Ausgabe 
24.2.1917
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Telephon Nr. 362.

Samstag, dm 24. Februar 1917

Telephon 'Itr. 362.

29 Jahrg

Fehlgeschlagene feindliche Borftötze, die Engländer bei -lrmentieres zurnckgeworfen. mllicde llrulscde cigrzveriedlr.

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roß es Hauptquartier, 21. Fibruar 1917. Westlicher Kriegsschauplatz.

Trübes Wetter und Regen hielten die Gefechtsiä- t in mäßigen Grenzen. Südöstlich von Ipern beiderseits des Kanals von La Bassee schlugen ldungsvorstöße der Engländer, bei Flirey zwischen und Mosel kleine Teilangriffe der Franzosen - Bei Wegnahme des Stützpunktes südlich von ransloy am 19 Februar sind 2 Osfiziexe, 36 Eng- r gefangen und 5 Maschinengewehre erbeutet.

Oestliche? Kriegsschauplatz.

3n einzelnen Frontabschnitten, vornehmlich in den karpathen und bei)erseits des Oitoztales Artillerie und Borfeldgefech.e.

Mazedonische Front.

Lebhaftem Feuer zwischen Wardar und Doicausee en abends Vorstöße englischer Abteilungen, die diesen wurdet?.

Der Erste Genecalquartielmeistec: Ludendorff.

lalität

eclin, 21. Febc. abends. Auf den Kriegs- Plätzen keine wesentlichen Ereignisse.

Kammerlieferant

,d. Kaisers v. Oesterreich,

Königs v. Ungarn.

Großes Hauptquartier. 22. Febr. 1917. W cst lichcr Kriegs schauplatz. Hccrcsgruppc Kronprinz Ruppiecht. südlich von Armentieres drangen nach stoxker qvtrkung mehrere englische Kompagnien in unsere ung. Kcaftvollcr Gegenstoß warf sie sofort hinaus.

Bei Säuberung der Gräben wurden 200 tote Englän­der gezählt, 39 Mann gefangen zurückgefühct. Ec­kundungsvorstöße des Feindes südwestlich von Warne­ton, südlich des La Basseekanals und zwischen Ancce und Somme schlugen fehl.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Hecressrout des Generalscldmarschall Prinzen Leopold von Bayern.

Südwestlich'von Riga und am Süduser des Na- roczsees scheiterten Unternehmungen russischer Abteilun­gen bis Kompaniestärke. Bei Labusy an der Schtschara und an mehreren Stellen zwischen dem Dnjestr und den Waldkarpathen wurden einige Handstreiche von unseren Stoßtrupps erfolgreich durchgeführt.

An der

Heeresfront des Gcncraloberst Erzherzog Joscph. und bei der

Heeresgruppe des GencralscldmarschaLs von Mackensen herrscht bei Schneetreiben nur geringe Gefcchtstätigkeit.

M a z c d o n i s ch c Front

Südlich bc3 Wardar versuchten sich Engländer vor unserer Stellung cinzunistcn. Sie wurden im Hcmd- granotrnkanrpf Vertrieben.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Oefterreicft-utiflariTcbe eagrsbrrlcim wtb Wien, 21. Februar 1917.

Oestlicher Kriegsschauplatz, und

' Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz

Der Artilleriekampf an der küstenländtschen Front war nachmittags wieder recht lebhaft. Nachts warf ein feindliches Luftfahrzeug auf unsere Karststellungrn und auf einige Ortschaften ohne jede Wirkung Bomben ab. Im Jndicaricn-Abschnttt holte uns,! Maschinen­gewehrfeuer ein italienisches Flugzeug östlich vom Monte Cadiira herunter. Der Führer ist tot, der Be­obachter schwer verletzt.

Der StellErtreter des Chefs des Eeneialstabs: von H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Berlin, 22. Februar abends. Im Westen bei Regen und Nebel keine Kampshandlungen von Bedeu tung. Im Osten brachte östlich von Zloczow ein Vorstoß von Sturmtruppen 250 Gefangene ein.

wtb. Wien, 22. Februar 1917.

Oestiich er Kriegsschauplatz.

Die Tätigkeit unserer Jagdkommandos und Stoß­trupps waren wieder sehr rege, namentlich im Front­raum zwischen Dorna Wotra und dem Dnjestr. Unsere Abteilungen entledigten sich ihrer Aufträge überall mit Erfolg und brachten selbst nur sehr geringe Verluste erleidend zahlreiche Gefangene ein.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

An der Vojula lebhaftes Geplänkel. Nordwestlich von Tepeleni wurden feindliche Bauden zersprengt.

X*r Stellvertreter des Chefs des Gmeialftabes: von Hofer, Feldmarschalleutnant.

Wie Europa nach dem FriedensÄed ingzmgen der Es teure aussteht.

WAS SIE FORDERT! !

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tA 5 unser Friedensangebot abgclehnt werden

war nach den Reden der Ententeministec und ^^eM^Ekußerungen der feindlichen Presse zu erwarten. MWp'" die Ablehnung aber in einer so frivolen Weise Jen würde, hatte wohl niemand geahnt. Mit zyni iknsß^ ^Offenheit haben unsere Gegner ihre Kriegsziele jetzt wissen wir und unsere Bundesgenossen,

bevorftcht, wenn sich das Kriegsglück zu un

lschuiUngunstcn w ndet, oder wir wirtschaftlich dcN ' ' nicht durchhalten- Die ganze Bedeutung der

feindlichen Forderungen wird uns aber erst klar, wenn wir einen Vergleich ziehen zwischen dem gegenwärtigen Zustand und der, was eintreten würde, wenn wir un­terliegen und uns die Feinde den Frieden nach ihren Wünschen aufzwingen würden.

Skizze 1 soll im Bilde zeigen, welche Gebiete von den Mittelmächten abgetreten werden sollen und die entstehende Tabelle weist im einzelnen nach, wie die nachfolgenden Ziffern zustande kommen.

Hiernach crgibt sich folgendes:

Von veutschlanü, das vor dem Kriege 541000 qkm mit 65,000 000 Einwohnern umfaßte, sollen 141,200 qkm. -s- 14,750,000 Einwohner 22,66 o/° abgetre­ten werden. Diese Zahlen geben nur Ausschluß über den Verlust an Land und Leuten, sie geben aber kein Bild von der gewaltigen Einbuße, die unser V aterland an Ansehen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, an Steuerkcaft und militärischer Bedeutung ecleiten würde. Hier sei nur kurz darauf hingewiesen, daß gerade die wertvollsten Kohlen- und Elsengruben, die bedeutendsten