Einzelbild herunterladen

Hitler-Jugend und Elternhaus.

Oer Dank des Reichsjugendführers. - Ohne den Vertrauensbeweis der deutschen Eltern ist die Arbeit der HL. undenkbar. Ganz Deutschland Hilst mit, wenn es der Gesundheit unserer Lugend gilt.

Baldur von Gchirach spricht im Rundfunk.

Berlin, 29. Aug. (DNB.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach wandte sich am Mittwochabend im Deutschen Rund- funkt mit längeren Ausführungen an die deutschen Eltern. Er führte u. a. aus:

Bor wenigen Tagen erlebten wir den Abschluß des in der Nähe von Murnau gelegenen Hoch­landlagers der Hitlerjugend. 6000 Jun­gen im Alter von 10 bis 18 Jahren haben dort vier Wochen lang ein Jungenleben geführt, wie es sich schöner und beglückender nicht denken läßt. Berge und Wiesen, Zelte und Lagerfeuer bildeten eine Erlebniseinheit, von der diese Jungen i h r ganzes Leben lang zehren werden. Unge­fähr um die gleiche Zeit gehen nun alle großen Ferienlager der Jugend ihrem Ende entgegen. Allein im Monat Juli waren rund eine Mil­lion Jungen unter dem Zeltdach; im August wuchs diese Zahl noch um ein beträchtliches. Auch fanden große Mädelsportlager in allen Teilen des Reiches statt, kurz, ein großer Teil der deut­schen Jugend hat einen Sommer in Freude und Gesundheit verbracht, einen Sommer, der für die deutsche Jugend ganz im Zeichen der weiß­gestreiften Jugendfahne gestanden hat.

Wenn ich heute die Gelegenheit wahrnehme, um über alle deutschen Sender zu Euch, Ihr El­tern unserer Jungvolkpimpfe, BDW.-Wädel und Hitler-Jungen zu sprechen, so geschieht dies, weit ich das Bedürfnis habe. Euch meine Dankbarkeit für das große Ver­trauen, das die deutsche Elternschaft der Hit­ler-Jugend entgegenbringt, auszusprechen. Ich weih, daß die Arbeit der Hitler-Jugend un­denkbar ist oh ne den Vertrauens­beweis der deutschen Eltern, die, in­dem sie ihre Kinder der Hitler-Jugend anver- trauen, ihren ko st bar st en Besitz in die Hand der Jugendführer und Jugendführerinnen legen. Das erfüllt mich mit steter Dankbarkeit, und ich fühle mit Stolz die große und ernste Verpflichtung, die allen, die an der Ju­gend arbeiten, aus solchem Vertrauen erwächst.

Drei große Faktoren müssen an der Gestaltung der jungen Generation in kameradschaftlicher Ver­bundenheit Mitarbeiten: Elternhaus, Schule und Hitler-Jugend. Dort, wo kein harmo­nisches Verhältnis zwischen diesen drei Stellen be­steht, ist die Jugend selbst der leidtragende Teil. »Die Hitler-Jugend hat nicht die Aufgabe, die Jugendlichen dem Elternhause zu entfremden und sie in Gegensatz zur Schule zu bringen. Sie arbeitet auf einem ureigenen Gebiet, auf dem es keine

Konflikte mit Schule und Elternhaus geben soll und geben darf. Der Hitler-Jugendführer erzieht seine Jugend nicht gegen, sondern für den Begriff der echten Autorität, und bei aller Ungebundenheit eines fröhlichen Jungenlebens muß und wird die Hitler-Jugend den tieferen Sinn ihrer jungen Erziehungsgemein­schaft in der Erringung einer Haltung suchen, die zugleich heroisch und ehrfürchtig ist. Indem die Hitler-Jugend die jungen Deutschen lehrt, daß sie von frühester Jugend an nicht sich selb st, sondern ihrem Volk gehören und ihre eigenen Wünsche dem Wohl oder Wehe der großen Gesamtheit unterzüordnen haben, unter­baut sie die Erziehungsarbeit der Familie und schafft die Voraussetzung für eine im höchsten Sinne sozialistische Nation.

Die Hitler-Jugend hat bei allen Fehlern, die menschliche Einrichtungen immer aufzuweifen haben und die gerade ich als Jugendführer des Deutschen Reiches deutlicher und unerbittlicher sehe als mancher andere, eine Tugend, die alles Wangelhafte und Fehlerhafte übersieht: das ist ihre Einigkeit. Die Hitler-Jugend hat der Weisung des Führers und Reichskanz­lers Adolf Hitler gemäß getan, was in ihren jungen Kräften stand, um auch ihrerseits das große nationalsozialistische Einigungswerk durch­zuführen. Wehr als 90 v. h. der gesamten Jugend sind in ihren Reihen vereinigt. Organi­sationen und Verbände, die vielleicht in ihrer Zeit ebenso richtig waren wie die Hitler-Jugend in dieser Zeit richtig ist, sind zugunsten der alle umfassenden Hitler - Jugendorganisation überwunden worden.

Noch vor wenigen Tagen konnte ich in einer langen Unterredung mit dem Führer und Reichskanzler feststellen, daß das Prin­zip der Freiwilligkeit der Zugehörigkeit zur Hitler-Jugend niemals preisgegeben wer­den wird. Wer zur Hitler-Jugend kommt, soll aus freiem Antrieb, ohne jeden Zwang, in unsere Gemeinschaft eintreten. Der Staat überwacht durch die Jugendführung des Deutschen Reiches den gesamten Dienst der Hitler- Jugend, aber er läßt es im übrigen jedem deut­schen Jungen und Mädel frei, ob sie sich in die Hitler-Jugend einreihen wollen oder nicht. Denn der nationalsozialistischen Jugend kommt es darauf an, auch dadurch im Sinne einer Auslese zu wir­ken, daß nur solche zu ihr kommen, die das innere Herzensbedürfnis haben, an den Werken der Hitler-Jugend selbstlos mitzuarbeiten und damit bereits in jungen Jahren Pflichten und Opfer auf sich zu neh­men, deren ethischer Wert auf der Freiwilligkeit beruht, mit der sie erworben werden.

Unsere Arbeit in der Zukunft gilt vor allem der Gesundheit der Jugend, der Frei­zeit des Jungarbeiters und der Ertüchtigung und Kräftigung aller in der Hitler-Jugend zusammengeschlossenen jungen Deutschen. So soll im Jahre 1935 jeder Hitler-Junge und jedes Hitler-Wädel einen mehrwöchigen Aufenthalt draußen in der Ratur, in Zeltstädten oder Jugendherbergen bekom­men. Schon drei Wochen gesunden Lebens im Freien bei Spiel und Sport können Wunder wirken, das haben wir in diesem Jahre ge­sehen. Ganz Deutschland muh mithelfen. Es ist eine Ehrensache des deutschen Volkes, daß jeder Jugendliche gesund und frei heranwächst und endlich das, was früher als Privileg weniger Begüterter und Vermögen­der war, nämlich die Sommerreise, der Er­holungsurlaub, endlich der ganzen deut­schen Jugend zur Verfügung gestellt wird. Das ist nicht so schwer, wie es scheint, das können wir durcyführen, die wir schon Größeres und Schwereres haben durchführen können.

Wer einig ist, kann alles.

Wenn einige ausländische Sender und Zeitungen meinen, sie können das Aufbauwerk der deutschen Jugend dadurch stören, daß sie mich verleumden und diffamieren, mich für tot erklären und als Millionendieb bezeichnen, sollen sie es tun. Ich brauche für meine Arbeit nicht die Zustimmung der fremden Journaille, sondern die Zustimmung meines Führers, und die habe ich. Nach seiner Weisung werde ich weiterarbeiten und ihm so, wie in den vergangenen zehn Jahren, auch in Zukunft die Treue halten. HandinHand mit den deutschen Eltern und der deut­schen Jugend wird die Hitler-Jugend weiter­arbeiten. Tapfer und treu steht die junge Nation hinter ihrem Führer. Deutsche Eltern! Eure Kinder sind der höchste Stolz des neuen Staates. Das Deutsche Reich ist ewig durch die deutsche Jugend.

Nie HL. ehrt ihren Führer.

Die Berliner Hitlerjugend bereitete am Mitt­woch dem Reichsjugendführer eine spontane Ehrung. Formation auf Formation eilte in den Abendstunden zum Funkhaus in der Masuren-Allee, wo, wie gemeldet, Baldur von Schirach über die Reichssender zu den deutschen Eltern sprach. Bald waren an 20 000 Jungen und Mädel in dichten Reihen in den Straßen um den Funkturm versam­melt. Fackeln wurden von Hand zu Hand gereicht, und bald bildete die Masuren-Allee eine einzige Leuchtfeuerkette. Die Begeisterung stieg auf den Höhepunkt, als der Reichsjugendführer nach Been­digung seines Dortrages von einem Fenster des Rundfunkhauses aus zur Jugend sprach.

die in einigen Teilen der Presse erschienen sind, einen irreführenden Eindruck von den Beratungen und von der Haltung des ökumeni« schen Rates hervorgerufen haben und versprach, eine öffentliche Erklärung abzugeben, in der er versuchen wird, einen objektiven Bericht über die Haltung und den Geist des Rates zu geben.

Ein neues KirchengeseH über die Rechtsverhättnifs e derGeistlichen

Berlin, 30. Aug. (DNB.) Das geistliche Mini­sterium der Deutschen Evangelischen Kirche hat ein Kirchengesetz beschlossen, in dem es u. a. heißt: Die landeskirchenrechtlichen Bestimmungen über die Rechtsverhältnisse der Geistlichen und Beamten der Landeskirchen, ausgesetzt und außer Kraft gefetzt durch die Kirchengesetze der Deutschen Evangelischen Kirche vom 16. November 1933 und 8. Dezember 1933 werden gemäß der Verordnung des Reichsbischofs vom 4. Januar 1934 und gemäß dem Kirchengesetz der Deutschen Evangelischen Kirche vom 13. April 1934 alswieder in Kraft ge­treten und weiter durchführbar ge­worden, bestätigt. Es handelt sich um die Ge­setze, die die Bestimmungen des staatlichen Arier­paragraphen auf die geistlichen und kirchlichen Be­amten anwandten mit der Erweiterung, daß jeder Geistliche, der eine nichtarische Frau habe, in den Ruhestand zu versetzen sei; ferner daß Pfarrer, die die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht haben, in den Ruhestand versetzt werden könnten und Beamte in der gleichen Altersstufe in den Ruhestand versetzt werden sollten und schließlich, daß geistliche und kirchliche Beamte, die nationalpolitisch als nicht zu­verlässig anzusehen seien, in den Ruhestand versetzt werden könnten.

Baldiger Erlaß von Betriebs­ordnungen geboten.

Berlin, 29. Aug. (DNB.) Bis spätestens 1. Oktober d. I. muß in allen Betrieben der privaten Wirtschaft, in denen in der Regel mindestens 20 Arbeiter und Ange- st e l l t e beschäftigt sind, eine den Vorschriften des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit ent­sprechende Betriebsordnung vom Führer des Betriebes nach vorheriger Beratung im Vertrauens­rat erlassen sein. Der Reichsarbeitsminister teilt hierzu im Einvernehmen mit dem Reichswirtschafts­minister mit, daß dieser Zeitpunkt, nachdem bereits einmal eine Fristverlängerung stattgefunden hat, unter keinen Umständen überschrit- t e n werden darf. Er empfiehlt daher, die gewährte Frist nicht voll auszuschöpfen, sondern da, wo noch keine den gesetzlichen Vorschriften entsprechende Be­triebsordnung erlassen ist, unverzüglich die er­forderlichen Maßnahmen hierzu einzuleiten. Die Treuhänder der Arbeit sind angewiesen, auch in ihren Bezirken nochmals auf den beschleunig­ten Erlaß von Betriebsordnungen hinzuwirken und für die unbedingte Einhaltung der Frist Sorge zu tragen. Die Nichtbefolgung ihrer Anord­nungen kann ehrengerichtliche Verfol­gung nach sich ziehen.

Flottentag in Kiel.

Deutschland aus der ökumenischen Kirchenkonferenz auf Fand

Kirche und Gemeinschaft der Nationen

Iten, so erklärte nien, die mit

Dr. Croßmann -Oxford wände sich gegen die vorher gemachten Ausführungen, daß man sich als Christ nicht verteidigen dürfe, selbst wenn Va­ter und Mutter getötet würden. Dies würde bedeu-

schaft der Nationen", wobei Krieg und Weltfriede die größte Rolle spielten. Der englische Pastor Martin erklärte, man müsse einen Staat anstreben, der christlichen Gesetzen unterworfen sei. Ein ungenannter Redner führte u. a. aus, es gebe keinen Weg zum Frieden, wenn die Sicherheit im Vordergrund stehe. Man müsse den Frieden wagen. Mr. Urwin erklärte: Alle Regierungen hätten die Völker in der Abrüstungsfrage enttäuscht. Es scheine ihm unmöglich, daß die christliche Kirche für die Berechtigung eines Krieges eintreten könne. Das gelte auch der Verteidigung, die nur ein Deck­mantel für Kriegsvorbereitungen geworden fei.

er, daß d i e englischen Kolo- dem Schwert gewonnen und vertei-

Lage in Deutschland. Wir können nur lächeln, wenn man glaubt, daß die persönliche Freiheit bei uns aussterben kann. Wir sind echte Ger­manen, wie die meisten von uns hier. Wir sind kein Volk, das unter die Räuber gefallen ist. Wir Deutschen stehen der ökumenischen Be­wegung näher als andere. Friede und Gleichberechtigung find des deutschen

Volkes Ziel.

Der frühere Reichsgerichtspräsident Dr. Simons erklärte: Ich bin kein Nationalsozialist, ich bin zu

Der frühere Reichsgerichtspräsident Dr. Simons

erklärte, zur Verteidigung müsse der Staat Wacht anwenden; dies müsse die Kirche aner­kennen und sich nicht einmischen, ganz gleich ob dies ein demokratischer oder autoritärer Staat fei. Deutschland falle es schwer, an der ökumenischen Arbeit teilzunehmen. Wann habe man denn während des Krieges und nachher die Stimme der ökumenischen K i r ch e für internationale Gerechtigkeit ge­hört? Rur Papst Benedikt fei für einen Verständigungsfrieden eingetreten. Es habe wohl Christen gegeben, die nur Gerechtigkeit wünschten, aber ihre Stimmen seien i m Waffenlärm untergegangen. Damals hatte die Kirche nicht ihre Stimme für Gerech­tigkeit uns gegenüber erhoben. Run wendet man sich gegen uns mit der Forderung nach Gerechtigkeit. Er sei, so erklärte Dr. Simon weiter, gegen das Eintreten Deutschlands in den Völkerbund gewesen, und er habe dessen Austritt mit Freuden begrüßt, obwohl er der Ansicht sei, daß im Völkerbund an sich eine göttliche Idee liege.

Staat und Kirche.

Kopenhagen, 29. Aug. (DNB.) Die inter­nationale Kirchenkonferenz auf der Insel Fanö be­schäftigte sich am Montag mit dem Problem Staat und Kirch e", zu dem Professor R u n e- st a m - Upsala einen einleitenden Vortrag hielt. Er führte u. a. aus, daß der Staat von heute im allerhöchsten Grade seine Macht aus bas ganze Volksleben ausgedehnt habe und dadurch mit den Forderungen der Kirche nicht Über- einstimme. Daß der Staat so weit gegangen sei, sei auf die allgemeine Autoritätskrise zu- rückzusühren, insofern als der Bedarf an Autorität die Entwicklung in der Richtung totaler Staaten fördere. Gegenüber dieser äußeren und auf Macht gegründeten Autorität müsse die Kirche die auf Offenbarung gegründete Autorität des göttlichen Wortes stellen. Sie müsse sowohl dem Staat wie dem Volksleben gegenüber positiv und kritisch ein­gestellt sein.

Bischof Heckel-Berlin

führte u. a. aus, daß der Staat nach dem Reuen Testament eine göttliche Ord­nung darstelle. Gott habe dem Staat eine Aufgabe gestellt. Von einem christlichen Staat zu sprechen, sei sinnlos. Dagegen könne man von christlichen Staatsmännern sprechen. Das Dritte Reich vertrete den Gemeinschaftswillen des Volkes. Volk und Staat seien in Deutschland eins. Die totalitären Forde­rungen des Staates seien nicht gleichbedeutend mit Absolutismus. Vielmehr seien sie Ausdruck des Verantwortungsbewußtseins des Staates gegenüber dem Volk. Dieses Zweckes wegen müsse der Staat Zwang mit Freiheit verbinden. Der Staat erhalte die göttliche Ordnung aufrecht. Die Kirche müsse sich in die äußeren Rahmen des staatlichen und völkischen Lebens einfügen. Gleichzeitig habe die Kirche die besondere Verantwortung gegenüber dem ganzen Volke, Gottes Wort zu verkünden.

Professor Geismar (Kopenhagen) erklärte, daß die Sünde auch im Leben des Staates sowie des Volkes herrsche. Zum Beispiel könne Volksegois­mus und blinde Massensuggestion sich mit religiö­sem Idealismus verbinden. Dadurch könne ein ge­fährlicher Sprengstoff entstehen, was für die Kirche ein Martyrium mit sich bringen könne.

Professor Titius-Berlin

dessen Ausführungen auf die Versammlung einen starken Eindruck machten, sagte: Dir müssen lernen, Vertrauen zueinander zu gewinnen; man muh im Ausland vertrauen zu Deutschland haben. Wir dulden nicht, daß man sich in unsere schwierige Lage mischt. Fremde Hilfe kann jetzt keine Hilfe für uns sein. Wir können selbst die Aufgaben losen, die wir uns gestellt haben. Wir haben gerade mit der Evolution nach der Revolution begonnen, und sie müssen uns Zeit lassen. Wan sieht im Ausland verkehrt auf die ganze

Wettrudern der Reichsmarine.

Kiel, 29. Aug. (DNB.) Ganz Kiel ist heute auf den Beinen. Seit dem frühen Morgen sah man auf der breiten Hindenburguserpromenade, die sich zwi­schen Stadt und Holtenauer Schleuse an der Förde entlang streckt, Tausende, die die kleine, aber schnei­dige deutsche Flotte im Hasen sehen wollten. Ein Bild, das selbst für die Kieler recht selten ist. Nach der Nachtübung hatten, wie wir bereits kurz mel­deten, alle Schiffe der Reichsmarine im Hafen an den Bojen und Brücken festgemacht.

Ungeheuere Menschenmaffen, Automo­bile von nah und fern, aus den verschiedensten deut­schen Gauen, aber auch aus dem Auslande, fanden sich am Hindenburguser ein, um am Nachmittag an den traditionellen Wettrudern der gesamten deutschen Flotte als Zuschauer teilzunehmen. Bei gutem Wetter nahm das Wettrudern, an dem sich etwa 60 Boote aller Gattungen der Reichsmarine beteiligten, einen glänzenden Verlauf. An Bord des Start- und ZielschiffesU n dine" befanden sich neben dem Flottenchef eine Reihe bekannter Persönlichkeiten. Das Bild war umwimmelt von Segelyachten, Schnellbooten, Zu- schauerdampfern und Ruderbooten. Große Heiterkeit erregten die Besatzungen der Kriegsschiffe, die wäh- rend der Rennen Freizeit hatten und nun von ihrem Schiss aus durch Mafsensprechchöre ihre Rennmannschaften anzupeitschen bemüht waren.

Am Schlüsse der Wettkämpfe nahm der Flotten­chef Vizeadmiral Förster an Bord des Flagg­schiffesSchleswig-Holstein" die Preisoertei» tung vor. Die wertvollen Preise waren auf einem mit der Kriegsflagge geschmückten Tisch unter dem 28-Zentimeter-Geschützturm aufgestellt. Freudig nah­men die Sieger ihre Preise entgegen, nachdem der Flottenchef in einer Ansprache die Matrosen auffor­derte, stets, wie heute, die ganze Kraft in den Dien st des Vaterlandes zu stellen. Seine Worte klangen in einem dreifachen Hurra auf Vaterland, Führer und Reichskanzler aus. Die besondere Anerkennung des Flottenchefs galt den Mannschaften des Linienschiffes ,,Schlesien", die mehrere Preise errangen. Die Flotte wird morgen den Kriegshafen Kiel wieder verlassen, um ihre Hebungen fortzusetzen.

Die Anrede im GA.-Dienst.

München, 29. Aug. (DNB.) Der Chef des Stabes der SA., Lutze, sieht sich veranlaßt, unter Bezug auf eine Verfügung, die bereits am 7. Juli 1934 veröffentlicht worden ist, der breiten Öffentlichkeit folgendes bekanntzugeben:

Im SA.-Dienst dürfen für sämtliche S A. - Führer nur d i e Dien st anreden der SA. verwendet werden, z. B.Sturmführer",Bri­gadeführer",Gruppenführer" usw. Das bisher bei Ansprachen der Dienstgrade vom Gruppenführer einschließlich aufwärts vorzusetzende Wortmein" fällt weg. Ebenso entfällt nach wie vor bei allen Dienstgraden die AnredeHerr". Die Anrede an den obersten SA. - Führer lautet wie "sher:Mein Führer". Meine Dienstbezeich- nung istDer Ches des Stabes", die Anrede lautet:Stabschef".

Unverfrorenheit ausländischer Kommunisten.

DNB. Berlin, 29. August. Di-Times» halt« (ft Dtln Berliner Korrespondenten melden Isen, daß eine Anzahl Ausländer verhaftet worden sei, als sie m der Nähe von Berlin badeten. Hierzu

Prof. K o ch,. einer der deutschen Vertreter erklärte, daß der Nationalsozialismus das Volk nicht an Gottes Statt, sondern unter d i e Führung Gottes setze. Pastor W e n d l a n d - Heidelberg führte aus, daß die deutsche Jugend von dem positiven Gedanken der Gleichberechtigung des deut­schen Volkes mit anderen Völkern auf friedlicher Grundlage erfüllt fei.

Prof. Fischer-Wien, der die k ü r z l i ch e n Er­eignisse in Oesterreich als Ausdruck für die verfehlte Politik in Europa bezeichnete, wandte sich besonders gegen den Wortbruch, d. h. den Unterschied zwischen den Wilsonschen 14 Punkten und den Frie­densverträgen mit der Beschlagnahme von Privat­eigentum, wodurch Deutschland 10 und Oesterreich 2 Milliarden bezahlen mußte.

Am Mittwoch befaßte sich die Tagung mit Ent­schließungen zu dem ThemaKirche und Staat".

Deutscher Protest gegen unwahre und einseitige Berichterstattung.

Kopenhagen, 29. Aug. (DNB.) In der heu­tigen Sitzung des ökumenischen Rates gab die deutsche Delegation folgende Erklärung ab:

Die deutsche Delegation hät mit tiefer Empö­rung von der Art Kenntnis genommen, mit der in einem Teil der Weltpresse über die Tagung des ökumenischen Rates in Fanö sogar über vertrau­liche Sitzungen, Bericht erstattet worden ist. Diese Berichterstattung ist nicht nur auf Sen- Nationen berechnet und einseitig in ihrer Stellung zu der deutschen kirchlichen und po­litischen Lage, sondern versucht zum Teil, die Er­gebnisse der Konferenz au beeinflussen und eine Atmosphäre zu schaffen, die den Verhandlun­gen die unbedingt notwendige innere Frei­heit nimmt. Die deutsche Delegation legt hier­gegen schärfste Verwahrung ein und bittet den ökumenischen Rat und seinen Präsidenten, alles zu tun, um vor der Weltöffentlichkeit eine objek­tive Behandlung der Beratung sicherzu- stellen."

Der Präsident des ökumenischen Rates ftimmte dem zu, daß Berichte über die Konferenz,

alt, um Mitglied einer Partei zu fein und habe viele Jahre lang die unparteiliche Stellung eines Richters eingenommen. Aber viele meiner Wünsche sehe ich durch den Nationalsozialismus erfüllt, und ich bin bereit, dem Staat zu dienen, falls ich ge­rufen werden sollte. Die früheren Erzieyungsgrund- sätze schufen eine zersplitterte Jugend. Man muß den Gedanken des Dienens tragendes Prinzip der Erziehung werden lassen. Hitler will keinen Kulturkampf. Er ist der Kirche und der Familie gegenüber freundlich gestimmt.

Die Kirchenkonferenz beschäftigte sich am Diens-Idigt worden seien, aufgegeben werden müßten; g mit dem ThemaKirche und G e m e i n - dies würde Bürgerkrieg in Indien und unermeß- t'A h" ** liche Arbeitslosigkeit in England bedeuten.