Ausgabe 
18.7.1917
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Hieß-n-r Zeitung

Xs.

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Verlag derGießener Zeitung", Gießen.

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Nr. 59.

Telephon Nr. 362.

Mittwoch, den 18. Juli 1917.

Telephon Nr. 363.

30. Jahrg.

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heilere 31500 Tonnen verrenkt.

Berlin, 9. Juli. (W B. Amtl.) Eines unserer Unterseeboote hat im Atlantischen Ozean wiederum 31500 Br.-Reg.-Tonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Macine.

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wtb Großes Hauptquartier, 10. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

I Jn Flandern erreichte der Artilleriekampf an der Küste, im Abschnitt von Ipern und im Wytschaete-Bo- »ew größere Stärke als in den Vortagen. Ein Vorstoß englischer Infanterie südwestlich von Hollebeeke wurde zucückgewtcsen. Auch nordöstlich von Messines, bei Lens und Fresnoy sowie nordwestlich von St. Quentin spiel- ten sich Eckundungsgefechte ab.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Längs des Domes nahm abends das Feuer an Heftigkeit zu. Nachts wurden Teilangciffe der Fran­zosen südlich von Couriccon und südöstlich von Ceruv abgeschlagen. v

Heeresgruppe Herzog Albrecht von Württemberg.

Keine besonderen Ereignisse.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Gcneralfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern.

r Bei Riga, Dünaburg und Smorgon hat die Ge° fechtstatlgkeit sich gesteigert.

Bei der

Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli blieben die Russen zwischen Strypa und Dnjestr ziem- nch untätig. Unternehmungen unserer Sturmtrupps brachten an mehreren Stellen Gewinne an Gefangenen und Beute. Nach Abschluß der Kämpfe, die sich gestern nordwestlich von Stanislau entwickelten, wurden unsere Truppen hinter den Unterlauf des Lukowica-Baches zuruckgenommen.

x5M Bereich der anderen Armeen keine größeren Kampfhandlungen.

Macedonische Front.

Die Lage ist unvcrändett.

Im Monat Juni war das Ergebnis der Kämpfe, gegen die feindlichen Luftstceitkräste gut. Unsere Geg- ner haben 220 Flugzeuge ^und 33 Fesselballons durch Einwirkung unserer Waffen verloren. Bon den Flug- abwehrkanoncn wurden 60 feindliche Flieger abgeschossen, der Rest wurde rn Luftkämpfen zum Absturz gebracht, bällons^ beträgt 58 Flugzeuge und 3 Fessel.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Großer Erfolg der Marine-Infanterie in Flandern. Glänzender Stnrmfieg am Damenweg.

Teile der kampsbewährten Marine-Infanterie nach plan- mäßiger, wirkungsvoller Feuervorbereitung die von den Franzosen stark ausgebauten, seit kurzem von den Eng­ländern übernommenen Verteidigungsanlagen zwischen der Küste und Lombartzhde. Der Feind wurde über die Äser zurückgeworfen. Uebec 1250 Gefangene, da­bei 27 Offiziere, sind eingebcacht worden. Die eng. lischen Verluste in dem stack beschossenen Gelände zwi­schen Meer und Fluß sind sehr hoch. Die Beute steht noch nicht fest. Wieder trugen unsere Flieger in tat­kräftiger Weise trotz heftigsten Sturmes zum vollen Erfolge des Tages wesentlich bei. Bei den anderen Armeen der Westfront hielt sich infolge regnerischen Wetters die Gefechtstätigkeit in geringen Grenzen. Ei­nige Erkundungsunternehmungen von sächsischen, rhei- ntschen und Gardetruppen bet Reims, östlich der Ar- gonnen und zwischen Maas und Mosel zeitigten gute Ergebnisse.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Zwischen Ostsee und Schwarzem Meer keine größe­ren^ Kampfhandlungen. Die Bewegungen südlich des Dnjestr sind bisher wie geplant vollzogen worden.

Mazedonische Front:

Bulgarische Streifabteilungen rieben östlich des Doirau Sees einen englischen Posten auf. In der Struma-Eben- schoß die englische Artillerie mehrere Ortschaften in Brand.

Der Erste Generalquartiermeister: Luderrdorff.

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Berlin, 11. Juli, abends. Im Westen vielfach gesteigerte Actillerietätigkeit. - Im Osten stehen süd­lich des Dnjestr deutsche und österreichisch-ungarische Truppen an der Lomnica wieder in Gefechtsfühluna mit den Russen.

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r i ^r l t n, 10. Juli, abends. Im Westen und Osten keine besonderen Ereignisse.

9 .

Fliegerangriffe auf russische Stützpunkte in der örtlichen Ostsee

Berlin, 10. Juli. (W. B. Amtl.) In den letzten stnd von unseren Flugzeuggeschwadern der nord- kurlandiüben Küste die Batterien, Kasernen und Hasen- an lagen bei Zrel und Arcnburg auf der Insel Oescl erfolretch uno wiederholt mit Bomben belegt worden wobei Trester und lang andauernde Brände beobachtet wurden. Trotz heftiger Beschießung durch feindliche Batterien sind unsere Flugzeuge von allen Unternehmungin unversehrt zuruckgekehct.

Der Chef des ^Admicalstabcs der Marine.

Neue 24500 Tonnen.

Berlin, 10. Juli. (W. B. Amtl.) Neue U Boot- ersolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 24500 Br.- Rcg.. -v. Unter den versenkten L-chiffen befanden sich die englischen DampferEnglish Monarch" (4947' 2 J r ; mit 8000 Kohlen von Glasgow nach Livorno.

9

Wtb Großes Hauptquaticr,11. Juli 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht

Im Dünenabschnitt des Marinekorps stürmten gestern

wbt. Großes Hauptquartier, 12. Juli 1917.

Westlicher Kricgsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

® ec Angriff der Marine-Infanterie am 10. Juli stellte einen schönen, großen Erfolg dar; der Feind hat Gegenangriffe nicht zu führen vermocht. Die Kampf tätigkeit dcr Artillerie war gestern in Flandern, vor allem südöstlich von Ipern, an der Artoisfront, bei Lens und Bullecouct gesteigert. Mehrere Erkundungs Unter­nehmungen wurden von uns erfolgrrich durchgefühct. -BeiMonchh stürmten Stoßtrupps etms hanseatischen Regiments unter wirkungsvoller Mithilfe von Flammen­werfern eine Reihe englischer Gräben, aus denen eine größere Anzahl von Gefangenen zurückgebracht wurde.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

In der West-Champagne und auf dem linken Maas­ufer entwickelten sich im Lause des Tages heftige Feuer­kämpfe. Einige Aufklärungsgefechte endeten günstig.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nichts Wesentliches.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfcldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Wieder war bei Riga, Smorgon und Varanowitschi die Feuertätigkett lebhaft. Auch bei Luck und auf dem ostgaltzlschen Kampffelde schwoll sw zweitweilig zu er- beblicher Stärke an. An der Schtschara wurden russische Jagdtrupps, am Stochod, südöstlich von Kowel, feind­liche Angriffe zucückgewiesen. Zwischen Dnjestr und Karpathen füllten di- Russen mit gemischten Abteilungen gegen die Lomnica-Stellung vor. Bei Kaluax erreichten Vortruppen das Westufex des Flusses.

Mazedonische Front:

Nichts Neues.

Der Erste Generalquaittermeister: Ludendorff.

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Neue r4000 Tonnen.

Berlin, 12 Juli. Neue Il-Booterfolge in der Btscaha und im englischen Kanal: 24000 ° Brutto- Register-Tonnen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

wbt. Großes Hauptquartier, 13.Juli. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der flandrischen und Artoisfront war in mehremr Abschnitten bei guter Sicht der Feuerkampf stark. - Feindliche Vorstöße östlich von Nieuport, südöstlich vor Apern, bei Hulluch und südlich der Scarpe wurden zu rückgeschlagen

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Wieder war die Kampftätigkeit der Artillerie ir der westlichen Champagne erheblich gesteigert. Auch aus dem linken Maasufer erreichte das Feuer abends große Heftigkeit. An der Höhe 304 nahmen Stucmtruppen in frijchem Draufgehen die vom Feinde am 8. Juli zu- rückerobertcn Gräben wieder. Die Besatzung wurde nieder- gemacht, ein Tel! gefangen zurückgeführt. Die von uns in den Kämpfen am 28. Juni gewonnenen Stellungen in 4 Km. Breite sind einschließlich ihres Vorfeldes da- mit wieder voll in unserer Hand. Trotz heftiger Ge. genwirkung brachte ein EckundungSvorstoß bei Prunay uns Gewinn an Gefangenen und Beute.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Die Lage ist unverändert.

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In zahlreichen Luftkämpfen verloren die Gegner 17 Flugzeuge, zwei weitere durch Abwehrfeuer.

Oberleutnant Ritter v. Tutscheck, der am 12. Juli 2 feindliche Flieger zu n Absturz brachte, errang gestern durch Abschuß eines Fesselballons den 16. Luftsieg.

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Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

An der Düna, bei Smorgon und an der Schtschara war die Gefechtstätigkeit rege. Auch westlich von Luck lebte sie infolge eigener Erkundungsvorstöße zeitweilig auf. Südlich des Dnjestr sind an mehreren Stellen der LomnicaLinie russische Angriffe zum Scheitern ge­bracht worden.

An der

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph und bei der

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen drangen nach stackem Feuer mehrfach feindliche Auf­klärungsabteilungen gegen unsere Stellungen vor; sie sind überall abgewiesen worden.

Mazedonische Front.

Oestlich der Nidze Planina löste ein erfolgreicher bulgarischer Vorstoß örtliche Gegenangriffe der Serben aus; sie schlugen verlustreich fehl.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 13, Juli, abends. Der lebhafte Feuer- kampf in der Westchampagne dauert an, Im Osten hat die Fenertättgkeit zwischen Zlota-Lipa uno Narajowka zugenommen. Südlich des Dujestc ist die Lage bei kleinen Gefechten südlich von Kalusz unverändert.

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Wieder ,§ Schiffe versenkt.

Berlin, 13. Juli. Im englischen Kanal und in der Nordsee wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 6 Dampfer, 2 Segler und 7 Fischerfahrzeuge versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

wtb. Großes Hauptquartier, 14. Juli. 191 7.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der Küste setzte gegen Abend starkes Feuer gegen unsere neuen Stellungen ein. Nachts bei Lombart- zyde vorbrechende englische Angriffe brachen verlustreich in unserer Abwehrwirkung zusammen. Auch östlich und südöstlich von Apern sowie in einigen Abschnitten der Artoisfront war der Artilleriekampf lebhaft. Bel Vorfeldgefechten nordwestlich vvn St. Quentin wurde eine Anzahl Engländer und Franzosen gefangen ein­gebracht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Soisfons und Reims nahm die Feuer- tätigkeit zu. In der westlichen Champagne und auf