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Verlag der „Gießener Zeitung", Gießen. _
Expedition: Südanlage 21.
(GieKencr Tageblatt)
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Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.
Nr. 1«.
Telephon Nr. 362.
Samstag, den 23. Februar 1918
Telephon Nr. 362.
31. Jahrg.
Deutsche Truppen in Efthland, Minsk und Rowno einmarschiert.
1 kommaud. GeneraL, mehrere Divisisnskommandeure, 425 Offiziere und 9200 Mann gefangen;
1373 Geschütze und 120 Maschinengewehre erobert.
Vom 1. Februar 1917 bis 1. Februar 1918: 9590000 Br-R.-T. versenkt.
Im Januar 1918: 632000 Br.-R.-T. versenkt
Von den anderen Kriegsschauplätzen nicht»
Neues Triedensattgebof d*r bullen
'Berlin, 20 Febr. Staatssekretär v. Kühlmann verlas im verlaufe seiner heutigen Nede im Reichs' tage nachstehenden Funkspruch der bolschewistischen Regierung in Petersburg:
An die deutsche Regierung!
Der Rat der Volkskommissare sieht sich veranlaßt in Anbetracht der geschaffenen Lage sein Einverständ' nis zu erklären, den Frieden unter den Bedingungen zu unterzeichnen, welche von den Delegationen des Vierbundes in Brest Litowsk gestellt worden. (Hört! Hört! aus allen Seiten des Hauses.) Der Rat der Volkskommissare erklärt, daß die Antwort auf die von der deutschen Regierung gestellten näheren Bedingungen unverzüglich gegeben wird. (Hört! ^ört! Lebhafte Bewegung im ganzen Hause.)
Der Staatssekretär bemerkte hierzu, ec möchte davor warnen, zu glauben, daß wir den Frieden mit Rußland schon in der Tasche hätten. Der Friede mit Rußland sei erst da, wenn die Tinte unter dem Ler^ trag trocken sei.
flmillcbe aruMe Cagesbericbk.
3m ItlMelmeer. .
Berlin, 19. Febr. Im mittleren Teile des Mittelmeeres haben unsere U-Boote 5 Dampfer und 10 Segler versenkt, wodurch hauptsächlich der Tcans- portverkehr nach Italien geschädigt wurde.
4 der vernichteten Dampfer, von denen einer ita- lienischcr Nationalität war, wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschoffen. Unter den Seglern befanden sich die italienischen Fahrzeuge „Esterel". „Jda", „Caterina", „Lysi", „Lasere", „Paolo Moniga", „Elsa", „Ada", „Fanny" mit Ladung: Fässer, Kohle, bezw. Grubenholz.
Eine U-Bootfalle in Gestalt eines Zweimastschoners wurde durch 2 Actillerietrcffec eines U-Bootes schwer beschädigt.
Der Chef des Admttalstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 20. Febr. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
An verschiedenen Stellen der Front Artillerie- und Minenwerfec'Kampf. Größere Erkundungsvorstöße, die der Engländer westlich von Houthen, der Franzose bei Juvincourt und nördlich von Reims unternahm, wurden abgewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Beiderseits der Bahn Riga—Petersburg wurden die 20 Km. vor unserer bisherigen Front liegenden russischen Stellungen überschritten. Schwacher Widerstand des Feindes bei Jnzcen nördlich der Bahn wurde schnell gebrochen. — Uebec Dünaburg hinaus stießen unsere Divisionen in nordöstlicher und östlicher Richtung vor, zwischen Dünaburg und Luck traten sie in breiten Abschnitten den Vormarsch an. — Die über Luck hinaus vorgedrungenen Divisionen marschieren aus Rowno. — 2800 Gefangene, mehrere hundert Geschütze und große Mengen an rollendem Material sielen in unsere Hand.
Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 20. Febr., abends. Im Osten gehen die Bewegungen vorwärts. Deutsche Truppen fiad in Efth- land eingerückt Wenden wurde in östlicher Richtung durchschritten. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. ^
Wenden liegt 80 Kilometer leicht nordöstlich von Riga.
23000 Tonnen.
Berlin, 20. Febr. Im westlichen Mittelmeer erzielten unsere U-Boote neue Erfolge gegen den italienischen Tcansportveikehr. 23 000 Br.Reg.--To. feindlichen Handelsschiffsrcrurms wurden von ihnen vernichtet.
Der Chef des Admiralstabes der Marine
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wtb. Großes Hauptquartier, 21. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupp.recht und Deutscher Kronprinz.
Vielfach Artillerie- und Minenwcrferkampf. Ein Vorstoß in den Argonnen hatte Erfolg.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
An der lothringischen Front war die Kampftätigkeit in vielen Abschnitten Mischen der Seille und der Plaine gesteigert. Starke französische Abteilungen griffen am Abend unsere Stellungen b.i Moncel. Rechi- court und Mousucourt an. — An einzelnen Stellen drang der Feind ein. Unsere Infanterie warf ihn im Gegenstoß wieder hinaus und machte eine größere Anzahl Gefangener. — Südwestlich von Markirch brachten Sturmtrupps von einer Erkundung Gefangene zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Eichhorn.
Von der Insel Moon aus sind^unsere Regimenter nach Ueberschreiten des zugefrorencn Sundes in Esthland eingerückt und haben Lea l besetzt. — Im Vormarsch am Rigaischen Meerbusen entlang wurde Pernigel und Lemsal erreicht. Bei Lemsal kam es zu kurzem Kampf, in dem 500 Gefangene gemacht und 20 Geschütze erbeutet wurden. Wenden wurde durchschritten, unsere Truppen stehen vor Wolmar. — Zwischen Dünaburg und Minsk sind wir im Vordringen nach Osten. Heeresgruppe Linsingen.
Die Bewegungen gehen vorwärts. An der ganzen Front wurden wichtige Bahn- und Straßenknoteupunkte besetzt. — Rowno wurde vom Feinde gesäubert. — Die Beute läßt fich noch nicht annähernd übersehen. Bisher wurden gemeldet: — An Gefangenen: Ein kommandierender General, mehrere Divisionskommandeure, 425 Offiziere und 8700 Mann. — An B ute: 1353 Geschütze, 120 Maschinengewehre, 4- bis 5000 Fahrzeuge, Eisenbahnzüge mit etwa 1000 Wagen, vielfach m't Lebensmitteln beladen, Flugzeuge und sonstiges unübersehbares Kriegsgerät. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorsf.
eingerückt.
Neues.
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Berlin, 21. Febr. Im Januar sind durch kriege» ische Maßnahmen der Mittelmächte insgesamt 632000 Bruttoregistertonnen des füc unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Damit beläuft sich das Ergebnis des ersten JahreS des uneingeschränkten U Bootkcteges auf 9 590060 Bcuttoregtstectonnen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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fln Englands MsiXnsie
Berlin, 21. Fcbr. Der unermüdlichen Tätigkeit unserer ll Boote fielen an der englischen Westküste letzt- hin 5 Dampfer und 2 Segler zum Opfer, darunter der bewaffnete englische Dampfer „M«p co City (5078 Br-Reg.-To.), der englische Dampfer „Sophie' und ein etwa 5000 Br.Ft.-T. großer Dampfer, anscheinend vom Einhritstyp. Die beiden Segler waren Zweimast, schöner, der eine englischer, der andere französischer Nationalität, letzterer namens „Marte Madelaine .
Eines der U-Boote hat außerdem 2 bewaffnete englische Frachtdampfec durch Artillcrietrcffer beschädigt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb Großes Hauptquartier, 22. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz:
In einzelnen Abschnitten Artillerie- und Minen- weifertätigkeit. Kleinere Erkundungsgefechte. An der Bahn Apexn—Roulers wurde eine englische Feldwache überrumpelt und gefangen.
In den letzten 3 Tagen wurden im Lustkampf von der Erde aus 24 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgkschoffen.
Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Eichhorn.
In Esthland wurde Hapsal genommen. Das erste Schützen-Regiment hat sich dem deutschen Kommando unterstellt. — In Livland stießen unsere Kolonnen über Ronneburg—Wolmac und Spandau hinaus vor. — Unter dem Jubel der Bevölkerung sind unsere Truppen in Riczyca eingerückt. Von dort stießen sie bis Linzin vor. Minsk wurde besetzt.
Heeresgruppe Linjingen.
Bei Unterstützung der Ukraine in ihrem Befreiungskampf wurden Fortschritte erzielt. In Rowogradwolynsk haben wir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen ausgenommen. — Andere Kolonnen marschieren auf Dubno.
Der Erste Generalquartiermeister: Lud endorfs.
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Berlin, 22. Febr., abends. Im Osten nehmen die Operationen ihren Fortgang. — Von den anderen Kriegsschaupl ätzen nichts Neues. _
^ Ehre und Vaterlandsliebe
| gebieten Ablieferung
S des Soidfdimudies
r , ^ m r . . , S an die Soldankaufsfellen!
Berlin. 21. Febr., abends. Der Vormarsch im «
Osten dauert an. Deutsche Truppen sind in Minsk ' I isözj □ □ cgr. > cay as^t


