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Aus^derHßeimäiÄ, ^ K

Schwesternspende. Unermüdlich und mit heldenhaftem Opfermut sind ungezählte Schwestern. Hilsschwestern und Pfle» gerinnen in der Pflege unserer verwundeten und erkrankten Krieger tätig. Viele von ihnen haben in diesem schweren Dienst hinter der Front des Weltkrieges Schaden an ihrer Ge­sundheit genommen. Allen diesen Schwestern und Pflegerin­nen durch Behandlung in Krankerchiinfern und Gewährung von Kuraufenthalt die Gesundheit wieder zu geben, ist vaterländische P'licht. Aber hierzu bedarf es großer Geldmittel, und wie in allen deutschen Bundesstaaten soll auch im Großherzogtum un­ter dem Schutze Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin eine Geldfammknng veranstaltet werden In unserer Stadt wird am Samstag, den 26. Januar und am Geburtstage des Kaisers eine Haussammlrmg stattfinden und wir bitten herp lichst. die Schülerinnen unserer SchMerschule, welche unterstützt durch Gymnasiasten und Seminaristen für die Schwestern eine Gabe erbitten, mit der Opserwilligkert aufnehmcn wollen, die Frkedbergs Bürgerschaft in allen vaterländischen Angelegetr- heiten stets ausgezeichnet hat.

)( Zur Pferdeauchekmaz im Kreis Frirdberg. Dringliche Anfrage des Abgeordneten Breidenbach und Gen. über die Aushebung der Pferde für Heereszwecke:

Ist es der Großh. Regierung tefamit, daß bei den derzeitigen von Seiten des Reiches bei der Aushebung der Pierde gezahlten niedrigen Preise die betroffenen Pserde- hesitzer oanZ erheblichen Suaden erleiden?

Welche Schritte gedenkt die Großh. Regierung zu tun, um die Betroffenen zu entschädigen^

Gchzcll. Bei der Ende vorigen Monats abgehaltenen Generalvei-famml.'mg unseres Turnvereins wurde Rudolf Holler zum Vorsitzenden gewählt, nachdem K. Hanb. der dieses Amt bei Beginn des Krieges im stellvertretenden Sinne eine Wiederwahl entschieden ablchnte und zwar mit der Begründung, daß aus dem Felde zurück jetzt genügend Kräfte vorbanden, die dieses Amt verwalten könnten. Wir wissen ibm Dank und durch sein Verbleiben im Vorstand ist uns, sein Interesse, das er von jeher dem Vereine gegenüber gezeigt bat, gesichert. Der Verein zählt heute noch über 30 aktive und über 100 passive Mitglieder. Die Turnstunden werden regelmäßig abgebalten und besucht diese selbst sind gewiflermoßen zu einer Heimstätte für unsere Urlauber ge­worden. Den 27. Januar an Kaisers Geburtstag, abends wird im Ve^einslokal bei I. I u n g Wwe. eine Abendunter- Haltung abgehalten, die ein reichhaltiges Programm auf- weisen wird.

Bödesbeim. Heute Samstag, 26. Januar, abends 8 Uhr, findet ?u Ebren von Kaisers Geburtstag in der Wirtschaft der Fran Linneberaer eine Feier statt, wobei Lehrer Flach von Gicß-Karben einen Vortrag halten wird. Die Mitglieder des Krieaervereins. aber auch alle anderen Ortseinwohner sind hierzu freundlichst eingeladen.

t*mm am vtatiu ^vstne ganzeTsiegend au,- gehamstert.) Die scharf einschneidenden Bestimmungen, durch die sich die süddeutschen Staaten gegen die Massen-Jnva- sicn ,wrd. und mitteldeutscherKurgäste" zu schützen suchten, haben, namentlich bei den Betroffenen, sehr heftige Kritiken er­fahren. Me intensiv aber manche Kreise das Hamstern betrie­ben haben mögen und welche unerwarteten Folgen sich in man­chen Gegenden daran knüpfen, geht aus folgender Mitteilung bayerischer Blätter hervor: Das Bad Sodenthal in Unterfran- len mar von der Neichsversichervngsanftalt für Angestellte in Berlin auf mehrere Jahre gepachtet worden, um den Angestell­ten als Erholungsstätte zu dienen. Diese Erholungsbedürftigen, zumeist aus Norddeutschland und Berlin stammend, haben ^aber die Gastfreundschaft zur rücksichtslosesten Hamsterei mißbraucht, da sie in der ganzen Umgegend Lebensmittel zu Ueberhöchsi- preifen aufkauften und an ihre Angehörigen nach Hause sand­ten. Die Felge war, daß der Betrieb der Erholungsstätte zu den Höchstpreisen nichts mehr kaufen konnte und eingestellt wer­den mußte. Die Erholungsbedürftigen wurden heimgeschickt und das Bad geschlossen Das Bad ist inzwischen an die Stadt Frankfurt am Main verkauft worden, die ein Erholungsheim für kränkliche Kinder einrrchten will.

FC. Cror-berg, 23. Jan. Der hiesige Vaterländische Frauen- verein hielt*feine diesjährige Hauptversammlung hier ab. Neun Wöchnerinnen wurden an 77 Tagen durch Hauspflege versorgt. 127 Liter Milch abgegeben und sechs Stillprämien gewährt. Eine neue segensreiche Einrichtung des Vereins war der Kin­derhort. Vom 1. Mai bis 1. Oktober wurden täglich von 3 bis 7 Uhr ca 70 Kinder beaufsichtigt, um deren Müttern die nötige Landarbeit zu ermöglichen. Den Kindern konnte Tee und Brot verabreicht werden.

FC. LouyenschrsalbÄch, 23. Jan. Die Abgabepflicht für Eier der einzelnen Hühnerhalter für das laufende Jahr steht noch nicht fest. Doch besteht vorläufig noch die Verordnung vom 14. April und 15. Mai v. I. zu Recht. Die neue Verordnung aber wird die vorjährige, welche für jedes Huhn 3 0 Eier betrug, erheblich übersteigen. Blödsinn, du siegst!

FC. Schlangentad, 23. Jan. Nächtlicherweile brachen Diebe im Hotel Kaiserhof dahier ein und stahlen aus dem Wäschezim­mer die gesamte Wäsche und die vorhandenen Silbersachen. Der Schaden betrögt mehrere tausend Mark. Von den Dieben fehlt jede Spur.

FC. Wiesbaden, 23. Jan. In St. Goar wurde nunmehr die Leiche des vor einiger Zeft von der Mainzer Brücke in den Rhein gesprungenen Rentners Kühne von h^er. auf dessen Er­mittlung eine Belohnung ausgesetzt war, gelandet.

Aus Meinl,essen.

> FC. Mainz. 23. Jan. Die Schüler der Unterpima des Alten Gymnasiums verrichten zurzeit Hilfsdienst, indem sie auf einem 80 Morgen grohen Gelände zwischen Budenheim und Station Uhlerborn, das abgeholzt wird, um das Land der Volksernä'hrung nutzbar zu machen, bet den Arbeiten von mor-

'40 Morgen Land werden nt

gnts bis abends behilflich sind. _ __ ^

hlTsSS 1 ^ 40 borgen mit Gemüse bestell?werd^.^s J9 ** ft°dt Mainz bestimmt ist. Die Heranziehung einer qameä Schulklasse zur Htlfsdicnstarbeit stellt wohl den ersten derartigen Versuch im Bereich des Generalkommandos des 18 dar, der sehr befriedigt. -

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag Septuagesimä, 27. Januar 1918 .

Fekr des Eeburt-tllges <5, M. des Deutschen Kaisers Wilhelm II.

Gottesdienst in der Stadtkirche.

Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Ritter. MitwiÄ kung des Kirchengefangvereins.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienft. Herr Pfarrer Diebl. J

Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Strack Abends 9 X A Uhr: Herr Pfarrer Kleberger.

Kollekte für die weibliche Lieöestätigkeit zur Lindern.^ der Kriegsnot.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

Sonntag Septuagesimä. 27. Januar 131 ?.- 10 Uhr: Gottesdienst.

11 V* Uhr Iugendgottesdienst.

5 Uhr: Kriegsandacht.

Katholische Gemeinde-

Sonntag, 27. Januar 1918: Geburtstag Sr. M. des Kaisers.

Veichtoelegenheit am Samstag von 4 Uhr an und Sonn­tag früh von 6 Uhr.

Wl Uhr: Frühmesse.

8 Uhr: Militärgottesdienst (Singmesse mit Predigt).

*410 Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Nachmittags 2 l A Uhr: Predigt mit Missions-Andacht.

Um 4 Uhr. Versammlung des Iünglkngsvereins.

Während de: Woche: %7 und 7A Uhr hl. Messe'

Rach dem Hochamt Ausgabe voa Büchern au» der Boccs^' «Zur-Bücherei.

Geschäftliches.

Dem jetzigen Mangel an Wolle ist auch Abhilfe geschaffen worden. Die nutzlos hernmliegenden Strumpfrchre werden, nach patenttertem Verfahren wieder wie neu hergerichtet. Näheres im Anzeigenteil ersichtlich.

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Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottoi Hirsche!, Friedberg: ftir den Anzeigenteil: N. H e y n e rj Friedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung^ A- G.. Friedberg i H

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Bekanntmachung. Bestellung von Nährmitteln.

^emäß § 5 der Bekanntmachung über die Verbrauchs­regelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genom­menen 'Nährmittel vom 21. März 1917 wird für die Stadt Friedberg folgendes bestimmt:

Es sollen ausgegeben werden:

I. Für brotgetreideversorgungsberechLigLd Kinder bis zu 12 Jahren (rote Karten)

a»fdieMarke 33 der Nährmittelkarte ß (rot) Graupen » ., 34 B Teigwaren

li. für die übrige brotgetreideverforgungsberechtiate Bevölkerung (blaue Karten)

auf die Marke 38 der Nährmittelkarte C (blau) Graupen w 39 0 Teigwaren

Wer die auf ihn entfallende Ware die genaue Menge wird später festgesetzt zu beziehen wünscht, hat unter Vorlage seiner Karte bei einem hiesigen Klein­händler bis zum 31. Januar eine Bestellung aufzu­geben. Tabei ist darauf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreffende Bestellmarke abtrennt und auf der gleichziffrigen Quitlungs- und Bczugsmarke die Vestel- lung bestätigt. Wer die vorgesehene Frist für die Ve- fteliung nicht einhält, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware. ' 1

Die Kleinhandelsgeschäfte haben die Vestettmarken lluf die in Betracht kommenden Bestellbogen getrennt rufzukleben und an dem. dem Ablauf der Bestellfrist folgen­den Werktage, also am 1. Februar an uns einzusenden. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des be­treffenden Klemhandelsgeschästs von der Beteiligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich.

Friedberg, den 25. Januar 1918.

Städtischer Lebensmittel-Ausschuß. Langsdorf.

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in der Woche vom 29. Januar bis 2. Februar 1918.

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vormittags von 916 Uhr, von der alten Bahnhof­straße aus.

Es werden ausgegeben:

Dienstag: Weigkrast, 1 großes oder 2 kleine, Preis - pro Pfund 11 P g.

Donnerstag: gelbs Rüben, in Mengen bis zu 10 Pfd. Preis pro Pfund 14 Pfg. wL'che Riibsn, in Mengen bis zu 10 Pfd., Preis pro Pfund 5 Pfg.

Kohlrüben, in Mengen bis zu 10 Pfd., Preis pro Pfund'6 Pfg.

GroßverKanf

in Mengen von 50 und 100 Pfund, nur vormittags von 9 -10 Ahr.

Msniag: gelbe Rüben, Preis pro Pfund 12 Pfg. Mittwsch: Kshlraben, Preis pro Pfund 5 Pfg. Samstag: rveitzs Rüben, Preis pro Pfund 4 Pfg. Frissberg, den 24. Januar 1918.

Städtischer Lebensmittel-Aus schütz. Langsdorf.

AMrmrchLar gewordene

Strümpfe und Socken

werden brauchbar wie 319a hergerichtet.

Aus 2 Paar Herrensocken wird 1 Paar und 3 Paar mittelhohen Damenstrümpfen 2 Paar erneuert, wenn Stpimpftohre »nindestens 12 Zentimeter breit sind. Als nötiges Ersatzmarerial kann aruy abgelegter Tttkotstoff (Hemden und tlntcrhvien, Jägerhemden) verwendet werden.

Die Ersotzstücke m üssen gut erhalten, nicht zerrissen oder gestopft, anderthalbmat so lang wie die zu fettrgende Sohle und 12 Zentt-

für dauernd gesucht.

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meter breit sein.

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Otto Münch, Metzen,

t Zetr.: - Verbrauchsregelung rm Ernte iahr 1917, hier. Verkehr mtt Weizenaus- zugsmehl.

KeKountmachung

Im Hinweis auf die Velannl- machung des Kommunalverdandes Friedberg im ^mtsverkündigungs- blatr Nr. 15, nach welcher Wei- zenauszuzsmehl und das daraus hergestellte Gebäck nur noch an Kranke gegen ärttlichen Attest nach Anhörung der ärztlichen Prüfungskommission, an Kinder unter 2 Jahren und an alte Leute über 70 Jahren abgegeben werden darf, bringe ich hierdurch zur öffemttchen Kenntnis, daß die Abgabe von Weizenausmgsmehl von der Vorlage einer besonderen Ausweiokarte abhängig ist, die für die hierzu berechtigten Kin­der und Greise auf Zimmer Nr. 9 des Etadtbau es geqen Vorzei- oung der Ledrnsmittelkarte täg­lich in den üblichen Geschäfts­stunden in Empfang genommen werden kann.

Der Verkauf kann uur durch die Mehlhändler Adam Rausch II. und L. Stern erfolgen.

Zuwiderhand ungen werden noch § 79 der Reichsgetterdeord- nung vom 21. Juni 1617 besttaft.

Friedberg, den 24. Januar 1918.

Der Bürgermeister.

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