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Expedition: Züdaniage 21.

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Druck der Gießener Berlagsdruckerei, Albin Klei«.

Nr. 9. T°!leph°n Nr. 36L Mittwoch, den 30. Januar 1918. r°l°yh°n Nr. 362._ 31. Jahrg.

Französische Angriffe zurückgeschlagen. Größere italienische Angriffe gescheitert. 25 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Eine ernfte Mahnung.

Berlin, 29. Jan. DieNordd. Allg. Ztg.« schreibt: In Berlin und an einzelnen Stellen im Reiche benutzten Arbeiter den jetzigen Augenblick zu dem Versuche, durch Ntederlegen der Arbeit auf die Regierung einen politischen Druck auszuüben. Ein von den Streikenden in Berlin gebildeter Ausschuß stellte Forderungen auf, die sich u. a. auch mit innerpolitischen Fragen beschäftigen. Soweit sich darin ein Zweifel an der Entschlossenheit ausdrückt, die von ihr zugesagten Reformen im Innern durchzusetzen, gehen sie von einer völlig falschen Voraus­setzung aus. Was die gleichfalls in den Forderungen berührten Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk be­trifft, so sind sich die streikenden Arbeiter vermutlich nicht darüber klar, daß ihr Verhalten zu dem Gegenteil dessen führen muß, was sie erreichen wollen. Statt die Ver- Handlungen über den Frieden zu söcdern, erschweren und verschleppen sie deren Verlauf, indem sie unsere« Feinden in ihren Ansprüchen gegen unsere Unterhändler beigetreten sind. Die Regierung, die in Brest-Litowsk verhandelt, um zu einem Frieden Zu gelangen, der die deutschen Lebenstnteressen sichert, dabei aber das freund- nachbarliche Verhältnis zu unseren bisherigen Feinden möglich macht, wird sich durch derartige Kundgebungen von dem als richtig erkannten Weg nicht abbcingen lassen. Sie muß vielmehr erwarten, daß die streikenden Arbeiter sich bet ruhiger Uebeclegung baldigst von der Schädlichkeit ihres Verhaltens überzeugen und zu ihrer Arbeit zurückkehren, die für jeden heilige Pflicht gegen das Vaterland ist. Roch stehen wir in einem schweren Kampf. Jeder, der in der Heimat die Arbeit vernachlässigt oder gar niedeclegt, ver­sündigt sich an unseren Brüdern im Felde, die mit ihrem Blut unter den größten Anstrengungen und Gefahren den Feind abwehren, der es aus die Niederwerfung Deutschlands, die Vernichtung seiner wirtschaftlichen Stellung und damit auf die Verarmung deS deutschen Volkes, also auch der deutschen Arbeiter­schaft, abgesehen hat. Das Pflichtbewußtsein, m t dem unsere Arbeiter sich bisher um das Volkswohl verdient gemacht haben und das sie in ihrer erdrückenden Mehr- heit auch heute noch dem Vatcrlande beweisen, wird das seinige dazu beitragen, um die Streikbewegung baldigst zu Ende zu bringen. <

Amtliche deutfcbe Cagesbericbte.

wtb. Großes Hauptquartier, 26. Jan. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der flandrischen Front, zwischen dem Blankaart- See und der LyS, bei Lens und zu beiden Seiten der Scarpe von mittags an Artilleriekampf. Unsere In­fanterie brachte von Erkundungen bei Lens, Croifelles und Epehy Gefangene zurück.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

In einzelnen Abschnitten, am OiseAisne-Kanal, in der Champagne und aus beiden Ufern der Maas lebte die Feuertätigkeit auf. Westfälische Stoßtrupps holten nach kurzer vorbereitender Feuerwirkung aus den französischen Gräben am Walde von Avocouct 24 Ge­fangene und ein Maschinengewehr. Ebenso hatte ein kühner Handstreich gegen die feindlichen Linien am CaurteceS-Wald vollen Erfolg.

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In den letzten 4 Tagen wurden im Luftkampf und von der Erde 25 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Unsere Flieger führten erfolgreiche Angriffe gegen die fcanzö- fische Nordküste durch. Gute Wirkung wurde in Dün­

kirchen, Calais und Boulogne beobachtet. Leutnant Roeth brachte gestern innerhalb weniger Minuten drei französische Fesselballone brennend zum Absturz.

Italienische Front.

Auf der Hochfläche von Astago und zu beiden Seiten der Brenta kam cs zu lebhaften Artilleriekämpfen.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

«

Berlin, 26. Jan., abends. Von den Kriegsschau­plätzen nichts Neues.

Berlin, 26. Jan. Unsere U-Boote haben auf dem nördlichen Kriegsschauplatz 6 Dampfer und 2 Fischer- fahrzeuge versenkt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

»

wtb. Großes Hauptquartier, 27. Jan. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Fast an der ganzen Front blieb die Gefechtstättg- keit gering. Bei kleineren Unternehmungen südlich von der Oise und in den oberen Vogesen südlich vor Lusse wuiden Gefangene eingebcacht.

Italienische Front:

Auf der Hochfläche von Astago und östlich von der Brenta lebhafter Feuerkampf. Ein italienischer Angriff gegen den Monte Pertica scheiterte. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 27. Jan., abends. Von den Kriegsschau­plätzen nichts Neues.

20000 rönnen versenkt.

Berlin, 27. Jan. Neue IbBoolsecfolge im Sperr­gebiet um England: 20 000 Bcuttoregistertonnen. Ein großer Teil der Schiffe, die meist bewaffnet waren, wurde unter erheblicher feindlicher Gegenwirkung vor dem St. Georgskanal vernichtet.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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wtb Großes Hauptquartier, 28. Jan. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Nördlich von Bccelaere wurden bei einem Er- kundungsvorstoß 17 Engländer, darunter 1 Offizier, ge­fangen. Die Artillerietätigkeit war fast an der ganzen Front gering, lebhafter an einzelnen Stellen in der Champagne und im Maasgebiet.

Italienische Front:

Auf der Hochfläche der Sieben-Gemeinden dauern seit gestern nachmittag die Artilleciekämpfe an, die sich bei Tagesanbruch im Gebiet des Coldi Rosso Zu größter Heftigkeit steigerten. Von den anderen Kriegs,chau- Plätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

O

isooo Tonnen versenkt

Berlin, 28. Jan. Unsere U Boote fügten dem Feinde wiederum einen Verlust von 18000 Brutto­registertonnen Handelsschiffsraum zu. Drei große Damp. fer wurden unter der irischen Küste versenkt. Zwei von ihnen fuhren in einem durch Zerstörer stark ge« sicherten Geleitzuge.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Berlin, 28. Jan-, abends. Zwischen Asiago und Brenta sind mit italienischen Angriffen heftige Kämpfe entbrannt. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

«

wtb. Großes Hauptquartier, 29. Jan. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz.

An verschiedenen Stellen der Front Artillerietätig­keit.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In der Champagne entwickelten sich lebhafte ört­liche Kämpfe. Beiderseits der Straße St. Hilaire bis St. Souplet scheiterten am Morgen kleinere fron- zvlische Angriffs-Unternehmungen. Unsere Stellungen zwischen den von Somme-Py und Ripont nach Süd- osten führenden Straßen lagen am frühen Nachmittage unter heftigstem feindlichen Feuer. Unter seinem Schutze stieß französische Infanterie mit Flammenwerfern zu starken Erkundungen gegen mehrere Stellen der Front vor. Mit schweren Verlusten wurde sie. zum Teil vor unseren Hindernissen, zum Teil im Nahkampf, zurück- gewocfen. Einige Gefangene blieben in unserer Hand; mehrere Flammenwerfer wurden erbeutet.

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Rege Fliegertätigkeit führte zu zahlreichen Luft­kämpfen. Wir schossen gestern 13 feindliche Flug­zeuge ab und einen Fesselballon. London und Sheer- neß wurden erfolgreich mit Bomben beworfen. Fran­zösische Flieger setzten ihre Angriffe gegen unsere Laza­rette fort. Während im Monat Dezember die Lazarett­anlagen von Rethel mehrfach das Ziel ihrer Bomben­abwürfe waren, griffen sie in den letzten Tagen die Anlagen von Labry (östlich von ConflanS) an.

Italienische Front.

Aus der Hochfläche der Sieben Gemeinden ist von neuem heftiger Kampf entbrannt. Die Italiener grif­fen gestern in den Abschnitten östlich von Asiago bis zur Brenta mit starken Kräften an. Am Monte Sise- mol und westlich brach ihr Angriff vor den österreichisch- ungarischen Stellungen meist schon im Feuer Zusammen; der Monte di Val Bella, auf dem sie vorübergehend Fuß fassen konnten, wurde ihnen im Gegenstoß wieder entrissen. Ebenso warfen unsere Verbündeten de» in dem Gebiet des Col bei Rosso sowie zwischen der Frenzela-Schlucht und der Brenta anstürmenden Feind nach schweren Kämpfen zurück. Wiederholte Versuche des Feindes, örtliche Einbruchstellen durch Einsatz seiner Reserven zu erweitern, scheiterten unter blutigen Ver­lusten. Zehn Offiziere und 350 Mann wurden gefangen. Eines unjerer Bombengeschwader warf in der Nacht vom 26. zum 27. Januar mit guter Wirkung 21000 Kilogramm Bomben auf Castelfranco, Trevtso und Mestce. Große Brände waren weithin sichtbar.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 29. Jan., abends. Von den KciegSschau- Plätzen nichts Neues.

,0öbetT völlig verwndung$?äbig.

Konstantinopel, 27. Jan. Der türkische Panzer- kceuzerSultan Javus Selim" ist gestern hier einge. troffen. Das Schiff ist völlig verwendungsbereit. Auch die zahlreichen feindlichen Fliegerangriffe haben auf dem Schiffe lediglich durch zwei kleine Bombentreffer unwe- sentliche Beschädigungen am Schornstein und in der Reeling verursacht