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Schützengrabenruf au$ dem Südwesten.

Mit welchen Mienen wollt Ihr

Heimkehrenden Kriegern

Einmal Gold und Diamanten zeigen,

Die Euch mehr galten Als ihr Leben?

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Au$ Stadl und Land.

* Die Belastung -er Dost ist unverändert groß, der Brief- und Postkartenverkchc ist, wie bekannt, ge. gen die FriedensZeit nicht etwa zurückgegangen, son­dern beträchtlich höher, und das macht sich um so mehr bemerkbar, als die Zahl der Etscnbahnzüge, die auch nicht alle der Postbesöcderung dienen, erheblich geschmälert ist. Garantie für pünktliche Abfahrt und pünktliches Eintreffen der Züge besteht nicht. Die Post, die noch dazu mit einem kleinen, sich nicht selten verändernten Beamtenapparat zu arbeiten hat, tut, was sie kann, vermag es aber doch nicht immer zu hindern, daß eilige, auf Pünktlichkeit angewiesene Briefsachen unter der Belastung leiden. Es wird darum immer wieder erörtert, ob nicht eine Beschrän­kung der inländischen Feldpostsachen eintceten könnte, für welche doch eine so große Häufigkeit des Schrei­bens nicht besteht. Wenn zwei bis drei Wochentage für die Absendung von inländischen Feldpostsachen freigegeben werden, so dürfte das wohl genügen. Lei­der wird auch mit der AufschriftFeldpost" mancher Mißbrauch getrieben, aber wie soll das genau kon­trolliert werden? Jedenfalls bedeutete eine Beschrän­kung dieses Zuviel keine unbillige Härte.

* Mur neue Viehzählung findet laut Beschluß des Buntesrats am 1. März d. I. statt. Die Zäh­lung erstreckt sich auch mit auf Kaninchen.

* Weißkohl fnv die Zivilbevölkerung. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst teilt einem Blatt zu­folge mit, daß die diesmalige Bedarfsanmeldung der Armeevernaltung an Weißkohl und Sauerkraut das dreifache des Vorjahres ausgemacht habe, sodaß sür den Bedarf der Zivilbevölkerung nichts übrig geblieben sei. Infolge der Herabsetzung der Hecresansprüche seien jetzt 3 0 0000 Zentner für die Zivilbevölkerung frei geworden, die noch im Lause des Februar verteilt werden sollen. Möglicherweise erfolgt im März oder April eine nochmalige Verteilung.

Eine falsche Ehrfurcht vor den Ahnen spricht aus der Behauptung man dürfe Farrrilienschmrrk nicht an die Reichsbank verkaufen. Die Ahnen, die vor hundert Jahren ihre Wertsachen an Preußen schenkten, würden den Einwand entrüstet als ein Verstoß gegen die vaterländische Familienüberlieferung abweisen.

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* Grnuberg. Die drei- und viereinhalbjühcigen Söhne des hiesigen Einwohners Joseph Hilken spiel­ten während der Abwesenheit dex Eltern mit Feuer­zeug. Hierbei gerieten die Kleider des älteren Bruders in Brand. Das Kind erlitt den Flammentod.

* Mainz. Der 65 Jahre alte Oberpostschaffnec Weine! ist seit 45 Jahren bei der Post in Mainz tätig. Trotz seiner langen Tätigkeit ließ er sich hinreißen, Feldpostpakete zu berauben und wegzunehmen. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefäng­nis. Der Kaufmann Ludwig Metzler aus Wörrstadt hatte sich wegen Weinfälschung zu verantworten. Er hatte in derFranks. Ztg." vier Stück Weiß-und zwei Stück Rotwein, 1915er und 1916er, zum Verkauf inseriert. Daraufhin wurde er durch ein anonymes Schreiben an die Staatsanwaltschaft denunziert, er müsse den Wein gefälscht haben, da er nur kleinen Weinbergsbesitz habe. Im Mai dieses Jahres kam der Weinkontrolleur nach Wörrstadt, untersuchte den Wein und fand, daß der schon an die Firma Treidel in Kob­lenz zu 3100 Mark per Stück verkaufte Wein nur eine dünne, schlechte Tresterbcühe war. Die beiden Sachver­ständigen sprachen sich dahin aus, daß es unbegreiflich sei, wie eine Firma solches Zeug kaufen könnte, die gehöre eigentlich bestraft. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 1020 Mark Geldstrafe und verfügte die Einziehung der beschlagnahmtenWeine".

Citerarifcbes.

Vom parlamentarischen Wahlrecht in den Knltnrstaaten der Welt, von Prof. Dr. Fr. Stier- Somlo. Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen) in Berlin. Preis Mk. 4.-, geb. Mk. 5.. Bei der Neueinrichtung des deutschen Staatsgebäudes spielt das Wahlrechtsproblem nicht nur in Preußen eine weithin sichtbare Rolle. Die Kenntnis und Be­urteilung der darin enthaltenen Einzelprobleme ist da­her für jeden Gebildeten ein zeitgemäßes Bedürfnis, und so wird die vorliegende Schrift des bekannten Staats- und Völkerrechtslehrers denn um so freudiger begrüßt werden, als bisher ein übersichtliches Büchlein fehlte, das die Gcundprobleme, wie sic sich in unseren Tagen dem prüfenden Auge dacbicten, in ihrer Viel­seitigkeit erfaßt, auf möglichst klarS Linien gebracht und freimütig Stellung genommen hätte.

_ Verantwortlich: Albtn Kle in in Gießen.

Das Feldheer braucht dringend Heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere!

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ßeüifciie Juwelen* und Goidwoche

Schirmherr Se. Kgl. fioheii der Sro&herzog.

Die Soldankaulllelle

im 6eb<3ude der Bezirksiparkaife (3ohannesitrasse) ist anlässlich der hellildien

Juwelen- und Soldwoche

Sonntag vormittag von 11-1 Uhr geöffnet. >»

Der ShrenauslchuH der Soldankauf[feile Slehen.

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Kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 24. Februar.

In der Stadtkirche. Vormittags 97 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Mtlitäc- gottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kindeckirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde.

In der Johanneskirche. Vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Ausfelv. Vormittags 11 Uhr: Kinder- ktrche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 6 Uhr : Pfarrer Bechtolsheimer.

Mag Ernst Ludwig-Jubiläumssliiluny.

Zweck der Stiftung ist, Einrichtungen zu schaffen und zu , betreiben, die der Erholung und Kräftigung hessischer Krieger in einem Erholungsheim dienen. Wenn oder solange zu dem Bau eines Erholungsheims noch nicht geschritten wird, können von den Erträgnissen der Stiftung Mittel zur Verfügung gestellt werden, um hessischen Kriegern Erholung und Kräftigung ihrer Gesundheit in anderer Weise zu ermöglichen.

Anträge zur Aufnahme in die Stiftung können bei der örtlich zuständigen Kriegsbeschädigten-Fürsorge- stelle oder dem Bürgermeister mündlich gestellt werden.

Nähere Auskünfte erteilen die Grossh. Kreisämter, Bürgermeistereien und die Kriegsfürsorgestellen des Landes, sowie die Geschäftsstelle der Stiftung, Kanzlei der Zweiten Kammer der Landstände in Darmstadt.

Köhler,

Erster Präsident der Zweiten Kammer der Landstände.

Ziehung 5. März.

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