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Sie SediiWNßeii ifir die Türken.

Als die Türkei ihr Friedensangebot hatte ergehen lassen und um Waffenstillstand nachsuchte, wurde voi: englischer Sfite versichert, man werde der Türkei milde Bedingungen" auferlegen. Wie diese milden Bedingungen aussehen, ergibt ver jetzt wirklich abgeschlossene Waffenstillstand, der den Türken folgen­des vorschreibt:

1. Oeffnung der Dardanellen und des Bosporus, sowie des Ausganges nach dem Schwarzen Meer.

2. Angabe derjenigen Stellen, an denen sich Mi­nenfelder und andere Hindernisse in den türkischen Gewässern befinden und Beseitigung dieser Minenfel­der und Hindernisse, falls die Entente dies verlangt.

3. Alle verfügbaren Informationen über die

Lage der Minenfelder im Schwarzen Meer müssen ge­geben werden.

4. Alle alliierten Kriegsgefangenen sowie internierte Armenier und Zivrlgefangene müssen nach Konstantinopel gebracht und bedingungslos Zur Ver­fügung der Entente gestellt werden.

5. Sofortige Demobilisierung des tür­kischen Heeres mit Ausnahme derjenigen Truppen,

welche sÄr die Grenzbewachung und für die Äuf- rechterhaltung der Ordnung im Jnlande nötig sind. Später werden die Alliierten die Stärke des Hee­res sowie die Einteilung desselben in Verbindung mit der türkischen Regierung feststellen.

6. Uebergabe aller Kriegsschiffe in den türkischen Gewässern und in den Gewässern, welche von den Türken besetzt sind. Diese Schiffe müssen in türkischen Häfen interniert werden. Ausgenommen sind kleine Fahrzeuge, welche für Polizeidienste oder andere Dienste in den türkischen Gewässern nötig sind.

7. Die Alliierten haben das Recht, alle st r a t e gi­schen Punkte zu besetzen, falls diese für oie Sicherheit der Alliierten notwendig erscheinen.

8. Freie Verfügung über alle türkischen - fen für die alliierten Schiffe, sowie über alle Hä­fen, welche von den Türken besetzt sind, und Ver­bot, daß die feindlichen Schiffe diese Häfen benutzen. Freie Benutzung aller Reparaturwerkstätten und De­pots in allen türkischen Häfen und Arsenalen.

Die weiteren Punkte (insgesamt 25) betreffen die Kontrolle der Eisenbahnen, der Telegraphen, die Kriegsgefangenen, die Uebergabe der türkischen Garni­son in Hedschas, in Mesopotamien, Tripolis usw.

Punkt 23 bestimmt die Einstellung aller B e- ziehungen zu den Mit telmächten.

Diese Bedingungen bedeuten, daß sich die Türkei mit Mann und Roß und Wagen ergibt; von ihrer staatlichen Selbständigkeit kann nicht mehr gesprochen werden

Alle Deutschen müssen die Türkei verlassen.

Von größtem Interesse für Deutschland ist der Punkt 19 der türkischen Wafsenstillstandsbedingungen. Er lautet:

Alle deutschen und österreichischen Marine-, Mili­tär- und Zivilpersonen müssen innerhalb eines Monats aus türkischen Gebieten entfernt werden. Tie in entfernteren Distrikten befindlichen Personen müssen so schnell wie möglich abgeschoben werden."

Wie im Wäffenstillstandsvertrag mit Bulgarien, so wird auch in dem mit der Türkei vorgeschrteben, oaß nicht nur die Militär-, sondern auch die Zivil» Personen das Land in kürzester Frist verlassen müssen. Diese Bedingung ist für die Zivilbevölkerung sehr hart, da die Frist von einem Monat für die entfernteren Gegenden ungemein kurz ist.

In Voraussicht der kommenden Tinge hat unsere Heeresleitung rechtzeitig die deutschen auf türkischem Boden in Europa kämpfenden Truppen in der Gegend von Konstantinopel gesammelt, sodaß deren Rücktrans- Port in die Heimat kerne allzu großen Hindernisse im Wege stehen.

Das Ende des ungarischen Königtums.

Tie Verhältnisse in Ungarn entwickeln sich in der durch die Ereignisse v orgezeichneten Richtung mit großer Schnelligkeit. Ter Schattenkönig Karl IV. voll­zieht Regierungshandlungen, die ihn selbst immer mehr ausschalten. So mußte sich das Ministerium Karolyi nach kaum 24 ständigem Bestehen infolge der Stim­mung des ganzen Landes in der Frage Republik oder Monarchie veranlaßt sehen, vom König oie Entbindung vom Treueid

zu fordern, die Kaiser Karl auch gewährte. Tann folgte ein Ministerrat, der beschloß, die Frage ob Königtum, ob Republik, ehestens durch eine Volks­abstimmung entscheiden zu lassen. Ten Ausgang dieser Abstimmung hält man nach den anhaltenden Kund­gebungen im ganzen Lande nicht für zweifelhaft.

Eine Kundgebung des Natioualrats

besagt:

Ter Nationalrat werde dafür sorgen, daß inner­halb weniger Tage ein allgemeines, gleiches und ge­heimes, sich auf alle Männer und Frauen erstreckendes Wahlrecht geschaffen werde. Tie gesamte Bevölkerung werde in 4 bis 6 Wochen in einer Abstimmung darüber entscheiden, ob die Monarchie bleibt oder ob die Mehrheit des Landes sich der republikanischen Staatssorm anschließen wolle."

In den öffentlichen Lokalen, in den Theatern usw. erschienenen besondere Abgesandte des Nationalrats und verkündeten das große Ereignis:

König Karl, seines Namens der vierte aposto­lische König von Ungarn, werde das seit tausend' Jahren bestehende ungarische Königtum abschließen.

Ungarn gegen Deutschland.

Inzwischen scheint die neue Regierung bei de Entente dadurch auf gut Wetter zu spekulieren, das ste srch feindlich gegen Deutschland stellt. Sie verfügt die Zurückhaltung aller österreichischen und reichs deutschen Schiffe samt Ladung, darunter 20 000 Tonne: Lebensmittel für Deutschland und Oesterreich, ferne Erzladungen aus dem Kaukasus und Oelladunaen au »lumänsen. Ferner wurde die Durchfuhr von^ranS

portmitteln iiach Deutschland eingestellt, dadurch wird für Deutschland der Abtransport von 500 Lokomotiven und 50 000 Waggons aus Rumänien unmöglich. Auch wird dadurch der Rücktransport zweier deutscher Armee­korps, die zurzeit noch auf dem Balkan kämpfen, und den ungarischen Böden verteidigen, unmöglich.

Auf dem Ostbahnhos in Budapest war eine Weiter­reise deutscher Militärpersonen unmöglich gemacht. Ein Zug mit d eutschen Soldaten, die für die Balkanfront bestimmt waren, wurden auf dem Bahnhof entwaffnet.

Note Garde und Studentengarde in Wien.

Am Wiener Deutschmeister-Denkmal fand eine Ver­sammlung der roten Garde statt. Etwa 500 Per- fonen, Offiziere und Mannschaften mit roten Ab­zeichen, zuweilen aber auch mit schwarz-rot-goldenen Abzeichen, nahmen an der Versammlung teil. Kor­poral Haller hielt eine Ansprache, in der er sagte, daß sich die Rote Garde vorläufig dem National­rate unterwerfe. Er bemängelte die Zusammensetzung des Staatsrates, weil er zu wenig Sozialisten auf­weise. Sodann wurde zum Parlament xgezogen. Der Zug war mittlerweile auf mehrere tausend Personen angewachsen. Vor dem Parlament hielten die ein­zelnen Soldaten Reden, in denen sich die verschiedenen Richtungen geltend machten. Die einzelnen Parteien gerieten wiederholt hart aneinander.

In der Aula der Universität versammelten sich eine Anzahl von Hochschüler,:, darunter viele Offi­ziere aller Truppengattungen, um zur Bildung einer Studentengarde Stellung zu nehmen. Tie Verstimm- lung stimmte einer Entschließung zu, in der die Versammelten sich bereit erklärten, den Hochschulaus­schuß in seinen Bemühungen um die Aufrechterhal­tung der Ordnung zu unterstützen und sich dein Staatsrate zur Verfügung zu stellen.

Weltkriegsrevoltttionskomitec.

Einen Verband mit diesem schönen Namen wollen in einer Konferenz, die Anfang November in Mos­kau tagen soll, die Vertreter derausländischen kom­munistischen Gruppen" bilden.

Als Gegenstück hierzu kommt aus Kiew die Meldung von einem geplanten

Wcll-Anti-Bolschcwiftcn-Bunb Die Regierung soll in geheime Verhandlungen mit den Vertretern der Entente eingetreten sei, die darauf hinzielen, sämtliche Regierungen der Welt für eine gemeinsame Koalition zum Kampfe gegen den Bol­schewismus znsammenzuführen. Auf Vorschlag des englischen Vertreters verfaßte Krasnow eine an die deutsche Regierung gerichtete Denkschrift mit der Mit- ! teilung darüber, daß auf Vorschlag der Entente sich sämtliche Regierungen der Welt zum Kampfe gegen die Sowjets zusammenschließen sollten.

Die österreichisch-ungarischen Verhandlungen.

Eine Meldung aus London besagt, es besteht aller Grund zur Annahme, daß die Waffenstillstands­verhandlungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Ita­lien bereits begonnen und die Feindseligkeiten im großen bereits beendet seien. Sie sollen sehr bald gänzlich eingestellt werden.

Das ncutralitätswidrige Luxemburg.

In französischen und belgischen Kreisen verlangt man den Rücktritt der Großherzogin von Luxemburg wegen Neutralitätsbruches. Dieses Verbrechen soll dar­in liegen, daß sie ihren ehemaligen Lehrer, den früheren Reichskanzler Grafen Hertling zur Tafel ge­laden. und indem sie ferner zugegeben habe, daß die 19 jährige luxemburgische Prinzessin Antoinette sich nut dem bayerischen Kronprinzen verlobt habe!

Vorschlag aus Einstellung der Lustaugrifse hinter der

Front.

Tie deutsche Regierung hat aus Gründen der Menschlichkeit und um wichtige Kulturzentren ans bei­den Seiten zu erhalten, den Feinden durch Vermittlung der Schweiz vorgeschlagen, Luftangriffe hinter dem Operationsgebiet künftig gegenseitig zu unterlassen. Die deuts.hen Luf:streitkräste haben schon Anfang Ok­tober entsprechenden Befehl erhalten. Trotzdem haben die Gegner noch in j". . ' er Zeit gegen eine Anzahl öeutscher Stäore Bombenangrifse unternommen, die zahlreiche £ ;ei unter der bürgerlichen Bevölkerung gefordert haken.

Wann kommt der Friede?

Ter Londoner Korrespondent desManchester Gu­ardian" hat in gut informierten Kreisen folgendes über das vermutliche Ende der Feindseligkeiten ge­hört: Tie vorsichtigste Schätzung des Kriegsendes war nicht später als Anfang Januar. Die Gemäßigten glauben Ende November sagen zu müssen, während einige davon überzeugt waren, daß der Krieg in der kommenden Woche zu Ende sein werde.

Ter Kampf gegen den Frieden.

Die PariserHumanite" bringt die Enthüllung, der Feldzug gegen den Frieden und speziell die Friedensvorschläge Wilsons sei das Werk großer Ver­bände französischer Vereine, die Clemenceau nahestehen und durch einen Geheimfonds gespeist werden.

Die deutsche Gesandtschaft aus Rußland zurückgezogen.

Wie der BerlinerLokal-Anzeiger" hört, sind dieser Tage die Reste unserer einst von Moskau nach Ploskau verlegten Gesandtschaft für Rußland sang- und klanglos zurückgezogen worden.

Keine Internierung der Bulgaren.

Unter den in Deutschland befindlichen Bulgaren ist die Ansicht verbreitet, daß sie demnächst als feind liche Ausländer behandelt und interniert werden wür» den. Demgegenüber stellt W.T.B. fest, daß, trotz der Entfernung aller Deutschen aus Bulgarien, von deut­scher Seite nicht beabsichtigt wird, den hier lebenden Bulgaren das Gastrecht zu kündigen.

Bekanntlich ist auch den hier lebenden Oester­reichern und Ungarn der ^reie Aufenthalt in Deutsch­land weiter gestattet worden.

Zur Kaiserfrage.

Es bestätigt sich, daß Staatssekretär Scheidemann an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet hat, in welchem er die Notwendigkeit darlegt, daß der Kaiser znrücktrete. Zu dieser Forderung haben Besprechungen !

der Parteien Aattgefunden. Das Zentrum hat, wie schon mitgeteilt, in den Verhältnissen keinen Anlaß gesehen, sich die Forderung Scheidemanns zu eigen zu machen Im Gegenteil. Denselben Standpunkt nehmen die Nationalliberalen ein. TerLok.-Anz." glaube konstatieren zu können, daß die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes gegen einen solchen Schritt sei.

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TieKölnische Zeitung" schreibt zur Kaiserfrage: Wäre irgendwelche Aussicht, den Abgrund, der sich heute vor uns auftut, dadurch zu schließen, daß der Kaiser seine Krone, ja sich selbst zum Opfer brächte, man darf versichert sein, das Opfer wäre längst ge­bracht. Was den Kaiser veranlaßt, vielmehr an der Krone sestznhalten, das ist, des sind wir überzeugt, sein Pflichtgefühl in der Enkenntnis, daß das Opfer nicht nur vergeblich sein, sondern daß eine kaiserlose auch wieder eine schreckliche Zeit sein würde, eine Zeit der Anarchie und der staatlichen und völkischen Selbstzerfleischung.

Sem'MW Reich

W.T.B. Berlin, 2. Nov. Ter Kaiser hat bei dem Inkrafttreten der Verfassungsänderungen folgenden trlaß an den Reichskanzler gerichtet:

Euerer Großherzoglichen Hoheit lasse ich in der Anlage den Mir zur Ausfertigung vorgelegten Ge­setzentwurf zur Abänderung der Reichsverfassung und der Gesetze, betreffend d'.e Stellvertretung des Reichs­kanzlers, vom 17. März 1878 zur alsbaldigen Ver­öffentlichung wieder zugehen. Ich habe den Wunsch, bei diesen: für die weitere Geschichte des deutschen Volkes so bedeutungsvollen Schritt zum Ausdruck zu bringen, was Mich bewegt. Vorbereitet durch eine Reihe von Regierungsakten,' tritt jetzt eine neue Ord­nung in Kraft, welche grundlegende Rechte von der Per so:: des Kaisers auf das Volk überträgt. Damit wird eine Periode abgeschlossen, die vor den Augen künftiger Geschlechter in Ehren bestehen wird. Trotz aller Kämpfe zwischen überkommenen Gewalten und emporstrebenden Kräften hat sie unserem Volke ene gewaltige Entwicklung ermöglicht, die sich in de,: wunderbaren Leistungen dieses Krieges unvergänglich j offenbart. In den furchtbaren Stürmen der vier Kriegsjahre aber sind alte Formen zerbrochen, nicht um Trümmer zu yinterlassen, sondern um neuen Le­bensgestaltungen Platz zu machen. Rach den Voll­bringungen dieser Zeit hat das deutsche Volk den An­spruch, daß ihm kein R ech t v o r e n t h a l t e n wird, das eine freie und glückliche Zukunft verbürgt. Dieser Ueberzeugung verdanken die jetzt vom Reichs­tag angenommenen und erweiterten Vorlagen der Ver­bündeten Regierungen ihre Entstehung. Ich aber trete diesen Beschlüssen der Volksvertretung mit Meinen I hohen Verbündeten bei in dem festen Willen, i was an Mir liegt, an ihrer vollen Auswir­kung mitzn arbeiten, überzeugt, daß Ich damit dem Wohle des deutschen Volkes diene. Das Kaiser- ! amt ist Dienst am Volke.

So möge die neue Ordnung alle guten Kräfte jreimachen, deren unser Volk bedarf, um die schweren Prüfungen zu bestehen, die über das Reich verhängt sind, und um aus dem Dunkel der Gegenwart mit festem Schritt eine Helle Zukunft zu gewännen.

Berlin, den 28. Oktober 1918.

gez. Wilhelm, l. R. ggez. M a x, Prinz von Baden.

Bayerns Grenzschutz gegen Barrdeneinfälle.

Gegenüber laut gewordenen Befürchtungen wird von amtlicher bayerischer Seite folgende Beruhigung verbreitet:

Beunruhigende Gerüchte, zum Teil schlimmster Art, sind aus Anlaß der Ereignisse an der italienischen Front und der staatlichen Umstaltung Oesterreich-Un­garns im Umlauf. Auf Grund aintlicher Informationen kann mitgeteilt werden, daß die vielfach verbreitetem Nachrichten über das Vordringen sengender und plün­dernder Banden in Tirol und Böhmen nach neueren Meldungen sich als unrichtig oder übertrieben erwiesen. Für alle Fälle aber sind bayerische Grenz- schutz truppen aufgestellt, sie werden ein Eindrin- gdn derartiger Banden nach Bayern uninöglich machen. Durch ihre Anwesenheit schützen sie das Ge­treide in den Scheunen, das Vieh auf den Weiden vor Raub und Zerstörung durch landesfremde Elemente. Deshalb hat unsere Bevölkerung allen Anlaß, die Truppen freundlich aufzunehmen und ihnen ihre Pflicht nach Kräften zu erleichtern.

Auch in rein militärischer Hinsicht besteht für Bayern zur Zeit keine unmittelbare Gefahr. Es sind aber für alle Möglichkeiten Vorkehrungen getroffen. Überhaupt: die herrschende Beunruhigung gründet sich weniger aus die tatsächlichen Verhältnisse, als aus die unwahrscheinlichsten Gerüchte, die unter den Leitten unlgehen und leider vielfach Glauben finden. Solchen Gerüchten entgegenzutreten, ist die Pflicht eines jeden seiner Verantwortung bewußten Menschen. Also kühlen Verstand und ruhige Nerven!

0 Blühender Unsinn. TieMünchen-Augsburger ! Abendztg." stellt fest:

Wenn dieLeipziger Volkszeitung" unter der ! UeberschriftEine Kaiserofferte der Wittelsbacher­schreibt:Wie mir erfahren, hat der bayerische Mi­nisterpräsident zu Berlin den Anspruch der Wittels- bacher aus den deutschen Thron angemeldet, im Falle er von Kaiser Wilhelm ll. verlassen werden sollte", so wird an Münchens zuständigster Stelle diese Albern­heit als blühender Unsinn bezeichnet.

o Die Schleswiger gegen Abtret,rngsgcdanken. Der Provinzialausschuß von Schleswig-Holstein ^hat eine Eingabe an die Staatsregierung gerichtet, rn der er jegliche Abtretung nordschleswigischen Bodens mit aller Entschiedenheit ablehnt. Tie Abtretung eines Teils von Nord-Schleswig würde treue bewährte deutsche Brüder wieder unter Fremdherrschaft bringen ein nie zu sühnendes Unrecht!

:: v. Delbrück nicht Ministerpräsident. Die im Berl. Tag»ebl." enthaltene Nachricht, daß der soeben erst zum Chef des Geheimen Zivilkabinetts ernannte Staatsminister v. Delbrück für den Posten eines ireußischen Ministerpräsidenten in Aussicht genommen ,ei, entbehrt, wie uns amtlich mitgseteilt wird, jeder Begründung.