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{(.JitfteBcr Tageblatt)
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86 .
Telephon Nr. 362.
Samstag, d.m 28. September 1918.
Telephon Nr. 863.
31. Jahrg.
Schwere Durchhr«chsnugrisfe der Amerikaner uird Engländer M C^.-mdroi ^'hgsschlager-. Erne uie schwere Angriffe der Fra zoseu rmd Amerilauer gescheitert.
Itllchel, merk dir$!
An allen Straßenecken müßte es stehen, an jede Wand müßte man es Kleben, was der englische Propa- gandannwster Lord Northcliffe in elfter Londoner Cichversammlung am 18. September über die Bestrafung Deutschlands gejagt 'hat. Northcliffe zweifelt nicht daran, daß die Alliierten in Berlin den Frieden diktieren würden.
„Wir müssen dafür sorgen, erklärte Northcliffe, daß Preußen bezahlt: Stadt für Stadt, Dorf jür Dorf, Schiff für Schiff, Kleinod für Kleinod, Bild für Bild Dollar für Dollar. Es muß vollständige Entschädigung für alles zahlen, was es verschwendet, gestohlen, geplündert und verbramlt hat, trunken vor Begierde infolge seiner papiernen Siege."
Wir wollen ihnen zunächst mal mit der „Neunten" beweisen, wie es mit unseren „papiernen Siegen" beschaffen ist. Das andere findet sich dann,- dafür lassen wir Hin. denburg sorgen. Aber jeder Deutsche sollte sich die Worte des Engländers merken und ihm die großmäulige Rechnung mit der Kriegsanleihe versalzen. Der Feind zeigt uns hier, was uns bevorsteht, wenn er siegen sollte. Deshalb: tut mehr als eure Pflicht, gebt die letzte entbehrliche Mark dem Vaterlande.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Ocsillch der Mosel wurde ein Teilen griff des Feindes abgcwiesen. Die dort tämpftnd^ Truppen der 31. Land- wchrbiigadc nahmen im Gegenstoß 50 Franzosen und Amerikaner gefangen.
'Aus feindlichen Geschwadern, die Frankfurt a. M. und .^atfirSlautern angrissen, wurden 7 Flugzeuge ab' geschossen.
Der Erste Gcncralquortielmcister: Ludendoesf.
. Berlin, 26. Sr Pt., abends. In der Champagne und zwischen den Acgonnen und der Maas haben auf breiter Front französisch-amerikanische Angriffe nach elfftündigec Feuervcrvereitung begonnen. Der Durchbruch des Feindes ist vereitelt. Der Kampf um unsere Stel. lang •.» dauert an.
Champagne sowie zwischen 'irgonrnn und Maas sind erneute schwer; Angriffe der Franzosen und Amen kam.r gsscheitert.
er Taler spricht:
Berlin, 26. Sept. Im Atlantik versenkten unsere U Boote L800O Bcuttoregistertonnen, da unter 3 Tank, dompfcr von zusammen etwa 18000 Br uttoregistertonncn, von den'n einer als Amerikaner festgestellt wurde.
Der Chef des Admiralstab- der Marine.
Eilt krorskampttög tm Mslen.
Bei dem im heutigen Hccrcsbeticht erwähnten franröfisch.amcrkanischcn Durchbruchs versuch houdcltp es sich um einen mit gewaltigen Kräften unternommenen Großangriff an der Westfront. Wenn es den Feinden an einzelnen Punkten auch gelungen ist, unsere vordersten Jnfar.wriestellungen zu erreichen, so kann doch bereits am ersten Tage der geplante Durchbruch als ge. scheitert angeseh.u werden. Weitere schwere Kämpfe aber sind zu erwarten, denn der Feind wird mit allen Mitteln versuchen, die örtlichen MnbruchsMrn zu erweitern.
jlntlicbt arMdr tsönberic&te.
erlin, 25. Sept. Im Sperrgebiet um England m Atlantik versenkten unsere U-Booft? 26000
und
Brutto, etzistertonncn.
Der Che
des Admicalstobes der' Marine.
wtb. G r o ß eS H a üp t q u a c t i c r, 26. Sept. 1918.
Westlicher Kriegs!chauplotz:
HeereSgrnpyc Kronprinz Rupprccht Bolfeldkämpfe an der Lys'Nicdcrung, nördlich vom La Bassee Kanal und bei MoepvccS.
Heeresgruppe B o e h n.
Heftigem Feuer drs Feinde- südöstlich von Cpehy und bei Bellicourt folgten nur Tcstvorstöße, vte abg^ wirsen wurden. — Zwischen d^n Omignonbach und der Somme setzte d:r Feind seine Angriffe fort. Der
erste ansturm brach in dm zusammengefatztcn Feuer
unserer Artillerie und Jnsimtcte zusammen. Das Schwergewicht der am Bormilta..c mehrfach wledecholfin Angriff; richt.te sich gegen au Höhz zwischen Poutruct und Glicourt. Borübergrhend paßte d<r Feind aus ihr Fuß; im Gegenstoß nahmen wir sie Wiede, Am Nach in h'vc s.tzte der Feind zwischen Franeilly und der Somme erneut zu starken Angriff n an, die bis- crus kleine v'inbruchstellen abgcwi sen wurden. Wir machten hier in den beiden letzten Tagen mehr als 300 Grsangcne.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Bei öuircher Angriffsunternehmung nördlich von Allemont (zwischen Aftetlc und AiLne) machten wir Ge
wtb. Großes Hauptquartier, 27. Sept. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
In der CtzampULNl zwischen den Höhen westlich dir. Sn'.vpe und der Awnc sowie nordwestlich von Bcrdun, zwischen den Acgonnen und der Maas haben Franzosen und Amerikaner gestern mit starken Angriffen begonnen. -- c Artist'Z^kompf d hute sich über die Höhen westlich der nippe ;.ach br» N.u.s üb., die Maas,
na'ft iüsten bis zux Mosel aus. To t folgten npr Teil- u - c.ss ; si touid.n nach hLstigeu Kämpfen abgewws.n. Bet i'h•■.(V Abwehr östlich d-r Maar zeTl'neten sich auch österreichisch ung^ gchc Truppen ans. — An den Haupt- angriffsfrontcn leitete gewaltiges Artillcriefeuec die In santecreschlacht ein. Westlich der Atsnc brach der Franzose, östlich von den Argounen der Amerikaner unter Einsatz zahlreicher Panz rwageä gegen unsere Stellungen vor. BcsihiSgemüß wichen unsere Vorposten kämpfend auf die ihnen zagewiesencn Vexteidigungslittien aus. Bei Tachure vno Ripvut gelang eS dem Gegner in seinen bis zum Abend fortgesetzten Angriffen über unsere vorder^ Kampsttnie hinaus bis aus die Höhen nordwestlich von Tohur- und bis Fontainr-enDormois vorzndrin^u Hier riegelten Reserven den örtlichen Einbruch des Feindes ab. Mit besonderer Stärke führte er seine Angriffe gegen unsere Stellungen zwischen Auberive und südöstlich von Somme Py Sie brachen vor unseren Kampfllüitn und unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Auch nördlich von E?rnay schlierten die .ns zuni Abend mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe. Zn den Acgonnen schlugen wir. Tetlangriffe des Gegners ab. — Zwischen den Argonnen und der Maas stieß der Feind über unsere vorderen Kampflinien hinaus vis Montbiainville—Montfaucon und b:s an den Maasbogen nordöstlich von Montfaucon vor. Hier brachten .hn unsere Reserven zum Stehen. — De Feind konnte somit an einzelnen Stellen unsere Jnsanteräc- und voroeren Artiüerte-Linien ecreicheu. Der mit weitgestrechten Zielen unternommene große französisch amerikanische chUich- bruchsversuch ist. am ersten rr>chlachit -ge an Lee Zähigkeit unserer Truppen gescheitst. Neue Kächpse stehen bevor.
Der Erste Generalqua- tiermeister: Lud endo css.
Bin ich ein 'wicht,
Deo Mühens und Gcharrens Und Wahrens nicht wert^ wer schmiedet aus mir Das deutsche Schwert V
Da hat ihn die „Neunte"
Schweigend genommen: Er ist in die rechte Schmiede gekommen.
srklleirung üer flcilcbratior. ßer 5e>bsiverlorgel.
(Snlfbcffficnb brr vom 1. August 1918 ahrrfolgtm
jOTT
S.pttmber 1918 auch die Sätze für dre Selbttversoiyer fcstgesiüt, so daß ei - Se!bstv-u sorger in Zckunft 400 ^ Gramm Schlochtviehfleisch, gleichv^c! welcher Art, oder» Wlldp et in der Woche tüc sich verbrauchen darf. Di.;I
Neuregelung tritt mit dem 25. September 1918 (R-G.Al. Nr. 126) in Kraft. Für Hausschlachtungen, die vor diesem Zeitpunkt vorgenommen sind, verbleibt eS bet den bisherigen Anrechnungsvorschriften.
HriegswlriMbattliC0e$.
* Kricgssparlrartcu. Die technischen Lihr^nfinitcn zu Off'üblich/Main stellen zur 9. Äncgsani. he K^.cgS-, spirkattcn zu 1.5 unb 20 Ma.k st r. Die B.üestungcn bcr Massen find bei ben Offenbacher Lchrantzaitcn un- mittelbar zu bewirken. Der V.rtrieb bcr KriegSsparka-ten bars bis zum 1. November erfolzen.
Berlin, 27. Sept, abends. Zwischen dm von ArraS und Peronne auf Cambcai führenden L tcaßen und geaen die Snrjfiicd Front westlich Kl'jici.'. Ij-i» .. Angriffe bei: (Snulänbu unb Amerikaner unter gewaltigem
fai'gene. Nördlich von Baisty schlugen wir Teilivgriffr \ Einsatz an Truppen und Material begonnen. Der Angnff des Gegners ab. I in Richtung auf Cambrai gewann Gelände. In der
Landfammineeg. 2n den Tageszeitungen wird jetzt bekanntgegeben, bah »ach Anordnung des Kriegsamtes die Laubheusammlung bis zum 15. September fortgesetzt werden soll, da die Heeresverwaltung noch grotzer Mengen Laubfutterkuchen bedarf. Mit dein Termin ist jedoch der Möglichkeit der Sammlung des Laubes keineswegs ein Ziel gesetzt, vielmehr beginnt erst dann, wenn das Laub, infolge von Reife oder Frost von den Bäumen fällt, eine neue, ganz bedeutende Sammelorganisation ihr- Tätigkeit. Die heimische Industrie hat für Obstbaumtaub, in erster Linie für Kirsck,-, Apfel-, Birnen-, Linden- und Kastanienlaub. weitestgehende Verwendung und sucht große Mengen davon auszukanfen. Hierfür werden sogar noch günstigere Preise angelegt als für Laubheu, da nian im Kleinhandel 40-50 Pfg., je nach der Beschaffenheit, für ein Kilo sauberes, ausgedörrtes Laub der genannten Arten angelegt. Auch diese Sammlung ist. von großer Wichtigkeit, da sie dazu beiträgt, unser« deutschen Märkte init Rohstoffen zu versehen, die als Ersatz für früher vom Auslande bezogene Erzeugnisse Verwendung ffirüen. Es sollte deshalb Jeder, der dazu in der Lage ist, das fallende Obst, baiimlcmb sammeln und sich mit der Firma I a t a - W e r k , G. m. b. H. Dresden in Verbindung setzen.
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