Gvrms Gefahren. .
Nomon or:s der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.
2 ' ^ 'Nachdruck verboten.
Der B.tto;' nnierbrach sie kurz. „Helens Wünsche kommen tzicr oor niüst in Frage, lieber Werkheim. Hier spricht r- r .allem das Zweckmäßige mit'da muß ich.sagen, Nom ist cmschidden'das Nichü«gsie für Sie."
„Nom —" Werkheim sagte es zögernd, „ich kann mir nicht he'' !' ich nmg Nom auf die Dauer nicht. Und wenn Sie schon 'seinen, daß ich mich um eine Versetzung bemühen soll, so Ware mir jeder andere Ort lieber. Aber tvos reden mir denn lange, das alles liegt ja noch im weiten Felde und vor allen Dingen habe ich nicht darüber zu bestimmen."
„Das würde sich einrichten lassen.' Ja — sicher würde es sich machen lassen, hm — ja, für Helen mit ihrer zarten Gesundheit wäre Rom das einzig Richtige."
Werkheim spitzte die Ohren. Das war ihm ja ganz neu. Also Helens Gesundheit war zart, bedurfte der Schonung, bedurfte eines milden Klimas. So, sol —
Tie Familienmitglieder schwiegen. Sie waren gewöhnt daß alles, was der Vater tat und sagte, nicht ohne Grund geschah. Und wenn Helens Gesundheit schwach sein sollte, so hatte das eben auch seine Ursache. —
Werkheim wußte genug. Er sollte, unter allen Umständen nach Nom. Es war leicht zu erraten, warum. In" Paris, in Petersburg brauchte man niemanden, dort hatte man seine Freunde. Aber Italien? Italien war Deutschlands Verbündeter. Was hatte man für einen Vorteil daran, ihn dort zu haben? Wer konnte Nutzen daraus ziehen?
Archibald Douglas beobachtete seinen Schwager.
Der grübelnde Zug in dessen Gesicht entging ihm nicht. ^ „Du gehst wohl ungern von hier fort?" fragte er ihn.
„Offen gestanden, ja!" antwortete Werkheim. „Ich bin sehr gern hier gewesen. Hab' ich doch auch ineine Helen hier gefunden. Aber natürlich, der Papa hat recht, Helen kann nicht immer die Frau eines Attaches bleiben."
„Wir sind arrch so glücklich, Fred, nicht wahr?" sagte Helen zärtlich.
„Gewiß, mein Kind, gewiß! ^.aran -Awiftfelt kein Mensch. Aber Dein Mann kann nicht immer nur Liebhaber sein," sagte der Vater kurz. „Später kommt ihr dann auch wieder einmal hierher."
Helen sagte nichts mehr. Und so ließ man den Gesprächsstoff fallen.
Lord Douglas war in bester Laune und der Abend verlief für die Familie aufs angenehmste. Werkheim war zer- streut und schweigsam. Doch das schien niemand zu bemerken. —
„Ich werde morgen doch mal mit Harthausen sprechen. Ich möchte hören, was der über meine Versetzung sagt," dachte Werkheim, als der zärtliche Vater endlich gegangen war. — —
Viktor von Harthausen hatte sich für einige Tage Urlaub genommen. Angeblich war er in Deutschland, um an der Hochzeit seiner Schwester teilzunehmen, in Wirklichkeit hielt er sich in Paris ans, rim seine alte Freundin Claire Gortscheff zu besuchen. —
Harthausen war kein leichtlebiger Mensch, und wenn es sichlllN! den Verkehr mit Frauen handelte, hatte er ziemlich strenge Grundsätze. So war auch seine Freundschaft mit der jungen Russin, obgleich er damals in Petersburg manche Anspielung darüber hatte hören müssen, ein wirklich reines Freundschaftsbündnis. —
Die Bekanntschaft mit Claire lag bereits sechs Jahre zurück.
Harthausen lebte damals in Petersburg.
Eines Abends kam er im strömenden Regen über den Newsky-Prospekt, als er eine weibliche Gestalt in fluchtartiger Eile an sich vorüberstürzen sah. Unwillkürlich verhielt er den Schritt und sah ihr nach. Sie lief nach der großer Brücke. Einer Eingebung folgend, lies er ihr nach und kam gerade zur rechten Zeit, um sie vor dem Sprung in die Tiefe zu schlitzen.
Solange er in Petersburg war, hatte er tn uneigennütziger Weise für Claire gesorgt und sie vergalt ihm seine Güte mit rührender Anhänglichkeit.
Während Werkheims Erzählung an jenem Abend erinnerte sich Harthausen - an Claire. Sie lebte jetzt als
Freundin etties hochgestellten ruMcheu 'Diplomaten in Paris nachdem sie sich vorher schon einige Jahre mi£ ihm in Wien aufgehalten hatte. —
Schon manchen wertvollen Wink Halle er ihr z:r danken, und er wußte, daß sie glücklich war, wenn sie ihm einen wichtigen Dienst leisten konnte. <
Für sich selbst würde er nie eine Gefälligkeit von ihr annehmen. Aber hier galt es Höheres, da gab es kein Zaudern, galt es doch das Wohl des Vaterlandes. —
Es traf sich gut. Claire war allein in ihrer vornehmen kleinen Wohnung in Auteuil.
Mit einem Freudenruf empfing sie ihn. Dann faßen sie zusammen und tranken Tee, plauderten von vergangenen Zeiten, von Petersburg, von Wien. —
„In Wien war es am allerschönsten!" sagte Claire mit auftenchtendem Blick.
„Aber Claire! Und Paris? Paris ist die Welt!"
„Ach Paris! Was Hab' ich voll Paris! In Wien hatte ich viel mehr Freiheit. Hier ist er so mißtrauisch, und die Wiener sind viel gemütlicher. Ja — und dann — dann waren Sie doch auch da!"
„Kleine Claire!"
Sie machte ein ernstes Gesicht. „Ihre Gegenwart erinnert mich immer an eine andere — an eine bessere Zeit. — Ich vergesse dann, was nach dem fmn."
Sie blickte starr geradeaus.
„Kleine Claire," sagte er noch einmal gütig. „Machen Sie kein so ernstes Gesicht. Sie wissen, daß Sie trotz alledem keinen besseren und uneigennützigeren Freund haben als mich." ,
Sie lächelte ihn an.
Cr wußte, daß Claire ihm alles gegeben hätte, wenn er gewissenlos gewesen wäre, es anzunehmen. Damals schon in Petersburg sah sie mit schwärmerischer Verehrung zu ihm auf. Seinem vornehmen Empfinden widerstrebte es. die Lage des Mädchens auszunutzen. Andere wckren nicht so Zartfühlend gewesen. —
Fortsetzung foTaf.
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lleberweisungsantrag ist bei einer dieser Mstalten zu stellen. Diesen sind die Steuer-, Schuldgeld- und sonstigen Ansorderungszettel mit denr Antrag zu übergeben.
Bei Eas-, Wasser- und Stromgeld sind auch wir von dem Antrag in Kenntnis zu setzen.
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Nähere Auskunft wird an den Zahltagen erteilt.
Friedberg, den 4. Juli 1917.
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