Ausgabe 
9.10.1917
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3
 
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^luch Peru unser Fciud.

(Liner Neitter-Tepesche aus New Aork zufolge hat der peruanische Kongreß sich fast einstimmig sur den '.Abbruch der Beziehungen zu Deutschland erklärt.

.Nachdem die d'tcgierung dieser südamerikamachen Re- bubiit die deutschen Schiffe dort widerrechtlich beschlag- i.ahml halte, war das zu erwarten. Bedeutung hat cs fremd? für den Krieg nicht. Wenn der Mops den Mond anbellt . . .

Amerika als Entente-Bankier.

Wie die Agentur Radio aus Washington meldet, gewahrten die Bereinigten Staaten Belgien einen neuen Vorschuß von zwei Millionen Dollar. Die Summe der Darlehen erreichen damit einen Betrag von 255 Millionen Dollar.

>2i n die Verbündeten sind bisher insgesamt 5 Mil­liarden 518 400 000 Dollar (= 14 Milliarden MarA an Darlehen gewährt worden. Das macht jährlich bald eine Milliarde Mark Zinsen, die die Gegner in Zukunst nach Amerika zu versenden haben werden, etwa die Hälfte ihrer ganzen Ausfuhr dorthin.

14 (MM Gefangene

an der Westfront im letzten Vierteljahr! Soeben gibt die deutsche Heeresleitung die gewaltigen Zahlen der an ihrer Westfront gemachten Gefangenen und eingebrach- ten Beute für die Monate Juli bis September be­kannt. aus denen klar hervorgeht, daß Hindenburg trotz der defensiven Taktik an dieser Front ungeheure Erfolge erzielt hat. In der genannten Zctt wurden von den .Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht. Teut-

i' er Kronprinz und Herzog Albrecht nicht weniger als x t

:;:*7 r n rc und 13512 Mann als Gefangene einge- -'adrrd eine Kundgebung anschlaaen bracht 41 Minenwerfer und 4 8 3 Maschinenge- lagerungszustand aufhebt wehre sielen in deutsche Hände. Ferner wurden irpi,Wi fnmtt h

4 Geschütze und 11 feindliche Flugzeuge erbeutet.

dle weittragende

Bedeutung" der Interpellation bewiesen, aber es kommt nicht in erster Linie darauf an. daß Herr Helsferich nicht im Amte bleiben darf, sondern daraus, daß die Zustände, die vorgestern mit so reichlichem Beweis- material dargelegr wurden, nicht bleiben, nicht weiter geduldet werden dürfen. Es darf nicht weiter geduldet werden, daß, wie in einzelnen Verwaltungszweigen, so auch im Heere eine politische Agitation zugunsten einer Parteirichtung und gegen andere Parteirichtun- gen betrieben wird. Es darf nicht geduldet werden, daß unter dem Vorwände, die Soldatenaufzuklären", Ansprachen von unverkennbar politischer Tendenz ge­halten. alldeutsche Broschüren und Zeitungen durch die Militärbehörden oder durch militärische Vorge­setzte verbreitet, mißliebige Zeitungen ferngehalten wer­den und daß der Vorgesetzte auf den unfreien und abhängigen Untergebenen politisch einzuwirken versucht. Diesen Dingen ein Ende zu machen, ist. wenn das deutsche Volksheer weiter eine feste, unerschütterliche Einheit bilden soll, die höchste Notwendigkeit."

* * *

Schweden: Dir Bedeutung vor Flieger im Kriege.

* Bet d en gegenwärtig in den Waldgegenden Sma- lands stattfindenden schwedischen Herbstmanövern svie- .en die Flieger eine große Rolle. Sie beweisen durch ihre ständige Tätigkeit, die als äußerst umfangreich oe'.cichnet wird, daß man auch in der schwedischen Armee die Entwickelung der jüngsten Waffe die größte Ausmertsamkeit zuwendet.

Spanien: Ter Unruhegeist weicht.

Der Generalkapitän ließ in den Straßen von

welche den Be-

** &Lli litt tzu «SÜUUU Hrügü tUUC

&ixadc JohannlsburgLützen Datierte ein Gvwat mU einer Browningpistole. Hierbei entlud sich die Waffe; das Geschoß ging durch drei Abteile und t*xf im vier­ten ein elfjähriges Mädchen, das schwer verletzt wurde.

** Gute Winterkohlernte. Aus Ostfriedlaud wird berichtet: In den Poldern hat der Schnitt des Weiß- kohls begonnen. Ter Kohl ist gut geraten und liefert den Turchschnittsertrag früherer Jahre.

** Seine Reformationsfcier begeht am 9. Oktober in Wittenberg der Evangelische Bund. Dazu entsenden alle Hauptvereine des Bundes Vertreter, und die be­kanntesten seiner Redner halten Vortrage. Das ehe­malige Augustinerkloster in Wittenberg ist jetzt zum Luthermuseum umgestaltet und mit vielem Bil­derschmuck, mit alten Drucken. Handschriften und Mün­zen ausgestattet. Besonder? gezeigt wird das Fa­milienzimmer Luthers, das fast unverändert geblieben ist. In der Schloßkirche, der ehemaligen Augustiner- und Universitätskirche, wurde Luther begraben.

** In die Pulverfabrik! Von Bonn aus ging am 1. Oktober der erste Transport von Frauen höherer Stände nach der Pulverfabrik Troisdorf ab. Unter den sechs Personen waren zwei Studentinnen der Bonner Universität. Am 5. Oktober folgte ein zweiter Transport. Auch in Frankfurt a. M. und .Heidel­berg haben neuerdings die Studentinnen sich als Mu- nitionsarbeiterinnen zur Verfügung gestellt.

** Ter henrigc Bomfter. Auch in der Provinz Posen gibt es ein W e i n g e b i e t. und ^war bet Chwa- lim und bei Unruhftadt in der unmittelbaren Nachbar­schaft des Grünberger Weingebietes. Auch die Güte des Bomster Weines ist in diesem Herbst nach Ansicht der Bomster hervorragend. Es wurden für ein Viertel Trauben gleich 500 Pfund 400 Mark und darüber gezahlt.

Kleine Kricgsnachrichten.

"Nach einer neuen Verordnung dürfen in Danzig sämtliche Geschäfte nur von 9 Uhr vorm, bis 4 Uhr nachm, osfengehalten werden. Lebensmittelgeschäfte von 8 Uhr vorm, bis 7 Uhr abends.

" Die Wohnungsnot hat in Ludwigshafen einen derartigen Umfang angenommen, daß Notwohnungen m Wirtschaftssälen für obdachlose Familien eingerichtet werden müssen.

" Die von Painleve in der Kammer in Aussicht gestellte Verschärfung des P r e ß g e s e tz e s hat in der Presse aller Parteien lebhaften Widerspruch ge­sunden.

" Wie derCorriere della Sera" mitteilt, hat der Vatikan die Antwort der Mittelmächte auf die Note des Papstes an England ohne jeden weiteren Kom­mentar übergeben.

" Nach französischen Quellen ist in Frankreich die Weizenernte noch nicht halb so groß wie die eines nor­malen Jahres, aber um 5 Millionen größer, als die Schätzungen des Ministeriums für Lebensmittel-Ver­sorgung vor drei Monaten.

PoUtilche Rundschau.

Die Vorlage über die Neueinteilung der Riesen­reichstagswahlkreise dürfte dem Reichstage noch im Lause dieses Jahres zugehen.

Bet den zwischen niederländischen und deutschen Unterhändlern geführten Verhandlungen über die Einfuhr von Steinkohlen und die Regelung anderer wirtschaftlicher Fragen ist man zu einer- grundsätzlichen Uebereinstimmung gelangt.

:: Tre iutcrsraktioneUcn Besprechungen tm Ncichs- tage haben zu einem gemeinsamen Beschluß der Par­teien des Zentrums, der Sozialdemokraten, der Fort­schrittlichen Volkspartei und der Nationalliberalen dar­über geführt, da? vom Reichskanzler unzweideutige Erklärungen dahin gefordert werden sollen, daß jede politische Agitation im 52eere und jede Förderung der Vaterlandspartei durch zivile und militärische Behör­den unbedingt verboten sein soll.

:: Ter Rerchsvcrbaud ser Teutsche'N Presse tagte in Dresden. Er behandelte Standesinteressen, die Ber

ganze Treiberei hat somit der Entente nichts genützt: der Eintritt Spaniens in den Krieg ist nicht erreicht worden.

Frarrkreich: Ter Spirnagcscldzug verflaut. t In einem gewaltigen Kesseltreiben gegen angeb­liche deutsche Spionage und Presse-Beeinflussung in Paris haben die nationalistischen Hetzer soeben eine ganz bedenkliche Niederlage erlitten. Derpatriotische" Schriftsteller Daudet hatte gegen den Minister des Innern Malvh, der schon neulich wegenFreundschaft", sollte heißen ängstlicher Abhängigkeit, von dem nach­her tm Gefängnis ermordeten Anarchisten Almereida verdächtigt worden war, offen in der Kammer die leldei:gastlichsten Anklagen wegen Spionage und För­derung der deutschen Presse-Beeinflussung in Frank- rcicl) erhoben. Darauf erhielt er eine 40 stündige^Frist :ut Begründung seiner Anklage gegen Malvy. Sollte es ihm nicht gelingen, während dieser Frist seine An­schuldigungen zu beweisen, werden die strengsten Maß­nahmen gegen ihn ergriffen werden. Tie Frist ist am Sonnabend' abgelausen. Wahrscheinlich wird der Vor­gang auf die überhitzten Gemüter einigermaßen ab- kühlend einwirken.

Der in derselben Sache angeschuldigte Advokat Abg. Turmel ist verhaftet worden. Er sollte ans angeb­lich deutscher Quelle größere Geldbeträge erhalten haben, die aber nach seiner Angabe aus einem großen Ochsenhandel stammen.

Rutztand: Tie Koalitionsregicruttg gelungen.

Ta sich mehr und mehr erkennen ließ, daß die rernsozialistische Regierung in steigendem Grade auf Schwierigkeiten stieß, versuchte Kerenski, die bürger­lichen Wünsche zu befriedigen, indem er bürgerliche Politiker heranzuziehen bemüht war. Damit hat er Erfolg gehabt. Eine Beratung der Regierung mit einer Abordnung der sozialdemokratischen Konferenz und mit Vertretern der bürgerlichen Kreise führte in allen Fragen zu einer Uebereinstimmung. Kerenski schloß die Beratung und erklärte, die Regierung sei oerert, unverzüglich ein vol.ständiges Kabinett zu bil­den. damit die Negierung auf den gegebenen Grund­lagen an die Arbeit gehen könne.

Kiußranv: Bor oen Parlamcntswahlen.

; Das Nachrichtenblatt der vorläufigen Regie­rung veröffentlicht die amtliche Liste der Mitglieder der oerfassungsgebenden Versammlung, wobei es ins­gesamt 736 Wahlbezirke festsetzt. Von den wichtigsten Bezirken wählen: Petersburg 20 Mitglieder. Moskau 16. der Kaukasus 38. Kiew 22. das Tonbecken 17.

Gerichtssaal.

± Hilssdienstpslicht-Strasen. Das Schöffengericht n Schönlanke verurteilte d en Lumpenhändler Philipp Lewh zu einer Geldstrafe von 3000 Mark (!) Obwohl sein Geschäft behördlich geschlossen mar. hatte er sich beharrlich geweigert, den ihm zugeiviesenen landwirtschaftlichen Hilfsdienst zu verrichten.

ragcvcrhältnisse zwischen Derleaern und Redakteuren. Nachrichtendienst

r bisherige Vorstand wurde wiedergewählt und ihm

den Ausbau des

stes und anderes mebr.

ihr

o:e Wahl der nächsten Tagung, für die Braunschweig und Hannover rn Frage kommen dürften, überlassen.

langer Rede besprach der Vorsitzende Marx-Berlin vam Schlüsse Die Bedeutung der Presse in ihrer Be­ziehung zu den höchsten Reichsbehörden.

:: ftestei Untcrftaatsfc-retariat im Aeiehswirt- jchaftsamt? In der Aussprache über die Neuordnung innerhalb der Regierung ist auch seitens des Zentrums ein Unterstaatssekretär verlangt worben. Jetzt meldet dieB. Z.", der Zentrumsabgeordnete Arbeitersekretär Giesberts sei zum Unterstaatssekretär im Reichswirt- schasrsamt ernannt worden. TieGermania" bemerkt zu dieser Meldung:Wie wir erfahren, ist mau an den Abg. Giesberts bisher wegen der Uebernahme eines Amtes als Unterstaatssekretär nicht herangetreten."

:: Zur politischen Lage in Anknüpfung an die Vorgänge im Reichstage bei der Beratung über die so­zialdemokratische Interpellation betr. die Baterlands- partei schreibt die konservativeTcutschc Tagesztg.":

Tie parlamentarische Lage läßt sich mit einem ganz kurzen Wort dahin kennzeichnen, daß die Reichs­ragsmehrheit die Negierung zu einer klaren Unterwer­fung unter den Willen und die Ziele dieser Mehr­heit nötigen will. Deutlicher als es schon rein äußer­lich in den Dispositionen des Reichstages geschieht, kann es gar nicht zum Ausdrück kommen, daß die Mehrheit ein käudiuisches Joch aufrichtet, durch das die Regierung hindurchgehen soll. Was eine Unterwer­fung der Regierung unter das Gebot der Mehrheit sachlich für ihre Autorität und die Stellung der ^Mon­archie in Deutschland, zugleich aber für das Schick­sal und die Zukunst des Deutschen Reiches und V olles bedeuten würde, brauchen wir hier nicht zu wieder­holen."

Mit ebensolcher Schärfe schreibt aus der Gegen-

Ans aller Welt.

** Ter erste Schnee. Ein empfindlicher Wetter­sturz ist tm Schwarzwald und Alpengebiet eingetreten. Seit Sonnabend abend fällt Schnee bis zu 700 Meter yerab. In den oberen Verglagen sank die Tempe­ratur unter Null. Auch im Thüringer Wald und im Rhongebirge ist Schnee gefallen. Jni^ Brockengebiet herrscht jeit mehreren Tagen schwerer Südwest-Sturm.

** Ter Bock als Gärtner. Die Polizeiserge- anten Steffen und Hofermann von der Reviermache in Altona-Bahrenseld sind wegen gemeinschaftlichen Diedstahls verhaftet worden.^ Steffen ist während seiner dienstfreien Zeit rn leerstehende Villen einge- drungen und hat aus diesen außer den Wertsachen ganze Möbelstücke entwendet. Hofermann hat ihm hier- der hilfreiche Hand geleistet. In den Wohnungen der Diebe fand man eine große Menge aus den Villen des Konsuls Dayen und des Schriftstellers Grimm ent­wendete Gegenstände.

** Einmild" gewordener Güterwagen. Aus dem Bahnhof Aiohra der WeimarBeokaer Strecke löste sich ern mit Ziegelsteinen beladener Wagen von einem ^üterzuge ab und durchsauste die ganze abschüssige Bahnstrecke bis zum Berkaer Bahnhof in Weimar. Hier durchschlug der Wagen den Prellbock und fuhr in oen Laden des Bäckermeisters Schmidt, wo alles unter Steinen und Schutt begraben wurde. Schmidt, der sich gerade in feinem Laden befand, wurde von den Sternmassen verschüttet und getötet.

** Tas Russengewehr als Spielzeug. Auf einem Gehöft in Budupönen war beim Aufräumen ein Rus­sengewehr gefunden. Ter 16 Jahre alte Sohn des Be­sitzers setzte das Gewehr instand und stieß, als es nicht losgehen wollte, mit dem Kolben wiederholt auf den Boden. Plötzlich entlud sich das Gewehr, und die Kugel zertrümmerte dem 12jährigen Hütejungen Franz «hievt frre «tyffttttwtt; der tzvirgr twt sosert tot.

Volkswirtschaftliches-

H Jungvieh,närikte. DieSpanferkel"-Märkte stehen augenblicklich wegen der Freigabe des Jung­schweinefleisches im Vordergründe. Kassel. Auftrieb 816 Ferkel und 106 Läufer waren aufgetrieben. mußten aber unverkauft bleiben, und viele .Hunderte von Per­sonen zogen vom Markt wieder ab, ohne das gewünschte Borstenvieh mitnehmen zu können, weil alles über 30 Pfund dem Viehhandelsverbande zugeführt werden soll. Heide (Holstein). Preise. 46 Wochen alte Ferkel 2835 Mk leichtere 2024 Mt., 78 Wochen alte 3645 Mk., Jungschweine 5080 Mk. Handel sehr lebhaft. _

Scherz und Ernst.

ts. Ter Paprerverbrauch ver Berliner Annoncenpresse. Man spra chm den letzten Monaten viel von Papiernot, aber gewiß können sich nur die wenigsten von uns eine Vorstellung davon bilden, wieviel Papier ein großes Annon­cenblatt mit seinen zum größten Teile überflüssigen und für die Zeitungen auchnur soeben" rentablen Anzeigen verschluckt. Bekanntli chhaben mehrere der großen Ber­liner Tageszeitungen eine Auflage von »/« Million und darüber. Dazu braucht ein solches Blatt zur Aiorgen- auSgabe an einem gewöhnlichen Wochentag je 130 Rollen Druckpapier. Die Papierlänge vieler 130 Rollen beträgt 1 170 000 Meter. Eine Lonnlagsausgaoe in der Weih­nachtszeit im Frieden verschlingt 270 Rollen mit einer Länge von fast 2 500 000 Meter oder 2500 Kilometer, waS der Entfernung von der deutsch-dänischen Grenze bis zur Lüdspitze von Italien etwa gleichkomml. Wollte man alle in einem Jahre verbrauchten Papierrollen aneinander- heften, so bekäme man rund 400 000 Kilometer, also einen längeren Streifen als die Entfernung vom Mond zur Erde, einen Streifen, mit dem' man den Erdkreis zehn­mal Überkleben könnte, da der Aeguator nur 40 000 Kilo­meter mißt. Die (in Friedenszeiten) 12 Seiten starke Abendausgabe einer großen Berliner Zeitung wird mit 250 000 auf 22 Maschinen in zwei Stunden gedruckt. Die Maschinen speien also in der Minute über 2000, ln ber Sekunde über 30 fertige Zeitungen aus.

tf. Tabakcrsatz aus - attem Hopfen? EL sind die Versuche mit altem Hopfen als Tabakersatz angestellt worben, und sic sind befriedigend ausgefallen. Bis jetzt war man immer der Meinung, daß der Hopsen lediglich in der bekannten Zusammensetzung mit Wasser und Malz zu Bier verarbeitet werden lönNie, die Einschränkung des Brau­gewerbes in Deutschland selber, die Verminderung der Aus­fuhr infolge teilweiser Sperre der feindlichen Länder ließ die notleidende Hopsenbauerschast, die ihr Erzeugnis nicht an den Mann brachte, auf einen Ausweg sinnen. Die Not an Tabak kam zu Hilfe. Nun läßt sich zwar neuer Hopfen wegen des no choligen Lupulins (des Hopfen- dlülenstabes) nicht verwerten; aber beim älteren (mindestens zwei Jahre allen) Hopsen fällt das Mehl leicht heraus und die Blütenblätrer geben zermahlen und mit einer bestimmten chemischen Substanz gemischt, deren Namen vor­erst geheim gehalten werden soll, einen angeblich voll­wertigen Tabakersatz. Die bisher vorliegenden Kostproben sollen vor allem dem Vernehmen nach auch die Heeres­verwaltung zu starken Käufen in Hopsen älterer Jahr­gänge und zu dessen Lieferung an für Heeresbeoarf arbei­tende Tabaksabriken veranlaßt haben. Der Bedarf soll so außerordentlich sein, daß schon jetzt eine wahrnehm­bare Preissteigerung in diesem fast unbeachteten Erzeugnis auslrat; aller Voraussicht nach wird der ganze alte Hopsen (der Doppelzentner hat gegenwärtig einen Marktpreis von wenig über 100 Mark, also nicht einmal ein Fünftel de» Tabakwertes!) nun in Rau chaufgehen.

Der Gedanke ist zweifellos für die Hopfbauern gut/ ob für die Raucher und vor allem dieZuriecher", die rltichtraucher, und für Muttern- Gardisnen, das ist einr andere Frage.

* * *

Bunte Steine.

In Hamburg wurde von führenden Persönlich­keiten der Industrie, des Handels und der Wissensttzast mre fflr »awfcnrtwT gründet.