Bootsrnsassen sind sehr erschöpft. Sie brachten vier Tage im offenen Boot zu. Aus Rinköhing wrrrde ihnen ärztliche Hilfe gesandt. Die Leute ^wurden zum Strandvogt geschafft und hier mit trockenen Kleidern versehen. Einer der Schiffbrüchigen ist indessen gestorben. Unter ihnen war ein deutscher Marine­offizier. Es steht fest, daß die Leute zu einem deutschem Torpedojäger gehören, der torpediert worden oder auf eine Mine gelaufen ist. Einzelheiten fehlen noch.

Isflllldlf U=!t0oif (tu bcr öwibiiifftfR KM.

Bern, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die franzö- sisck?e Presse meldet, daß amerikanischen Zeitungen zufolge an der amerikanischen und südamerikanischen Küste, beson­ders in'der Nähe, von Brasilien, deutsche U-Boote gesehen wurden.

Die Unlüste der itaiieniiüen sMdelsstotie im H-MMieg.

Nach demPopola Nomano" vom 23. Januar erwähnt« Nitti in seiner Rede in der Associanzione Commerciale Jn- dnftriale Agricole Romano, daß im Verlaufe des Krieges 55 von Hundert der italienischen Handelsflotte versinkt wurden.

Dirßland.

DieGöben" wieder frei.

Berlin, 27. Jan. (WTB. Amtlich.) Wie uns von zu­ständiger Stelle mitgeteilt wird, ist der Uirkische Panzer­kreuzerSultan Javus Selim" (Gäben"), der auf dem Rückmarsch von dem Vorstoß nach der Insel Jnrbros in der Enge bei Nagara, festgekommen war, in die Dardanellen rmgelaufen,

Stockholm, 25. Februar. (W. N.) Aus Petersburg wird berichtet, daß es bei den Kämpfen anläßlich der Eröffnung der Konstituante angeblich 400 Tote gab.

Ueber den Wahlöetrieb zur Konstituante in den Dörfern schreibt die KadettenzeitungNasch Wjek": Ganze Dörfer gaben gleiche Wahlzettelim Namen aller" ab, entweder auf Befehl der Sozialrevolutionäre oder der Volschewiki-Agitatoren. Die Abgabe besonderer Stimmen galt als Verrat und zog die Untersuchung wegen Zuge­hörigkeit zu den Kadetten nach sich.

Am 9. und 10. Januar haben die Jekaterinoslaw Kämpfe zwischen den Sozialrevolutionären und der Rote« Garde stattgefunden, wobei die letztere Sieger blieb.

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Auguste Eauvain führt imJournal des Debats" aus; Zwischen Lenin, Trotzkij und ihren Gegnern in der russischen Konstituante besteht kein erheblicher Unterschied. Tschernow, der von diesen Gegnern zum Führer erwählt wurde, vertritt im Grunde in Bezug auf den Frieden und auf seine politischen Ädeen genau denselben Stand­punkt wie Lenin. Auch Tschernow will ein Ende des Krieges um jeden Preis und denkt nicht daran, die Der. träge, die Rußland mit seinen Verbündeten einging, aufrecht zu erhalten. Nur zieht er der direkten Ver­handlung mit den Mittelmächten die Berufung eines internationalen Kongresses vor. Lenin und Trotzkij sind zynischer, Tschernow ist heuchlerischer, aber an Unmoral kommen sie sich gleich. Die Entente muß sie abseits stellen, aufmerksam verfolgen und, ohne sich mit öiner Partei zu verbinden, dauernd bereit sein, die Entwicklung der Dinge in ihrem Sinne zu nutzen. (T. d. A.)

Maffenoerhaftuugen in Petersburg.

Secolo" meldet aus Petersburg: Weitere 18 Depu» tierte der Konstituante, fast alle Bauern und der revo­lutionär-sozialistischen Partei angehörend, wurden in der Nacht verhaftet. Viele andere Deputierte wußten sich der Verhaftung durch die Flucht zu entziehen. Das Lokal derDjelo Narodna", des Organs Tscheruows und der sozial-revolutionären Partei, wurden von der Noten Garde besetzt und geplündert. Alle übrigen sozialistischen Zei­tungen wurden gleichfalls am Weitererscheinen verhindert. Die Arbeiter von fünf großen Fabriken in Petersburg, darunter Siemens-Schuckert, fordern die Auflösung des gegenwärtigen Arbeiterrats von Petersburg und Neu- ^ wählen.

Finiand.

Schwere Kämpfe in Wiborg.

Stockholm, 26. Januar. Wie aus Helstngfors ge­meldet wird, kamen in der Nacht auf Dienstag in Wiborg schwere Kämpfe zwischen finnischen Schützen, die durch einen Handstreich versuchten, sich des Bahnhofes und der Kaserne zu bemächtigen, und der Roten Garde vor, die im Verlauf des Gefechts durch russisches Militär unter.