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(Neueste Nachrichten)

(Mseftcrer

kZezugspreis 80 Pfg. monatlich

vierteljährlich 2,40Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den ^weig- cruLgabestellen vierteljährlich 1,80 Mk. Erscheint Dierrslag, Donnerstag u. Samstag. Nedaktionöschltch früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksen­dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag derGictzerrcr Zeitung", Gießen.

Expedition: 8üdonlage21.

KrrzeigeKMl' 24 PA

die 14 mm breite Petitzeile, für Auswärts 36 Pfg. Die HO mm breite Reklame-Zeile 100 Pfennig. (£ x 1 ra Beilagen werden nach Gewicht und Grosse berechnet. Rabat: kommt bei Ueberfchreilung des Zahlungs-

Zieles (30 Taaes. bei gerichtlicher Beirre K ling oder bei

LronkurL in Wegfall. Platzvorfchüften ohne Verbindlichkeit. Druck der Giestcucr BerlagSdruckerci, Albru Klein.

Ar. 106,

Telephon Nr. 362.

Donnerstag, den 21. November 1918.

Telephon Nr. 362.

31 .

Jahrgi

Bekannimachung

Der Bundckyot hat auf Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundiscats zu wirtschaft­lichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichs- Gesctzbl. S. 327) folgende Vermdnung erlassen:

Die am 2. Januar 1919 fällig werdenden ZLns- scheine der 5prozentigen ReichökKegsanleihen sind vom 23 Oktober 1918 bis 2 Januar 1919 zu ihrem Rcn^ wert gesetzliches ZaKlungsmMel.

Die Pflicht des Reiches zur Einlösung der Zins­scheine am Fäligkeitstage mit anderen gesetzlichen Zah­lungsmitteln wird hierdurch nicht berührt.

Die Verordnung tritt am 23. Oft. 1918 in Kraft.

Berlin, den 22. Oktober 1918.

In Vertretung Graf von Roedern.

BekamrLMKchtmg.

Alle Soldaten, Mannschaften wie Offiziere, welche sich unerlaubt von ihrem Truppenteil entfernen, haben nicht nur strengste Bestrafung zu gewärtigen, sondern haben auch keinen Anspruch auf Lebensmittelkarten, Ver­pflegung und Quartier. Sie gehen jedes Anspruches aus Rente, Edtiassungs-ebühr ro^ 50,Mark, Malschgebühr, Anzug verlustig. Wer nicht oidrmngsgcmäß entlassen in das besitzte Gebiet kommt, sitzt sich der Gefahr der Inter­nierung aus!

Wer sich unerlaubt von seinem Truppenteil entfernt, hat sich fosort auf dem nächsten Garnison-Kommando oder Bahr.Hosskommandantur zu melden. Diese sorgen für Verpflegung, Unterkunft --nd Weite,beförderung zum Ersatz-TrrppcnrcU bezw. Entlassung zum BeZirk^kom- mando des Heunotortes gemäß den Verfügungen des ste ll v. G en er alko m m a n b c §.

Alle ZivUbeHörden finb ongew? sin, keinerlei Lelnns- mittelkarttN auszugebrn, keine polizeiliche, Anweldung «itgegenzünehmen und keine ÄrbeitsgelegeuhAt zu Ver­mittln ohne vorschriftsmäßigen Entlüssungsausweis.

Kameraden! Sorgt für Ordnung damit der Feind nicht cinmaischiert um diese Ordnung herzustrllen.

Kameraden! Der Feind schließt keinen Frieden, wenn in Deutschland leine Ordnung-herrscht.

Dev Avtzritev- nnd ZoLdntrrrrat.

Stellvev. Grncvailrommands XVIU. A. K.

in Deutschland nicht an einen Frieden, auch nicht an eine Demobilisation denken können.

Rach Londoner Telegrammen sprach Balfour am Samstag über die Frage der StaatLform in Deutschland. Seine Auslassungen gingen dahin, daß die Alliierten für Deutschland die Voraussetzungen des Friedens in einer demokratischen, nicht aber in einer sozialistischen Republik erblicken. Eine Vergewaltigung der nichtsozialistischen Parteien in Deutsch­land würde von den Alliierten nicht geduldet werden. Auch ein Friede würde nur mit einer demokra­tischen Republik, die alle Berufs klassen umfaßt, gcschloff n werden.

DieTimes" melden aus New Aork! Lansing erklärte -stm Konpreß, die Alliierten seien bereit, mit Deutschland einen Präliminarfrieden äbzuschlicßen. Ein endgültiger Friedensschluß bei aber erst nach Herstellung der vollkommenen staatsbürgerlichen Freiheit durch eine allen Parteien gerecht werdende Reichs- Verfassung möglich. Weder eine kapitalistische, noch eine sozialistische Republik sei der Ausdruck des Volks- willens, sondern eine R>publik, die alle Staatsbürger umfasse. Experimente dürften bei den Alliierten auf Widerstand stoßen.

auf die unerträgliche Notlage der: Nh ..mde hm, in die sie die hartm WaffmfitllstandLbedingungen versetzen. Die Herausgabe eines großen Teiles des Effenbcchm Materials verurteilt uns durch Ms Erschwerung Verbindung mit dem Osten ' H § or. ^s ist

uns außerdem unmöglich, große Besatzungen zu ver­pflegen. Der Rückzug der Armee durch unser Land he- scheuniat den Verbrauch der 2ei ^1. Wir mtten

im Namen der Menschlichkeit d ^ der ganzen Welt,

für die bedrohten Nh. inlande elnzutreten und zu fordern, daß ;in durch dm langen Krieg schon ganz erschopM Land nicht völlig Mhergetretett werde. Der friedliche Sinn in den alten Kulturländern am Rhein ist m der ganzen Welt bekannt. Schützt uns darum durch dre Macht Eures Einflusses vo- Gewftttat und Unmensch' lichkeit. Verein Rheinischer Zcitun s - a .

Aufhebung der für den 4. Dezember !-i§

Zufammenfcblu$$ aller biirgerlicden Parteien.

Berlin, 19. Rov. Wie man erfährt, haben in den letzten Tagen Besprechungen zwischen den bürger­lichen Parteien begonnen, die einen Zusammenschluß cll^c bürgerlichen Parteien für die kommenden Wahlen zur Nationalversammlung bezwecken._

Zur Pariamentarifierung In Reifen.

angeordneten UoiK$zäblnnfl.

Unter den inzwischen eingttretrnrn Verhältnissen wird die Durchführung der Volkszählung am 4. Dezemvrr 1918 und einer sich daran anschlictzlnden Fortschreibung dcr ZivUbivölkerung, insbesondere wegen der starken Bevölkerungsvelschievungen, welche durch die DemobM- iation und das Zurückst:ömen der Heeresangehongen in die Heimat bcwntt werden, aus erhebliche Schwiertg- kelUn stoßen, auch dürften die Ergebnisse dieser Er­hebungen sehr unzuverlässig a r- sin. Es ist daher von der Reichsleitungr ang-w-dnet, c-'- *te 83 \x&L\vta& Verordnungen tom 24. Of toben 19x8 v ; j l t e-L.olkszu!)tung i und üb« die Fortschretbvn btr Zivüd i,ö " tun;; nicht I in SEButjamfiti treten' unb sic dafür «in gejetteten Voc- bercitungsarbeiten rtngestellt umben.

Hein enkgegenksnimen der feinde.

Berlin, Ä). Nov. Alle zue Zeit in dcr Presse aurauchcnden Nachrichten ub« e-ecichte oder uns zuge- fa^te MUderungcn der Waffensilllstandsbcdingungen ent­sprich, n nicht deg Tatsache». Vielmehr ist seftzustrllen: TrotzJallec Vorstellungen und aller bereits zu Tage getretenen Unzuträglichkeiten in d.r praktischen Durch- 'ÜHÜlng der uns aufcrlcgten schweren Bedingungen des Waffenstillstandes ist von unseren Gegnern nicht das geringste Entgegenkommen gezeigt worden.

Hein friede mit einer HlaffenbcrrRüaft.

DimTallst zufolge haben Lloyd George

und Balfour ln ihren letz,tägigen Besprechungen mit Unt.rhauSmitgliedern keinen Zweifel darüber gelassen, dag die Alliierten auch keine amgezwungene sozialistische Republik in Deutschland anerkennen und auch mit dieser, die wieder die Herrschaft einer einzigen Klasse sei, keinen Friedm schließen könnten. Die Alliierten ver­langten auch für Deutschland die Gleichbe­rechtigung alter Parteien und eine Verfassung, die iüc alle Zeiten den Terrorismus ciner einzigen Klasse ausschlösse. Durch Rußland gewärmt, würden die Alliierten vor der Sicherstellung der absoluten. Freiheit

Wie man zuverlässig ersähit, hat die neue hessische Regierung die feste Absicht, die verso ssunggebende Landls- Versammlung alsbald einzuberufcn. Brreits in der vorigen Woche hat Erstminister Ulrich in ciner Sitzung des hessischen A.. u. S.-R. diesem Willen seinerseits ent. schieden Ausdruck gegeben. Die Vorbereitungen für den . Entwurf einer neuen Wahlordnung sollen schon abge<

- schlossen sein, so daß vielleicht für die kommende Woche die Wahlordnung für die verfassunggebende Versamm­lung zu erwarten ist. Ais Havptgrundsütze können schon jetzt angegeben werden: Gleiches, geheimes, unmittelbares und aUgemelues Wahlrecht auf Grund des Verhältnis­wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männ­lichen und weiblichen Personen, die am Tage der Wahl ln Hissen sind. Das ganz- Land bildet einen Wahlkreis, so daß die Wahl ein möglichst unversälschtes Bild der politischen Auffassung in Hessen bieten wird. In Aus­sicht genommen ist, die Wahl elwa in der ersten Halste des Januar statifinden zu lassen. Ein bestimmter Tag kann natürlich »och nicht feftgclcgt werden, da erst einmal festftchen muß, inwieweit die Besetzung der Provinz Rheinhessen durch die Berbandstruppen und die Verhältnisse des durch Starkenburg führenden neu­tralen Gebietes eine allgemeine Wahl ermöglicht. Ferner kommt in Betracht, daß auch den heimkehcenden Feld­grauen die Teilnahme an der Wahl sicher gestellt sein muß. Ecstininistcr Ulrich hat bereits durch die Zusamnien- setzung seines Ministeriums, dem auch Mitglieder ander« Parteien angehöccu, bewiesen, daß ec eine Diktatur nicht will, und in der erwähnten Sitzung des hessischen Arbeiter- und Solvatencatcs hat er ausgesprochen, daß nur die Demorcatie, die sich aus den Gesamtwtllen deL Volkes ausbaut, die Errungenschaften der Revolution sichern werde. __

(UfntereindecKting mit Kartoffeln.

Die Wintexemdeckung mit Kartoff In ist noch nicht überall in dcr erwünschte Weise' so-!', ichntten. Dies beruht in erster Linie auf der un!-ünst '' n Tr< nsportla^e tm September und dec ersten Oktober Hälfte. Durch ernschnet. ende Maßnahmen ist inzw'sch. n hsir einc L sferung erztelfc worden. Daneben hat es' sich^aber a!s ersorderttch irwicsin, die Ablieferungspflicht für Speffekartoffel» zu erhöhen, da die Ernte vielfach hint oaitunaen

zutückgeblicben ist. Der StaatssekLetäc d s KriegSernay« runasamts hat daher angeoidneft daß ein Teil der msyer . füc Zwecke der gewerblichkn Vera -)enen

Kartoffeln zur Deckung des Speiscto'U-ff h^an-

zuzichen ist, in-beiond-^e ..

zum Brennen belassenen Kartoffeln in Höhe vvn 25^Proz.

der urspiünglich freigegebenen Mengen.für duie Zwecke

in Anspruch genommen. § Kar­

toffeln künftig nur noch dann v. ^ sie kleiner als 1 Zoll, bisher VU Zoll, sind..

Diese Maßnahmen o, rn ft rvl. ftu!Z^mit

den getroffenen Berwaltu '

die dringend notwendige Eindeckung der Beüarfsgevtete mit dem größten Nachdruck zu »

_ MM II -1 ->.,:r-r,^ ra r.. W . III II.IW I

Ein notruf der Rfteiniänder.

* Kötu. 18. Nov. DieKöln. Ztg." veröffentlicht nachstehenden Funkspruch'. An all- Zeitungen in den Ländern der Alliierte» und an alle Zeitungen in »eu- lral-n Ländern! Die Vertreter der Presse in Köln und iin Rhcinlande weisen die Zeitungen dcr ganzen Welt

$*vtm der Reichs-. ^rlrs?r über- 500 Gramm, vKo.fi-r 15. ixznuakr d. «s.-

werden die üv r. 500

n Reichs»Rcric-

bcotmarken au^er Kraft l is, -lw vom dh

Dezember einschließlich ab ft ->s fr: G-.r-ftck v^r-

absolgt werden. Füc den ft - - I -« 1untau;ch der 500 Gramm-Marktn in 50Gramm.MarftEzum 15. Dezember eiuschlichlich tzatlsinden. Nachdem m Dezember ist ein Umtausch nicht mehr Zi « wenn dec Verbraucher einen Lebcnsmittrlkartm°AbWnde» schein oder sonstigen Ausweis vorlcgt, aus dem hervor- geht, daß er über den 15. .. zembcr hinaus mir Reise« brotmarken statt mit örtlichen Brrik.» für.i-iNe Beot Versorgung versehen ist.

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