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Verteilung der Polen in den Kre men Ost- und Weefpreusscns

Der tzeirtiche AbeMerW.

WTB. B e r U m , 30. Ott., abends. (Amtlich) An der Oise sind heftige Angriff der Franzosen gescheitert. An der übrige» Westfront keine größere» Kampfe.

MrrM räumt das besetzte ttslieuMe Gebiet.

WTB. «I» ». »0. Ott. <AmtI!ch.) Ztattcnffcher Kriegr- fchauplatz: A» der Tiroler Front nur geringe Gefechts? rtig. keit. Zwischen Brenta und Piave Hane» frische seindUchr Kräfte den Asolone und Monte Prrtica mit Übermacht an­gegriffen, Unsere dort mit beispiellosem Heldenmut und Soldateutreue kampfenden Truppen haBrn arte Anstrengun- gsn des Gegners zunichte gemacht. Zn der venttianifchen Ebene stieße» Engländer und Italiener weiter vor. Es ge- 'lang ihnen unter Einsatz aller Kampfmittel, ihre Einbruchs- stellen nördlich und südlich de» Mouteklo wesentlich zu er­weitern. Unserem mehrfach zum Ausdruck gebrachten Gut- schuß zur Herbeiführung eines das VSlkerriugr» aüschlicgr»- den Waffenstillstandes v*rd Friedens Rechnung tragend, wer­den nufere auf italienischem Boden kämpfenden Truppen das besetzte Gebiet räumen. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Der Ostflügel unserer in Serbien operierenden Strritkräfte hat bereits den Übergang auf das nördliche Donauufer voll­zogen. Der Rückmarsch an Save . nt Drina geht weiter plan- mäßig vor sich. Der Feind drängt nirgends nach. Dis Nach- buten unserer albanische» Streittrafte hatten nnr oereiuzelLe Banden allzu wehren.

Der Chef des Generalstabes.

Die Einsahme von R'?vro.

Ohne auf Widerstand zu stoßen, haben die englischen Truppen Aleppo bejetzt r^rd damit den wichtigsten Knoten- vuntt des Verkehrs van Anatolien noch Mesopotamien in ihre Harck» gebracht. Am nördlichen Ralvo der großen Ebene gelegen die sich zwischen den die Küste des Mittelländischen Meeres begleitenden Gebirgszug und den Lauf des Euphrats schiebt, hat die rund 250 000 Einwohner zählende Stadt von uralter Zeit her den Umschiagplatz für die Waren des Ostens und We,tens gegeben^ Der Zusammenbruch der türkischen Front in Palästina und Syrien mar mit einer solchen Ein­buße an Gefangenen und Gerät verbunden, daß der übrig- gebliebene Rest einen erfolgreichen Widerstand ge<;en die eng­lische Übermacht nicht zu leisten vermochte. Er sa>eint sich, so schreibt die Köln. Ztg., in das Gebirge zv.rückgezogen zu hallen, das die Bagdadbahn in einer langen Reihe von Tunnels durchbricht, um aus der Tiefebene südlich des Taurus den Aufstieg zu der irischen Innenplatte zu erzielen. Die Eng- tändec l>ollen unter diesen Umftcnrden die Möglichleit, üller den Euphrat hinweg den auf Mossul operierenden eigenen Streittrüften entgegenzugehen. Der seit achtzig Jahren le- dende Gedanke an eine britische Landoerbindung vom Mit- telmeer zum Persischen Golf ist der Verrvicklichrmg nahe. Die Einnahme von Aleppo ist ein schwerer Schlag für das Deutsch­tum im Orient.

Die Lage iu RuAÄüen.

Die von österreichischer Seite gebrachte Meldung, daß rumänirche Truppen in die Dobrudscha einmarschiert sein, 'wird von unterrichteter Seite als erfurroen erklärt. Es be­stand auch aller Grund dafür, anzunehmen, daß die rumä- Nische Regierung auf Grund der Erfahrungen, die das Land dem Weltkriege gemacht hat, keine Lust verspüren wür- de, noch einmal das Kriegsglück auf die Probe zu stellen, nachdem sich der Friede in allsel)b<rrer Räye zeigt. Sicher- lich u-.ögen manche Elemente, die Lust verspürt lallen, an dem zusammengebrocherren Ämchvar Liulgarien Revanche zu nehmen und den Marsch in die Dobrudscha von 10i3 zu wirderl-olen, aber trotz der Erregung, die in ententefreuno- lid>cn Kreise dlrunänieils herrscht, und die angesichts der augenblickliche»'Lage zweifellos an Boden gewinnen, schei­nen die vecni. .Ugerr Ele»neute aber doch die Oberhcnd

Gehalten. Im Augenblicke gab es auch keinen törichteren luc bas Ijarfaeprüfie Land, als das Wasfenolüct noch fclc d^be zu stellen. Es ist duräsous verständlich, daß werte runnrmsche Kreise mit dem Bukarester Frieder ernverstanben sind uni) daß sie eine / ict)ec heute als morgen sehen wr - n. Die- ^^M^begegnetsich aber durchaus nicht mrc mit der des deuhchen Dolles, forrdcrn auch mit der der Mcheu N ierung Der Zeitpund süD seine Revision

iiiW- ni ^ r fo fe X n soin, obwohl Deutschland im Augenblick dringlichere Sorgen als die rumänische Hot. Zwar jurd in Iajsy und Bukarest Cinflii 'e eisrig am Werke, oie tue rumänische Regierung zu Unbesonnenheiten verlei- ten möch.en. Aber das nnch iruui sich in Rumänien immer nod; vergegenwärtigen, daß die Zügel der deuU^n Reoie- runs, kerneswegs entglitten sind. SelbstverftärGlich niU das deuyche Friede ^.Programm in seiner praktischen Anwendung auch <ür Rumänien, ebeNj 0 wie mit seinen anderen Gegnern lvrll das deutsche Dolk auch mit Rumänien später einnral nicht in Groll und im H.rder, sondern in Frieden und in .yrevirdschaft zuscnnmen 'eben. Die Liquidierung der Der- IMtnisse aber geht nicht so schnell. wie rvmärn " meduld es vielleicht gern möchte. Auch für Rumänien wird die Stun

de des endgültigen und gerechten Briedens ümnnen. Seine Angelegenheiten werden zweifellos ans dem

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tct.wV.tqcn Verhältnisse seine Zuflucht ja ein '©offen un

nehmen.

Pole» löst sich von de» oentra!mächcen.

Tdl. Wie die Warschauer Preffe meldet, hat sich der pol. Nische Regentschaflsrat damit einverstanL'en erklärt, daß das Kabinett Swieczinski die Regierungen in Berlin mrd Wien nicht um Bejtüngung seiner Erneneung ersucht.

Friedensb-dingungen für die Türkei.

b>ll. A:is London wird gemeldet: ^Financial dlews^ schreibt, daß die Tage der Türkei als Mittebneer-Großmacht endgültig gezahlt sind, abgesehen von denr endgültigen Derluft Ägyp­tens werde die Türkei Arabien und Armenien als selbständige Staaten cucerkennen müssen. Palästina und Syrien gingen der Türkei nun endcstiltig verlören. Auch die Herrschaft über die Dagdadbcchn werde der Türkei genouimen werden.

A«s WeWerrtjchlsttd.

Köln, 31. Ott. In Worrlngen war kürzlich ein Beamter tätig, um oos Resultat der Tallakvflanzunqen oorzunel)men und die Tabaksteuer festznstellen. Wie der Reichstagsabgeord­nete Kuckhofl-Köln in einem Dortrage über die neuen Steuern von 1916 ausführte, hatte der Beamte in Worringen 25 Tage zu Um. Was der Beamte an Gehalt. Frachtvergütung und Reiiespesen bezog, hat der Abgeordnete nicht ermittelt, wohl aber stellte er fest, daß in dieser Zeit sage und schreibe 21 <M Tabaksteuer erhoben wurden. Der Dortragende hat damit dokumentieren wollen, wie wirtsstiaftlich manche Steu- ern sind.

Beudorf, 31. Oki. Dem Wäschereibesitzer Debrich wurde fremde Tisch-, Leid- und Bettwäsche rm Werte von 21000 JC gestohlen.

Aach-», 31. Oft. Sin Fuhrmann einer Speditionsfirma veruntreute hier kürzlich für 120 000 *1t Leinenstoffe, die er mit dem Fuhrwerk zu einer Firma befördern sollte. Er ver- tanfte in einer Wirtschaft die Stoffe für 12 000 Jl, ließ Pferd und Wagen stehen und verschwand, ohne bis jetzt aufgefunden worden zu fein. Die beiden Käufer der Stoffe verkauften davon nach Köln. Leipzig und Frankfurt. Die Polizei kam dahinter, und er konnte noch ein Teil des Leinens gerettet werden . Jetzt wur^r on der Strafkammer zwei der Beteilig­ten zu je 18 Monate^ eine Frau zu 6, eine andere zu 2 Mo-

** m*&*»**«« schwer-

- Düsseldorf, 31. Oft. Die Einlaaen der städtischen Spar- ^offen st.egen von 1914 bis Ende September 1918 von 104 Millionen auf 191 Millionen Mark, also um 87 Millionen E.rk, und zwar allein seit 1. Januar 1918 um rund 34 Mill.

- UEatlich regelmäßig um rund 4 Millionen Mark, ocit Anfang Oktober ds. Is. sind alleroings 4 Millionen Mark mehr ausgezahlt als eingezahlt worden.

9Ji L i^ as hiesige Mietseinigunqsamt hat seit semem Bestehen (September 1914) bisher 3 576 381 <M aus- 13^0^11 undzwar 3 189 046 <M, an Dermieter. Seitens der ^tadt sind über - Million Mark Mietszuschüffe gewährt wor° den Mwtruckstande wurde im Betrage von 215 000 Jfi ae° of L ^^'Epsunterstüßte Hausbesitzer erhielten in genanntem ? Zeiträume Beihilfen zur Zahlung von Zinsen und rückständig gen Steuern in Höhe von 52 947 Jt. - Beim nächtlichen Ein. drucy m das Haus einer abwesenden Herrschaft wurden Klei, der. Schuhe, Wasche usw. im Werte von über 10000 M qc- stöhlen 3

E7en, 31. Oft. Dem Leutnant d. R. Archur Laumann- Esten, Stoffelführer beim Iagdgeschwaber Richthofen, ist der Orden Pour le merite verliehen worden.

Dortmund, 31. Okt. Die Stadtverordneten haben kn der Person des Stadtverordneten und Reichstagsabqeordneten König zum dritten Mole einen Sozialdemokvrten zum Ma» glstratsmitglkelle ^wählt.

Dortmund, 31. Okt. Bon der eigenen Frau wegen Ge» heimschlacktens angezeürt wurde der Händler Johann An- nacker. während sie selbst wegen Krieaswucher anaeklaat wur­de. Die Untersuchung ergab, daß Annacker drei Schweine geschlachtet hatte, die zum Teil in die Küche der Wirtschaft 3um Posthorn" wanderten. Diele zahlte 4 JL für das Pfd. Die Frau Annackers verkai'ste Mehl zu 2,50 <M das Pfund. Das Schöffengericht hat Annacker zu 750 JC und seine Frau zu 150 dl Geldstrafe verurteilt.

Hamm, 31. Okt. Der Orden Pour le Merite wurde dem Oberle itnant d. R. Amtsgerichtssekretär Drinkord von hier verliehen.

Dorste». 31. Okt. Auf der Zeche Fürst Leopold verun- olückte der 50jährige Bergmann Michael Reska von Lembeck tödlich. Durch Steinfall aus dem Hanaenden trug er außer sonst inen schweren Verletzungen einen Schädelbruch'davon.

Ein schwerer Eknbrvchsdiebstahl wurde nachts in dem Hause

städtischen Kläranlaae verübt. Dem dort wohnenden Ka- nalanfseher wurden mehrere Läuferfchweine sowie 2 Zieaen an Ort und Stelle abgeschlachtet und mitgenommen. Der Polizei oelanq es noch in derselben Nacht, die Diebe zu stellen.

Münster. 81. Okt. Ern fun-ger Mann hat wieder schwer durch eine Handgranate büßen müffen. Beim Abschrauben des Zünders explodierte die Granate, riß dem jungen Mann drei Finger der Unken Hand fort, außerdem hat die Sehkraft des linken Ariaes gelitten. Blutend wurde er dem Clemens- Hospital überwiesen.

Aus dem Aiüusterla«de, 31. Okt. Das Duchöl ist von. langer Haltbarkeit bis zu 10 Jahren und darüber wenn cs in unoerkorkten Flaschen aufbewahrt wird. Diese sind der Reinlichkeit wegen nur mit einem Leinwandlappen zu ver­binden und stehend aufzubewahren . In Tastern oder verkork­ten Flaschen hält sich dos Ql kaum ein Jahr. Das übrigens die Bucheckern angeht, so dürfte die Hälfte dieser herrlichen Gottesgabe elend verloren gehen, wenn nicht schleunigst alle verfügbaren Kräfte einschließlich Militär für diese wichtige Arbeit abkommandiert und auch die Privatwaldungen voll- ständig freigegeben werden. Es ist einfach ein Skandal, daß sich auch an dieser fteien Gottesgabe reiche Leute noch berei­chern wollen.

Overstedt. 31. Ott. In dem Gehöfte Kaiser brock Feuer, aus. Die Räumung der Wohnung gelang, dagegen sind, die gesamten Ervtevorrüle der 70 Morgen umfastenden Stätte verbrannt. Sowohl das unaedroschene wie dag be­reits gedroschene Getreide ist in Flammen aufgegangen. Das Rindvieh befand sich auf der Weide, wäl)rend drei Schweine, doorn ein fettes, in den Flammen umkamen. Bon dem Ge­höft ist kein Stein auf dem andern geblieben.

Norden, 31. Oki. Der Mörder der Eheleute Jakob Bruns, in Twixlum bei Emden wurde verhaftet. Es ist ein aus Ekel bei Norden gebürttger Musketier, namens Irrgang, d-r beim Infanterieregiment 78 diente und sich auf Urlaub befand. Das geraubte Geld hatte er bereits verjubelt.

Mainz, 31. Ott. Ein Eifenbahnastistent hatte dieser Tage geheiratet und eine kleine Hochzeitsreise gemacht. Nun kam er mit seiner jungen Frau zurück und wollte seine Wohnung in der Kolmarftraße beziehen. Beim Eintritt in die Wohnung wurde es ihm unwohl, und da das Paar noch nicht vollständig' eingerichtet war, ging er ins Krankenhaus. Als sich feine Frau am Abend dort nach seinem Befinden erkundigte, war er schon gestorben. D^e junge Frau wurde am nächsten Tage auch von der Grippe befallen und starb ebenfalls.

Äüs'oller Weit.'

Hus ins preußische Ministerium berufe».

WTB. Wie ma» d^r Dostische» Feitun» aus parlame»- tarffchen Kreisen mittettt. soll der sozialdemokratische Berg- arbeiterführer Otto Hue iu das preußische Staatsmiusterium berufen werden.

"Ad DarlehenskaffenschsLue/ Handel» töricht. Ste sind östsszos,

ei Brandfälten und Diebstählen tritt völliger Verlust ein.

Wer Kriegsanleihe zeichnet, handelt klug.

Dem Geld ist ebenso sicher angelegi wie in Banknoten,und noch nützlicher, denn er erhält halbjährlich Lotsicker fernen