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Hu; Stadt und Land.

. vom Diakonisse,»,ans GIisabetl,e«stift in

varmstadt Einen bedrutungsvollcn Schritt hat der Bmswvd des Diakonissen ho uses Ellsabkthenstfft di> fr

Taae attan: ec hat Die zihnklvss'ge höhere Mädchen- schule %offmannsches Jnstitut" fdUl,ich ec UDCbcn um |o auch in unserem Lande der Lehr- diakonie eine Stätte zu bereiten nachdem 6en Bauern, Sachsen und anderen Landern Ichon iett Jahrzehnten diese Arbeit besteht und gedeiht Es soll auf diese Weise der Geist der Hingabe und des Dienens im Sinne ernsten Christentums, "ie er im Diakoniffen- wesen gepflegt wird, auch in die weibliche Jugend hdhe- rec Stände getragen werden. Dies Ziel soll erreicht werden durch die Pflege dieses Geistes in der Schule und den individuellen und persönlichen Dienst an dem ein,einen Kind. Im äußeren wird der Schulbetcteb dem Betrieb der anderen höheren Mädchenschulen angc° paßt; derselbe Lehrplan wird zugrunde gelegt, nach den­selben Methoden gearbeitet. Der Unterricht wird qt* mäß den gesetzlichen Bestimmungen nur durch stacitltch geprüfte Lehrkeäfte erteilt, zu denen ,m Laufe der Zeit geprüfte Diakonissen als Lehrerinnen hwzutretcn sollen. Mit der Schule soll ein größeres Inter n a t für Schülerinnen verbunden werden, um unseren Landbe­wohnern die Möglichkeit einer höheren Ausbildung und Erziehung ihrer Töchter-im christlichen Geiste zu m wahr- leisten. Das Internat steht nur evangelischen Mädchen osten, während in die Schule alle Kinder ausgenom­men werden, deren Eltern eine Erziehung in diesem Geiste wünschen. DieE l i s a b e t h e n s ch u l e das wird der neue Name der Schule sein wird vom 1 Juli ab in das Haus Sandstr. 12 verlegt, in dem früher das Ktrschboumsche Institut betrieben wurde. Als Leiterin der Anstalt ist die bisher^- Lehrerin an der hiesigen Eleonorenschule, Frl. Else Morell, in Aus­sicht genommen. Das Jnspektorat der Anstalt wird der Vorsteher des Elisabethenstisles, Pfarrer Hicke', führen.

* Schotten (Vogelsbecg). Der Kreistag erklärte sich grundsätzlich mit der Errichtung einer Sammel- wasenmeisteret durch einen Unternehmer und der Leistung eines Jahresbeitrags zu den Betriebskosten einverstanden.

* Friedberg. Aus dem Nachlasse des kürzlich ver­storbenen Bierbrauereibesitzers Ernst Windecker ist dem Hilftvercin sür die Geisteskranken in Hessen ein Vermächtnis in Höhe von 30000 Mk. zugefallcn. Es ist geplant, die Kapitalerträgnisse dieser Stiftung in erster Linie dem Zwecke der Aufklärung über die Ursachen und d e Verhütung der Geistesk ankheiten nutz-' bar zu machen.

* Darmstadl. Mit Ausnahme der Strecke Haupt- bahnhof-Schloß wird infolge Kohlenmangels der Be trieb auf allen Straßenbahnen der Stadtlinien um 8 Uhr abends eingestellt.

* Darmstadt Rentner Adolf Trier, der Mitin­haber der Firma Geb. Trier, überwies dem Hess. Landes­verein vom Roten Kreuz eine Spende von 100000 Mark.

* Don der Bergstraße Aus den norddeutschen Großstädten haben sich zahlreiche reiche Familien an der Bergstraße angesiedelt, so in Jugenheim, Auerbach und Seeheim, die hier die Lebensmittelknoppheit der Küegszeit besser zu überstehen hoffen. Der Zuzug die sec kräftigen Steuerzahler hat sür die betref­fenden Gemeinden den Vorteil daß sie trotz der Kriegs­lasten ihre Gemeindesteuern beträchtlich herabsetzen konnten, Seehetm z. B. von 115 aus 93 Prozent.

* Mainz Planmäßige Haussuchungen bei Land­wirten in Gonsenheim förderten bedeutende Mengen Zwiebeln ans Tageslicht. Die gesamten Vorräte verfielen dem Kommunalverbande Mainz.

* Flörsheim Ter hiesige erstvorläufig ange- stellte" Lehrer bezog bisher ein Einkommen von 91 Mark monatlich. Die Gemeindevertretung hatte ein Einsehen und erhöhte des Jugenderziehers Monatsge­halt auf 150 Mk. Mit dem Frankfurter Frühzuge fuhren Freitag morgen zwei hiesige junge Mädchen, die in einem Frankfurter Rüstungsbetricbe Nacht­schicht gehabt hatten, zweiter Klasse nach Hause. Zwischen Frankfurt und Höchst machten sich beide über eine Schachtel Pralines her, für die sie nach ihren eigenen Aussagenbloß" 28 Mack ausgeaeben hatten. Die Mädchen standen im Alter von 17 Jahren. Der Lehrer mit 91 Mark Monatsgehalt wird sich wohl keine Pca lines für 28 Mark leisten können.

* Frankfurt a. M. In der Bleichstra^e wurde am Samstag ein vom Frankfurter Verband für Alters­fürsorge errichtetes Vecsorgungsheim sür alte allein' stehende Frauen eröffnet. Die Errichtung eines Männer- hetms ist für nahe Zukunft gleichfalls in Aussicht ge nommen. Der Reiseverkehr auf der Eisenbahn ist unvermindert stark. Viele Reisende müssen wegen Platz­mangels spätere Züge benutzen. Es mußten aus dem 0 Zuge von Berlin am Samstag abend 300Reisende im hiesigen Bahnhof Zurückbleiben. Für das Schneiden der Haare lassen sich hiesige Barbier-Geschäfte sitzt an den Samstagen 1 Mark 50 Pfg. bezahlen.

* Frankfurt a. M. Eine trübe Erfahrung haben die hiesigen Käufer von städtischen Gänse gemacht. Es stellte sich beim Broten der Vögel heraus, daß die- elben mit Lebertran oderFischöl" gefüttert worden waren. DieFr. Ztg." schreibt u. a. hierüber: Der Festtag nahte heran, ein eigentümlicher Geruch ver­breitete sich in der Küche: die Laune der Köchin zeigte tiefen Barometerstand, die Hausfrau machte ein eigen­

tümliches mehr dem Weinen ähnliches Gesicht, die städtische Gans wurde serviert, der Hausherr .zerlegt kopfschüttelnd, nach dem ersten Bissen mustern 1t® ote Tischgäste, die kleine Enkelin findet dos erlös nde Wo t: Die Gans hot Lebertran trinken muss n!' Gante bratin ist out, Lebertran soll nützlich se n, abcr Gänse­braten vorr Tran durwt änkt schmeckt scheußlich, und in mancher Fcankfmttc Faimlw wurde an den Festtagen von dcm unglücklich.n Fuiteceffatz g^pived n, aus d-ssen Darreichung die Frankfurter Lebersmittclgänse ttorng reagierten.

* Frankfurt a. M, 30. Dez- Nachdem erst vor 14 Tagen ein Krimwalschutzmann von Einbrechern er­schossen und gestern früh ein anderer Beamter im Stadt­teil Sachsenhausen von zwei Dieben durch Revo'mr- schüsse verletzt wurde, fiel heute vormittag im gleichen Revier ein Schutzmann Einbrechern zum Opfer. Der verheiratete Schutzmann Georg Ertl wurde heute früh kurz nach 6 Uhc btt der Verfolgung von Einbrechern vor dem Hause Oppenheimerstraße SO durch mehrere Reuolverschllsse getötet- Die Leiche wurde- nach kurzer Zeit von Passanlkn gefunden- Die Täter sind vermut- itch in denselben Personen zu suchen, die Samstag-früh auf dem Schwcizerpiatze den Revolverangriff aus einen Polizeibeamten verübten. Auf die Ermittelung der Täter im Fall Ertl setzte der Regierungspräsident eine Be­lohnung von 1000 Mark aus- Die für Ermittlung der Urheber des Verbrechen? an dem Schutzmanns Staerr ausgesetzte Belohnung von 1000 Mark wurde auf 2000 Mark erhöht.

* Hattersheim (Nassau)- Bürgermeister Keßler

lichtete Im Namen des Gemeindevorstandes an die Ein- wohnerschaft einen beachtenswerten Neujahrs- gruß, in dem es u- a- heißteWir raten dringeno zur Sparsamkeit- Legt zurück sür Notfälle! Wir ersahren täglich mit Schrecken, wie manche Ortsbewohner ihren Verdienst geradezu hinauswerfen. Wir wissen, daß manche Familien bis zu 10000 Mk- und mehr vecdrenen und daß Arbeiterfamiiien die unnötigsten und teuersten Sachen kaufen: Pelze, Kostüme, Seidenwäsche und sei­dene Stoffe, elegante Schuhe, treuere Spielwaren, Gold° und Silbersachen, oft für Hunderte von Mark, ja sogar Klaviere kaufen sie. Ist das nicht Wahnsinn. Selbst Kriegerfrauen machen von ihren Unterstützungen die blödsinnigsten Ausgaben für Sachen, die fte nte im Leben gekannt haben Wir gönnen allen ein anständiges Dasein; aber Pelze und Kostüme für mehrere Hundert Mark, Puppen zu 120 Mk. führen zum Leichtsinn schlimmsten Grades. Hebt das Geld auf sür schlimmere Tage. Wer jetzt kauft, erwirbt Schund, und Leute mit solchem Aufputz sind oidentltchen Menschen ein Eckel. Tragt die alten Sachen aus! Eure Tüchtigkeit wird man an der Verwendung alter Kleider eikcnnen! Wir bUten sehr, diese ernsten Worte im neuen Jahr 1918 zu beherzigen!" __

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 6. Januar.

In der Stadtkirche. Vormittags 97. Uhr: Pfarrer Mahr. Vormittaas 11 Uhr: Kinderklrche für die Matthäusgemetnde. Pfarrer Mahr. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

In der Johannesktrche. Vormittags 97» Uhr: Pfarrafftstent Lic. Reuning. Vmmittogs li Uhr: Kinderktrche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bech- toisheinur. Abds. ö Uhr. Pfairer Ausfeld.

Bekanntmachung.

Die Mitnahme von Winterfportgeräten (Schnee­schuhen, Rodelschlitten nsw. in die Züge als Hand- epück ist nicht mehr statthaft. Ebenso sind diese Portgeräte zur Abfertigung als Reisegepäck oder Expreßgut nicht mehr anzunehmeu-

Frankfurt (-M.), den 4. Januar 1918.

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Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 3'/s Uhr: Sonder­vorstellung für die kriegsbeschäftigte Arbeiterschaft. Kein Kartenverkauf! Das Glück im Winkel. Abends 77* Uhr: Unter der blühenden Linde. Ein fröhliches Spiel. Montag, den 7. Januar, abends 7'ft Uhr: Glaube und Heimat.

Freitag, den 11. Januar, abends 7 Uhr: Opern-Gastspiel:

Rigolctto.

S amsta g, den 12. Januar, abends 77a Uhr: Othello.

Trauerspiel.

Sonntag, den 13. Januar, nachmittags 3ft- Uhr: Meine Iran,' die Hosschauspiclerin. Lustspiel. Abends 7'/- Uhr: Sah ein Kuab' ein Röölein stehn". Singspiel.

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