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(Giehevcr Tageblatt)
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Expedition: Züdanlage 21
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die 44 mm breite Petit; eile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 00 mm breite N e k I a rn e - Z e i l e 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechne:. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung»- ziele» (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Mein.
Telephon Nr.
1917
Telephon Nr. 363.
30. Jahrg.
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Die große Flaudernschlacht siegreich abgewehtt.
Zehr große Beute ist Rnmäuie«: 110*0 Gesaugeue, Sä Geichiltze, 118 Maschinengewehre.
. Gesamtbeute im Sitdostcn seit dem 19 . Juli 1917 :
>. Ää Offiziere, 41300 Mann gefangen. 257 Geschütze, 540 MafÄin-ng-wehre, 101 Mtnenwerfer »sw.
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... ^ §o ooo tonnen verfenKt.
35 ej; r ^ 2 en ^ damit Berli«, 14. August. Im Mittelmeer wurde wie- ' Waff? K ai 'V lll ^e ichec eine große Anzahl Dampfer und Segler mit einem körbk-r w e ?? macheMesamtraumgehalt von über 50 OOO Bruttoregistertonnen [(fiJL.i» der sodersenlt. Darunter befanden sich 1 großer voll beladener d i ^thauseMunitionsdampfer mit Kur.Z nach Port Said, der nach
c>^ ouf der Straßsem Torpedotreffec mit gewalügex Detonation in die
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Von dem bewaffneten italienischen Dampfer D!neV vma rim ulu ^ u 11 ^^|empiatt" wurde ein 6 Zentimetergeschütz erbeutet.
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e machen konnte, und aus „ „
leich daraus stürzte sie tri lobt. Großes Hauptquartier, 15. Aug. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Gesteigerte Abwehrwirkung unserer Kampfartillerie in Flandern erzwang für einen Teil des gestrigen Tages 3 ^scin Nachlassen des feindlichen Zecstörungsfeuers; die ^eingesetzten Munitionsmengen entlasteten die Infanterie. Erst gegen Llbend konnte der Feind mit voller Kraft |Ctt Feuerkampf wieder aufnehmen, der die Nacht hin
in Klein in Gießen.
Franlsurt a. M. rstr. 10 I.
c becaf aain oder ne- durch in großer Stärke andauerte. — Durch Angriff Lir iZ! wurden englische Abteilungen, die sich bei Langemarck N.NM zn kaufen q^e- Steenbach vorgearbeitet hatten, aufgerieben. —
reftige Teilangciffe der Engländer südlich von Frcezen- erg und beiderseits von Hooge wurden abgeschlagen.
Im Artois verstärkte sich der Artillerickampf zwi en Hulluch und Lens besonders in den heutigen orgenstunden.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Am Chemjn des Dames scheiterten bei Cecny mehr- > , I malige Angriffe der Franzosen, die zur Vorbereitung
|% I fi ihres Stoßes starke Artillerie eingesetzt hatten. Auch in
\ß | Ui anderen Abschnitten dieser und der Champagne-Front
kam es zu lebhaften Fcuerkämpfen. —Auf beiden Usern ' . ,nr Anmeldung ikl-dec Maas hält die vermehrte Artilleiielätigkeit, vielfach mulm z J n Feuerstöße stärkster Wirkung z.qamnlengefaßt, an.
^ken allen Vervrau hjer waren sute Ergebnisse dur Kampfläligkeit
zur Verfügung. unserer Batterien durch zeitweise Lahmlegung der feind-
„ .. wpcrpn glichen Artillerie erkennbar.
'V W h Inmit uns in Ve tzeer - sgr u PP e 5^ erzog Ai brecht.
Vorscnritte Im Sundrau hielt die Steigerimg des gegenseitigen
Feuers auch nachts an. — Durch Schneid und Können
t «1 b.^ben sich die Schlachtstaffeln unserer Flieger zur wert
»«'^vollen AngrU'' " ' ^ ' " - - —
aeburg
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Angriffswaffe auch gegen Grabcnziele und Batterien entwickelt.
, x-, 8 . Jn Luftkämpfen, die in Flande.n b-.sond'!s zahl-
' '..„«stellereich waren, IN d lurch Abwehrf.Ucr sind ,es!e^n 20 erte"« - feindliche Flieger und 4 Fesselballone abgeschossru worden.
Ciu'bid^e.
Oestlichcr Kriegsschauplatz.
Hcerekfront des Geileralfeldmarschalls tt Prinzen Leopold von Bayern.
«4 ist. l'ososi 9b>^ ^ l Zwischen dem nördlichen Seccth und dem Zbruc'i CpMll-^'hvhte sich die Feuertätigkeit. Südöstlich von Tarnopel iBst ***** brachen russische Vorstöße, denen Panzerkcaftwagen Halt
Casinostw^ 1 Effgbben sollten, vor unseren Stellungen zusammen.
Keeresfront des Geiieraloberit Erzbmoa Joseph.
hohen blutigen Verlusten büßten Russen und Rumänen am Seceth und im Gebrige über 3000 Gefangene, mehrere Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre ein. Mazedonischen Front:
Nichts von Bedeutung.
Der Erste Gcneralquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 15. Aug. abends. Wechselnd starker Ar- tilleciekampf in Flandern, im Artois, an der Aisne und bei Verdun, JnfanterieEämpfe bisher nur nördlich Lens und östlich Cerny en-Laonnois im Gange. Jn Rumänien bei der Verfolgung im Gebirge und bei Angriffen am Sereth gute Fortschritte.
26 ooo Tonnen versenkt.
Berlin, 15. August. Reue U-Booterfolg im Sperrgebiet um England: 26 OOO Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein englischer Hilfs' kceuzer vom Aussehen der „Äfcic" (12000 L) mit mindestens 18 Geschützen bewaffnet.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph.
Jn Verfolgungsgefechten brachen deutsche und österreichisch ungarische Truppen mehl fach den Widerstand feindlicher Nachhuten im Gebirge südlich des Trotusul- Tales.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen
Nördlich von Stravani und Pancin wehrten preu. ßische und bayrische Regimenter erfolgreich zahlreiche An- griffe der Rumänen und n^u herungesühvter russischer Kräfte ab. — Am Srreth wurde der noch auf dem Westufer haltende Feind durch kraftvollen Angriff unserer Truppen über den Fluß zurückgeworfen. — 54 Offiziere, darunter französische, 3500 Rtann, 10 Geschütze und über 50 Maschinengewehre blieben in unserer Hand.
Mazedonische Front:
Nichts Neues.
Der Erste Generalquartieemeister: Ludendorsf.
„Unl re Truppen drängten über Soveja hinaus nach. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen Dem im Bcrgland zu beiden Sriten der Putna .0 «ach Nordostcn weichenden Feind folgten unsere Kolonnen.
— Am Rande des Gestriges wurde Stravani (nocdwest- von Panciu) genommen. Die siegreich vordrmgende Gruppe brachte heftige feindliche Gegenangriffe zum ^^^tzcheitern. — In der Sereth Niederung stürmten deutsche ^I-^K^K'^Divistonen den auf dem westlichen Flußufec gelegenen, ^ 5 . 50 ^zähe verteidigten Brückenkopf von Baltaeetu. — Außer
wib Großes Hauptquartier, 16. Aug. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Jn Flandern ist die zweite große Schlacht entbrannt Der Artilleriekampf nahm gestern an der Küste und zwischen Äser und Deule wieder äußerste Heftigkeit an, wurde während der Nacht unvermindert fortgeführt und steigerte sich heute früh zum Trommelfeuer. Hinter dichten Feuerwellen txat dann die englische Infanterie zwischen Bixschoote und Wytschaete in 18 Kilometer Frontbreite zum Angriff an.
Im Artois griffen die Engländer zwischen Hulluch und Lens schon gestern morgen mit 4 kanadischen Divisionen au.' Sie drangen n ch stärkster Feuerwirkung in unsere erste Stellung ein und suchten durch dauernden Nachschub frischer Kräfte die Etnbruchsstelle beiderseits von Loos zu vertiefen. Nach aufgesundenen Befehlen war das Ziel ihres Angriffes das 4 Kilometer hinter unserer Front gelegene Dorf Vendin-le-Vieil. — In tagsüber währenden erbitterten Kämpfen drängten unsere Truppen durch Gegenangriffe den cingebrochenen Feind bis über die dritte Linie unserer ersten Stellung wieder zurück. Der Gewinn der Engländer ist gering; in neuen Angriffen, die sich bis zu 11 Malen wiederholten, versuchte der zähe Gegner am Abend nochmals sein Glück. Vor unserer Kampflinie brachen die feindlichen Sturmwellen zusammen. Südlich von Hulluch und westlich von Lens wurde der Angreifer, der an allen Slellm des Kampffeldes schwerste Verluste erlitten hat, ab ewiesen. — Bei St. Quentin entfalteten die Franzosen nachmittags besonders lebhafte Feuertätigkeit. Es gelang ihnen mit etwa 3000 Schuß auf die innere Stadt, das Pfarrhaus in Brand zu schießen. Bon dort sprang das Feuer auf die Kathedrale ürer, die seit v llhr 30 abends in Flammen steht.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Im mittleren Teil des Chemin des Dames herrschte tagsüber lebhafte Kampftätigkeit der Artillerien. Nachdem schon morgens ein Vorstoß gescheiter war, setzten am Abend starke französische Angriffe zwischen Cernh und Gehöit Hurtebise in etwa 5 Kilometer Breite ein. Die Angriffe wiederholten sich; hin- und herwogender Kampf tobte bis in die Nacht. Wir blieben voll im Be- sitz unserer Stellungen; die vergeblichen Anlaufe haben den Vegner viel Blut gekostet. - An der Noedfront von Verdun nahm der Artillcriekawpf wieder große Sichfe an; französtscherseits wurde er aber ntcht mit der Heftigkeit geführt, Wie am 12. und 13. August.
Lestlicher Kriegsschauplatz,
An der
Front des Geucralseldmarschall Priazen Leopold tz. Bayern, ist die Lage unverändert.
wtb. Großes Hauptquartier, 17. August 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Ein neuer, der zweite Großkampftag der Flandernschlacht ist zu unse en Gunsten entschieden, dank der Tapferkeit aller Waffen, dank der nie versagenden An- griffskcaft unserer unvergleichlichen deutschen Infanterie! — Nach einstündigem Trommelfeuer brach am Morgen des 16. 8 . die Blüte des englischen Heeres auf dem nördlichen Flügel, begleitet von französischen Kräften, tiefgestaffelt zum Angriff vor. Auf 30 Kilometer Front von der User bis zur Lys tobte tagsüber die Schlacht. Der an dem Userkanal bei Drie-Grachten vorgeschobene Posten wurde überrannt; der Feind erkämpfte sich auch das nördlich und östlich von Bixschoote von unseren Sicherungen schrittweise aufgegebene Vorfeld der Kampfstellung am Mactjc-Vaart. — Die Engländer durchstießen bei Langemarck unsere Linien und drangen, Vec- stärkungen nachschiebend, bis Poelkapelle vor. Hier traf sie der Gegenangriff unserer Kampfceserven. Jn unwiderstehlichem Ansturm wurden die vorderen Teile des Feindes überwältigt, seine hinteren Staffeln zurückgeworfen. Am Abend war nach zähem Ringen auch Langemarck und unsere verlorene Stellung wieder in unserer Hand.
Auch bei St. Julien und an zahlreichen Stellen weiter südlich b s nach Warneton drang der Gegner, dessen zerschlagene Angriffstruppen durch immer neue Kräfte ec- gänzt wurden, in unsere Kampfzone ein. Die Infanterie hielt den gewaltigen Stoß überall auf und warf den Feind unter enger Mitwirkung der Artillerie und Flieger wieder zurück. An den von Roulecs und Menin auf Ipern führenden Straßen drang sie über unsere alte Stellung hinaus in erfolgreichem Angriff vor. — .jn allen anderen Abschnitten des weiten Schlachtfeldes brach der englische Ansturm vor unseren Hindernissen zulammen. Trotz schwerster Opjec haben die Engländer nichts ec. reicht' Wlc haben in der Abwehr einen vollen Sieg errungen. Unerschüttert in gehoburer Stimmung steht unsere Front zu neuen Kämpfen bereit! — Im Artois grifsm die Engländer gegen Abend bei Loos wiederum heftig an; örtliche Einbrüche wurden durch kraftvolle Gegenstöße wettgemacht. St. Quentin lag weiter unter sra .zösischem Feuer; der DachstuhlZder Kathedrale ist eingestürzt, das Innere des historischen Bauwerks ausgebrannt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz
An der Aisne scheiterten Teilangriffe der Franzosen östlich von Ceruy. Bei Verdun entwickelte sich die Artillerieschlacht mittags wieder zu höchster Stärkender Feind griff bisher nicht an. Auf dem Ostufer der Maas brachen kampfbcwährte badische Regimenter überraschend in den Cauriercswald vor, zerstörten feindliche Angriffs- arbeiten und kehrten mit mehr als 600 Gefangenen von 3 französischen Divisionen zurück.


