Einzelbild herunterladen

Für die Zukunft des Reiches.

Bon Rudolph Stratz.

Denkt noch einer bei uns daran, wie in früheren Jahrhunderten die Feinde in unserem lieben Vater­land mordeten und wüteten'? Wein einer noch, wie im Dreißigjährigen Kriege selbst die oberbayerischen Almen unter den Fackeln der Schweden flammten, wie ein paar Menschenalter später die Welschen die Pfalz zur Wüste machten und die Gebeine der deut­schen Kaiser aus den Grüften von Speyer rissen? Erinnert sich noch einer genug, wie die Russen im Siebenjährigen Kriege in Berlin hausten, die Särge der Jerusalemer Kirche sprengten, auf ihrem Rückzug von Köpenick und Fürstenwalde bis zur polnischen Grenze alles in Brand setzten? Wie daun nach Jena die Franzosen durch das Brandenburger Tor in Berlin einrückten, ganz Preußen bedrückten und zerstückten?

Der Feind im Lande . . . Lang, lang ist's her! denkt sich mancher. Das kam früher vor, heute kommen keine Gegner anders denn als Kriegsgefangene ins Deutsche Reich!

Der Feind im Lande. . ., sagt ein anderer. Die Russen haben ja unser treues Ostpreußen verheert. Aber Hindenburgs eiserner Besen fegte sie im Sturm

hinaus!

meint ein Dritter. Du

ja in Palästina und Flandern.

und Maze- Der Krieg

Der Feind im Lande lieber Gott: Wir kämpfen donien, in Mesopotamien ist wett! . . .

Wer so spricht, hat recht: Der Krieg ist wett. Unüberwindlich, ein Wunder in Waffen wider die Welt steht da draußen das deutsche Heer.

Und wer so spricht, hat doch nicht ganz recht: Der Krieg ist nicht weit. Längs der Vogesengrenze lauert der Franzose. Vor der Burgundischen Pforte, bei Be'lfort, hält er sogar seit Jahr und Tag ein kleines Stückchen deutschen Bodens.

Der Feind wird keinen rveiteren deutschen Boden betreten! Das ist so gewiß, wie das Amen in der Kirche und ist ein größeres Glück, als sich so mancher daheim vorstellen kann. Glaube keiner, daß die Wel­schen, Senegalneger, Aankees, Marokkaner, Briten, Nig­ger. Kanadier, Madagassen, Neuseeländer, Rothäute sich diesmal diesseits des Rheins nur ein Haar mensch­licher benehmen würden als ihre Vorgänger in Deutsch­land in früherer Zeit. Ter vres schreibt, hat im ostpreußischen Schreckenswinter des ersten Kriegsjahres die Russen und Kosaken vor unseren Linien Woche um Woche bet der Arbeit gesehen. An diesem Mord und Brand, Raub und Greuel allerorten hätten noch die Scharen Ludwigs XIV. in der Pfalz sich ein Vor­bild nehmen können! Oder würden es die Feinde im Westen anders machen? Wir haben es ja erlebt, wie sie mit den geschlagenen Runränen umsprangen! Wie da der Engländer die Erdölanlagen zerstörte. der Franzose Brücken und Eisenbahnen sprengte, der Russe die Dörfer anzündete. Und das waren noch ihre Ver­bündeten. . . .

Getrost: Ter Feind kommt nicht herein! Mtt schneidendem Schwert hätt draußen der deutsche Sieg­fried Wacht. Der Waffenträger ist unbesieg­bar, so lange der Waffenschmied hinter ihm steht.

Ter Waffenschmied in seinem Rücken ist Alldeutsch­land! Ihr Deutschen daheim: da beginnt eure Pflicht!

Tie Kriegspflichten der Heimat sind vielfach. Sie erfüllen sich tagtäglich, in der Arbeit von Millionen, am stillen Arbeitstisch des Gelehrten und in dem Räderbrausen der Rüstungswerkstatt, im Schürfen des Pflugs durch das Ackerfeld und dem leisen Schritt der Frauen am Krankenlager.

Aber neben dieser Pflicht des Tages gibt es noch eine Pflicht des Jahres oder eine Pflicht, die zwei­mal im Jahre wie verkehrt: Jetzt ist die Zeit wieder gekommen, wo sich für Deutschlands Sieg und Sein Herz und Hand, die dickste Geldkatze und der beschei­denste Beutel auftun müssen!

Die neunte Kriegsanleihe ruft zunt neunten Milltardensteg!

Ihnen? Nein: Euch!

Euch selbst! Denn ohne Geld kein Gewehr, ohne Gewehr kein Heer, ohne Heer kein Ehr' im Feld. Ohne Sieg im Feld kein deutsches Sein. Kein Frieden. Kerne Zukunft.

Mn jeder sage sich: Diese Kriegsanleihe ist eine Lebensversicherung für mich. Denn sie sichert das Leben Deutschlands!

Diese Kriegsanleihe ist ein Sparpfennig für mein Alter. Tenn sie hindert, daß mir der Feind mein Erspartes raubt.

Diese Kriegsanleihe ist ein Schutzbrief für mein Haus und Dach. Denn sie hält die Brand­fackel des Krieges davon fern.

Diese Kriegsanleihe ist eine Pflicht des gesun­den Menschenverstandes, weil sie eine Pflicht der Selbsterhaltung ist. Ohne Geld würden wir den Krieg verlieren, den verlorenen Krieg müßten wir mtt all unserm Geld bezahlen, und der Aankee, Welsche, Brite und Cenegalnegec würden uns nicht dafür pünkt­lich, jährlich fünf Prozent Zinsen ins Haus schicken, wie eS das Deutsche Reich tut, sondern wir wären Bettler!

Darum: Wer sein Geld ohne Zinsen verlieren will, der halte es von der neunten Kriegsanleihe fern!

Wer fein Geld mtt guten Zinsen besitzen will, der zeichne die neunte Kriegsanleihe!

Wer leben, siegen und sich in Ehren des Friedens freuen will, der zeickne!

Wer das nicht will, der behalte seinen Mammon!

Geh' hin und zeichne Kriegsanleihe!

Wenn ein harter Winter kommt!

Große Kohlennot in Frankreich und Italien.

DerDaily Chronicle" vom 9. Sept. schreibt:

,-Wenn ein harter Winter kommt, wird das Voll schwer unter der K o h l e n n o t zu leiden haben. Auch die Wasfenherstellung dürfte einen Rückgang erfahren. Unsere Verbündeten können ohne die britische Kohle den Krieg überhaupt nicht sortsetzen. Trotzdem befahl das Kriegskabinett, daß zahlreiche Bergleute eingezogen wurden, im ganzen 450 000 gelernte Grubenarbeiter. Das allein bedeutete eine Minderung der Kohlenerzeu­

gung um 22,5 Millionen Tonnen jährlich. Diese Menge kommt daher etwa unseren gesamten Lieferungen an Frankreich und Italien gleich. Jetzt versucht nun das KriegSkabinett, die gelernten Grubenarbeiter wieder aus der Armee zurückzuholen; denn in den Berg­werken arbeiten jetzt viele ungeübte und zu alte Leute.

Die Schwierigkeiten werden durch den Wagen- manget erhöht. Unsere eigene Bevölkerung wird durch den Mangel an Heizung und Beleuchtung leiden; doch das wird nichts sein im Vergleich zu dem Elend, das die Völker Frankreichs und Italiens erwartet. In Italien leidet selbst die Munittonserzeugung schon unter dem Kohlenmangel. Italien braucht für Kriegs­zwecke 600 000 Tonnen Kohle im Monat und bekommt sie nicht. Die Wälder sind abgeforstet; sogar die Oli- vendaume, eine Quelle des nattonalen Wohlstandes, mußten geopfert werden.

In Frankreist ist die Not ebenso groß: auch Oie Rückeroberung der Kohlenfelder von Lens würde tu diesem Winter keine Besserung bringen. Im vergangenen Winter erreichte die französische Kohlen­ratton nur ein Zehntel der englischen. Frankreich braucht tu diesem Winter mehr Kohle, weil die Her­stellung von Kriegsmaterial dauernd wächst, und weil sich jetzt eine große amerikanische Armee in Frank­reich befindet. Kohle ist nicht nur Oer wichtigste Kriegs­rohstoff, sondern auch außerordentlich bedeutungsvoll für dte Einigkeit unter den Alliierten. Die fetzige Krise ist in der Hauptsache herbeigesührt worden, weil die Regierung nach der deutschen Märzoffensive in Panik handette. Das richttge Verhältnis zwischen Mannschafts- ersatz und Rohstoffversorgung ging verloren."

Der germanische Damm.

Ter Krieg ist zu Ende.

In der angesehenen Stockholmer Zeitung Nha Dagligt Allehanda" vom 16. September schreibt K. I. Ekinan:

Der Krieg in Europa steht jetzt in seinem un­mittelbaren Abschluß unter Beibehaltung der jetzigen Machtstellung im großen ganzen. Was noch geschieht, ist nur eine Umgruppierung der Stel­lungen aus beiden Setten zur Vorbereitung der künf­tigen Lage, die als eine Folge des durch den Krieg bisher erreichten Resultats eintreten dürfte. Und dar­über hinaus auf der einen oder anderen Seite ettvas mehr in Europa zu erreichen, scheint ausgeschlossen zu sein. Deutschland scheint es nrcht zu können, nach­dem der überraschende Vorstoß gegen die französischen und englischen Armeen im Frühling nicht zu dem be­absichtigten Erfolge führte; dazu ist die Uebermacht auf der Gegenseite zu groß. Und die noch kämpfenden europäischen Verbandsmächte Frankreich und England scheinen es auch nicht zu können; dazu genügen ihre eigenen Kräfte nicht, und auf die Hilfe von Amerika kann infolge der Tonnage- und Lebensmittelschwierig-, keiten und nicht zum mindesten durch die wachsenden Weltereignisse im Osten in der Ausdehnung und auf die Dauer nrcht zu rechnen sein, die für die Zerschmet­terung, nicht bloß die Aufhaltung Deutschlands erfor­derlich sein würden.

Was also bei einem fortgesetzten Kriege in Europa erreicht werden kann, ist, Deutschland Halt zu ge­bieten, nichts weiter; aber dieses Zieli st jetzt erreicht. Deutschland richtet sich nun darauf ein, in einer großartigen Verteidigungsstellung, die sich von Antwer­pen nach Metz und von dort bis zum Adriatischen Meere erstreckt, ein für allemal allen weiteren Ver­suchen zurZerschmetterung Deutschlands" ehren Damm vorzusetzen. Darüber hinaus hat es kein Kriegsziel auf der Westfront, und es hat genug zu tun, um die Ver­hältnisse in dem durch seinen erfolgreichen Einsatz im Weltkriege befteiten Osteuropa zu regeln und für die Zukunft sicherzustellen.

Man dürfte zwar noch eine geraume Weile von angeblichen deutschenNiederlagen" und von Erfolgen des Verbandes reden hören; aber die Bedeutung dieser künftigen Kampfhandlungen ist nicht mehr erheblich. Im großen ganzen ist der Krieg zu Ende, nicht nur aus der Ostfront, sondern auch im Westen. Aber das bedeutet nicht ohne weiteres Frieden. Es ist wahr­scheinlich, daß der Krieg auf der Westfront, sofern die jetzt eingeleitete österreichische Friedensinitiative nicht einen kürzeren Weg zum Frieden bieten kann, durch die Stabilisierung des Stellungskrieges zu einer dauernden Einrichtung werden wird, eine chinesische Mauer, in der Zukunst vielleicht schwach besetzt, aber doch beständig in aktivem Verteidigungszustand ge­halten, eingermanischer Wall" gegen Gallrer und Angelsachsen.

Die neuen Staatenbildungen im Osten bedeuten, daß die germanische und die slawische Völkergruppe als einBund der Nationen" für sich in nähere Berührung miteinander in Beziehungen treten werden als mir anderen Völkern in der Welt, und daß dergerma­nische Wall" im Westen dürfte dafür sorgen, daß etwas Entsprechendes zwischen den Völkern westlich die­ses Walles in größerem oder geringerem Ernver- ständnis untereinander geschehen wird.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Neutrales Wecken des Böllergewisscn- Mehrere schweizer Verbände wenden sich an die Oeffentlichkeit mit einer Kundgebung für die Burian- sche Friedensaussprache:

In Erwägung des Umstandes, daß eine kriegfüh­rende Partei vorschlägt, in Friedensverhandlungen ein­zutreten, ohne einen Waffenstillstand zu verlangen, daß die Zahl der Opser an Toten, Verstümmelten und Verwundeten zehn Millionen zählt, das Friedens- dedürfnis sich bei allen Völkern mehr und mehr fühl­bar macht, die Ziele, für die sowohl die eine wie dte andere Grupps der Kriegführenden zu kämpfen vorgibt, die gleichen sind, die Hosfnung auf einen Waffensieg die Quelle allen Leidens ist, das künftige Glück und das Gedeihen der Völker nur auf einen Verständigungssrieden und auf gegenseitige Konzessionen ausgebaut werden kann, die Fort­setzung des Krieges die ganze Welt in moralischer wie materieller Beziehung in den Abgrund stürzt, wen­den wir uns m einem dringenden Ausruf an die Regierungen der Entente und bitten sie, dte Rote der österetchisch-unrgarischen Regierung in Rfa

ratung zu ziehen und im Interesse der Mensch­heit in Verhandlungen cllnzutreten. 'Derjenige, der sich weigert, eine Verständigung herbeizuführen, lädt vor Gott und den Menschen die schrecklichste Verantwortung aus sich. Wir haben die feste Ueberzeugung, daß das menschliche Gewissen in dieser Stunde erwacht, m der alle Menschen vor Freude und Erwartung gezittert haben, und da die Welt die Lö­sung des größten Trauerspiels der Weltgeschichte er­wartet, wenden wir uns auch an das Schweizer Volt:

Gib ein Zeichen dieses Erwachens, tue deine Pflicht, zeige den verirrten Völkern über den Haß den Weg zum Frieden, zum Heil! Biete den Kriegführenden deine Vermittlung an."

Tie Wiener Presse äußert sich einmütig dahin, daß gerade die eilige Ablehnung der Note die Entente- völker stutzig machen wird und daß die in Fluß besind- liche Friedensbewegung nicht mehr Nachlassen wird.

Amerikanische Dokumentenfälschungen.

Um den Nachweis zu erbringen, daß Deutschland die Bolschewittregierung nachdrücklich unterstütze, damit sie sich hatten könne, verbreitet die amerikanische Re­gierung angeblich amtliche Auslassungen der deutschen Obersten Heeresleitung. Diese tragen so deutltch den Stempel der Erlogenheit an der Stirn, daß selbst Neu­trale dre Fälschung aus den ersten Blick erkannt haben. So wendet sich das norwegische BlattSocialdemo- kraten" (Christian: 7) scharf gegen den amerikanischen irrsinnigen Lokumenren-Schwlndei". den das Blatt an einemEinzelbeispiel nachweist. DaßderGeneralstab der deutschen Hochseeflotte", wie das Dokument laute, ein Rundschreiben an dre Marineagentcn und Flotten- vererne über die Tätrgkert der rn Amerika arbeitenden deutschen Vernichtungsagenten und Spione erlassen haben solle, sei zu idiotisch, um irgendwo Glauben zu finden. Dies eine Beispiel genüge, schreibt das Blatt, um dieDokumente" als amerikanische Fäl­schung zu durchschauen.

Htnzugesügt sei, daß es Deutschland in Wirklich­keit ganz fern liegt, in den russischen Partetenstreit sich ernzumischen. Wrr suchen uns über den wirklichen Stand der Ereignisse aus dem Laufenden zu halten, um durch kerne Entwicklung überrascht zu werden und sehen im übrigen daraus, daß sich die herrschende Regierung loyal an die mit uns geschlossenen Verträge hält.

Ter russische Kriegsminister über die Westfront.

Nach dem russischen RegierungsblattPrawda" äußerte Sinowjesf in einer Konferenz:Seit Kriegsan­fang war das Ziffernverhältnis der materiellen und Menschenkräfte stets zu Ungunsten Deutschlands, und doch hatte Deutschland die Oberhand. Wodurch gelang das? Durch vortreffliche Organisation und Ansturm. Lächerlich ist es zu glauben, daß an der Westfront etwas durch Waffengewalt entschieden werden könnte. Die Saison wird mit der alten Positionsplackerei in den Schützengräben abschließen. Dre Hauptfaktoren, England und Amerika, wünschen nicht, Frieden zu schließen, besonders Amerika, welches wie keiner sich, durch den Krieg bereichert hat, so daß es nicht weiß, wohin mit seinem Golde!"

Englische Arbeiter fordern die Reichslande.

D>er britische Arbeitsminister Roberts hielt in Paris eine Rede, in der er sagte, ein Friede sei. ausgeschlossen, bevor nicht Deutschland die Reichslande bedingungslos an Frankreich zu- rückgegeben hat. Von einer Abstimmung der elsaß- lothringischen Bevölkerung könne keine Rede sein, denn diese wäre nur eine Farce und könne leicht eine Un­gerechtigkeit billigen.Wir wollen über diese Frage nicht verhandeln."

Wie man sieht, ist im Siegestaumel über die letzten Erfolge an der Westfront Roberts völlig zum getreuesten Schüler der Lloyd George und Clemenceau geworden.

Tie gewaltigen Fortschritte der Alliierten-

Am 6. September schrieb Herve in derVictoire übier eine Meldung des Korrespondenten desPetit Parisien", daß die Deutschen beabsichtigten, bis an die belgische Grenze zurückzugehen und sich dort sestzu- setzen.Unsere belgischen Freunde sollen sich nicht be­unruhigen. Belgien wird ebenso schnell wie Nord- frankreich geräumt werben. Marjchall Foch wird den Deutschen nicht erlauben, sich an eure Linie längs der belgischen Südsront anzuklammern. Tie deutsche Armee ist seit dem 18. Juli aus dem Wege, nicht nur nach der Maas, sondern nach dem Rhein."

Tie Prophezeiung Herdes wird durch folgende amt­liche Meldungen wirksam illustriert. Am 5. Septem­ber meldete der Funkspruch Horsea:Englische Trup­pen sind in Moeuvres eingedrungen." Am 20. Septem­ber meldet Earnarvon:Tie Deutschen erzielten geringe Änsangsersolge der Moeuvres."

Schwere Ententeverluste am Toiransee.

Der bulgarische Generalstabsbericht vom 19. Sep­tember teilt mit:

Oestlich der Cerna fanden den ganzen Tag über schwere Kämpfe mtt wechselndem Erfolge statt. Zwi­schen der Ortschaft Gewgheli und dem Doiransee ge­lang es dem Feinde nach hartnäckigem Kampfe, zeit­weilig rn manche vorgeschobenen Stellungen einzudrrn- gen, aber durch einen schneidigen Gegenangriss wurde er mit bedeutenden Verlusten vertrieben. Vluf diesem Schlachtfeld erlitt der Feind außerordentlich schwere Verluste an Toten.

Japaner im Anzüge.

Der Eisenbahnverkehr in Sibirien ist wegen Trup- penverschiebungen zehn Tage unterbrochen. Ern Bericht des Stabes der sibirischen Armee meldet, daß aus der Mandschurei vorrückend Japaner im Anzüge feien.

Ein Anhänger der roten Regierung rn Sibirien berichtet, die Tschecho-Slowaken schätzten die von Osten her zu erwartende Hilfe aus 30 000 Mann, darunter 5000 Japaner, 10 000 Franzosen, 10 000 Amerttanec und 5000 Engländer.

Enteilte miilktttven für den Bolschewikisturz.

DiePrawda", das Petersburger Blatt der Bol- schewikiregterung, bringt weitere Enthüllungen über die Beteiligung der Entente an den Verschwö­rungen gegen die bolschewistische Regierung. So haben sich die französische und die englische Gesandt­schaft durch Zahlung bedeutender Summen an einem Unternehmen der Kadetten beteiligt, desten Haupr* zentrulu sich in Petersburg befand und das sich über das ganze Nordgebiet erstreckte. Aus einem ArchuZ