Einzelbild herunterladen

b

b

3

t ««tei s? »nb V

»,'"«4

-ZSZA

, ta^f ere "Urch *,

eV^nu,

15 ln bi

Lrb>

m5r-.'L>.

& K-s

«9SbcrtteS? e 5 te

cht, aber M.kurden dies? R»? ^lirbe ^eren Lösw-^^Eung h

>rs fe s-rDtz

Ägi

f'tÄKT'i

| c uor8antS 0n X t '

] £t ni ^ t einmal eint ° °u gesteh die eu ^ äms - b Q i

c desto mehr Sieben « e Ji n£> d>e britisch-sran Staaten bisher nch f Amerika von den ? m worden. Wenn l 5 eine große Station JJW aliern Große«

> Großes leisten. Aizt 4^' I^hr klein geroejei ug für das englW mseum.

derTimes" vom 1. ründer des italienische oboli, im Aufträge dt 'rs und des italienisch legentlich dieses Aust iung derTimes" r r den Flug von Jtali" jt loieder auf dem : n werde. Die von! üelmehr dem englisch geben und von Lieft oerden, um später di inverleibt zu .^coen. lsere Flieger dafür, l je Maschine, die mit' l Geschenk gemacht isi luseum sich wtedersm! t als Bombenziel, ombengeschwader be! Zchteghem und das i» uzarett mit Bomb ische Krankenschi ^eue völkerrechtsmdr tzen hohnsprechende \ t Baralong-Fall und

itelen Opfer, dre die

Erbauliches" vom Feinde.

»rutalen Beschießung elaischer Städte ourq w immer zahlreicher. i berichtet:

,sic,tte« grölet öS«

yrtr* «srs-i

SfASSi

» m»"«

sind j

erhalb d° A m

>- wAw k

-ZS ihrer-i-

...... ^ltthüber'M

""d°°l°S.m/5

Kch'L"--

k-iPM

llenven * etet i

-zu n J TMi

,lig? Ä-me B

tchwie"^ -Weiche» J die S a ? lt stoie»

El f

ir t

ssS

z'ied-rla^

auch

derseE Riffen ».!'«-'2

eine

der TOÄ

Der alte Spruch:Tie Frau hat in der .Kirche zu I schweigen" gilt nach deutscher Auffassung ganz gewiß ! auch für Hauptquartiere. Im italienischen Hauptquar- ! tier aber scheint es mehr Zöpfe als Köpfe gegeben zu haben. Der Korrespondent des ententefreundlichen Journal de Geneve" an der italienischen Front teilt mit, im italienischen Hauptquartier in Udine habe eine elegante Frivolität", einheiteres Leben" ge­herrscht. Diesem Rausch ist jetzt der Katzenjammer ge­folgt, nicht nur bei den Italienern, sondern auch bei den anderen Ententegenossen. Diese Stimmung wird durch nichts so charakterisiert wie durch die gegen­seitigen Vorwürfe. Die italienischen Blätter schieben die Schuld auf die angebliche Zurückziehung der englischen und französischen schweren Batterien von der italienischen Front, was von der anderen Seite bestritten wird. DieDaily Mail" spricht mit einer Art von Behagen von kriegsgerichtlichen Verurteilun­gen wegen Feigheit vor dem Feinde bei der zweiten italienischen Armee. Engländer und Italiener stimmen aber darin überein, Rußland für das Miß­geschick der italienischen Waffen verantwortlich zu machen, wie denn Rußland schon seit Monaten der Prü­gelknabe der Entente ist. Bewahrheitet sich die Reu­termeldung, Kerenski habe einem Vertreter derAsso­ciated Preß" erklärt, Rußland wäre erschöpft, und die Verbündeten möchten nun allein die Lasten des Krieges tragen, so wird das Wutgeheul gegen Ruß­land noch lauter ertönen.

Objektiv wäre das Urteil Über die Erschöpfung Rußlands sicherlich richtig: in Petersburg besteht nach einer Erklärung des dortigen Bürgermeisters begrün­dete Furcht vor Hungersnot und infolge davon die Besorgnis vor nahe bevorstehenden maximalistischen Aufständen; im Amurgebiete wird der Bahnbetrieb aus Furcht vor dem Vorgehen maximalistischer Trup­pen eingestellt: Finnland bildet Arbeiter- und Bürger­garden zur Sicherung der politischen Freiheit; die Ukrainer stellen zu demselben Zwecke eine besondere Truppenmacht von ukrainischen Kosaken auf, worauf die Petersburger Regierung mit der Versagung der Geldmittel für die ukrainische Verwaltung antwortet; bei den Wahlen der Vollzugsausschüsse der Arbeiter­und Soldatenräte an den Fronten siegen fast durch­weg die revolutionären Bolschewiki; in Südrußland zerstören heimkehrende Truppen die von ihnen durch­zogenen Dörfer, plündern nach Herzenslust, schänden die Frauen, kurz, benehmen sich so, daß dieNo- woje Wremja" von einemTartareneinfall" spricht. Die objektive Lage Rußlands ' kann mithin wohl als Erschöpfungszustand bezeichnet werden. Subjektiv aber ist ein Teil der leitenden Kreise noch obenauf. Wir erinnern an die stolze Rede Terestschenkos, in der den Verbündeten zu verstehen gegeben wird, daß Ruß­land als Großmacht zu behandeln sei, und in der Kriegsziele ausgestellt werden, die sich in starkem Gegensätze zu den bekannten Anweisungen des Sowjets für die Pariser Konferenz befinden. Roch stärker tritt dieser Gegensatz in einer unmittelbar darauf im Vor­parlament gehaltenen Rede Miljukows hervor, dessen Redewendung von derKontrollieru ng der Meerengen" beweist, daß er noch an dem Traume der Besetzung Konstantinopels durch Ruß 1 and festhält.

Das Gefühl des Katzenjammers, von dem wir oben gesprochen haben, macht sich auch in England stark bemerkbar. Der hervorragende Publizist Lovat Fraser sagt in der imperialistischenDaily Mail", man solle sich nicht immer lächerlich machen und demütigende Friedensbedingungen für Deutschland aussinnen, so lange Deutschland noch der Sieger sei. In demselben Blatt bekennt der Admiral Henderson, in der Skager­rak-Schlacht hätten die Deutschen alle strategischen und taktischen Ehren davongetragen.

Man brüstet sich in England mit dem Tr millionenheer und muß sich jetzt gelegentlich der italie­nischen Niederlage vom amerikanischen BlattSun sagen lassen, es sei wieder einmal erwiesen worden, daß die englisch-französische Heere ander Westfront nicht die Kraft hätten, Deutschland aufzuhalten; die Vereinigten Staaten müßten da­her England und Frankreich unterstützen. In England rächt man sich für diese Herabsetzung, indem man den Stolz Amerikas, Herrn Wilson, angreist. Die Central News" verbreiten einen Bericht aus Wa­shington über große Summen, die von amerikani­schen Rüstungsfirmen auf das Bankkonto Wil­sons eingezahlt würden. Dadurch seien nicht nur die Schulden, die Wilson beim vorjährigen Wahlfeld' znge gemacht habe, bezahlt worden, sondern der Prä­sident yabe schon ein stattliches Vermögen angehäuft. Auch G o m p e r s , der bekannte amerikanische Gewerk­schaftsführer und eifrige Förderer der Wilsonschen Kriegs-Politik, habe zum Zwecke der Ansachung der Kriegsbegeisterung bei der Arbeiterschaft große Sum­men'von der Rüstungsindustrie erhalten und sei dabei selbst mehrfacher Millionär geworden. Wir wollen uns diese Anschuldigungen nicht zu eigen machen, aber imLande der unbegrenzten Möglich­keiten" sind auch derartige Dinge nicht unmöglich.

Sedan Tagiiamento.

Der erste Akt der Kämpfe in Italien ist beendet. Der greifbarste Erfolg in diesem Abschnitt war die Kapitulation der 60 000 Italiener am östlichen Taglia- mentoufer. Es drängt sich bei der Betrachtung un­willkürlich ein Vergleich mit Sedan aus. Unsere Zeich­nung verdeutlicht dies.

Ber Sedan erfolgte am 1. und 2. September 1870 eure völlige Einschließung des feindlichen Heeres durch beiderseitige Umfassung. Das Ergeonis war die Gefangennahme von 05 000 Gefangenen und die Beute von 465 Geschützen.

Die zweite Skizze zeigt die Lage bei Tannen­berg am 00. und 31. August 1914. Hier wurde die Einschließung des Feindes durch beiderseitiges Um­fassen und Zurückhatten der Mitte fast völlig erreicht und eine Veruichtungssch lacht gef. :. 'gen. Das Resut- tat war die Gefangennahme von 9'* 000 Mann mit Artillerie und Bagage bei 40 000 toten Feinden!

Die dritte Darstellung qtht den Stand der Ma­suren s ch l a oh t am 19. und 11. Sept-Rnbs* flü4

wieder. Die Nteder7age des Feinde- wurde hier Vurch- geflihrt durch die einseitige Umfassung des einen Flü­gels bei gleichzeitigem Festhalten des anderen ver­mittels eines Frontalangriffs. 30 000 Gefangene, 150 Geschütze waren die Beure neben 40 000 Mann blutigen Verlusten des Feindes.

Am Taglramento (31. Oktober 1917) wurde wieder wie bei Sedan eine beiderseitige Umfassung erreicht. Tie Lücke in der Stellung wurde durch den unüberschreitbaren Fluß ausgefüllt und die Kata­strophe für den Feind durch den Turchchbruch unserer Truppen auf dem nördlichen Flügel des Feindes her­beigeführt. TaS Ergebnis an Beute waren 60 000 Gefangene und mehrere hundert Geschütze. Man kann

hier von einem Sedan auf freiem Felde sprechen.

*

Interessant ist noch eilt Vergleich mit Deu anderen Durchbruchsschlachten des Weltkrieges. Die Wirkung der Schlacht bet G o r l i c e war, daß wir in 10 Tagen 140 000 Gefangerle unb ein Drittel der Artillerie und der Maschinengewehre des Feindes als Beute buchen konnten.

Die Durchbruchsschlacht oort Z a l o c z eT a r n o- pol brachte uns in 14 Tagen 30 000 Gefangen^ und 50 Geschütze, und jetzt zählen wir nach 10 Tagen

r

Ounchff/

iSedan

' r] fönigsbrrg

i Hasurenscwainf .

{(trcvro

Teqno.nbgr g

. AUSns/eir,

Tarn^nög /// * f, f lOr&xöorg

1

VeidOclHir^

** Jj - Am Tn q liamenta. fjgfoß

\\ Pr/ZU 0 lg

Cndrofpr

Sarl/rin

I gvdnar,

f *

-r 1 rjh'iu*

die jetzt eingeführte gewaltige Ver'kehcsverteuerullg die gewünschte Einschränkung des Reiseverkehrs bringt.. Tie gegenwärtigen Nachprüfungen erstrecken sich ledig-' lich darauf, ob man die sogenannten Zonentariszu- schläge dort, wo sie zu große Sprünge aufweisen, in irgendeiner Form mildern kann.

: Tie neuen Männer in der Regierung werden noch nicht bekanntgegeben. Die Stelle des Vizekanzlers, die der Staatssekretär Helsferich, der ja aus der Re­gierung scheidet, bisher bekleidete, wird nicht wieder besetzt. Der ualionatliberale Abg. Tr. F r i e d b e r g!! hat sich zur Ueberuahme des Vizepräsidiums im preu- | ßischen Staatsmiuisterium bereit erklärt. Dagegen hat der Abgeordnete Dove von der Volkspartei erhebliche' Bedenken, das preußische Handelsministerium zu über-j nehmen. An seine Stelle tritt als Anwärter für diesen, Posten der Volksparteiler Bankdirektor Mommsen. 9lls Chef der Reichskanzlei wird Graf Hertliug keinen Par- j lameutarier bestellen, sondern einen unpolitischen Be-! amten.

:: Ein Kronrat in Berlin. Am Nioutag hat unter H dem Vorsitz des Kaisers eine Kronratssitzung statt-., gefunden, an der außer deu preußischeil Staatsmi- j. nistern und deu Staatssekretären K, r unter ^

anderen auch Geueralfeldniarschall voll > i > -enburg, ; General Ludendorff und der Chef des dldmiralstabes der Marine, von Holtzeudorff, teiluahll^en.

Am Sonntag fand unter dem Vorsitz des neuen Ministervräsidellten Grafell von Hertliug eine Sitzung des preußischen .Handelsministeriums statt.

über 200 000 Gefangene und über 1800 Geschütze; in­dessen ist diese Zählung noch nicht vollständig. Vor allem in den Kärntner Bergerl steckt noch eine größere Zahl feindlicher Kräfte, die abgeschnitteu sind und sich ergeben müssen.

Die ersten Tage des November wurden von deu Verbündeten hauptsächlich benutzt, uni die schwere Ar- trllerte uachzuzieheu, Erkundungen in de-n schwierigen Gelände oorzunehmeu und die zerstörten Straßen wiederherzustellen. Am 4 November Hai dann der zweite Teil der Kämpfe begonnen.

Politische Rundschau.

Berlin, 5. November.

:: tzlras Ezeruiu in Berlin. Ter österreichische Mi­nister des Aeußern, Graf Czernin, ist am Montag vormittag in Berlin eingetroffen.

Tie Vertiefung des Bnudniffcs. Ein Depeschen­wechsel zwischeil den Lettern der Auswärtigen Politik ln Berlin und Wien, Hertliug und Czernin, betont die treue Bündnispolitik. Gras 5)ertling betont, die Worte Kaiser Karls über die Vertiefung der deutsch-öster- reichisch-ungarischen Bündnispolitik durch Graf Czernin. Dieser erwidert, daß er nach wie vor in dem ver­trauensvollen Zusammenwirken zu dem Ausbau und zur Vertiefung des altbewährten Bündnisses zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche, welches dermalen auf den italienischen Schlachtfeldern wieder zu so herrlichen Erfolgen führt, eitle seiner vornehmsten und erfreulichsten Ausgaben erblicke.

:: Ter bayerische Ministertonslikt ist beigelegt wor­den durch rein sachliche Auseinandersetzung über die künftigen geldwirtschastlick)en Ausgaben in der Ver- kehrsverwaltung unter Beibehaltung einer Kontrolle des Frnanzmllllsteriums. Der König hat beide Mini­ster und ihren Vermittler, den Kultusminister, in Audienz empfangen.

:: Tr. Michaelis scheidet. Beim früheren Reichs­kanzler Dr. Michaelis fand am Sonntag abend ein Ab­schiedsempfang in kleinstem Kreise statt, an dem außer der eigenen Familie und der nächsten Umgebung des scheidenden Kanzler der Generalfeldmarschall v. Hin- denburg und Generalquartiermeister Ludendorff teil- nahmen.

:: Tas neue Herrenhaus. Aus Hinterpommern wlrd derFranff. Ztg." berichtet: Ueber die künftige Zusammensetzung des preußischen Herrenhauses, so wie sie von der Staatsregieruny geplant ist, werden bel uns nähere Angaben verbreltet. Danach sollen die Familien des reichsunmittelbaren Adels 24 Sitze und die Vertreter des altangesessenen Grundbesitzes ebensoviel einnehmen. Daneben erhält die Landwirt­schaft noch 48 Vertreter zugebilligt, die von den Land­wirtschaftskammern zu lvählen sind. Handel und In­dustrie erhalten gleichfalls 48 Vertreter, die von den unorganisierten 5)andelskammern gewählt werden; beide Berufe sollen ihre Vertreter gesondert wählen. Im Gegensatz hierzu sind dem Handwerk nur 12 Sitze zuerkannt, die aus deu Handwerkskammern hervor­gehen soUen. Die Arbeiter erhalten 24 Sitze. Den Oberbürgermeistern werden gleichfalls 24 Sitze Vor­behalten, den kleineren Städten 36 und den ländlichen Selbswerwaltungskvrpern edensoviele. Die Hochschulen, sowie die protestantische und katholische Geistlichkeit werden, alter Uebung entsprechend, im Oberhause ihre Vertretung behalten unb zwar die Hochschulen mit 12 Sitzen, die Geistlichkeit mit 17 Sitzen (9 und 8). Alle übrigen bürgerlichen Berufe aber fallen aus! Auch für die Angestellten ist eine Vertretung nicht vorgesehen. Aus allerhöchstem Vertrauen sollen etwas über 100 Mitglieder für das Herrenhaus ernannt wer­den dürfen, während gegenwärtig das Ernennungsrecht des Königs unbeschränkt ist. Ob diese Liste bereits die endgültige Zusammensetzung der ttinftigen Ersten Kammer darsteltt, ist nicht bestimmt zu erkennen.

:: Tie Nachprüfungen der Schncllzugznfchläge, die gegenwärtig im Ministerium der öffentlichen Arbeiten unter Hinzuziehung von Sachverständigen vorgenom­men werden, beziehen sich keineswegs auf eine allge­meine Milderung der Zuschläge. Die Eisenbahnver- wattung st«ht dirlm«hr aus Hm Standpunkte, daß nur

Rußland: Ein Kosakenstaat im Kaukasus.

; In Wladikawkas tagte ein Kongreß von Vertre­tern der Kosakentruppen und Bergstämme des Kauka­sus zur Unterzeichnung eines Uebereinkommcnß, durch das ein Südostbund der Kosakentruppen und Bergbe­wohner des Kaukasus sowie der freien Volksstämme der Steppen gegründet wird. Dieser Bund hat eine eigene Regierung, in die jedes Mitglied zwei Vertreter! entsendet. Die Regierung ordnete ihrerseits aus ihrer Mitte einen Vertreter zur vorläufigen republikani­schen Negierung ab.

Rußland: Ter allgemeine Kongreß der Arbeiter- und Soldaten röte ganz Rußlands.

wurde in Petersburg eröffnet. Anläßlich dieser Tagung finden Hunderte von Versammlungen und zahlreiche politische Besprechungen statt. Der allgemeine Bund der K o s a k e n t r u p p e n hatte die Veranstaltung eines! großartigen religiösen U m z u ge s unter Teilnahme! der Kosaken-Regimenter augesetzt, doch untersagte die Regierung die erwähnte Prozession, um jede Mög­lichkeit eines Zusammenstoßes feindlich gesinnter Ele­mente auszuschließen.

" Nach amtlichen russischen Angaben ist die Ernte 1917 im allgemeinen unter mittel.

Aus aller Welt.

** Feindliche Flieger vom Bahnpersonal gefangen.

Ein Güterzug kam in der vorigen Woche von der Station Nieding bei Saar-Buckenheim, als der Loko­motivführer Pappe aus Saargemünd ein Flugzeug in ganz geringer Höhe über dem Zuge bemerkte und beobachtete, wie es unweit des Bahnhofes auf einer Wiese landete. Er hielt den Zug sofort an und ging gemeinsam mit dem Heizer und dem Zugpersonal nach der Landungsstelle. Man vermutete ein feindliches Flug­zeug und rief deshalb auf geringe Entfernung die Be­satzung an, die bereits an ihrem Apparat herum­hämmerte, um ihn zu zerstören. Nach einigen ener­gischen Auffoderungen gab sich die Besatzung gefangen und wurde zur Kommandantur geführt. Von den drei Gefangenen, einem Leutnant und zwei Unteroffi­zieren, sind zwei englischer und einer amerikanischer Nationalität. Das Flugzeug ist infolge der entschlosse­nen Haltung des Zugführers ziemlich unversehrt ge-j blieben.

** Vollständig verbrannt. Die kränkliche, 23jäh- rige Tochter des Ackerers Franzen in Hamsfeld bei Issum, war nachmittags von den Eltern, die zur Ar­beit aufs Feld gegangen waren, allein zu Hause ge­lassen. Als die Eltern zurückkamen, fanden sie ihre Tochter vollständig verbrannt vor. Höchstwahrscheinlich ist das unglückliche Mädchen beim Nachfüllen des Ofens der Flamme zu nahe gekommen und, da es sich nicht selbst helfen konnte, elendiglich verbrannt.

** Gustav Adolf-Feier am Schwedenstein. Am 6. November d. I. soll in Lützen das Gedächtnis des dort 1632 gefallenen Schwedenkönigs geehrt werden. Nachmittags' wird sich vom Marktplatze aus ein Fest­zug nach dem Schwedenstein begeben. In der Ge­dächtniskapelle wird ein Festgottesdienst in schwedischer und deutscher Sprache stattfinden. Danach begibt sich der Zug in die Stadt zurück, wo er sich mit einem Hoch auf den König von Schweden und den Deutsches Kaiser auflöst.

** Tie Einheitskurzschrift. Dem Sachverständigen Ausschuß für die deutsche Einheitskurzschrift ist esn gelungen, ein Einvernehmen zwischen den größten Kurz­schriftschulen zu erzielen. Es ist zu erwarten, daß die! Etuhertsschrikt zu Anfang des nächsten Jahres voll­endet sein wird.

** Ein Stadtverordneter als Einbrecher entlarvt Im Bahnspeicher in Krummhübel wurde der Stadt­verordnete Privatier Richard Hundt aus Landeshuv mit seiner erwachsenen Tochter bei einem Einbruch! Überrascht. Beide hatten sich mittels Nachschlüssels Zuttitt verschafft. Das Schöffengericht in Schmiedebero verurteilte beide zu je 3 Monaten Gefängnis.

** Ein heftiger Wirbelsturm hat die griechische Insel Naxos verwüstet.

Gerichtsiam.

+ 70 000 Mart Geldstrafe wegen Kümmelwuchers Das Schöffengericht in Leer in Osffriesland verurteilte einen Landwirt aus dem Rheiderlande wegen Kriegs Wuchers mit Kümmel zu 79 000 Mark Geldstrafe. De Amtsanwalt hatte 108 000 Mark Strafe beantragt. Eit Kaufmann in Leer kam in derselben Angelegenheit mi einer geringen Geldstrafe dad-vl.

ourdk

b-deul